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Johann Wolfgang von Goethes "Faust". Interpretationsansätze zur Struktur und Motivik

Ein GRIN-Sammelband

Título: Johann Wolfgang von Goethes "Faust". Interpretationsansätze zur Struktur und Motivik

Antología , 2024 , 74 Páginas

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Rojda Bas (Autor), Gertraud Jensen (Autor), Sophia Hergenröder (Autor), Nina Armbruster (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Dieser Sammelband enthält vier Hausarbeiten.

Die erste Arbeit beschäftigt sich mit dem Motiv und der Darstellung des Kindsmords in Goethes "Faust". Dafür wird der Kindsmord in der Frühen Neuzeit, aber auch in der allgemeinen geschichtlichen Entwicklung analysiert sowie auf das Thema Kindsmord in deutschen Dramen eingegangen. Im Hauptteil wird die Gretchentragödie und der damit verbundene Kindsmord im Werk "Faust" näher untersucht.

Die zweite Arbeit thematisiert folgende Fragestellungen: Woran kann man erkennen, ob die Gretchentragödie ein geschlossenes oder offenes Drama ist, und inwieweit weist "Faust I" Züge eines bürgerlichen Trauerspiels auf? Worin unterscheiden sich die zwei Personen Faust und Margarete und welche Gegensätze spiegeln sich in den zwei gezeigten Menschenbildern?

Die dritte Arbeit rekonstruiert Goethes Bildungsbegriff. Die Verknüpfung von Goethes "Faust" mit Hegels "Phänomenologie des Geistes" eröffnet eine Perspektive auf Bildung, die eine Brücke schlägt zwischen klassischen Bildungsidealen in der Tradition Humboldts und Goethes und der aktuellen transformatorischen Bildungstheorie nach Rainer Kokemohr.

Die vierte Hausarbeit untersucht die Margareten-Handlung in "Faust I", um ihre Rolle für das Verständnis des Dramas als Tragödie aufzuzeigen. Anhand verschiedener Aspekte wird geklärt, inwiefern man von Margarete als eine tragische Figur sprechen kann. Im Fokus der Analyse stehen die Bedeutung des Prologs im Himmel, die unterschiedlichen Namen der weiblichen Hauptfigur sowie die finale Kerkerszene.

Extracto


Inhaltsverzeichnis der Beiträge

Der Kindsmord in Johann Wolfgang von Goethes "Faust". Motiv und Darstellung

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Motive für den Kindsmord in der Frühen Neuzeit

3.1 Die demütigende Bestrafung

3.2 Die Armut

3.3 Die Ehehindernisse

3.4 Die Diskriminierung des unehelichen Kindes

4. Die historische Entwicklung des Kindsmordes und der Rechtslage

4.1 Die römische Antike

4.2 Das Mittelalter

4.3 Die Constitutio Criminalis Carolina

4.4 Die Frühe Neuzeit

5. Die Darstellung des Kindsmordes im deutschen Drama

6. Der Kindsmordprozess gegen Susanna Margaretha Brandt

7. Die Gretchentragödie

8. Fazit

Hermeneutik und struktureller Aufbau von Goethes „Faust“

1.Einleitung

2. Problemstellung

3. Leseanleitung

4. Methode

5. Theorie

5.1. Drama

5.1.1.Das geschlossene Drama

5.1.2. Das offene Drama

5.2. Das bürgerliche Trauerspiel

6. Analyse

6.1. Gretchentragödie

6.2. Vergleich der zwei Figuren: Faust und Margarete

6.2.1. Charakterisierung der Figur: Margarete

6.2.2. Charakterisierung der Figur: Faust

6.2.3. Menschenbilder in Faust und Margarete

6.3. Züge des bürgerlichen Trauerspiels in „Faust 1“

7. Konklusion

Fausts Weltfahrt als dialektischer Bildungsprozess. Eine Annäherung an den Begriff Bildung

