Die Kirchenkritik bei Mechthild von Magdeburg


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003

28 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Mechthild im Kontext der mittelalterlichen Erlebnismystik

3. Biographie Mechthilds von Magdeburg

4. Mechthilds Werk: „Das fließende Licht der Gottheit“
4.1 Überlieferungssituation
4.2 Sprache und Stil
4.3 Formale Aspekte
4.4 Inhaltliche Aspekte

5. Kirchenkritik in „Das fließende Licht der Gottheit“
5.1 Quantitative Untersuchung: Kirchenkritik im Gesamtwerk
5.2 Qualitative Betrachtung: Die große Kirchenkritik
5.3 Auswertung

6. Mechthilds Umgang mit der kirchlichen Gegenkritik

7. Thesen

8. Schlusswort

9. Literatur und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

„...wan swenne der mantel ist alt, so ist er o[v]ch kalt. So mu[e]s ich miner brut, der heligen cristanheit, einen núwen mantel geben.“ (VI, 21, 22 ff., 232)[1]

Dieses Zitat lässt Einiges von der Brisanz des „Fließenden Lichts der Gottheit“ von Mechthild von Magdeburg erahnen. Mechthild lässt Gott die Worte sprechen. Frei übertragen sagt er: „Ist der Mantel alt, dann ist er auch kalt. Deshalb muss ich meiner Braut, der heiligen Christenheit, einen neuen Mantel geben.“ Mechthild verwendet das Chiffre „Mantel“ für die katholische Kirche. Ihr Text beinhaltet den Ruf nach einer Kirchenreform und die Erkenntnis, dass aufgrund des hohen Alters der heiligen Kirche negative Veränderungen stattgefunden haben.

Mechthild tritt mit ihrer Kritik einer übermächtigen Institution gegenüber. Leicht hätte ihr der Disput mit der Kirche den Tod auf dem Scheiterhaufen einbringen können. Um so bemerkenswerter ist die Forderung nach einer Reform. Mechthild ist offensichtlich eine Frau, die sich öffentlich in gesellschaftliche, politische und religiöse Belange einmischt. Vor dem Hintergrund der strengen patriarchalischen Gesellschaftsstruktur des Mittelalters muss ihr schon aufgrund ihres Geschlechtes eine besondere Beachtung zuteil werden.

Welch präzises Bild Mechthild von ihrer mittelalterlichen Umwelt hat, zeigt der Zusammenhang zwischen Christenheit und Mantel, den sie herstellt. Die Kirche als Kleidung für die Christen zu bezeichnen, scheint vor dem Hintergrund des hohen beziehungsweise späten Mittelalters gut beobachtet und geschickt in eine Allegorie übertragen. Kirche und Religion sind zu dieser Zeit die wesentlichen gesellschaftlichen und politischen Ordnungsprinzipien der europäischen Welt.

„Die Begine Mechthild von Magdeburg kann unstreitig, nicht zuletzt wegen ihres Buches ‚Das fließende Lichte der Gottheit’, als die Bedeutendste unter den deutschen Mystikerinnen des Mittelalters angesehen werden.“[2] In dieser Einschätzung von Johannes Thiele wird Mechthild mit der Mystik-Bewegung in Zusammenhang gebracht. Die aktuelle Forschungsliteratur lässt keinen Zweifel: Mechthild von Magdeburg und ihre Kirchenkritik sind ausschließlich im Zusammenhang mit der Mystiker-Bewegung zu betrachten.

Diese Hausarbeit setzt sich in ihrem Schwerpunkt mit der Kirchenkritik in Mechthilds Werk „Das fließende Licht der Gottheit“ auseinander. In einer quantitativen Betrachtung wird zunächst untersucht, ob sich Kirchenkritik durch das komplette Werk zieht. In einer qualitativen Betrachtung setze ich mich mit einem ausgewählten Kapitel (VI, 21) des „Fließenden Lichts der Gottheit“ auseinander, um Aussagen über die Intensität der Kirchkritik treffen zu können.

