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Die Germanienpolitik des Augustus in den Jahren 16 v. Chr. bis 9 n. Chr.

Zwischen Expansion und Grenzsicherung

Title: Die Germanienpolitik des Augustus in den Jahren 16 v. Chr. bis 9 n. Chr.

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B.A. Raik Dowedeit (Author)

World History - Early and Ancient History
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Ziel der hier vorliegenden Seminararbeit ist die Fragestellung, ob die Germanienpolitik des römischen Princeps Augustus zwischen 16 v. Chr. und 9 n. Chr. eher durch eine offensive, expansive Intention, oder nur auf eine Sicherung des Vorfeldes der Rheingrenze, also eine defensive Haltung ausgerichtet war. Bis heute beschäftigt sich die aktuelle Forschungsdiskussion mit der Frage, um eine offensiv oder defensiv ausgerichtete Strategie an der Rheingrenze. Dem expansivem Vordringen des Drusus bis an die Elbe steht Augustus Forderung zur Bewahrung der Grenzen gegenüber. Gleichzeitig scheint diese Frage insofern als relevant, da in dem Zeitraum zwischen der Niederlage des Legaten Lollius 16 v. Chr. und der Niederlage des Varus 9 n. Chr. erstmals über eine längeren Zeitraum von römischer Seite der Versuch unternommen wurde, durch Feldzüge und die Errichtung von rechtsrheinischen Lagern, Einfluss auf die Verhältnisse in Germanien zu nehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Ausgangslage – 16 v. Chr. bis 12 v. Chr.

2. Feldzüge des Drusus – 12 v. Chr. bis 9 v. Chr.

3. 9 v. Chr. bis 9 n. Chr.

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Germanienpolitik des römischen Princeps Augustus zwischen 16 v. Chr. und 9 n. Chr. mit dem Ziel zu klären, ob das römische Vorgehen primär durch eine offensive Expansionsabsicht oder durch eine defensive Strategie zur Sicherung der Rheingrenze geprägt war.

  • Römische Grenzsicherung und das Vorfeld der Rheingrenze
  • Militärische Strategien unter Drusus und Tiberius
  • Rolle antiker Quellen (Cassius Dio, Velleius Paterculus)
  • Entwicklung von der Grenzsicherung zur Expansionspolitik
  • Bedeutung der Varusniederlage als Zäsur

Auszug aus dem Buch

1. Die Ausgangslage – 16 v. Chr. bis 12 v. Chr.

Nach der Ermordung Caesars und während des Bürgerkrieges waren die germanischen Gebiete rechts des Rheins zunächst aus dem Blickwinkel der römischen Politik geraten. Erst nachdem es im Jahr 20 v. Chr. zunächst zu einer Regelung der Verhältnisse im Osten des Römischen Reiches mit dem Partherreich gekommen war, konnte Augustus seine militärischen Unternehmungen auf die Schauplätze im Westen konzentrieren, wo die fehlende oder gefährdete römische Kontrolle Probleme aufwarf. Zu diesen Schauplätzen gehörten das Alpengebiet, der Donauraum und die Rheingrenze gegenüber den rechtsrheinischen Germanen.

Nach der Eroberung Galliens, durch Gaius Julius Caesar, hatte sich die Außengrenze Roms im Norden bis an den Rhein vorgeschoben. Ein Großteil der römischen Legionen verblieb jedoch zunächst zur Sicherung der Provinz im inneren Galliens stationiert. Die unbefestigte und ungeschützte Rheingrenze bot rechtsrheinischen Stämmen kein großes Hindernis in das linksrheinische, wirtschaftlich höher entwickelte, gallische Gebiet vorzustoßen, um gezielte Beutezüge durchzuführen. Den Höhepunkt dieser dadurch entstehenden Grenzkonflikte stellt vermutlich das Jahr 16 v. Chr. dar.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert die zentrale Fragestellung nach der offensiven oder defensiven Ausrichtung der augusteischen Germanienpolitik und stellt die methodische Vorgehensweise auf Basis antiker Quellentexte vor.

