Der katholische Pfarrer und Dechant, Karl-Andreas Krieter (1890-1963) galt vielen Menschen seiner Zeit als liebenswerte und bedeutende Persönlichkeit. Er wurde wegen seiner Verdienste um den Bau des Krankenhauses „Groß-Sand“ in Hamburg-Wilhelmsburg mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet. Eine Straße im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ist nach ihm benannt. Der Bischof von Hildesheim ehrte Karl-Andreas Krieter mit dem Titel „Geistlicher Rat“.
Karl-Andreas Krieter wirkte von 1923 bis 1934 in Harburg-Wilstorf als Pastor der Kirchengemeinde St. Franz-Josef. Dieser Abschnitt seines Lebens wird hier beschrieben.
Vom Oktober 1934 bis zum August des Jahres 1961 war Karl-Andreas Krieter Pfarrer der St. Bonifatius-Gemeinde in Hamburg-Wilhelmsburg. 1944 wurde er Dechant des Dekanates Lüneburg / Harburg. Während der 27 Jahre, die er als Pfarrer und Dechant in Wilhelmsburg tätig war, erlebte Karl-Andreas Krieter die Diktatur Adolf Hitlers, den Zweiten Weltkrieg und die Anfangsjahre der Bundesrepublik Deutschland.
Der hier vorliegende zweite Teil seiner Biografie gewährt beispielhaft Einblick in das kirchliche und weltliche Leben dieser drei Zeitabschnitte.
Im Jahre 1995 wurde das Erzbistum Hamburg gegründet. Ihm wurden alle katholischen Kirchengemeinden auf dem Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg zugewiesen. Die Mehrheit dieser Kirchengemeinden gehörte bis dahin zum Bistum Osnabrück. Dagegen gehörten die Kirchengemeinden in Wilhelmsburg und Harburg zum Bistum Hildesheim. Dadurch ist die Geschichte der Hildesheimer Gemeinden in Hamburg verständlicherweise wenig bekannt.
Das vorliegende Werk schließt diese Wissenslücke. Zugleich mit diesem Detail der katholischen Kirchengeschichte des Stadtstaates und des Erzbistums Hamburg werden hier Details der Ortsgeschichte der Hamburger Stadtteile Wilhelmsburg und Harburg veröffentlicht, die noch nicht erforscht und beschrieben waren.
Die vorliegende Biografie des Karl-Andreas Krieter ist in besonderem Maße bemüht, die historischen Quellen selbst reden zu lassen. Hoffentlich regt dieses Quellenmaterial, das bislang im Verborgenen ruhte, zu weiteren Forschungen auf dem Gebiet der katholischen Kirchengeschichte Hamburgs an.
