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Erlebnispädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit Körperbehinderungen

Herausforderungen, Möglichkeiten und Chancen

Title: Erlebnispädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit Körperbehinderungen

Term Paper , 2010 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Max Jacobsen (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Einleitende Gedanken

Der Freiraum, den man braucht, um Dinge auszuprobieren, um etwas zu riskieren, um an seine Grenzen zu gehen, wird immer enger: Zum einen haben sich die ökologischen Rahmenbedingungen dahingehend geändert, dass es besonders in der Stadt, aber auch auf dem Land kaum noch natürliche Spielräume gibt. Viele Betätigungs- und Erlebnismöglichkeiten entfallen, die früher selbstverständlich waren. Weiterhin ersetzen heute Erfahrungen aus zweiter Hand die unmittelbaren Erlebnisse. Die Medien vermitteln Ersatzerlebnisse, die keine unmittelbare gefühls-mäßige Anteilname erlauben. Sie verleiten zu einer Konsumhaltung, in der man nur noch passiv aufnimmt, was jedoch das Grundbedürfnis nach echten Erlebnissen und Erfahrungen nicht befriedigen kann. Dazu kommt, dass schulische Erziehung und Bildung weitgehend durch intellektuelles Lernen bestimmt sind. Unmittelbares Tätigsein und authentische Erlebnisse kommen auch hier zu kurz (vgl. FATKE 1993, 38ff).
Auf diese und weitere Probleme will die Erlebnispädagogik eine Antwort geben. In dieser Arbeit soll untersucht werden, was ihre Ziele sind, wie sie diese erreicht und ob Erlebnispädagogik auch mit Kindern und Jugendlichen mit einer Körperbehinderung möglich ist – welche Herausforderungen sie verursacht, wie weit ihre Möglichkeiten gehen und welche Chancen sie bietet...

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Inhaltsverzeichnis

Einleitende Gedanken

1. Zur Geschichte der Erlebnispädagogik

2. Was ist Erlebnispädagogik?

3. Körperbehinderung und ihre Auswirkungen

4. Behinderung und Erlebnispädagogik

5. Erlebnispädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit Körperbehinderungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern erlebnispädagogische Maßnahmen für Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderungen geeignet sind, welche spezifischen Herausforderungen dabei bestehen und welche Chancen diese Ansätze zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung sowie zur Entstigmatisierung bieten.

  • Historische Entwicklung und Grundlagen der Erlebnispädagogik.
  • Definitionen und Wirkungsweisen von Erlebnispädagogik.
  • Auswirkungen von Körperbehinderungen auf Wahrnehmung, Kommunikation und soziale Interaktion.
  • Möglichkeiten der Integration erlebnispädagogischer Methoden in den Alltag behinderter Menschen.
  • Anpassung von Settings zur Förderung eines positiven Selbstbildes und zur Überwindung von Abhängigkeiten.

Auszug aus dem Buch

3. Körperbehinderung und ihre Auswirkungen

„Als körperbehindert wird eine Person bezeichnet, die infolge einer Schädigung des Stütz- und Bewegungssystems, einer anderen organischen Schädigung oder einer chronischen Krankheit so in ihren Verhaltensmöglichkeiten beeinträchtigt ist, dass die Selbstverwirklichung in sozialer Interaktion erschwert ist“ (LEYENDECKER 2005, 21). Diese Definition enthält die Merkmale der WHO-Definition, also der Schädigung (Impairment), der daraus folgenden Verhaltensbeeinträchtigung (Activity limitation) und die eigentliche Behinderung in Form erschwerter Selbstverwirklichung in sozialer Interaktion (Participation restriction) (ebd.).

Die Formen von Körperbehinderung lassen sich nach dem Ort der Schädigung in drei große Gruppen ordnen, die Schädigung von Gehirn und Rückenmark, die Schädigung von Muskulatur und Knochengerüst und die Schädigung durch chronische Krankheit und Fehlfunktion von Organen. Auf bestimmte Arten soll hier nicht weiter eingegangen werden, auch wenn körperliche Einschränkungen natürlich auf den ersten Blick eine Herausforderung bei der Durchführung erlebnispädagogischer Maßnahmen darstellen. Inwieweit dies der Fall ist, soll später geklärt werden. Wichtig ist, dass aus diesen körperlichen Struktur- und Funktionsschäden Beeinträchtigungen des Verhaltens in den Bereichen der Wahrnehmung, Intelligenz, Emotion und Kommunikation entstehen können.

