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Beziehungsgewalt im Kontext von Geschlechterrollen. Einflüsse männlicher und weiblicher Rollenbilder auf die Dynamiken häuslicher Gewalt

Titel: Beziehungsgewalt im Kontext von Geschlechterrollen. Einflüsse männlicher und weiblicher Rollenbilder auf die Dynamiken häuslicher Gewalt

Hausarbeit , 2024 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martyna Szykulla (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit widmet sich der Analyse und Reflexion geschlechtsspezifischer Rollenbilder sowie deren Verknüpfung mit dem Thema Gewalt. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die Thematik mit besonderem Blick auf die Rollentheorie und die Begriffe "Gender" und "Geschlecht" zu gewähren und diese in den Kontext der sogenannten häuslichen Gewalt zu setzen, um die Entstehung und Stabilisierung ebendieser zu erklären.

Die Relevanz des Themas ergibt sich aus der Vielzahl an betroffenen Frauen; belegt unter anderem durch den Lagebericht 2022 zur häuslichen Gewalt, herausgegeben vom Bundeskriminalamt: In jeder Stunde werden (allein in Deutschland) statistisch betrachtet mehr als 14 Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt. An jedem Tag versucht ein (Ex-)Partner eine Frau zu töten und an jedem dritten Tag gelingt es ihm auch. Verglichen mit den Zahlen des Vorjahres sind diese Gewalttaten um 8,5% gestiegen – die Täter sind überwiegend männlich und die Opfer überwiegend weiblich.

Zunächst sollen geschlechtsspezifische Rollenbilder als soziale Konstrukte beleuchtet werden, um die Entstehung und Reproduktion dieser zu verstehen. Ein besonderes Augenmerk soll hierbei auch auf die Konstruktion von Geschlecht – also Gender – gelegt werden. Der zweite Themenabschnitt fokussiert sich auf das Thema Gewalt – der Gewaltbegriff soll hierbei definiert und in diverse Unterkategorien differenziert werden und in den Kontext von Paarbeziehungen eingepflegt werden, um den Zusammenhang mit geschlechtsspezifischen Rollenbildern zu verdeutlichen. Durch diese ganzheitliche Betrachtung sollen die komplexen Zusammenhänge zwischen sozialen Rollen, Geschlecht und Gewalt verdeutlicht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 „Rolle“ als soziologischer Begriff

2.2 Geschlecht und Gender

2.3 Rollenbilder in der Gesellschaft

3. Gewalt

3.1.2 Physische Gewalt

3.1.3 Psychische Gewalt

3.1.4 Sexualisierte Gewalt

3.2 Gewalt in Paarbeziehungen – Zahlen und Fakten

3.3 Zusammenhang von Gewalt und geschlechtsspezifischen Rollenbildern in Hinblick auf Entstehung und Stabilisierung

4. Fazit / Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen gesellschaftlich konstruierten Geschlechterrollen und der Entstehung sowie Stabilisierung von Beziehungsgewalt mit dem Ziel, die zugrundeliegenden Machtstrukturen und Dynamiken aufzuzeigen.

  • Soziologische Grundlagen des Rollenbegriffs.
  • Differenzierung zwischen biologischem Geschlecht und sozialem Gender.
  • Analyse tradierter männlicher und weiblicher Rollenbilder.
  • Definition und Differenzierung verschiedener Gewaltformen.
  • Strukturelle Bedeutung von Macht und Ohnmacht in Paarbeziehungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Psychische Gewalt

Anders als physische Gewalt ist psychische (oder auch: emotionale) Gewalt nicht direkt sichtbar; mit psychischer Gewalt sind Verhaltensmuster gemeint, „[…] die darauf gerichtet sind, psychische Schmerzen oder Verletzungen zu verursachen.“, (Bundschuh & Glammeier, 2023. S, 27). Anders als Grenzverletzungen geschieht diese Form der Gewalt des Täters bewusst und mit dem Ziel, Gefühle wie Ohnmacht, Scham, Angst oder Traurigkeit bei seinem Opfer auszulösen (vgl. ebenda). Durch psychische Gewalt werden Opfer isoliert, herabgewürdigt und gedemütigt. Diese Form der Gewalt wird ausgeübt mit Blicken, Worten und Handlungen. Als Beispiele für psychische Gewalt zählen Bundschuh und Glammeier (2023, S.27) u.a folgende auf:

Beschimpfen, Anschreien, Drohen, Terrorisieren; aber auch: langanhaltendes Anschweigen

Bevormunden, soziale Kontakte unterbinden/kontrollieren

Abwerten der Persönlichkeit und Fähigkeiten

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Verknüpfung von geschlechtsspezifischen Rollenbildern mit häuslicher Gewalt und leitet daraus die Relevanz der Untersuchung sowie das methodische Vorgehen ab.

2 „Rolle“ als soziologischer Begriff: Dieses Kapitel definiert soziale Rollenerwartungen als strukturgebende Elemente menschlichen Handelns und führt in die Unterscheidung von Primär- und Sekundärrollen ein.