Inhaltsverzeichnis
1. Pastor Krieter wird Pfarrer der Gemeinde St. Bonifatius in Harburg-Wilhelmsburg.
1.1 Das Angebot des Bischofs
1.2 Die Zusage
1.3 Die Unterschriftensammlung des Kirchenvorstehers Born
1.4 Unangenehme Hinterlassenschaften
1.5 Die Geschichte und die soziale Struktur der Gemeinde St. Bonifatius
1.6 Die Amtseinführung
2. Pfarrer Krieter richtet sich in St. Bonifatius ein.
2.1. Alltag im Pfarrhaus
2.2 Die Organisation der pastoralen Arbeit
2.3 Die weltlichen Mitarbeiter
3. Das erste Jahr im Amt des Pfarrers von St. Bonifatius
3.1 Nationalsozialistischer Geist in der katholischen Schule
3.2 Die Nutzung der „Höpenwiese“
3.3 Bauliche Mängel an der Bonifatiuskirche, am Kirchplatz und am Pfarrhaus
3.4 Advent und Weihnachten 1934
3.5 Die „Kindersegnung“ am Fest der unschuldigen Kinder
3.6 Anordnungen zum Gebet, zum Glockenläuten und zum Beflaggen der Bonifatiuskirche
3.7 Karitatives Wirken
3.8 Der erste Besuch des Bischofs Joseph-Godehard in Harburg-Wilhelmsburg
3.9 Sorgen um das Weiterleben der Bekenntnisschule
3.10 Nur „rein-religiöse“ Jugendarbeit ist noch erlaubt.
3.11 Die „Wandernde Kirche“
3.12 NS-Lügengeschichten über einen Bischof und einen Generalvikar
3.13 Kirchliche Feiern in Harburg-Wilhelmsburg
3.14 Pfarrer Krieter, ein pragmatischer Seelsorger
3.15 Pfarrer Krieter macht sich beliebt.
3.16 Die Sitzung des Kirchenvorstandes im Juli 1935
4. Die Kapläne der Jahre 1935 bis 1940
4.1 Der Abschied von Kaplan Konrad Dorenkamp
4.2 Kaplan Johannes Wosnitza
4.2.1 Finanzielle Verhandlungen mit dem Generalvikariat wegen des Kaplans Wosnitza
4.2.2 Kaplan Wosnitza zu Beginn seiner Zeit in St. Bonifatius
4.3 Joseph Krautscheidt, Kaplan für die „Wandernde Kirche“
4.4 Kaplan Antonius Holling
5. Die Jahre der Bedrängnis, 1936 bis 1939
5.1 Seelsorgerliche Anstrengungen
5.2 Die Bischöfe und die Rheinlandbesetzung
5.3 Beleidigt und verleumdet
5.4 Die Bischöfe bieten der NS-Regierung vergeblich ein Bündnis an.
5.5 In die Sonderstellung gedrängt
5.6 Das „St. Willehadstift“ schafft Sorgen.
5.7 Die Enzyklika „Mit brennender Sorge …“
5.8 Der Kampf gegen erneute Verleumdungen
5.9 Drohungen des Reichsstatthalters Kaufmann
5.10 Das Ende der katholischen Schulen in Wilhelmsburg und Harburg
5.11 Das kirchliche Leben geht dennoch weiter.
5.11.1 Jubel in St. Franz-Josef
5.11.2 Bautätigkeiten in St. Bonifatius
5.12 Rückblick auf die „große Politik“ der Jahre 1936 bis 1939
6. Während des 2. Weltkrieges
6.1 Erste Auswirkungen des Krieges in St. Bonifatius
6.2 Priesterjubiläum im zweiten Kriegsmonat
6.3 Gebote, Verbote, Anordnungen und Bekanntgaben
6.4 Das Jahr 1940
6.4.1 Einschränkungen im Alltagsleben und Sorgen wegen Zusatzkosten für die Kirchenkasse
6.4.2 Kaplan Holling wird versetzt.
6.4.3 Pfarrer Friedrich Schmidts wird Nachfolger des Dechanten Carl Kopp.
6.4.4 Die ersten Bomben fallen auf Hamburg.
6.4.5 Primiz am Morgen nach dem Luftangriff
6.4.6 Kaplan Wosnitza wird versetzt.
6.4.7 Die Weihe der Gemeinde St. Bonifatius an die Gottesmutter
6.4.8 Der Zorn des Dr. Offenstein
6.4.9 Rückblick auf das Jahr 1940
6.5 Das Jahr 1941
6.5.1 Die Luftangriffe gehen weiter.
6.5.2 Die Kinderlandverschickung
6.5.3 Die seelsorgerliche Betreuung dienstverpflichteter Ausländer
6.5.4 Der Hirtenbrief der deutschen Bischöfe vom 26. 6. 1941
6.5.5 Der „Klostersturm“
6.5.6 „Euthanasie“; die dritte Predigt des Bischofs von Münster
6.5.7 Rettung aus der psychiatrischen Anstalt Lüneburg
6.5.8 Pater Jussen kommt, Kaplan Surkemper wird versetzt
6.5.9 Rückblick auf das Jahr 1941
6.6 Das Jahr 1942
6.6.1 Die Gemeinde „opfert“ Kirchenglocken.
6.6.2 Gedanken und Trostworte zum Soldatentod
6.6.3 Wahrzeichen der Angst an der „Heimatfront“
6.6.4 Nachbesserungen an der Verdunkelungseinrichtung der Bonifatiuskirche
6.6.5 Folgen einer Denunziation
6.6.6 Seelische und körperliche Anforderungen bis an die Grenze der Belastbarkeit
6.6.7 Der sorgenerfüllte Dezember 1942
6.6.8 Freude am Engagement der Pfarrjugend
6.6.7 1943, das „Jahr des Schreckens“
