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Versicherbarkeit von Umweltrisiken. Inwiefern lassen sich Überschwemmungen versichern?

Titel: Versicherbarkeit von Umweltrisiken. Inwiefern lassen sich Überschwemmungen versichern?

Hausarbeit , 2022 , 14 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich vor allem mit der Versicherbarkeit von Umweltrisiken, unter der neuen Herausforderung des Klimawandels und geht folgender Frage nach: "Inwiefern lassen sich (neuartige) Umweltrisiken, wie das Risiko der Überschwemmung, aktuell überhaupt versichern?".
Es soll also vor allem um Schwierigkeiten im Umgang mit Umweltrisiken seitens der Versicherer gehen. Um die Frage dieser Hausarbeit zu beantworten, muss erstmal definiert werden, was ein Risiko überhaupt ist und wie es sich etwa von einer Gefahr unterscheidet. Anschließend daran werden globale bzw. Umweltrisiken näher erläutert, um daraufhin im zweiten Kapitel die Konzepte der Risiko- bzw. Weltrisikogesellschaft zu erklären und ihre Signifikanz für unseren Alltag und den Umgang mit Risiken aufzuzeigen. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit Kriterien der Versicherbarkeit von Risiken, auf die eine Analyse der Versicherbarkeit von Überschwemmungen erfolgt.

Das sogenannte „Jahrhunderthochwasser“ 2021 überraschte viele Bürger*innen unerwartet und sorgte vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrheinwestfalen für 180 Todesopfer und Milliarden große Sachschäden. Extreme Wetterereignisse wie dieses werden augenblicklich aufgrund des Klimawandels immer häufiger erwartet. Eine Lebenswelt, die sich mittlerweile durch die enorme Anzahl an Risiken auszeichnet, scheint Realität zu sein, wie auch Ulrich Beck in seinem Begriff der Risikogesellschaft beschreibt. Bereits der Begriff zeigt, dass Risiken offensichtlich ein zentrales Merkmal unserer Gesellschaft sind und diese eine wichtige Rolle spielen. Des Weiteren lässt sich der Begriff der Risikogesellschaft zur Weltrisikogesellschaft erweitern, gerade im Zuge der Globalisierung. Was diese Begriffe der (Welt-)Risikogesellschaft genauer bedeuten, ist Teil dieser Hausarbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist ein Risiko und was ist eine Gefahr?

2.1. Luhmanns Definition des Risikos

2.2. Becks Definition des Risikos

2.3. Klassische und moderne Risiken

3. Die (Welt-)Risikogesellschaft

3.1. Konturen der Risikogesellschaft

3.2. Konturen der Weltrisikogesellschaft

4. Naturkatastrophen

5. Kriterien der Versicherbarkeit

5.1. Kriterium der Zufälligkeit

5.2. Kriterium der Eindeutigkeit

5.3. Kriterium der Schätzbarkeit

5.4. Kriterium der Unabhängigkeit

5.5. Kriterium der Größe

6. Versicherbarkeit von Umweltrisiken

7. Fazit

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Herausforderungen bei der Versicherung von Umweltrisiken, insbesondere am Beispiel von Überschwemmungen. Das primäre Ziel ist es, unter Einbeziehung risikosoziologischer Konzepte zu klären, ob und wie trotz der komplexen und unberechenbaren Natur moderner Umweltrisiken versicherungstechnische Lösungen möglich sind.

  • Unterscheidung zwischen den Begriffen Risiko und Gefahr bei Niklas Luhmann und Ulrich Beck.
  • Analyse der Konzepte von Risikogesellschaft und Weltrisikogesellschaft.
  • Darstellung der zentralen Kriterien der Versicherbarkeit im modernen Kontext.
  • Untersuchung der Monetarisierbarkeit und Schätzbarkeit von ökologischen Schäden.
  • Diskussion von Versicherungsmechanismen bei globalen Naturkatastrophen.

Auszug aus dem Buch

5. Kriterien der Versicherbarkeit

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die Frage beantwortet werden, inwiefern das Umweltrisiko Überschwemmungen versicherbar ist, da globale Risiken besonders komplex wirken. In diesem Kapitel geht es darum, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, damit ein Risiko versicherbar ist und welche Eigenschaften des Risikos eine Versicherung beeinflussen beziehungsweise diese erschweren.