1. Einleitung

2. Fausts Weltfahrt als dialektischer Bildungsprozess

3. Mephisto – das Negative in Fausts Bildungsprozess

4. Fremderfahrung und Bildung

5. Die Rehabilitierung des Gegenstandes

6. Das Subjekt im Bildungsprozess

7. Schlussbetrachtung

Die Margareten-Handlung in Goethes Faust I. Ihre Bedeutung für das Verständnis des Dramas als Tragödie

1. Einleitung

2. Bedingungen für Tragik in der klassischen Tragödie

3. Der Prolog im Himmel als Voraussetzung für die Margareten-Tragödie

4. Die Margareten-Handlung

4.1 Margarete / Gretchen – Spaltung der Person?

4.2 Ist Margarete determiniert oder ist sie ein Subjekt? Untersuchung der Margareten-Handlung und der Lieder

4.3 Die Kerkerszene: die Tragik der Margareten-Handlung in ihrer Funktion für die Faust-Handlung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Forschungsthemen

Dieser Sammelband untersucht Goethes Drama „Faust I“ aus verschiedenen interdisziplinären Blickwinkeln, wobei der Fokus auf der Gretchentragödie als zentralem Träger der tragischen Struktur liegt. Die Beiträge beleuchten die historische Realität des Kindsmordes, die strukturelle Einordnung des Werkes als bürgerliches Trauerspiel sowie philosophische Ansätze zur Bildung und Subjektwerdung der Hauptfiguren.

  • Historische und gesellschaftliche Hintergründe der Kindsmord-Problematik im 18. Jahrhundert.
  • Dramentheoretische Analyse: „Faust I“ als geschlossene Form vs. offenes Drama.
  • Fausts „Weltfahrt“ als dialektischer Prozess der Selbstwerdung durch Konfrontation mit der Negativität (nach Hegel).
  • Die Charakterisierung von Margarete/Gretchen als tragischem Subjekt und ihre Bedeutung für das Verständnis des gesamten Dramas.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Einordnung von Margarete als passives Opfer versus autonom handelndes Subjekt.

Auszug aus dem Buch

Die Gretchentragödie

Das Werk „Faust“ kann in drei Handlungsblöcke zerlegt werden, die einzeln und alleinstehend ihre eigene Geschichte darstellen könnten: die Gelehrtentragödie, die Universitätssatire und die Gretchentragödie. Im Weiteren wird auf die Gretchentragödie eingegangen, die aus 17 Szenen besteht, somit etwa zwei Drittel des Urfaust ausmacht und deren Hauptquelle die Erlebnisse und Erfahrungen des Dichters sowie bestimmte literarische Erinnerungen sind. Die Gretchenhandlung verläuft nach dem Prinzip der Ausdehnung und Einschränkung, also in einer aufsteigenden und dann abfallenden Handlungskurve. Die erste Begegnung der Charaktere Faust und Margarete beginnt in der Szene „Straße“, in der Faust begeistert das schöne Frauenbild in Gretchen sieht, die jedoch abweisend und zurückhaltend auf seine Annäherungsversuche reagiert. Der Teufel Mephistopheles macht auch anfangs mit seinen Worten zu Faust: „[…] Es ist ein gar unschuldiges Ding, Das eben für nichts zur Beichte ging; Über die hab ich keine Gewalt!“ deutlich auf ihre Unschuld, Reinheit und ihren Glauben aufmerksam.

Faust macht es sich zur Aufgabe, Margarete, mithilfe des Teufels, zu verführen durch z. B. Schmuck, und die zunächst reservierte Gretchen fängt allmählich an, Interesse an Faust zu zeigen. Ihr Verlangen nach einer romantischen Beziehung wird durch das Singen der Ballade „Der König in Thule“ deutlich. Nur kurz danach schildert Mephistopheles, dass sich Gretchen an ihren Glauben und ihre Mutter erinnert, der sie den Schmuck überlässt. Faust gibt jedoch nicht auf und beschenkt sie ein weiteres Mal. In der Szene „Garten“ kommt es dann auch zum Liebesgeständnis von Margarete, das Faust erwidert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Forschungsinteresse an Goethes „Faust I“ vor und skizziert die methodische Untersuchung der Gretchentragödie als zentrales Element der Tragik.

