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Die Funktion des Designs als Erfolgsgröße

Titel: Die Funktion des Designs als Erfolgsgröße

Hausarbeit , 2017 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Susanne von Pappritz (Autor:in)

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll deshalb der Frage nachgehen, wie erfolgreiches Produktdesign anhand konkreter Messmodelle operationalisiert werden kann, um die wichtige Funktion des Designs als strategische Erfolgsgröße aufzuzeigen und mögliche Ableitungen für ein optimiertes Produktdesign herauszustellen. Grundlage hierfür bilden drei Forschungsarbeiten, die am Beispiel der Automobilindustrie Ansätze zur Quantifizierung der Größe Design vorstellen.

Zuvorderst wird es dafür nötig sein, den Designbegriff mit Fokus auf Produktdesign genauer zu erläutern, um das diffuse, sich im Laufe seiner historischen Etablierung anreichernde Bedeutungsspektrum des Designbegriffs herauszuarbeiten, um so auf den Hauptteil der Arbeit vorzubereiten. Der zweite Teil und Schwerpunkt der Arbeit konzentriert sich auf drei verschiedene Messmodelle, die in ihren divergierenden Ansätzen vorgestellt werden sollen, einschließlich einer Vorläuferstudie, um an den bisherigen Forschungsstand anzuknüpfen. Dem vorangestellt werden einführend die allgemeinen Besonderheiten der Automobilindustrie und die damit einhergehende Motivation der Erarbeitung konkreter Messmodelle. Im Anschluss daran werden die jeweiligen Implikationen der Interpretation der quantifizierten Ergebnisse in einer kurzen Gesamtschau resümierend dargestellt. Im Zuge dessen wird ein Ausblick darauf gegeben, ob die jeweiligen Forschungsergebnisse auch auf eine andere Produktkategorie als die der Automobilbranche übertragbar sind und damit für diese nutzbar gemacht werden könnten. Zuletzt will diese Arbeit die Forschungsaufsätze im Schlussteil kritisch würdigen und einzelne, für die zukünftige Forschung interessante Aspekte herausstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Designbegriff und seine historische Entwicklung

3. Produktdesign als strategische Erfolgsgröße in der Automobilindustrie

3.1 Prototypisches Design und visuelle Komplexität (Landwehr et al.)

3.2 Funktion, Form und Ergonomie (Jindal et al.)

3.3 Markenkonsistenz und Segmentprototypikalität (Liu et al.)

4. Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse auf weitere Produkte

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Produktdesign quantifizierbar ist und als strategische Erfolgsgröße zur Steigerung von Marktanteilen und zur effizienten Steuerung der Unternehmensausrichtung sowie Produktkommunikation eingesetzt werden kann.

  • Historische Entwicklung und Bedeutung des Designbegriffs
  • Messung von Prototypikalität und visueller Komplexität
  • Interaktionseffekte zwischen Form, Funktion und Ergonomie
  • Markenkonsistenz und segmentübergreifende Designnachahmung
  • Transferierbarkeit von Design-Messmodellen auf andere Produktkategorien

Auszug aus dem Buch

3.1 Prototypisches Design und visuelle Komplexität (Landwehr et al.)

Als eine zentrale Forschungsstudie, die sich dem Thema der Designmessung widmet, ist Landwehrs, Labroos und Herrmanns viel zitierte Studie (2011) über den Einfluss zweier Designaspekte auf Verkaufszahlen in der deutschen Automobilbranche zu nennen. Dabei bricht das Forschungsteam mit tradierten Verkaufsprognosemodellen und spricht sich für die Erweiterung um zwei Design-Variablen aus – der Prototypikalität als die Respräsentanzfähigkeit eines Objektes seiner Gruppe aufgrund charakteristischer Merkmale und der visuellen Komplexität:

„Moreover, when compared to a traditional sales-forecasting model that only included price, advertisment spending, quality, product life cycle position and brand, the design variables improved the predictive strength by up to 19%“ (Landwehr et al., 2013, S. 41).

Die immense Steigerung des R2 um 19% zeigt (Nullmodell: R2=68,6%, Alternativmodell: R2=87,5%, vgl. Landwehr et al., 2001, S. 422), dass Designaspekte einen erheblichen Erklärungsbeitrag zur Prognose von liefern können. Doch wie lässt sich dies erklären? Landwehrs et al. Forschung konnte zeigen, dass die Leichtigkeit der Wahrnehmung eine große Rolle für die Bewertung der jeweiligen Objekte und den Gefühlen ihnen gegenüber spielt. Ein hoher Grad an „processing fluency“ kann erreicht werden, wenn Dinge einfach und schnell, d. h. fließend wahrgenommen werden können – prototypisches Aussehen, Symmetrie, klare Strukturen bestimmen dabei, wie leicht dieser Wahrnehmungsprozess vollzogen wird (Landwehr et al., 2013, S. 40). Je fließender und einfacher dieser Prozess, desto zufriedenstellender die Wahrnehmung und desto positiver wirkt das Objekt auf den jeweiligen Rezipienten, was sich wiederum in der Einstellung gegenüber dem jeweiligen Produkt und nachgelagert auf die Kaufentscheidung auswirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung von Produktdesign als strategische ökonomische Stellschraube angesichts zunehmender Produktangleichung und stellt die forschungsleitenden Fragestellungen vor.

