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ECVET und EQF als Instrumente zur Förderung beruflicher Mobilität und Durchlässigkeit zwischen Berufsbildungssystemen in den Ländern der OECD

Title: ECVET und EQF als Instrumente zur Förderung beruflicher Mobilität und Durchlässigkeit zwischen Berufsbildungssystemen in den Ländern der OECD

Term Paper , 2009 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Johannes Tiegel (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Zur Zeit qualifizieren sich rund die Hälfte der Bevölkerung in Europa durch Berufsbildung. Die Europäische Union hat sich in Verbindung mit ihren Mitgliedsstaaten vorgenommen, die allgemeine und berufliche Bildung an die raschen Veränderun-gen der Arbeitsmärkte und der Technologie anzupassen. Die berufliche Bildung soll ein unverzichtbarer Teil des lebenslangen Lernens werden und es den Menschen ermöglichen, ihre Qualifikationen ständig anzupassen und weiterzuentwickeln. Qualifikationen bedeuten Chancen, Chancengleichheit und Fortschritt. Für die Menschen ergeben sich hierdurch bessere Beschäftigungs-möglichkeiten und für Unternehmen Wettbewerbsvorteile.

Neben einer Reihe von Leistungsdefiziten innerhalb der nationalen Bildungssysteme wie beispielsweise die zu geringe Zahl an Hochschulabsolventen oder die zu geringen Investitionen in die Humanressourcen sowie die Überalterung der Lehrer und die große Zahl an Schulabbrechern steht die wechselseitige Abschottung der Berufsbildungssysteme der europäischen Staaten und die Intransparenz der beruflichen Bildungsabschlüsse in Europa im Mittelpunkt der momentanen Diskussion. Sie steht dem Ziel des lebenslangen Lernens entgegen, verhindert die Mobilität von Lernenden und gilt als besonderes Wachstumshindernis (Severing, 2005, S. 2-3). In der Studie „ECVET reflector“ wird der Mobilität der Lernenden eine entscheidende Bedeutung bei der wirtschaftlichen und sozialen Einheit Europas beugemessen. Zudem kommt sie zu der Annahme, dass durch zunehmende grenzüberschreitende Erfahrungen eine europäische Identität gefördert wird. Die berufliche Erstausbildung könnte der erste Schritt sein, in dem solche Erfahrungen gesammelt werden. Die bestehenden Möglichkeiten wie beispielsweise das Leonardo Da Vinci Programm bilden zur Zeit nur eine Randerscheinung. Während die Entwicklung von Systemen, die dies fördern sollen im Bereich der Hochschulen mit einem europäischen Leistungspunktesystem und der weitgehenden Vereinheitlichung auf Master- und Bachelorabschlüsse weit vorangeschritten ist, steht der Bereich der beruflichen Bildung noch relativ am Anfang dieser Entwicklung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Europäische Bildungspolitik

2.1 Bildungspolitische Herausforderungen in Europa

2.2 Zielsetzungen der europäischen Bildungspolitik

3 Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR)

3.1 Grundlagen für die Entwicklung des EQR

3.2 Struktur und Aufbau des EQR

4 Das Europäische Kreditsystem für die Berufsbildung (ECVET)

4.1 Grundlagen für die Entwicklung des ECVET

4.2 Struktur und Aufbau des ECVET

5 Berufliche Mobilität und Durchlässigkeit durch EQR und ECVET

6 Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, wie die Europäische Union durch die Instrumente EQR (Europäischer Qualifikationsrahmen) und ECVET (Europäisches Kreditsystem für die Berufsbildung) die Mobilität und Durchlässigkeit innerhalb europäischer Berufsbildungssysteme fördern will, um den Herausforderungen eines integrierten europäischen Arbeitsmarktes zu begegnen.

  • Analyse bildungspolitischer Herausforderungen in einem zusammenwachsenden Europa
  • Darstellung der Grundlagen und der Funktionsweise des EQR
  • Untersuchung des ECVET als Instrument zur Anrechnung und Übertragung von Lernergebnissen
  • Evaluation des Beitrags beider Instrumente zur Förderung beruflicher Mobilität
  • Betrachtung der Bedeutung von Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

