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Die Finanzmarktkrise - Fallstudie HRE

Krisenursachen, Krisenverlauf, Krisenmanagement

Título: Die Finanzmarktkrise - Fallstudie HRE

Trabajo Escrito , 2009 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Stefan Huesmann (Autor)

Economía de las empresas - Inspecciones, auditorías
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Die aktuelle Finanzkrise hat ihre Wurzeln auf dem US-Immobilienmarkt und brachte bereits 2007 einige Institute an den Rand einer Insolvenz. Die Probleme dieser Institute resultierten vor allem aus Spekulationen mit strukturierten Papie-ren, und sie wurden meist durch staatliche Eingriffe gerettet. Auch die HRE wurde Ende 2008 von der Finanzkrise heimgesucht und durch den Bund sowie einem Konsortium privater Banken gestützt. Nach Garantien zu Beginn stieg der Bund später sogar bei der HRE ein und drängte die Altaktionäre mit Hilfe eines neu erlassenen Gesetzes aus dem Unternehmen. Und all dies, obwohl das Institut nicht mit Subprime-Papieren spekuliert hatte. Selbst Ende 2008 galt die HRE noch als durchaus solvent, und das Institut stand stets unter der Kontrolle der Bankenaufsicht. In dieser Arbeit wird daher nach Gründen gesucht, warum das viertgrößte Kreditinstitut Deutschlands an den Rande einer Insolvenz geraten konnte, welche Maßnahmen zur Rettung getroffen wurden und welche Konsequenzen der Zusammenbruch einer solchen Bank für die Finanzmärkte gehabt hätte. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den an der Rettung beteiligten Parteien, ihren Motiven, ihren Konsequenzen aus der Beinahe-Insolvenz und natürlich ihrem Mitwirken an den Stabilisierungsmaßnahmen der HRE.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Der Weg der Hypo Real Estate in die Krise

2.1 Besonderheiten der Depfa und ihre Rolle innerhalb der HRE

2.2 Die Insolvenz von Lehman Brothers als Auslöser der Schieflage

2.3 Waren die Liquiditätsprobleme der HRE frühzeitig abzusehen?

3. Die Rettung der Hypo Real Estate

3.1 Die kurzfristige Stützung im September 2008

3.2 Das Scheitern des 1. Rettungspakets und weitere Hilfen

4. Ordnungspolitische Maßnahmen als Lehre aus dem Fall HRE

4.1 Das FMStG und die Funktion des SoFFin

4.2 Garantien des SoFFin und Kapitalmaßnahmen mit Hilfe des FMStErgG

5. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Fallstudie der Hypo Real Estate (HRE) während der Finanzmarktkrise 2008/2009. Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für die existenzbedrohende Schieflage des Instituts zu identifizieren, die komplexen Rettungsmaßnahmen der Bundesregierung zu bewerten und die ordnungspolitischen Konsequenzen wie das Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG) kritisch zu beleuchten.

  • Ursachenanalyse der HRE-Schieflage unter besonderer Berücksichtigung der Tochtergesellschaft Depfa.
  • Untersuchung der Rolle der Lehman-Brothers-Insolvenz als Katalysator für die Liquiditätskrise.
  • Detaillierte Nachzeichnung der Rettungsbemühungen und des Scheiterns des ersten Rettungspakets.
  • Bewertung der staatlichen Stabilisierungsinstrumente und der Auswirkungen auf die Unternehmenssteuerung.
  • Reflektion über ordnungspolitische Lehren und das Konzept der "Lex HRE".

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Insolvenz von Lehman Brothers als Auslöser der Schieflage

Am 15.09.2008 muss die stark angeschlagene Investmentbank Lehman Brothers nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts Gläubigerschutz beantragen. Bis dahin wurde auf Initiative des US-Finanzministers eine privatwirtschaftliche Lösung, insbesondere ein Notverkauf, angestrebt. Kurz zuvor wurden bereits prominente Institute wie Bear Sterns oder Fannie Mae und Freddie Mac durch staatliche Abschirmung der Risiken und Notverkauf bzw. Verstaatlichung gerettet. Im Fall Lehman aber, da sich kein Käufer für die angeschlagene Bank fand, entschied die US-Regierung anders. Um ein Signal, vor allem an die Wall Street, zu senden, dass nicht jede Bank durch den Staat aufgefangen wird und damit problematischen Anreizwirkungen entgegenzusteuern, sah man hier von einer Staatshilfe ab. Bei dieser Entscheidung stand vor allem das Moral Hazard Problem im Mittelpunkt, welches davon ausgeht, dass Bankmanager die Hilfen der Regierung antizipieren und daher risikofreudiger agieren. Denn sie wissen, dass bei einem Scheitern ihr Institut mit Steuergeldern gestützt wird. So gibt es einige Vertreter, die argumentieren, dass staatliche Eingriffe in den Bankensektor Insolvenzen geradezu hervorrufen. Anders als die Finanzbranche, die bereits im Vorfeld vor den verheerenden Folgen einer Insolvenz warnte und von einen Tsunami für die Märkte sprach, glaubte die US-Regierung die Folgen händeln zu können.