2. Designbegriff und seine historische Entwicklung: Hier wird die historische Entwicklung des Designbegriffs von einem rein ästhetischen Aspekt hin zu einer strategischen, marketingorientierten Disziplin nachgezeichnet.

3. Produktdesign als strategische Erfolgsgröße in der Automobilindustrie: Dieser Hauptteil analysiert drei spezifische Forschungsansätze zur Quantifizierung von Produktdesign-Eigenschaften und deren ökonomischen Auswirkungen in der Automobilbranche.

3.1 Prototypisches Design und visuelle Komplexität (Landwehr et al.): Das Kapitel erläutert, wie durch morphing-basierte Methoden Prototypikalität und visuelle Komplexität als prädiktive Variablen für Verkaufschancen gemessen werden können.

3.2 Funktion, Form und Ergonomie (Jindal et al.): Diese Analyse zeigt die Interdependenzen zwischen den drei Dimensionen Form, Funktion und Ergonomie auf und diskutiert deren kombinierten Einfluss auf Marktanteile.

3.3 Markenkonsistenz und Segmentprototypikalität (Liu et al.): Es wird untersucht, wie Markenkonsistenz und die Ähnlichkeit zu Segmentstandards die Markenwahrnehmung und das Preissensibilitätsverhalten beeinflussen.

4. Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse auf weitere Produkte: Dieser Abschnitt erörtert in einem Gedankenexperiment die Anwendung der vorgestellten Design-Messmodelle am Beispiel der Produktkategorie Handtaschen.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass Produktdesign eine wesentliche Erfolgsgröße ist, weist jedoch auf die Notwendigkeit weiterführender Forschung zur Kontextualisierung und Theoriebildung hin.

Schlüsselwörter

Produktdesign, Strategisches Design, Automobilindustrie, Marktanteile, Prototypikalität, Visuelle Komplexität, Marketingmanagement, Designmanagement, Markenkonsistenz, Konsumentenpräferenzen, Kaufentscheidung, Messmodelle, Ergonomie, Segmentprototypikalität, Wettbewerbsvorteil

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Produktdesign durch empirische Messmodelle als strategische Erfolgsgröße für marktwirtschaftlichen Erfolg zu operationalisieren.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Das Spektrum reicht von der historischen Begriffsklärung des Designs bis hin zu spezifischen Regressionsmodellen, die ästhetische Designmerkmale mit ökonomischen Kennzahlen wie Marktanteilen in Verbindung bringen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Designentscheidungen objektiv quantifiziert und zielgerichtet eingesetzt werden können, um den Markterfolg zu steigern und Kosten für unzweckmäßige Produktentwicklungen zu senken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse und Synthese bestehender empirischer Forschungsaufsätze, die primär mit statistischen Regressionsmodellen und Morphing-Verfahren in der Automobilindustrie arbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden drei zentrale Studien detailliert vorgestellt, die Designparameter (wie Prototypikalität, visuelle Komplexität, Form, Funktion und Ergonomie) sowie markenbezogene Einflüsse (Markenkonsistenz) auf ihre ökonomische Wirkung hin prüfen.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Zentrale Begriffe sind strategisches Design, Produktdifferenzierung, market-share-Impact, Design-Variablen und die Übertragbarkeit auf andere Konsumgütersegmente.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Landwehr et al. von jenem der anderen Studien?

Landwehr et al. fokussieren stark auf visuelle Stimuli und die kognitive Leichtigkeit der Wahrnehmung, während andere Studien eher komplementäre Dimensionen wie Funktion und Ergonomie oder markenstrategische Konsistenz in den Vordergrund rücken.

Welche Rolle spielt die „processing fluency“ im Kontext des Autodesigns?

Der Begriff beschreibt die kognitive Leichtigkeit, mit der ein Design vom Konsumenten verarbeitet wird; prototypische Designs werden demnach oft als positiver empfunden, was die Kaufbereitschaft fördert.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Übertragbarkeit auf Handtaschen?

Die Übertragung auf Handtaschen gilt als potenziell sinnvoll, erfordert jedoch eine Anpassung der Gewichtung, da bei Modeartikeln die ästhetisch-formale Komponente oft schwerer wiegt als die technisch-ergonomische Funktionalität.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Funktion des Designs als Erfolgsgröße
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Marketing)
Veranstaltung
Aktuelle Probleme und Strategien im Marketingmanagement
Note
1,3
Autor
Susanne von Pappritz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
24
Katalognummer
V1453792
ISBN (PDF)
9783963565878
ISBN (Buch)
9783963565885
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Funktion des Designs Erfolgsgröße Design BWL Betriebswirtschaftslehre Marketingmanagement Designbegriff Produktdesign Automobilindustrie Funktion Form Ergonomie Jindal Markenkonsistenz Segmentprototypikalität Interaktionseffekt Marktanteil Produktgestaltung Designtheorie Produktstrategie Messmodell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne von Pappritz (Autor:in), 2017, Die Funktion des Designs als Erfolgsgröße, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453792
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Leseprobe aus  24  Seiten
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