2.2 Geschlecht und Gender: Hier wird die Differenzierung zwischen biologischem Geschlecht und sozial konstruiertem Gender als notwendige Bedingung für das Verständnis gesellschaftlich geformter Rollen dargelegt.

2.3 Rollenbilder in der Gesellschaft: Das Kapitel analysiert die mit Männlichkeit und Weiblichkeit verknüpften gesellschaftlichen Anforderungen und arbeitet die daraus resultierende Hierarchisierung der Geschlechter heraus.

3. Gewalt: Dieser Abschnitt definiert Gewalt als soziale Machtausübung und führt in die verschiedenen Unterkategorien der interpersonellen Gewalt ein.

3.1.2 Physische Gewalt: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Schweregrade körperlicher Gewalt und ordnet diese in den Kontext der Verletzung und Demütigung ein.

3.1.3 Psychische Gewalt: Der Fokus liegt hier auf den subtilen, oft unsichtbaren Verhaltensmustern, die darauf abzielen, beim Opfer Ohnmacht und psychischen Schmerz auszulösen.

3.1.4 Sexualisierte Gewalt: Dieses Kapitel kategorisiert sexualisierte Gewalt in verschiedene Deliktarten und betont die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung als gezieltes Machtinstrument.

3.2 Gewalt in Paarbeziehungen – Zahlen und Fakten: Auf Basis aktueller Statistiken wird verdeutlicht, dass Beziehungsgewalt ein strukturelles, kein individuelles Phänomen unter einer geschlechtsspezifischen Schieflage ist.

3.3 Zusammenhang von Gewalt und geschlechtsspezifischen Rollenbildern in Hinblick auf Entstehung und Stabilisierung: Dieses Kapitel führt die bisherigen Analysen zusammen und beschreibt Gewalt als Mittel zur Aufrechterhaltung patriarchaler Machtverhältnisse.

4. Fazit / Ausblick: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass geschlechtsspezifische Rollenbilder veränderbar sind und eine kritische Auseinandersetzung mit diesen als notwendige Bedingung zur Gewaltprävention gilt.

Schlüsselwörter

Geschlechterrollen, Beziehungsgewalt, Partnerschaftsgewalt, Rollentheorie, Machtverhältnisse, Doing Gender, Männlichkeit, Weiblichkeit, Physische Gewalt, Psychische Gewalt, Ökonomische Gewalt, Sexualisierte Gewalt, Machtausübung, Soziale Konstruktion, Gewaltprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen gesellschaftlich geprägten Geschlechterrollen und der Ausübung von Gewalt in Paarbeziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Rollentheorie, die Konstruktion von Geschlecht (Gender), verschiedene Formen der Gewalt sowie soziologische Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entstehung und Stabilisierung von häuslicher Gewalt vor dem Hintergrund erlernter männlicher und weiblicher Geschlechterrollen soziologisch zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgreifenden Literaturrecherche, bei der aktuelle Fachliteratur, Lageberichte und statistische Viktimisierungsstudien ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Rollen und Gender, eine Differenzierung verschiedener Gewaltformen sowie die Analyse, wie Geschlechterrollen Machtansprüche legitimieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Rollenbilder, Machtausübung, Gewalt in Paarbeziehungen, Doing Gender und Geschlechterhierarchie.

Welche Bedeutung hat das "Doing Gender"-Konzept für die Argumentation?

Es dient dazu zu verdeutlichen, dass Geschlecht kein statisches Merkmal ist, sondern ein ständig neu erzeugter sozialer Prozess, wodurch auch Rollenbilder und Gewaltmuster veränderbar werden.

Warum wird betont, dass Gewalt in Paarbeziehungen ein strukturelles Phänomen ist?

Weil die Statistiken und soziologischen Theorien belegen, dass Gewalt nicht als individuelle Unzulänglichkeit, sondern als ein Mittel zur Aufrechterhaltung männlicher Dominanz und weiblicher Unterordnung fungiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen physischer und psychischer Gewalt?

Während physische Gewalt durch körperliche Übergriffe sichtbar wird, agiert psychische Gewalt subtiler durch Manipulation, Isolation und emotionale Abwertung.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Veränderbarkeit von Rollen?

Die Autorin schlussfolgert, dass da Geschlechterrollen erlernt und gesellschaftlich konstruiert sind, sie durch eine kritische Reflexion und eine Neudefinition von Männlichkeit und Weiblichkeit auch wieder verändert werden können.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beziehungsgewalt im Kontext von Geschlechterrollen. Einflüsse männlicher und weiblicher Rollenbilder auf die Dynamiken häuslicher Gewalt
Hochschule
Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Note
1,3
Autor
Martyna Szykulla (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
15
Katalognummer
V1453428
ISBN (PDF)
9783963567575
ISBN (Buch)
9783963567582
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschlecht Gender Beziehungsgewalt Rollenbilder Sexualisierte Gewalt Toxische Männlichkeit Macht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martyna Szykulla (Autor:in), 2024, Beziehungsgewalt im Kontext von Geschlechterrollen. Einflüsse männlicher und weiblicher Rollenbilder auf die Dynamiken häuslicher Gewalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453428
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Leseprobe aus  15  Seiten
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