Der Schock der Insolvenz ließ in der Folge den Interbankenmarkt zusammenbrechen. Es entstand derartiges Misstrauen, dass keine Bank mehr Gelder an eine andere verlieh. Dies hatte verheerende Auswirkungen auf die kurzfristige Kapitalversorgung der Depfa, weshalb es zu massiven Liquiditätsengpässen kam. Im Zuge der Finanzkrise hatte das Institut ohnehin schon Probleme, seinen Refinanzierungsbedarf zu decken, da der Interbankenmarkt wegen der gegenseitigen Skepsis austrocknete. Dies wurde u.a. an den steigenden Risikoaufschlägen unsicherer Ausleihungen zwischen Banken ab Mitte 2007 deutlich. Doch eine kurzfristige Refinanzierung war bis dahin noch möglich, wenngleich zu höheren Kosten. Kurz vor dem Zusammenbruch von Lehman gingen die Marktteilnehmer eigentlich von einer Erholung des Interbankenmarkts aus, was durch die Insolvenz jedoch jäh begraben wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Finanzkrise und die spezifische Fragestellung nach den Gründen für die Schieflage der Hypo Real Estate trotz regulatorischer Aufsicht.

2. Der Weg der Hypo Real Estate in die Krise: Analyse der riskanten Refinanzierungsstrategien der Tochtergesellschaft Depfa und der systemischen Auswirkungen der Lehman-Insolvenz auf die Liquidität der HRE.

3. Die Rettung der Hypo Real Estate: Detaillierte Darstellung der Verhandlungsmarathons und der verschiedenen Rettungsversuche durch Bund, Bundesbank und privates Bankenkonsortium.

4. Ordnungspolitische Maßnahmen als Lehre aus dem Fall HRE: Erläuterung der Einführung des FMStG und des SoFFin sowie der gesetzlichen Anpassungen zur Ermöglichung staatlicher Kapitalmaßnahmen und Enteignungen.

5. Thesenförmige Zusammenfassung: Abschließende kritische Bewertung der Krisenursachen, der Notwendigkeit der Rettung und der Effektivität der ergriffenen ordnungspolitischen Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Hypo Real Estate, HRE, Depfa, Finanzmarktkrise, Liquiditätskrise, Lehman Brothers, Interbankenmarkt, Rettungspaket, FMStG, SoFFin, Bankenregulierung, Risikomanagement, staatliche Hilfen, Verstaatlichung, Moral Hazard.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Fallstudie der Hypo Real Estate (HRE) während der Finanzmarktkrise 2008 und beleuchtet, wie ein bedeutendes deutsches Kreditinstitut trotz Bankenaufsicht in eine existenzielle Krise geraten konnte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das Geschäftsmodell der HRE bzw. Depfa, die Mechanismen der Liquiditätskrise durch den Interbankenmarkt sowie die staatlichen Interventionsstrategien zur Stabilisierung des Finanzsektors.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird der Frage nachgegangen, welche Faktoren die HRE in die Insolvenzgefahr brachten, wie die Rettungsmaßnahmen organisiert waren und welche ordnungspolitischen Lehren daraus gezogen wurden.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Fallstudienanalyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Primär- und Sekundärquellen wie offiziellen Berichten, Ad-hoc-Mitteilungen und Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär diskutiert?

Der Hauptteil analysiert chronologisch den Weg in die Krise, den Ablauf der Rettungsverhandlungen im September/Oktober 2008 sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der staatlichen Hilfen durch den SoFFin.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie HRE-Rettung, Finanzmarktstabilisierung, Liquidität, Risiko-Controlling, staatliche Garantien und systemrelevante Institute definieren.

Warum war die Rolle der Tochtergesellschaft Depfa für die HRE so entscheidend?

Die Depfa betrieb eine aggressive Fristentransformation mit einem hohen kurzfristigen Refinanzierungsbedarf, was bei Austrocknen des Interbankenmarktes die gesamte Holding in eine Liquiditätsfalle führte.

Was unterscheidet das FMStErgG rechtlich von anderen Rettungsinstrumenten?

Das FMStErgG wurde spezifisch als "Lex HRE" konzipiert, um dem Bund bei Bedarf die Möglichkeit zur vollständigen Kontrolle und sogar Enteignung systemrelevanter Institute zu geben.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Finanzmarktkrise - Fallstudie HRE
Subtítulo
Krisenursachen, Krisenverlauf, Krisenmanagement
Universidad
University of Cologne
Curso
Fallstudie Hypo Real Estate: Krisenursachen, Krisenverlauf und Krisenmanagement im Spiegel der öffentlichen Diskussion
Calificación
1,3
Autor
Stefan Huesmann (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
26
No. de catálogo
V145542
ISBN (Ebook)
9783640564088
ISBN (Libro)
9783640563982
Idioma
Alemán
Etiqueta
Finanzmarktkrise Hypo Real Estate HRE Depfa plc. Depfa Insolvenz Lehman Brothers CDO JC Flowers SoFFin FMStG FMStErgG RettG Lex HRE
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Huesmann (Autor), 2009, Die Finanzmarktkrise - Fallstudie HRE, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145542
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