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Die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Titel: Die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sarah Diekow (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. […] Niemand darf wegen seines Geschlechtes […] benachteiligt oder bevorzugt werden.“
(Deutscher Bundestag 1993, Art. 3, Abs. 2 und 3)

Trotz der gesetzlich festgelegten Gleichberechtigung und Chancengleichheit sind nach wie vor viele Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Die zunehmende Erwerbsbeteiligung von Frauen erweckt den Eindruck, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter in unserer Gesellschaft vollzogen wurde. Beobachtet man jedoch die Situation von Frauen im Erwerbsleben ausführlicher, zeigt sich, dass dem nicht so ist.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den frauenspezifischen Problemen auf dem Arbeitsmarkt. Es soll die Frage geklärt werden, ob Frauen wirklich gleichberechtigt sind in der Arbeitswelt. Der Blick richtet sich zunächst auf die Ursachen für die Benachteiligung. Im Vordergrund stehen dabei die Sozialisation und Ausbildung, sowie die Berufswahl. Im darauf folgenden Teil wird die Benachteiligung durch die Familienarbeit dargestellt und sich mit den Formen der Diskriminierung auseinandergesetzt. Für ein besseres Verständnis wird des Weiteren auf die Teilzeitarbeit, Frauenerwerbsquote und Arbeitslosigkeit eingegangen. Es folgen Gründe, warum Frauen beziehungsweise Mütter trotz mangelnder Anerkennung und Entlohnung ihrer Leistungen eine Berufstätigkeit ausüben wollen. Abschließend werden die Perspektiven der Frauen auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt und nach Lösungen gesucht, die eine gleichberechtigte Behandlung bewirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt

2.1. Sozialisation und Ausbildung

2.2. Berufswahl

3. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und Diskriminierung von Frauen

3.1. Benachteiligung durch die Familienarbeit

3.2. Formen der Diskriminierung

3.2.1. Lohndiskriminierung

3.2.2. Allokative Diskriminierung

3.2.3. Evaluative Diskriminierung

3.3. Teilzeitarbeit – Frauenarbeit

3.4. Frauenerwerbsquote

3.5. Arbeitslosigkeit

4. Motivationen zur Aufnahme eines Berufes

5. Perspektiven der Frauen auf dem Arbeitsmarkt

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die systemischen Benachteiligungen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, um zu klären, ob trotz rechtlicher Gleichberechtigung eine tatsächliche Gleichstellung in der Arbeitswelt existiert. Dabei werden soziale, strukturelle und ökonomische Faktoren analysiert, die Frauen in ihrer Erwerbsbiografie einschränken.

  • Sozialisation und der Einfluss der geschlechtsspezifischen Erziehung auf die Berufswahl.
  • Die Auswirkungen der unbezahlten Familienarbeit auf die Erwerbsfähigkeit von Frauen.
  • Analyse verschiedener Diskriminierungsformen wie Lohn-, allokative und evaluative Diskriminierung.
  • Motivationale Hintergründe für den Wunsch nach Erwerbstätigkeit trotz struktureller Nachteile.
  • Lösungsansätze und politische Perspektiven zur Verbesserung der Arbeitsmarktintegration.

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Lohndiskriminierung

Die Arbeit von Frauen ist unterbewertet, erkennbar an den Verdiensten. Dabei lautet ein Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit" (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 1998, S. 66). Dennoch sind, trotz gesetzlicher Regelungen, Lohnunterschiede von Männern und Frauen vorhanden.

Eine Einkommensdiskriminierung liegt vor, wenn Frauen trotz identisch relevanter Fähigkeiten und Fertigkeiten, innerhalb derselben Tätigkeit weniger Lohn erhalten als Männer. Die Lohnunterschiede können verursacht werden durch Ungleichheiten (zum Beispiel Berufserfahrung), Präferenzen (unter anderem arbeiten Frauen mehr auf Teilzeitbasis) oder Geschlechterdiskriminierung.

Die Einkommenskluft zwischen männlichen und weiblichen Arbeitskräften ist international vertreten. Ob in den USA, in Deutschland oder in Österreich, im Durchschnitt verdienen die Frauen ungefähr ein Drittel weniger als die Männer. In Japan ist der Verdienst sogar um die Hälfte geringer (vgl. Deibl 1994, S. 95ff.).

