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Die afrikanische Diaspora in Zentralamerika in Tanz und Forschung Katherine Dunhams

Title: Die afrikanische Diaspora in Zentralamerika in Tanz und Forschung Katherine Dunhams

Term Paper , 2023 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Franziska Tischner (Author)

History - America
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In dieser Arbeit soll Dunhams Be- und Verarbeitung von Musik und vor allem Tanz als Kulturgut der afrikanischen Diaspora in Zentralamerika untersucht werden, die sie sowohl in künstlerischer als auch wissenschaftlicher Form umgesetzt hat. Dazu wird zunächst Dunhams eigene Biografie und die von ihr gegründete Kompanie bzw. Tanzschule sowohl als Teil ihres Ausdrucks als auch als Weiterentwicklung ihres Rezeptionsverständnisses afrikanischer Diaspora untersucht. Anschließend wird ein Überblick über afrikanische Einflüsse in Tänzen Zentralamerikas und den dazu relevanten Forschungsstand in Dunhams Zeit gegeben, bei dem vor allem ihre eigene Forschung sowie die ihres Zeit- und Forschungsgenossen Melville Herskovits, der für die Erforschung der afrikanischen Diaspora vor allem in Nord- aber auch Lateinamerika sehr wichtig war, eine Rolle spielen werden. Schließlich wird auf ihr tänzerisches Wirken eingegangen, insbesondere das Ballett L’Ag’Ya mit seinen martinikanischen Einflüssen und die von ihr entwickelte Dunham Technique, die mehr als alles andere ein kulturelles Kommunikationsmedium darstellen soll. Die Ergebnisse der Arbeit werden abschließend in einem kurzen Fazit gesichert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Katherine Dunhams Leben und ihre Tanzkompanie

3. Afrikanische Diaspora in Dunhams Forschung

4. Dunhams Tanz

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Wirken von Katherine Dunham als Anthropologin und Tänzerin, um zu analysieren, wie sie Tanz als Medium nutzte, um afrikanische Diasporakulturen in Zentralamerika zu erforschen und für ein westliches Publikum sichtbar zu machen.

  • Biografie und Karriere von Katherine Dunham
  • Die wissenschaftliche Erforschung der afrikanischen Diaspora
  • Entwicklung und philosophische Fundierung der Dunham Technique
  • Tanz als kulturelles Kommunikationsmedium und Widerstandsform
  • Zivilrechtliches Engagement im Kontext von Tanz und Kunst

Auszug aus dem Buch

4. Dunhams Tanz

Auch in der Welt des Tanzes war Katherine Dunham eine Pionierin. Es gab vor ihr schlicht und einfach keine schwarze US-amerikanische Kultur des modernen Tanzes, die sich auf afrikanische Wurzeln gestützt hätte, sondern den Jazz, der als Unterschichtentanz mit rassistischen Untertönen verpönt wurde, sowie einzelne Versuche, auf den Bühnen des Landes einen Schwarzen Tanz zu etablieren, die jedoch fehlschlugen. Einer davon war 1931 das von Edna Guy und Hemsley Winfield in Leben gerufene „First Negro Dance Recital in America“, das einen nicht-stereotypen Modernismus hervorrufen wollte, sich jedoch auf keinerlei Traditionen berufen konnte. Generell wurde aus den USA auch lateinamerikanische Musik eher belächelt, bis Ende der 1930er eine eingehendere Beschäftigung damit einsetzte.

Um ca. 1938 herum begann sie auch, mit dem in Zentralamerika aufgenommenen Tanzmaterial zu choreographieren. Dies äußert sich in ihrem ersten eigens choreographierten Ballett L’Ag’Ya, das auf der aus Martinique stammenden Kampftanzform l’ag’ya basiert, aber sowohl ihre eigenen nordamerikanischen, als auch afrikanische und europäische Einflüsse beinhaltet. In den 1950ern tanzte sie zu Ritchie Valens‘ „La Bamba“, womit sie auch in der mexikanischen Musik die afrikanische Diaspora verortete und auf die Vielfalt der musikalischen Einflüsse in kontemporären Musikstilen aufmerksam machte. L’Ag’Ya und weitere darauffolgende Ballette Katherine Dunhams wurden noch lange Zeit von Kritiker:innen belächelt und mit abschätziger Implikation als „tribal dances“ bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsgegenstände ein und beleuchtet die Rolle von Tanz als Medium für afrikanische Diasporakulturen und wissenschaftliche Untersuchung.