Das einleitende Zitat der Hausarbeit lässt eine besondere Qualität und Deutlichkeit der Kritik vermuten. Aus den beiden Untersuchungen versuche ich, auf die Motivlage beim Verfassen des Werkes zu folgern. Die Leitfrage dabei lautet: War die Artikulation der Kirchenkritik für Mechthild ein wesentliches Motiv zum Verfassen des „Fließenden Lichts der Gottheit“?

Außerdem soll das Beispiel Mechthilds Folgerungen ermögliche, ob und in wie weit die mittelalterliche Mystik als spezifisch weibliches Instrument der politischen und gesellschaftlichen Systemkritik einzustufen ist.

Die Forschungslage zu Mechthild ist den Umständen (karge Quellenlage) entsprechend gut, allerdings stark werkzentriert. Mechthilds Kirchenkritik wird aber in den meisten der jüngeren wissenschaftlichen Abhandlungen nur als Nebenaspekt angerissen.[3]

Wie der überwiegende Teil der neueren Literatur stützt sich auch diese Hausarbeit auf die Edition von Hans Neumann, der einen Großteil seines Lebens und Wirkens der Magdeburger Mystikerin gewidmet hat.

Zum Abschluss der Einleitung gehe ich noch auf zwei Aspekte ein, die die Bedeutung der Kirchenkritik Mechthilds untermauern. Sie beziehen sich beide auf die Rezipierbarkeit und die Dimension der Verbreitung des Werkes. Zum einen ist „Das fließende Licht der Gottheit“ in der Volkssprache verfasst und ermöglicht so auch Laien, Zugang zur Kritik an der Kirche zu bekommen. Zum anderen hat Katharina Bochsler darauf hingewiesen: „Die literarische Gattung der Visionsberichte war im Mittelalter außerordentlich beliebt und fand damals weit größeres Interesse als die heute unvergleichlich bekanntere höfische Epik.“[4] Mit dem Beispiel des irischen Edelmanns Tundalus untermauert sie diese Behauptung.[5] Wie die Hausarbeit noch ausführlicher nachweisen wird, war auch das Interesse an Mechthilds Werk sehr ausgeprägt, es muss also von einer entsprechend großen Verbreitung der kritischen Ideen Mechthilds von Magdeburg ausgegangen werden.

2. Mechthild im Kontext der mittelalterlichen Erlebnismystik

„Es ist historisch von brennendem Interesse, dass der geschichtliche Ort der Mystik mit der religiösen Frauenbewegung des späten Mittelalters untrennbar verknüpft ist.“[6] Wie in der Einleitung erwähnt, muss auch das Wirken der Mechthild von Magdeburg vor dem Hintergrund der mittelalterlichen Mystik untersucht werden.

Peter Dinzelbacher beschreibt den Zeitraum, in dem die Mystik und mit ihr die religiöse Frauenbewegung ihren Höhepunkt erreichte: „Zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert traten Hunderte Frauen auf, die von übersinnlichen religiösen Erfahrungen berichteten - man spricht von der ‚mystischen Invasion’.“[7] Zu den Hunderten zählten so berühmte Frauen wie Hildegard von Bingen (1098-1179), Brigitta von Schweden (1302/03-1373) und Katharina von Siena (1347-1380), die sogar die Möglichkeit hatten, politischen Einfluss auf den Kaiser oder den Papst geltend zu machen.[8]

Sowohl Dinzelbacher[9] als auch Thiele[10] gehen von geographischen Schwerpunktregionen der religiösen Frauenbewegung und der Mystik aus. Die Frauenbewegung breitete sich wie eine Welle von Belgien, Flandern, Brabant und Nordfrankreich entlang des Nieder- und Oberrheins bis nach Süddeutschland, der Schweiz und Norditalien aus.