Diese geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede verursachen die traditionelle Arbeitsteilung. Da die Männer in der Regel ein höheres Einkommen erringen, sind sie zuständig für die Marktarbeit, während den Frauen die Hausarbeit vorbehalten ist. In den vergangenen Jahren ist das Einkommen der Frauen um 0,6% stärker gestiegen als das der Männer, jedoch ist deren Verdienst weiterhin wesentlich höher (vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 1998, S. 66ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Diskrepanz zwischen rechtlicher Gleichberechtigung und der realen Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.

2. Ursachen der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt: Das Kapitel erläutert, wie Sozialisation, Ausbildung und tradierte Vorstellungen bei der Berufswahl den Grundstein für spätere Benachteiligungen legen.

3. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und Diskriminierung von Frauen: Hier wird analysiert, wie Familienarbeit als unbezahlte Tätigkeit die Erwerbsbiografie beeinträchtigt und welche Formen der Diskriminierung (Lohn, Allokation, Evaluation) im Erwerbsleben auftreten.

4. Motivationen zur Aufnahme eines Berufes: Dieses Kapitel hinterfragt die Gründe für den Berufswunsch von Frauen und Müttern trotz schlechterer Rahmenbedingungen und mangelnder Anerkennung.

5. Perspektiven der Frauen auf dem Arbeitsmarkt: Es werden künftige Handlungsoptionen sowie notwendige politische und betriebliche Maßnahmen zur Herstellung einer gleichberechtigten Behandlung diskutiert.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass die Benachteiligung von Frauen ein tief verwurzeltes Problem ist, dessen Beseitigung einen gesamtgesellschaftlichen Wandel erfordert.

Schlüsselwörter

Arbeitsmarkt, Frauendiskriminierung, Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, Lohndiskriminierung, Teilzeitarbeit, Erwerbsbeteiligung, Familienarbeit, Sozialisation, Berufswahl, Gleichberechtigung, Chancengleichheit, Karriere, Vereinbarkeit, Frauenberufe, Erwerbsbiografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die vielfältigen Ursachen und Erscheinungsformen der Diskriminierung von Frauen auf dem modernen Arbeitsmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die Auswirkungen von Familienarbeit auf die Karriere, verschiedene Formen der Lohndiskriminierung sowie die soziologischen Hintergründe der Berufswahl.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der gesetzlich verankerten Gleichberechtigung und der tatsächlichen Benachteiligung von Frauen aufzuzeigen und Lösungsansätze zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse soziologischer Theorien sowie der Auswertung von Statistiken und Berichten zum Arbeitsmarktverhalten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursachen der Benachteiligung, die Untersuchung von Diskriminierungsformen im Erwerbsleben sowie die Motivation hinter der Berufstätigkeit von Frauen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind Arbeitsmarkt, Geschlechterrollen, Lohndiskriminierung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Strukturprobleme des dualen Arbeitsmarktes.

Warum spielt die Familienarbeit eine so zentrale Rolle für die Karriere von Frauen?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Familienarbeit als unbezahlte, oft unsichtbare Tätigkeit Frauen zeitlich und ökonomisch bindet und zu einer Abwertung ihrer beruflichen Leistungsfähigkeit führt.

Wie unterscheiden sich Lohndiskriminierung und allokative Diskriminierung laut der Autorin?

Lohndiskriminierung beschreibt die schlechtere Bezahlung bei gleicher Qualifikation, während allokative Diskriminierung die systematische Benachteiligung bei Einstellungen, Beförderungen und dem Zugang zu Führungspositionen meint.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt
Hochschule
Freie Universität Berlin
Veranstaltung
Einführung in die Soziologie der Geschlechterverhältnisse
Note
1,7
Autor
Sarah Diekow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V145509
ISBN (eBook)
9783640563555
ISBN (Buch)
9783640563791
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diskriminierung Frauen Arbeitsmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Diekow (Autor:in), 2009, Die Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145509
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Leseprobe aus  16  Seiten
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