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Aktueller Stand, Probleme und Perspektiven der Versorgungsforschung in Deutschland

Eine Analyse, orientiert an der Koronaren Herzkrankheit

Title: Aktueller Stand, Probleme und Perspektiven der Versorgungsforschung in Deutschland

Term Paper , 2009 , 44 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anja Hellmann (Author)

Health - Miscellaneous
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Die Versorgungsforschung wird in dieser Hausarbeit als eigenständige Disziplin erläutert. Ich stütze mich dabei auf das Krankheitsbeispiel KHK, um anhand von Beispielen aus diesem Bereich die Aufgaben, Ziele, Methoden, die Entwicklung und Perspektiven der Versorgungsforschung zu veranschaulichen. Eine Frage ist dabei die nach den Auswirkungen der Wahl unterschiedlicher Leitlinien, die bei gleicher Ausgangssituation zu unterschiedlicher Therapieentscheidung führen können (z.B. Durchführung einer PTCA) und damit unterschiedliche Konsequenzen haben.
Zudem wird die Frage nach der Bedeutung der Versorgungsforschung in Deutschland beleuchtet, da diese im internationalen Vergleich deutlich abfällt.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Definition: KHK

2 Ausgangslage

3 Versorgungsforschung- Übersicht

3.1 Definition: Versorgungsforschung

3.2 Gegenstand der Versorgungsforschung

3.3 Aufgaben und Zielsetzung der Versorgungsforschung

3.4 Methoden der Versorgungsforschung

4 Entwicklung der Versorgungsforschung

4.1 Versorgungsforschung- international

4.2 Einrichtungen der Versorgungsforschung in Deutschland

5 Perspektiven der Versorgungsforschung-Anwendungsbezogene Beispiele

5.1 Analyse der Versorgungsituation

5.1.1 RCT versus Klinikalltag

5.1.2 EuroASPIRE I, II und III

5.1.3 Geschlechtsspezifische Analyse der Versorgung von KHK-Patienten.

5.2 Prävention und Gesundheitsvorsorge

5.2.1 Das Östringer- Modell/ Gemeindemedizin

5.3 Entwicklung evidenzbasierter Leitlinien

5.3.1 DMP- KHK

5.4 PCI versus konservative Therapie bei stabiler KHK- eine aufgabenübergreifende Analyse aus Sicht der Versorgungsforschung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Status quo, die Herausforderungen und zukünftige Potenziale der Versorgungsforschung in Deutschland, wobei der Schwerpunkt beispielhaft auf die koronare Herzkrankheit (KHK) gelegt wird, um die Notwendigkeit evidenzbasierter Strukturen im Gesundheitswesen aufzuzeigen.

  • Bedeutung und Aufgaben der Versorgungsforschung als Disziplin
  • Internationaler Vergleich der Etablierung von Versorgungsforschung
  • Analyse der Versorgungssituation bei koronarer Herzkrankheit
  • Evaluierung von Präventionsmodellen und Disease-Management-Programmen
  • Optimierungspotenziale durch evidenzbasierte Leitlinien

Auszug aus dem Buch

5.1.1 RCT versus Klinikalltag

Um die tatsächliche Versorgungssituation zu analysieren bedient sich die Versorgungsforschung auch der Ergebnisse von verschiedenen randomisierten klinischen Studien. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass häufig starke Diskrepanzen zwischen den Ergebnissen aus Studien und der Wirklichkeit im klinischen Alltag existieren. Dieser Unterschied ist in den bereits angesprochenen Bereichen von ‚Effectiveness‘ (relative Wirklichkeit im klinischen Alltag) und ‚Efficiency‘ (absolute Wirksamkeit in klinischen Studien) begründet (Lauterbach, 2004).

Am Beispiel einer Studie des Institutes für Herzinfarktforschung von Wienbergen (2008) lässt sich dies belegen. Hier wurde die Übertragbarkeit der RCT auf den Klinikalltag anhand von Herzinfarktregistern untersucht. Auffällig ist hier insbesondere, dass sich die Ein- und Ausschlusskriterien für die RCT und das Herzinfarktregister stark unterscheiden. Nur etwa 10-50% der Patienten aus den Herzinfarktregistern wurden auch in den RCTs erfasst (‚Trialpatienten‘).

Bei genauerer Betrachtung der hospitalen Mortalität zeigt sich ein Unterschied von 7% (RCT- Patienten) zu 11% (‚Non- Trialpatienten‘ aus den Registern) (Tabelle 5). Auch therapeutisch gesehen zeigen sich starke Unterschiede im Bereich des Nutzens der Therapie. In den RCTs ist der therapeutische Nutzen geringer, was an der verstärkten Aufnahme von Niedrigrisikopatienten liegt. Hochrisikopatienten sind verstärkt in den Registern zu finden und erhalten aus rein physiologischen Gründen einen höheren Nutzen durch eine therapeutische Maßnahme.