5. Theorie: Definiert fundamentale dramaturgische Begriffe wie geschlossenes und offenes Drama sowie das Konzept des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert.

6. Analyse: Untersucht die Struktur der Gretchentragödie und vergleicht die Psychologie und Menschenbilder der Charaktere Faust und Margarete.

7. Konklusion: Fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Gretchentragödie entscheidend zur Definition von „Faust I“ als Tragödie beiträgt.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Gretchentragödie, bürgerliches Trauerspiel, Kindsmord, Hermeneutik, Dramentheorie, Aufklärung, Bildungsprozess, Mephistopheles, Tragik, Susanna Margaretha Brandt, Dialektik, Subjektwerdung, Literaturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Sammelband?

Der Band analysiert Goethes „Faust I“ unter besonderer Berücksichtigung der „Gretchentragödie“, ihrer strukturellen Bedeutung für das Drama und ihrer Einbettung in den historischen Kontext des Kindsmordes sowie bildungstheoretische Diskurse.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Die Themen umfassen die dramaturgische Form des bürgerlichen Trauerspiels, die rechtliche und soziale Situation von Frauen im 18. Jahrhundert, die dialektische Entwicklung des Faust-Charakters und die Interpretation von Margarete als eigenständiges Subjekt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchungen?

Das Ziel ist es, die Komplexität der Faust-Figur und der mit ihr verwobenen Gretchentragödie zu durchdringen, um aufzuzeigen, wie soziale, moralische und historische Faktoren das Werk als Tragödie konstituieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autoren nutzen überwiegend die hermeneutische Methode, um die literarischen Texte durch kontextuelle Einbettung – etwa durch historische Fakten oder bildungstheoretische Theorien – tiefgehend zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen der Dramenstruktur (geschlossenes vs. offenes Drama), psychologische Charaktervergleiche zwischen Faust und Margarete sowie in die Untersuchung von Fausts Bildungsweg unter Einbezug hegelianischer Konzepte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeiten?

Wesentliche Begriffe sind „Gretchentragödie“, „Mitmenschlichkeit“, „Determinierung“, „Subjektwerdung“, „Ständeklausel“ und „Negativität“ im Sinne einer transformatorischen Bildungstheorie.

Warum ist die Figur der Susanna Margaretha Brandt wichtig für den Inhalt?

Ihr historischer Kriminalfall dient als reales Vorbild für die Gretchentragödie und verdeutlicht die gesellschaftliche Rechtlosigkeit lediger schwangerer Mütter im 18. Jahrhundert, was Goethes Drama erst seine tragische Schwere verleiht.

Inwiefern beeinflusst der „Prolog im Himmel“ die Wertung als Tragödie?

Durch das göttliche Einverständnis zu Fausts Versuchung erhält das Geschehen einen metaphysischen Rahmen, der das Handeln der Figuren fatalistisch prägt und Fausts und Margaretes Schicksal unweigerlich in die tragische Katastrophe führt.

Final del extracto de 74 páginas  - subir

Detalles

Título
Johann Wolfgang von Goethes "Faust". Interpretationsansätze zur Struktur und Motivik
Subtítulo
Ein GRIN-Sammelband
Autores
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Rojda Bas (Autor), Gertraud Jensen (Autor), Sophia Hergenröder (Autor), Nina Armbruster (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
74
No. de catálogo
V1455749
ISBN (Ebook)
9783963565090
ISBN (Libro)
9783963565106
Idioma
Alemán
Etiqueta
Goethe Faust Tragödie Drama Kindsmord Margarete Gretchen Gretchentragödie Margareten-Handlung Kerkerszene Bildungsbegriff transformatorischen Bildungstheorie Hegel bürgerliches Trauerspiel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Rojda Bas (Autor), Gertraud Jensen (Autor), Sophia Hergenröder (Autor), Nina Armbruster (Autor), 2024, Johann Wolfgang von Goethes "Faust". Interpretationsansätze zur Struktur und Motivik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1455749
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