Doch was verstehen wir heute unter Mystik? Für diese Hausarbeit erscheint es sinnvoll, die Definitionsdebatte des Mystik-Begriffes zu vermeiden und einem Vorschlag von Dinzelbacher zu folgen: „Wir werden uns als Grundlage die klassisch gewordene Definition zweier [...] mittelalterlicher Theologen und Mystiker zu eigen machen [...] die des Dominikaners Thomas von Aquino und die des Franziskaners Bonaventura von Bagnoregio: Mystik ist ‚cognition Dei experimentalis’, auf Erfahrung gegründete Gotteserkenntnis.“[11] Folgende Frömmigkeitshaltung liegt demnach der Mystik zugrunde: Ein Charismatiker kann durch religiöse Erlebnisse wie Entraffungen und Einwohnungen die Existenz Gottes direkt erfahren. Ihm werden Offenbarungen zuteil. Die Entraffungs- und Einwohnungsphänomene werden von einem unabweisbaren Evidenz- und Freudengefühl begleitet, dem er sich nicht entziehen kann. Fasst man den Rahmen etwas weniger eng, kann man zugleich das Streben der Menschen nach dem unmittelbaren Kontakt zu Gott, sowie die Empfindungen und Reflexionen nach dem Kontakt als mystische Handlungen definieren.[12] Auf diesem erweiterten Definitionsansatz basieren die weiteren Ausführungen.

Die historischen Ursachen für das Aufkommen der Mystik „sind sicherlich im kirchlichen und religiösen Leben des 11. und 12. Jahrhunderts zu suchen: in den religiösen Bewegungen, welche die alten Ordnungen und Gefüge aufgebrochen und die kirchliche Situation in verschiedenen europäischen Ländern radikal verändert haben, in den Armuts- und Bettelorden und ihren neuen spirituellen Lebensformen.“[13] Eine Verflechtung verschiedener Faktoren, die „vom deutlichen Zuwachs der europäischen Bevölkerung über eine größere allgemeine Differenzierung der Lebensformen bis zur Rationalisierung oder Intellektualisierung des Denkens und zur Individualisierung und Emotionalisierung des Empfindens“[14] reichen, hat diese Entwicklungen begünstigt. Auch die Entdeckung der „sehnsuchtsvollen Liebe“ sowohl im weltlichen als auch im geistlichen Bereich fällt in diesen Zeitraum.[15] Vauchez sieht eine grundlegende Zäsur: „...tatsächlich vollzog sich zwischen dem Ende des 12. und den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts eine Wende, was sich an den spirituellen Erfahrungen eines Franz von Assisi sowie am relativen Verfall des Benediktiner- und Augustinerordens belegen lässt, die beide schon bald von den Bettelbrüdern in den Schatten gestellt werden sollten.“[16] Vor diesem Hintergrund vollzog sich das Aufkommen einer neuen Spiritualität.

Nachdem die Mystik zeitlich, geographisch und begrifflich verortet ist, muss Mechthilds Position innerhalb der religiösen Frauenbewegung bezeichnet werden. Weibliche Mystik im Mittelalter ist vor allem Erlebnismystik. Frauen wie Mechthild berichteten von Offenbarungen, die sie direkt von Gott, Christus, Maria, Engeln, dem Teufel, Heiligen oder anderen religiösen Figuren, denen sie im Diesseits nicht begegnet sein können, erhalten haben wollen. Diese Form individueller Erlebnismystik lässt sich für das frühe Mittelalter nicht nachweisen. Erst im 11. und 12. Jahrhundert wird sie greifbar. Sozialer Ort der Mystik ist zunächst das Kloster, später auch das eher städtische Milieu der Beginen und der Bettelorden.[17]

Mechthild von Magdeburg (geb. um 1207, gest. um 1282) zählt zu den Vorreiterinnen der Mystik Im Zisterzienserkloster Helfta beim sächsischen Eisleben (heute Thüringen) hatte sie engen Kontakt zu Mechthild von Hackeborn (1241/42-1298/99) und Gertrud der Großen (1256-1301/02). Doch Mechthilds Wirken ist nicht nur im Zusammenhang mit jenen Zisterzienserinnen zu sehen, die nach Thiele die „Blüte der Frauenmystik“[18] ausmachten. Mechthild steht auch in einer Reihe mit frühen Mystikerinnen wie Hildegard von Bingen (1098-1179), Elisabeth von Schönau (1129-1164), die beide noch nicht von Unionserlebnissen - einem Leitmotiv Mechthilds - berichteten, oder der flämischen Dichterin der Brautmystik Hadewijch von Antwerpen.[19]