6.7.1 Stalingrad und der Umgang mit der militärischen Niederlage bei Katholiken und Nationalsozialisten
6.7.2 Die Bomben- und Brandkatastrophe für Hamburg
6.7.3 „Bereitseinkönnen zum Sterben“ und das Gebet für den Frieden der Völker
6.7.4 Die Versetzung des Pfarrers Wüstefeld
6.7.5 Nachrichten von den Verwandten
6.7.6 Die letzten Monate des Jahres 1943
6.8 Das Jahr 1944
6.8.1 Das Kriegsgeschehen und die Folgen für den Gottesdienst
6.8.2 Unglückswochen für die Kirchengemeinde St. Bonifatius im Juni und August 1944
6.8.3 Pfarrer Krieter wird Dechant des Dekanates Lüneburg.
6.8.4 Die Unglückswochen für die Kirchengemeinde St. Maria in Harburg
6.9 In Erwartung des Kriegsendes
6.9.1 Erneutes Unglück für St. Bonifatius
6.9.2 Die Woche nach dem 31. 3. 1945
6.9.3 Während der letzten Tage des Krieges
7. Dechant Krieter in den ersten Nachkriegsjahren
7.1 Neue Personen in der Regierung und Verwaltung Hamburgs
7.2 Der Wiederaufbau des religiösen Lebens und karitative Anstrengungen
7.3 Die Stellungnahme der Bischöfe zur „Hitlerzeit“ und ihre „Grundsätze des religiösen Lebens nach Kriegsende“.
7.4 Die Bonifatiuskirche wird restauriert.
7.5 Keine Kontinuität auf den Kaplanstellen
7.6 Senator Velthuysen macht der Bonifatiusgemeinde ein Geschenk.
7.7 Zwei Briefe von Bischof Joseph-Godehard
7.8 Die Wiedereinrichtung der katholischen Schulen in Wilhelmsburg und Harburg
7.9 Dechant Krieter bestellt Andreas Nolte zum Rektor der Bonifatiusschule.
7.10 Die Gründung des Krankenhauses Groß-Sand
7.11 Dechant Krieter und die besonderen Nöte der ersten Nachkriegszeit
7.11.1 Die Entnazifizierung
7.11.2 Die Hunger- und Kältekatastrophe 1946 / 1947
7.11.3 Die Währungsreform
7.12 Die Verwandten während der ersten Nachkriegszeit
8. Jahre der Zufriedenheit und Kontinuität
8.1 Dechantentätigkeit
8.2 Die Kapläne Rademacher, Goedde und Hölsken
8.3 Verzicht auf die Privatsphäre und Kapitulation vor der Aufgabe, Pflegevater zu sein
8.4 Die Bauvorhaben der Fünfziger Jahre
8.4.1 Der Bau des neuen Gemeindehauses
8.4.2 Die Erweiterung des Krankenhauses
8.5 Freude über den Priesternachwuchs aus der Bonifatiusgemeinde
9. Schwere Prüfungen in den letzten Amtsjahren
9.1 Körperliche Beschwerden
9.2 Zwei „schwierige“ Kapläne
9.3 Der Tod des Rektors Nolte
10. Zustimmung zur Wiedereinrichtung des Sportvereins DJK-Wilhelmsburg
11. Silbernes Ortsjubiläum und unerwartete Ehrungen
12. Die Bitte um Versetzung in den Ruhestand
13. Ruhestand in Hilkerode
14. Tod, Bestattung und Nachrufe
Zielsetzung & Themen
Das Werk beleuchtet das Leben und Wirken von Pfarrer Karl-Andreas Krieter während seiner Zeit als Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius in Hamburg-Wilhelmsburg in den Jahren 1934 bis 1961. Es zeichnet ein detailliertes Bild der Herausforderungen durch die nationalsozialistische Diktatur, den Zweiten Weltkrieg, die unmittelbare Nachkriegszeit sowie den Wiederaufbau in den fünfziger Jahren.
- Die seelsorgerliche Arbeit und Gemeindeverwaltung unter den Bedingungen der NS-Herrschaft.
- Das kirchliche Vereinswesen und die soziale Struktur der Gemeinde St. Bonifatius.
- Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges, insbesondere Luftangriffe und deren Folgen für Kirche und Gemeinde.
- Der mühsame Wiederaufbau des religiösen Lebens und der Infrastruktur, wie Kirchenrestaurierung und Krankenhausgründung, nach dem Krieg.
- Die persönlichen Belastungen und das familiäre Umfeld von Pfarrer Krieter in dieser bewegten Epoche.
Auszug aus dem Buch
1. Pastor Krieter wird Pfarrer der Gemeinde St. Bonifatius in Harburg-Wilhelmsburg.
Seit dem 1. Oktober 1923 war Karl-Andreas Krieter Pastor der Gemeinde St. Franz-Josef in Harburg-Wilstorf. Im Jahre 1931 bat er den damaligen Bischof von Hildesheim, Dr. Nikolaus Bares, zum ersten Mal um Versetzung und um Zuteilung einer Pfarrerstelle - am liebsten in seiner Heimat, auf dem Eichsfeld. Bischof Nikolaus bot ihm eine Pfarrvikar-Stelle in Groß-Ilsede an. Diese Stelle - zwischen den Städten Hildesheim und Peine gelegen - wollte und konnte Karl-Andreas Krieter nicht annehmen.