Zu Beginn lässt sich sagen, dass prinzipiell jedes Risiko versicherbar ist, da unendlich große Schäden von den Versicherern als unmöglich angesehen werden (vgl. Steier 2005: 45). Das Wichtigste ist dabei, dass ein rechtsgültiger Vertrag vereinbart, werden können muss, ist dies gegeben kann jedes Risiko versichert werden (vgl. ebd.: 45). Allgemeingültige Kriterien anhand denen Versicherungsgrenzen sich einfach bestimmen lassen existieren nicht, jedoch erfolgt die subjektive Beurteilung von Versicherbarkeit häufig anhand von fünf Kriterien (vgl. Steier 2005: 45f.). Diese fünf Kriterien sind 1) Zufälligkeit 2) Eindeutigkeit 3) Schätzbarkeit 4) Unabhängigkeit und 5) Größe (vgl. ebd.: 47). Im Folgenden werden diese fünf Kriterien näher erläutert, um im darauffolgenden Schritt auf die Besonderheiten in der Bewertung der Versicherbarkeit von Umweltrisiken einzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die steigende Relevanz von Naturkatastrophen durch den Klimawandel und stellt die Forschungsfrage zur Versicherbarkeit von Überschwemmungsrisiken.

2. Was ist ein Risiko und was ist eine Gefahr?: Dieses Kapitel kontrastiert die soziologischen Risikodefinitionen von Luhmann und Beck und unterscheidet zwischen klassischen und modernen Risiken.

3. Die (Welt-)Risikogesellschaft: Es wird analysiert, wie sich die Gesellschaft hin zur Weltrisikogesellschaft entwickelt und welche Rolle (Nicht-)Wissen bei der globalen Risikoabschätzung spielt.

4. Naturkatastrophen: Hier wird der Begriff der Naturkatastrophe definiert und das Risiko der Überschwemmung als anthropogen beeinflusstes Phänomen eingeordnet.

5. Kriterien der Versicherbarkeit: Das Kapitel erläutert die fünf klassischen Versicherungskriterien: Zufälligkeit, Eindeutigkeit, Schätzbarkeit, Unabhängigkeit und Größe.

6. Versicherbarkeit von Umweltrisiken: Die theoretischen Kriterien werden auf Umweltrisiken angewandt, wobei besonders die Probleme der Monetarisierbarkeit und der Schätzung neuartiger Klimarisiken дискуtiert werden.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Umweltrisiken trotz ihrer Komplexität grundsätzlich versicherbar bleiben, sofern entsprechende Verfahren und Verträge angepasst werden.

Schlüsselwörter

Risiko, Gefahr, Versicherbarkeit, Risikogesellschaft, Weltrisikogesellschaft, Klimawandel, Überschwemmungen, Naturkatastrophen, Niklas Luhmann, Ulrich Beck, Schadensabwicklung, Monetarisierbarkeit, Schätzbarkeit, Rückversicherung, Systemtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie moderne Umweltrisiken, speziell Überschwemmungen, in das System der Versicherbarkeit integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Soziologie des Risikos, die Definition von Naturkatastrophen sowie die versicherungswirtschaftlichen Kriterien zur Risikobewertung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Versicherung von globalen Umweltrisiken zu identifizieren und zu beurteilen, inwiefern diese für Versicherungsunternehmen handhabbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer Risikotheorien und versicherungswissenschaftlicher Standards, um diese auf aktuelle Praxisbeispiele anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Risikokonzepte von Luhmann und Beck, die Bedingungen der Versicherbarkeit nach Steier und überträgt diese auf die Problematik des Klimawandels und drohender Überschwemmungsschäden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Risikogesellschaft, Versicherbarkeit, Umweltrisiken, Klimawandel und die fünf Kriterien der Versicherungspraxis.

Wie unterscheidet Luhmann Risiko und Gefahr?

Luhmann differenziert danach, ob die Entscheidung für den Schaden beim Akteur selbst liegt (Risiko) oder ob die Schadensquelle außerhalb des eigenen Zurechnungsrahmens liegt (Gefahr).

Warum stellt der Klimawandel für Versicherer eine Herausforderung dar?

Der Klimawandel erschwert die Schätzbarkeit von Schäden, da bisherige Erfahrungswerte für neuartige, menschengemachte Extremwetterereignisse nicht ausreichen.

Können Umweltrisiken nach dieser Arbeit versichert werden?

Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Umweltrisiken grundsätzlich versicherbar sind, da die identifizierten Hindernisse, wie die Monetarisierbarkeit, zwar komplex, aber durch spezielle Verfahren lösbar sind.

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Details

Titel
Versicherbarkeit von Umweltrisiken. Inwiefern lassen sich Überschwemmungen versichern?
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Risikosoziologie
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1453308
ISBN (PDF)
9783963564086
ISBN (Buch)
9783963564093
Sprache
Deutsch
Schlagworte
versicherbarkeit umweltrisiken inwiefern überschwemmungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Versicherbarkeit von Umweltrisiken. Inwiefern lassen sich Überschwemmungen versichern?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453308
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Leseprobe aus  14  Seiten
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