Motive der Christusmystik wie die Passions- und Liebesthematik, die Brautmystik, die Kind-Jesus-Mystik und die Unio mystica finden sich in unterschiedlicher Ausprägung bei den frühen Mystikerinnen. Die Entwicklungen der Motive und die Tatsache, dass sie sich im Verlauf des Mittelalters verfolgen lassen, sind Beweis dafür, dass unter Mystikerinnen gegenseitige Inspiration und Kopie stattgefunden haben muss. Eine Rezeption der Werke anderer Mystikerinnen ist damit in vielen Fällen sehr wahrscheinlich.[20] Allerdings war Mechthild wahrscheinlich als Laie des Lateinischen nicht mächtig, so dass ihre Mystik einen hohen Eigenanteil nahe legt.

3. Biographie Mechthilds von Magdeburg

Leider ist die Quellenlage zum Leben Mechthilds von Magdeburg ausgesprochen schlecht. „Urkundlich verbürgte Nachrichten [...] sind kaum vorhanden.“[21] Deshalb versucht die Forschung, so viele Informationen wie möglich aus ihrem Werk, dem „Fließenden Licht der Gottheit“, zu erschließen, dem Margot Schmidt „verschlüsselt autobiographische Züge“[22] zuweist. Dieses weitgehend spekulative Vorgehen ist nicht unumstritten, wie Maren Ankermann anhand der Forschungsposition von Ursula Peters zeigt: „Peters sieht in den biographischen Anspielungen keine Darstellung der Lebenswirklichkeit der Mystikerin, sondern interpretiert sie als Teile einer‚ [...] geradezu idealtypischen vita religiosa [].’“[23] Trotz der berechtigten Zweifel an der Methodik bleibt aufgrund der Quellenlage der Forschung zurzeit keine andere Wahl, als pragmatisch vom Werk auf das Leben Mechthilds zu folgern.

Mechthild von Magdeburg wurde um 1207 geboren. Vermutlich, so der Konsens der heutigen Forschung, entstammt sie einer ritterlichen Burgenfamilie aus der westlichen Mittelmark in der Diözese Magdeburg, möglicherweise aus der Gegend des heutigen Ost-Niedersachsens.[24] Die Vermutung der Herkunft aus einer ritterlichen Burgenfamilie basiert in erster Linie auf einigen Passagen im „Fließenden Licht der Gottheit“, wie der Beschreibung einer Entrückung als „Reise der Seele an den Hof“, die einen Kontakt zur höfischen Welt und Kultur vermuten lassen.[25] „Die kenntnisreiche Wiederspiegelung höfischen Lebens und die Selbstständigkeit ihres Geistes weisen auf eine Abstammung von Stand hin, der ihr ein beachtliches Bildungsgut mit gab“[26], meint Schmidt. Sie schränkt aber ein, dass Mechthild kein gelehrtes und systematisches Studium (weder Theologie noch Latein) offen stand, wie etwa ihrem Bruder und Briefpartner Balduin, dem Subprior im Dominikanerkloster zu Halle.[27]

In ihrem am stärksten autobiographisch geprägten Kapitel (IV, 2) berichtet Mechthild, dass sie erstmals als Zwölfjährige eine Vision hatte:

„Ich mu[o]s sprechen sprechen got zu ehren und o[v]ch durch des bu[o]ches lere: Ich unwirdigú súnderin wart gegru[e]sset von dem heligen geiste in minem zwo[e]lften jare also vliessende sere, do ich was alleine, das ich das niemer mere mo[e]hte erliden, das ich mich zu[o] einer grossen teglichen súnde nie mohte erbieten. Der vil liebe gru[o]s was alle tage und machte mir minnenklich leit aller welte su[e]ssekeit und er wahset noch alle tage. Dis geschach úber eins und drissig jar.“ (IV, 2, 8 ff., 109 f.)