Es zeigt sich also klar, dass die RCT nicht direkt auf den Klinikalltag übertragbar ist, da sie nicht mit den Ergebnissen aus Herzinfarktregistern übereinstimmen, welche alle Patienten mit einem Herzinfarkt ohne Ausschlusskriterien, wie Alter oder Symptomatik, beinhalten und somit den klinischen Alltag wiederspiegeln. Die Versorgungsforschung muss also bei der Aufgabe der Analyse der Versorgungssituation und der Evaluation von Leitlinien vermehrt den Fokus auf die relative Wirksamkeit richten um so ein valides Ergebnis treffen zu können (Wienbergen, 2008).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel und die steigenden Anforderungen an eine evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, wobei das Ziel der Arbeit, die Versorgungsforschung als Disziplin anhand der KHK zu erläutern, definiert wird.

1 Definition: KHK: In diesem Kapitel wird die koronare Herzkrankheit medizinisch definiert, inklusive ihrer Schweregrade, Risikofaktoren, diagnostischen Verfahren und gängigen Therapieansätze.

2 Ausgangslage: Es wird der Zustand der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland beschrieben, Defizite wie Über-, Unter- oder Fehlversorgung aufgezeigt und die Notwendigkeit für eine fundierte Versorgungsforschung begründet.

3 Versorgungsforschung- Übersicht: Dieses Kapitel liefert eine Definition, den Gegenstand sowie die Aufgabenbereiche, Ziele und Methoden der Versorgungsforschung als wissenschaftliche Disziplin.

4 Entwicklung der Versorgungsforschung: Es wird die internationale Historie der Versorgungsforschung betrachtet und die bisherige institutionalisierte Situation in Deutschland sowie Förderphasen des BMBF dargestellt.

5 Perspektiven der Versorgungsforschung-Anwendungsbezogene Beispiele: Anhand konkreter Beispiele wie der KHK-Versorgung, Präventionsmodellen und Disease-Management-Programmen wird der praktische Nutzen und die Handlungsnotwendigkeit für die Versorgungsforschung demonstriert.

6 Fazit: Das Fazit resümiert, dass Deutschland zwar ein hohes Niveau hat, aber strukturelle Defizite aufweist, die durch eine verstärkte, national anerkannte und interdisziplinäre Versorgungsforschung behoben werden müssen.

Schlüsselwörter

Versorgungsforschung, Koronare Herzkrankheit, KHK, Gesundheitswesen, Evidenzbasierte Medizin, Disease-Management-Programm, DMP, HTA, Versorgungsqualität, Prävention, Effektivität, Effizienz, Versorgungssektoren, Gesundheitsökonomie, Qualitätsmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem aktuellen Stand, den bestehenden Problemen und den zukünftigen Perspektiven der Versorgungsforschung in Deutschland, wobei die koronare Herzkrankheit (KHK) als konkretes Anwendungsbeispiel dient.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Definition und Aufgaben der Versorgungsforschung, der internationale Vergleich, die Rolle von Disease-Management-Programmen (DMP), die Evidenzbasierung von Leitlinien sowie die Bedeutung der ökonomischen Perspektive im Gesundheitswesen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Versorgungsforschung als eigenständige Disziplin zu erläutern und aufzuzeigen, wie sie durch wissenschaftliche Evaluation dazu beitragen kann, die Qualität und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Versorgung in Deutschland zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Ansätze der Versorgungsforschung mit praktischen Studienergebnissen und Modellprojekten (wie etwa den BMBF-Förderphasen oder internationalen Studien wie EuroASPIRE) verknüpft.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Übersicht zur Versorgungsforschung, eine Bestandsaufnahme ihrer institutionellen Entwicklung und einen umfassenden Analyseteil, in dem spezifische klinische Fragestellungen, wie der Vergleich von RCTs zum Klinikalltag oder die Behandlung der KHK, diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Versorgungsforschung, KHK, Evidenzbasierte Medizin, Disease-Management, Versorgungsqualität und Gesundheitsökonomie geprägt.

Warum wird die koronare Herzkrankheit (KHK) als Beispiel gewählt?

Die KHK wurde gewählt, da sie als Volkskrankheit hohe Kosten verursacht, eine hohe Varianz in der Behandlung aufweist und sich daher hervorragend eignet, um die Notwendigkeit von Evaluation und evidenzbasierten Leitlinien in der Praxis zu demonstrieren.

Welche Schwachstellen des aktuellen Systems werden identifiziert?

Die Autorin kritisiert insbesondere das Fehlen verbindlicher nationaler Standards, die unzureichende Vernetzung von Forschungsergebnissen, Dokumentationsmängel in Krankenhäusern und die mangelnde Institutionalisierung der Versorgungsforschung in Deutschland.

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Details

Title
Aktueller Stand, Probleme und Perspektiven der Versorgungsforschung in Deutschland
Subtitle
Eine Analyse, orientiert an der Koronaren Herzkrankheit
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,3
Author
Anja Hellmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
44
Catalog Number
V145301
ISBN (eBook)
9783640565764
ISBN (Book)
9783640566518
Language
German
Tags
Gesundheitswissenschaften Versorgungforschung Versorgung Gesundheitsversorgung Gesundheitspolitik Gesundheitssystem Koronare Herzkrankheit KHK
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Hellmann (Author), 2009, Aktueller Stand, Probleme und Perspektiven der Versorgungsforschung in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145301
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