3.2 Struktur und Aufbau des EQR

Die Idee, die Berufsbildungssysteme der europäischen Mitgliedsstaaten miteinander in Verbindung zu setzen, ist nicht neu. Schon 1985 wurde ein System zur Vergleichbarkeit von Abschlüssen in der beruflichen Bildung geschaffen. Damals wurden 219 Qualifikationen in 19 Sektoren zentral miteinander verglichen. Diese Vorgehensweise verlangte einen großen Ressourceneinsatz und konnte auf längere Sicht nicht durchgehalten werden, was zum einen an dem zentralistischen Ansatz, zum anderen an den raschen Entwicklungen der Qualifikationen lag. Die Bemühungen hatten in Folge dessen kaum Einfluss auf die Betroffenen, auf eine weitere Umsetzung wurde verzichtet. Der EQR soll diese Probleme überwinden, indem er sich auf die Transparenz von Qualifikationen beruft und einen dezentralen Ansatz wählt (Kommission der europäischen Gemeinschaften, 2006b, S. 4). Im Gegensatz zu nationalen Qualifikationsrahmen, die meistens auf Beschreibungsmerkmalen basieren, die entweder auf den Bildungsinhalt oder auf die Verwendung von Qualifikationen im Arbeitsleben abzielen, hat der EQR den Anspruch, alle Arten von Qualifikationen auf allen Bildungsstufen für alle Altersstufen zu erfassen. Ein solcher Bezugsrahmen, dem ausschließlich Lernergebnisse zu Grunde liegen, ist eine Neuheit (Sellin, 2005, S. 4-5). Die Entwicklung des EQR beruht auf freiwilliger Basis und umfasst keine verbindlichen Anerkennungsmechanismen. Deshalb ist er in erster Linie auf das Vertrauen und die Kooperationswilligkeit der Akteure angewiesen und ist damit um ein Vielfaches komplexer als nationale Qualifikationsrahmen (Bohlinger, 2008, S. 114).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit, nationale Berufsbildungssysteme an den europäischen Arbeitsmarkt anzupassen, um Mobilitätshindernisse abzubauen.

2 Europäische Bildungspolitik: Hier werden die Herausforderungen durch den demografischen Wandel und technologische Entwicklungen sowie die strategischen Ziele der EU im Kontext des lebenslangen Lernens diskutiert.

3 Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR): Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung und den Aufbau des EQR als Metarahmen zur Transparenzsteigerung von Qualifikationen auf Basis von Lernergebnissen.

4 Das Europäische Kreditsystem für die Berufsbildung (ECVET): Es wird die Funktionsweise von ECVET als System zur Akkumulierung und Übertragung von Leistungspunkten in der Berufsbildung dargestellt.

5 Berufliche Mobilität und Durchlässigkeit durch EQR und ECVET: Dieses Kapitel zeigt die Synergien beider Instrumente auf und wie sie grenzüberschreitende Mobilität und Flexibilität in den Bildungsbiografien fördern.

6 Resümee: Die Schlussbetrachtung fasst die evolutionäre Natur der Instrumente zusammen und betont die Notwendigkeit von Vertrauen und institutioneller Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Implementierung.

Schlüsselwörter

Europäische Bildungspolitik, Berufsbildung, EQR, ECVET, Mobilität, Durchlässigkeit, lebenslanges Lernen, Lernergebnisse, Transparenz, Qualifikationsrahmen, Leistungspunkte, Europäischer Arbeitsmarkt, berufliche Handlungskompetenz, Anerkennung, Zertifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den europäischen bildungspolitischen Instrumenten EQR und ECVET und deren Rolle bei der Harmonisierung sowie Flexibilisierung der beruflichen Bildung in den Ländern der OECD.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Transparenz von Bildungsabschlüssen, die Förderung des lebenslangen Lernens und der Abbau von Hindernissen für die berufliche Freizügigkeit innerhalb Europas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch EQR und ECVET die Mobilität und Durchlässigkeit zwischen verschiedenen europäischen Bildungssystemen gesteigert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse aktueller Studien und bildungspolitischer Dokumente der Europäischen Union zur europäischen Berufsbildungsstrategie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des EQR, des ECVET sowie eine detaillierte Analyse, wie beide Instrumente das Zusammenspiel von Qualifikationen und Anerkennungsprozessen erleichtern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit besonders?

Besonders prägend sind die Begriffe "Lernergebnisorientierung", "Transparenz", "Mobilität", "Akkumulierung" und "Kreditpunkte".

Wie unterscheidet sich der EQR von nationalen Qualifikationsrahmen?

Der EQR dient als europäischer Metarahmen nicht zum Ersatz nationaler Systeme, sondern als verbindendes Referenzsystem, das auf Lernergebnissen statt auf reinen Ausbildungsinhalten basiert.

Warum spielt Vertrauen eine so wichtige Rolle für ECVET?

Da ECVET auf freiwilliger Basis beruht und keine verbindlichen Anerkennungsmechanismen erzwingt, ist das gegenseitige Vertrauen der Bildungsinstitutionen in die Qualität der Zertifizierungen im Ausland eine notwendige Voraussetzung für die praktische Anwendung.

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Details

Title
ECVET und EQF als Instrumente zur Förderung beruflicher Mobilität und Durchlässigkeit zwischen Berufsbildungssystemen in den Ländern der OECD
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Wirtschaftspädagogik)
Course
Diagnostik von Lehr-Lern-Prozessen
Grade
2,0
Author
Johannes Tiegel (Author)
Publication Year
2009
Pages
32
Catalog Number
V145403
ISBN (eBook)
9783640563494
ISBN (Book)
9783640563708
Language
German
Tags
ECVET Instrumente Förderung Mobilität Durchlässigkeit Berufsbildungssystemen Ländern OECD
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Tiegel (Author), 2009, ECVET und EQF als Instrumente zur Förderung beruflicher Mobilität und Durchlässigkeit zwischen Berufsbildungssystemen in den Ländern der OECD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145403
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