Der Heilige Geist habe sie dann 31 Jahre lang täglich „gegrüßt“. Mechthild hatte die Erscheinungen demnach regelmäßig und konnte folglich jeden Tag fest mit ihnen rechnen, bzw. sie erwarten.

[...]


[1] Zitiert wird nach der kritischen Gesamtausgabe:
Neumann, Hans (Hrsg.): Mechthild von Magdeburg <Das fließende Licht der Gottheit>. Nach der Einsiedler Handschrift in kritischem Vergleich mit der gesamten Überlieferung. Bd. 1, Text (Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters, Bd. 100). München: Artemis 1990.
Die Quellenangabe ist folgendermaßen strukturiert: (Buch, Kapitel, Zeile, Seite in der Edition von Hans Neumann) also an diesem Beispiel: (VI, 21, 22 ff., 232) heißt: Zitat zu finden bei Hans Neumann unter Buch 6, Kapitel 21, ab Zeile 22. Diese Quellenangabe wäre an sich schon eindeutig, die Seitenzahl dient als Zusatzangabe nur der leichteren Orientierung.
Die Passagen und Wörter in Kursivschrift und Sperrungen der Edition habe ich nicht sonderlich gekennzeichnet. Die Umlaute sind nebeneinander, nicht wie bei Neumann übereinander, gesetzt und von eckigen Klammern eingefasst. Auslassungen werden durch drei Punkte in eckigen Klammern gekennzeichnet.

[2] Thiele, Johannes: Die religiöse Frauenbewegung des Mittelalters. In: Thiele, Johannes (Hrsg.): Mein Herz schmilzt wie Eis am Feuer: die religiöse Frauenbewegung des Mittelalters in Porträts. Stuttgart: Kreuz-Verlag, 1. Aufl. 1988, S. 19.

[3] Vgl. Schmidt, Margot: Mechthild von Magdeburg. In: Thiele, Johannes (Hrsg.): Mein Herz schmilzt wie Eis am Feuer: die religiöse Frauenbewegung des Mittelalters in Porträts. Stuttgart: Kreuz-Verlag, 1. Aufl. 1988, S. 71-86. / Vgl. Ankermann, Maren: Spielarten erlebnismystischer Texte. Mechthild von Magdeburg: „Das fließende Licht der Gottheit“ -- Gertrud die Große von Helfta: „Legatus divinae pietatis“. In: Europäische Mystik vom Hochmittelalter zum Barock: eine Schlüsselepoche in der europäischen Mentalitäts-, Spiritualitäts- und Individuationsentwicklung. Beiträge der Tagungen 1996 und 1997 der Evangelischen Akademie Nordelbien in Bad Segeberg (Bremer Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte, Bd. 21). Frankfurt am Main 1998, S. 119-138. / Vgl. Beutin, Wolfgang: Anima. Untersuchungen zur Frauenmystik des Mittelalters. Teil 3, Tiefenpsychologie - Mystikerinnen (Bremer Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte, Bd. 29). Frankfurt am Main: Europäischer Verlag der Wissenschaften 1999. / Vgl. Bochsler, Katharina: „Ich han da inne ungehortú ding gesehen“: die Jenseitsvisionen Mechthilds von Magdeburg in der Tradition der mittelalterlichen Visionsliteratur (Deutsche Literatur von den Anfängen bis 1700, Bd. 23). Bern: Europäischer Verlag der Wissenschaften 1997.

[4] Bochsler 1997, S. 1.

[5] Vgl. ebd., S. 151.

[6] Thiele 1988, S. 10.

