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Das politische Gemeinwesen in der athenischen Polis

Title: Das politische Gemeinwesen in der athenischen Polis

Term Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: gut

Autor:in: Ricardo Westphal (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Das politische Gemeinwesen in der athenischen Polis war ein früher Vorläufer der heutigen Demokratien. Es beruhte vor allem auf den Gedanken der Freiheit, Gleichheit, Objektivität und Selbständigkeit. Jedem Vollbürger war es gestattet, an der Organisation der Macht teilzuhaben, die sich über Exekutive, Legislative und Judikative erstreckte. Durch die - im heutigen Vergleich - krassen Befugnisse des Volkes, spricht man heute von der athenischen Polis als einer "radikalen Demokratie". Der Weg zu diesem Staatsaufbau und dessen Funktionsweise wird in dieser Arbeit profund erläutert, wobei der Autor durch eine verständliche Sprache einen anschaulichen Einstieg in diese Thematik gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Entwicklung der athenischen Polis

1. Entstehung und Geschichte

2. Die athenische Polis unter Solon und Kleisthenes

3. Die athenische Polis unter Ephialtes und Perikles

III. Das politische Gemeinwesen

1. Die Volksversammlung (ekklêsía)

2. Gesetzgebung (Nomothesie)

3. Der Rat (boul)

4. Die Geschworenengerichte (dikastria)

5. Die Beamten

IV. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Besonderheiten des politischen Gemeinwesens in der athenischen Polis während ihrer demokratischen Blütezeit. Ziel ist es, die institutionelle Organisation, die demokratischen Mechanismen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen darzustellen, die Athen zu einer Vorreiterrolle in der antiken Politik verhalfen.

  • Historische Entwicklung der athenischen Polis
  • Struktur und Funktionen der Volksversammlung (Ekklesia)
  • Prozesse der Gesetzgebung (Nomothesie)
  • Organisation und Rolle des Rates (Boule)
  • Funktionsweise und Bedeutung der Geschworenengerichte (Dikasterien)
  • Kontrollmechanismen und Aufgaben der Beamten

Auszug aus dem Buch

3. Der Rat (boulé)

Der Rat hatte die Mittlerrolle zwischen der Volksversammlung und den vielfältigen Angelegenheiten der Politik inne. Er machte die Volksversammlung erst funktionsfähig und war als deren Beirat zuständig für die Organisation und Verwaltung ihrer Belange. Obendrein kontrollierte der Rat die große Zahl der Beamten und hatte vielfältige andere Aufgaben. Er war zwar eine dienende Behörde, konnte aber durch die ununterbrochene Tätigkeit (im Unterschied zu Volksversammlung und Gericht, die nur zur Entscheidungsfindung tagten) und Bürgernähe als Kern des Staates angesehen werden. Man kann den Rat als Aufsichtsorgan und Regierungsvertretung bezeichnen, weshalb der täglich wechselnde Vorsitzende Staatssiegel und Schlüssel zu den staatlichen Einrichtungen mit sich führte.

Der Rat, bestehend aus fünfhundert Mitgliedern aller Bezirke Attikas, wurde kurz vor 500 v. Chr. konstituiert. Neben ihm bestand der weniger bedeutsame „Rat vom Areopag“ (Áreios págos), dem nach seiner Entmachtung nur die Gerichtsbarkeit über bestimmte Verbrechen, wie Giftmord oder Brandstiftung, die er mit dem Tode bestrafen konnte, blieb. Wegen dieser Funktion und seines Alters genoß er hohes Ansehen bei der Bevölkerung.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der griechischen Polis im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. ein und definiert den Begriff sowie die zentralen Merkmale des antiken Stadtstaates.

II. Entwicklung der athenischen Polis: Dieses Kapitel skizziert die historische Entstehung Athens von den ersten dörflichen Ansiedlungen über die Reformen von Solon und Kleisthenes bis hin zu den demokratischen Entwicklungen unter Ephialtes und Perikles.

III. Das politische Gemeinwesen: Hier werden die zentralen politischen Institutionen Athens – Volksversammlung, Gesetzgebung, Rat, Geschworenengerichte und Beamtenapparat – detailliert analysiert.

IV. Resümee: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet das Wesen der athenischen Demokratie, die auf Freiheit, Gleichheit und aktiver Bürgerbeteiligung beruhte.

Schlüsselwörter

Athenische Polis, Antike, Demokratie, Volksversammlung, Ekklesia, Gesetzgebung, Nomothesie, Rat, Boule, Geschworenengerichte, Dikasterien, Beamte, Perikles, Politische Partizipation, Antikes Griechenland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das politische System der antiken athenischen Polis und analysiert, wie deren demokratische Ordnung organisiert war und funktionierte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Evolution der Polis sowie der Aufbau und die Aufgaben der wichtigsten politischen Institutionen wie der Volksversammlung, des Rates und der Gerichte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel der Arbeit ist es, die besonderen Eigenschaften und institutionellen Sicherungen aufzuzeigen, die es Athen ermöglichten, eine funktionsfähige demokratische Ordnung zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine politikwissenschaftliche und historische Analyse durch, basierend auf einer Auswertung von Fachliteratur und historischen Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung der Stadt sowie eine detaillierte Erläuterung der einzelnen politischen Organe und ihrer wechselseitigen Kontrollfunktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Begriffe sind unter anderem Polis, Demokratie, Volksversammlung, Ekklesia, Nomothesie, Boule, Geschworenengerichte und politische Partizipation.

Wie sicherte Athen die Neutralität in politischen Ämtern?

Um Machtkonzentration und Korruption zu verhindern, setzte Athen auf das Losverfahren für die meisten Ämter, die Begrenzung der Amtszeit auf meist ein Jahr sowie auf Kollegialitätsprinzipien.

Welche Rolle spielten die Geschworenengerichte in der Demokratie?

Sie fungierten als wichtiges Korrektiv zur Volksversammlung und waren die letzte Instanz, um die Amtsführung von Beamten zu prüfen und Willkür zu verhindern.

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Details

Title
Das politische Gemeinwesen in der athenischen Polis
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
gut
Author
Ricardo Westphal (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V14543
ISBN (eBook)
9783638199179
ISBN (Book)
9783638787796
Language
German
Tags
Gemeinwesen Polis athenische Polis Griechenland Demokratie Stadt Gewalten Gewaltenteilung Volk Wille Volkswille Staat Aufbau Staatsaufbau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ricardo Westphal (Author), 2003, Das politische Gemeinwesen in der athenischen Polis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14543
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