1. Die Ausgangslage – 16 v. Chr. bis 12 v. Chr.: Dieses Kapitel analysiert die Reorganisation der Rheingrenze nach 16 v. Chr. sowie die Stabilisierung des Alpenraumes als notwendige Vorstufen für spätere militärische Aktivitäten.

2. Feldzüge des Drusus – 12 v. Chr. bis 9 v. Chr.: Der Abschnitt behandelt die Feldzüge des Drusus, ihre militärischen Erfolge bis zur Elbe sowie die Frage, ob diese bereits auf eine systematische Unterwerfung zielten.

3. 9 v. Chr. bis 9 n. Chr.: Hier werden die fortgesetzten Expansionsbemühungen unter Tiberius und die Provinzialisierungsbestrebungen unter Varus bis zur Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. untersucht.

4. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die Politik des Augustus in zwei Phasen verlief, wobei sich die Strategie im Zeitverlauf von einer reinen Vorfeldsicherung hin zu einer expansiven Provinzialisierung entwickelte.

Schlüsselwörter

Augustus, Germanienpolitik, Rheingrenze, Drusus, Tiberius, Varusschlacht, Expansion, Grenzsicherung, Cassius Dio, Velleius Paterculus, Provinzialisierung, Militärlager, rechtsrheinisches Germanien, Rom, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die römische Außenpolitik in Germanien unter dem Princeps Augustus im Zeitraum von 16 v. Chr. bis 9 n. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen der Sicherung der Rheingrenze und der expansiven Ausdehnung des römischen Machtbereichs bis zur Elbe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand historischer Ereignisse zu klären, ob die augusteische Strategie von Anfang an auf eine Eroberung Germaniens ausgelegt war oder ob es sich um eine defensive Reaktion auf germanische Übergriffe handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der antiken Geschichtsschreiber, insbesondere Cassius Dio und Velleius Paterculus, ergänzt durch moderne Forschungsdiskussionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei chronologische Phasen: die Konsolidierung unter Augustus, die Feldzüge des Drusus und die anschließende Phase bis zur Varusniederlage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Augustus, Germanienpolitik, Expansion, Rheingrenze, Varusschlacht und Provinzialisierung.

Warum war der Tod des Drusus ein bedeutender Wendepunkt?

Der Tod des Drusus im Jahr 9 v. Chr. entzog der Germanienpolitik einen dynamischen Feldherrn, was die spätere Weiterführung durch Tiberius und die Provinzialisierungsversuche unter Varus in ein neues Licht rückt.

Welche Rolle spielt das "pomerium" in dieser Argumentation?

Die Erweiterung des pomeriums (sakrale Stadtgrenze Roms) im Jahr 8 v. Chr. wird als Indiz dafür gedeutet, dass Augustus den Siegen in Germanien eine offizielle räumliche Dimension und damit einen expansiven Rahmen verleihen wollte.

Wie bewertet der Autor die Provinzialisierung unter Varus?

Der Autor führt aus, dass der forcierte Aufbau administrativer Strukturen unter Varus die unzureichende militärische Kontrolle des rechtsrheinischen Gebietes verschleierte, was letztlich zur Varusschlacht beitrug.

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Details

Title
Die Germanienpolitik des Augustus in den Jahren 16 v. Chr. bis 9 n. Chr.
Subtitle
Zwischen Expansion und Grenzsicherung
College
University of Rostock  (Heinrich-Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften)
Course
Augustus – Ein Herrscher zwischen Politik und Programmatik
Grade
2,0
Author
B.A. Raik Dowedeit (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V145605
ISBN (eBook)
9783640554034
ISBN (Book)
9783640554225
Language
German
Tags
Germanen Augustus Politik Germanienpolitik Varus Drusus Tiberius Varusschlacht Germanicus Rom römische Germanien Lollius Tacitus Cassius Dio Florus Paterculus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Raik Dowedeit (Author), 2009, Die Germanienpolitik des Augustus in den Jahren 16 v. Chr. bis 9 n. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145605
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