[7] Dinzelbacher, Peter: Die christliche Mystik und die Frauen: Zur Einführung. In: Europäische Mystik vom Hochmittelalter zum Barock: eine Schlüsselepoche in der europäischen Mentalitäts-, Spiritualitäts- und Individuationsentwicklung. Beiträge der Tagungen 1996 und 1997 der Evangelischen Akademie Nordelbien in Bad Segeberg (Bremer Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte, Bd. 21). Frankfurt am Main 1998, S. 13.

[8] Vgl. ebd.

[9] Vgl.: Dinzelbacher, Peter: Rollenverweigerung, religiöser Aufbruch und mystisches Erleben mittelalterlicher Frauen. In: Dinzelbacher, Peter / Bauer, Dieter R. (Hrsg.): Religiöse Frauenbewegungen des Mittelalters (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte, H. 28). Köln: Böhlau Verlag 1988, S. 25.

[10] Thiele 1988, S. 19.

[11] Dinzelbacher 1998, S. 14.

[12] Vgl. ebd., S. 14 f.

[13] Thiele 1988, S. 10.

[14] Vgl. Dinzelbacher 1998, S. 17.

[15] Vgl. ebd.

[16] Vauchez, André: Die Laien im Mittelalter. Gottes vergessenes Volk. Freiburg im Breisgau: Herder 1993, S. 195.

[17] Vgl. Dinzelbacher 1998, S. 14 ff.

[18] Thiele 1988, S. 14.

[19] Auch wenn er in der Aufzählung weiblicher Mystikerinnen fehlt, die herausragende Rolle des Abtes Bernhard von Clairveaux (1090-1153) soll nicht unterschlagen werden. Er bricht als erster in seiner Auslegung des alttestamentlichen Liebesliedes mit der traditionellen, frühmittelalterlichen Deutung der Braut als Personifikation der Kirche und setzt an ihre Stelle die Identifikation mit der menschlichen Seele. Gerade der Seele und ihrem Verhältnis zu Gott kommt im „Fließenden Licht der Gottheit“ von Mechthild eine tragende Bedeutung zu. Ohne Clairveaux und seine Mystik der Liebe wäre diese Entwicklung kaum verstellbar (Vgl. Dinzelbacher 1998, S. 18).

[20] Vgl. Dinzelbacher 1998, S. 17 ff.

[21] Gnädiger, Louise: Deutsche Mystik: Hildegard von Bingen, Mechthild von Magdeburg, Meister Eckhart, Johannes Tauler, Rulman Merswin, Heinrich von Nördlingen, Margaretha Ebner, Heinrich Seuse, Christiane Ebner. Zürich: Manesse, 2. Aufl. 1989, S. 49.

[22] Schmidt 1988 (in: Thiele), S. 71.

[23] Ankermann 1998, S. 122.

[24] Vgl. Gnädiger 1989, S. 49.

[25] Vgl. Schmidt 1988 (in: Thiele), S. 73.

[26] Ebd., S. 74.

[27] Vgl. ebd.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Die Kirchenkritik bei Mechthild von Magdeburg
Hochschule
Universität Leipzig  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Frauenschicksale zur Zeit des Hundertjährigen Krieges
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
28
Katalognummer
V14565
ISBN (eBook)
9783638199278
ISBN (Buch)
9783638826716
Dateigröße
600 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Leben und Werk Mechthilds von Magdeburgs, einer der bedeutensten deutschen Mystikerinnen. Insbesondere ihre kirchenkritischen Passagen im Fließenden Licht der Gottheit werden eingehend untersucht.
Schlagworte
Kirchenkritik, Mechthild, Magdeburg, Frauenschicksale, Zeit, Hundertjährigen, Krieges
Arbeit zitieren
Lars-Marten Nagel (Autor), 2003, Die Kirchenkritik bei Mechthild von Magdeburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14565

Kommentare

  • Gast am 10.12.2013

    Viel zu kurzer Anteil zur betitelten Kirchenkritik. Noch dazu sehr oberflächlich.Der Autor setzt sich mehr mit ihren Lebensumständen auseinander und erklärt lang und breit seine Vorgehensweise.

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