2. Katherine Dunhams Leben und ihre Tanzkompanie: Dieses Kapitel zeichnet den biografischen Weg Dunhams nach, von ihrer Kindheit über ihr Studium der Anthropologie bis zur Gründung ihrer Tanzkompanien.

3. Afrikanische Diaspora in Dunhams Forschung: Hier wird Dunhams methodischer Ansatz als Ethnologin sowie ihre Feldstudien in der Karibik und deren Bedeutung für die Aufarbeitung afrikanischer Identität diskutiert.

4. Dunhams Tanz: Dieser Abschnitt widmet sich den choreographischen Werken Dunhams sowie der Entwicklung und theoretischen Einordnung der Dunham Technique.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über Dunhams Pionierrolle in der Anthropologie, im Tanz und im zivilrechtlichen Aktivismus zusammen.

Schlüsselwörter

Katherine Dunham, Afrikanische Diaspora, Tanzethnologie, Dunham Technique, L’Ag’Ya, Vodoun, Zentralamerika, Kulturrezepon, Moderner Tanz, Forschungsgeschichte, Identität, Zivilrecht, Schwarzer Tanz, Anthropologie, Karibik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Leben und Werk von Katherine Dunham und untersucht ihren Einfluss als Anthropologin und Choreographin auf die Sichtbarkeit und Erforschung afrikanisch-diasporischer Kulturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Verbindung von Tanz und Anthropologie, die Gründung der Dunham Technique sowie Dunhams Engagement für soziale Gerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Dunham Tanz als Medium nutzte, um kulturelle Identität in der Diaspora zu bewahren und wissenschaftlich zu verarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine biografische und kulturwissenschaftliche Analyse, basierend auf Literaturstudien, Reiseberichten und der Archivierung tänzerischer Bewegungsmuster.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt Dunhams Lebensweg, ihre anthropologische Forschung in der Karibik und die Kodifizierung ihrer tänzerischen Technik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern gehören vor allem Katherine Dunham, afrikanische Diaspora, Tanzethnologie sowie kulturelle Identität.

Was war die Bedeutung des Balletts L’Ag’Ya?

L’Ag’Ya war Dunhams erstes choreographiertes Stück, das auf authentischen martinikanischen Kampftänzen basierte und afrikanische Einflüsse in den modernen amerikanischen Tanz integrierte.

Welche Rolle spielte Melville Herskovits für Dunhams Arbeit?

Herskovits war Dunhams Mentor und ein einflussreicher Kulturrelativist, der sie methodisch auf ihre Feldstudien in der Karibik vorbereitete.

Wie definiert die Arbeit das Ziel der Dunham Technique?

Die Technik soll über das Training hinaus als kulturelle Kontextualisierung dienen, die das Verständnis für interkulturelle Kommunikation und die afrikanische Diaspora fördert.

Wie setzte sich Dunham zivilrechtlich ein?

Dunham kämpfte gegen Rassismus in den USA, unter anderem durch Proteste für die Integration des Publikums in Theatern und durch einen 47-tägigen Hungerstreik für haitianische Geflüchtete.

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Details

Title
Die afrikanische Diaspora in Zentralamerika in Tanz und Forschung Katherine Dunhams
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Franziska Tischner (Author)
Publication Year
2023
Pages
16
Catalog Number
V1453778
ISBN (PDF)
9783389006856
ISBN (Book)
9783389006863
Language
German
Tags
Katherine Dunham Civil Rights Afrikanische Diaspora Tanz Tanzgeschichte Dunham-Technique Anthropologie USA Lateinamerika Zentralamerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Tischner (Author), 2023, Die afrikanische Diaspora in Zentralamerika in Tanz und Forschung Katherine Dunhams, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453778
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