Im Gebiet der Wahrnehmung werden der Erfahrungsraum und damit die Erkundung der Umwelt erschwert. Durch die die Körperbehinderung oft begleitenden Sinnesbehinderungen wie Seh- und Hörstörungen kommt es zu einem Erfahrungsmangel und zu Problemen bei der Aufnahme von neuen Erfahrungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitende Gedanken: Einführung in die Problematik der Erlebnisarmut im Alltag und die Zielsetzung der Arbeit, das Potenzial der Erlebnispädagogik für körperbehinderte Kinder zu prüfen.

1. Zur Geschichte der Erlebnispädagogik: Darstellung der historischen Wurzeln von Rousseau bis hin zu Kurt Hahn und der Entwicklung des Erziehungsmodells der Erlebnistherapie.

2. Was ist Erlebnispädagogik?: Definition der Erlebnispädagogik als handlungsorientierter, ganzheitlicher Erziehungsansatz und Erläuterung der Bedeutung von „Erleben“.

3. Körperbehinderung und ihre Auswirkungen: Analyse des Behinderungsbegriffs und der daraus resultierenden Einschränkungen in den Bereichen Wahrnehmung, Kognition, Emotion und Kommunikation.

4. Behinderung und Erlebnispädagogik: Untersuchung der Parallelen zwischen Behindertenhilfe und Erlebnispädagogik sowie der Chancen durch gemeinsame Erlebnisse.

5. Erlebnispädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit Körperbehinderungen: Auseinandersetzung mit der praktischen Anwendbarkeit und den notwendigen Rahmenbedingungen für erlebnispädagogische Settings.

6. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass erlebnispädagogische Ansätze gerade für körperbehinderte Jugendliche wichtige Chancen zur Persönlichkeitsentwicklung bieten.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Körperbehinderung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwahrnehmung, Integration, Erlebnistherapie, Entstigmatisierung, soziale Interaktion, Handlungsorientierung, Kindheit, Jugendliche, Behindertenpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Anwendungsmöglichkeiten erlebnispädagogischer Maßnahmen für Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Geschichte der Erlebnispädagogik, den Behinderungsbegriff, die Auswirkungen körperlicher Einschränkungen auf die Entwicklung sowie die pädagogische Methodik in diesem spezifischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob erlebnispädagogische Methoden zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung bei körperbehinderten Heranwachsenden wirksam und praktikabel sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen der Pädagogik und Sonderpädagogik mit erlebnispädagogischen Konzepten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Erlebnispädagogik, den psychologischen Auswirkungen von Behinderung und der konkreten Übertragbarkeit pädagogischer Settings auf körperbehinderte Zielgruppen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Körperbehinderung, Integration, Entstigmatisierung und Persönlichkeitsentwicklung geprägt.

Wie kann Erlebnispädagogik die „erlernte Hilflosigkeit“ bei Behinderten reduzieren?

Durch das Schaffen von Situationen, in denen Verantwortung auf viele Schultern verteilt wird und eine Sympathiegemeinschaft entsteht, wird das Vertrauen in die eigene Selbstständigkeit gestärkt.

Welche Rolle spielt die „Veränderung der Wahrnehmung“ in dieser Arbeit?

Sie ist zentral, um durch neue, authentische Erfahrungen das oft negative Selbstbild körperbehinderter Kinder zu korrigieren und ein „ich kann“ zu etablieren.

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Details

Title
Erlebnispädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit Körperbehinderungen
Subtitle
Herausforderungen, Möglichkeiten und Chancen
College
University of Würzburg  (Pädagogik bei Verhaltensstörungen)
Course
Erlebnispädagogik
Grade
1
Author
Max Jacobsen (Author)
Publication Year
2010
Pages
15
Catalog Number
V145615
ISBN (eBook)
9783640565054
Language
German
Tags
Erlebnispädagogik Erlebnis Körperbehindert Körperbehinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Max Jacobsen (Author), 2010, Erlebnispädagogik bei Kindern und Jugendlichen mit Körperbehinderungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145615
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