Seine weiteren Bitten um Versetzung, die er im Januar und August 1933 schriftlich und im September 1933 sogar mündlich seinem Bischof vortrug, wurden nicht erhört.
Am 16. Dezember 1933 wurde Dr. Bares von Papst Pius XI. zum Bischof von Berlin ernannt. Der Bischofssitz in Hildesheim war vorerst vakant. Deswegen wandte sich Karl-Andreas Krieter mit dem nächsten Schreiben, das den Wunsch nach Versetzung aussprach, an den Generalvikar des Bistums, an Dr. Otto Seelmeyer. Sein Schreiben ist auf Montag, den 4. Juni 1934, datiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Pastor Krieter wird Pfarrer der Gemeinde St. Bonifatius in Harburg-Wilhelmsburg.: Beschreibt die Versetzung von Pfarrer Krieter von Harburg-Wilstorf nach St. Bonifatius und seine Bemühungen um eine neue Pfarrstelle in schwierigen Zeiten.
2. Pfarrer Krieter richtet sich in St. Bonifatius ein.: Schildert den Beginn seiner Tätigkeit, den Alltag im Pfarrhaus und die Organisation der pastoralen Arbeit sowie die ersten Kontakte.
3. Das erste Jahr im Amt des Pfarrers von St. Bonifatius: Dokumentiert die Herausforderungen durch den nationalsozialistischen Einfluss in der Schule, bauliche Sorgen und das Gemeindeleben im ersten Jahr.
4. Die Kapläne der Jahre 1935 bis 1940: Behandelt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kaplänen und deren Einfluss auf die pastorale Arbeit in diesen Jahren.
5. Die Jahre der Bedrängnis, 1936 bis 1939: Beschreibt die zunehmende Bedrängnis der Kirche durch das NS-Regime, den Kampf um die Bekenntnisschulen und die politische Situation.
6. Während des 2. Weltkrieges: Dokumentiert die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die Gemeinde, einschließlich der Zerstörungen durch Luftangriffe und der schwierigen Versorgungslage.
7. Dechant Krieter in den ersten Nachkriegsjahren: Schildert den Wiederaufbau in der Nachkriegszeit, die Entnazifizierung und die Bemühungen um die Wiedereinrichtung katholischer Schulen.
8. Jahre der Zufriedenheit und Kontinuität: Behandelt die Zeit der Konsolidierung, das Engagement in der Kolpingfamilie und den Bau des neuen Gemeindehauses sowie des Krankenhauses.
9. Schwere Prüfungen in den letzten Amtsjahren: Beschreibt die gesundheitlichen Probleme, Personalfragen und den Tod naher Mitarbeiter in der letzten Amtsphase.
10. Zustimmung zur Wiedereinrichtung des Sportvereins DJK-Wilhelmsburg: Berichtet über die Wiedergründung des Sportvereins nach dem Krieg.
11. Silbernes Ortsjubiläum und unerwartete Ehrungen: Feiert das 25-jährige Jubiläum des Wirkens in Wilhelmsburg und würdigt die Anerkennung für Pfarrer Krieter.
12. Die Bitte um Versetzung in den Ruhestand: Schildert den Wunsch von Pfarrer Krieter nach dem Eintritt in den Ruhestand.
13. Ruhestand in Hilkerode: Dokumentiert das Leben von Pfarrer Krieter in seinem Heimatort nach der Emeritierung.
14. Tod, Bestattung und Nachrufe: Beschreibt das Lebensende von Pfarrer Krieter, sein Begräbnis und die Würdigungen seines Wirkens.
Schlüsselwörter
Karl-Andreas Krieter, St. Bonifatius Wilhelmsburg, Harburg, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, katholische Kirche, Seelsorge, Bekenntnisschule, Nachkriegszeit, Wiederaufbau, Krankenhaus Groß-Sand, Pfarrer, Dechant, Glaubensleben, Zeitzeugenberichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit zeichnet die Lebensgeschichte des Pfarrers Karl-Andreas Krieter nach, insbesondere sein Wirken in der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Hamburg-Wilhelmsburg während der politisch und gesellschaftlich bewegten Zeit von 1934 bis 1961.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Gemeindeleben, der Widerstand und die Anpassung im Nationalsozialismus, die seelsorgerliche Arbeit unter Kriegsbedingungen sowie der mühsame Wiederaufbau der kirchlichen Infrastruktur in der Nachkriegszeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, das Leben und Wirken von Pfarrer Krieter zu dokumentieren und damit zugleich einen Beitrag zur Zeitgeschichte der katholischen Kirchengemeinde Wilhelmsburgs zu leisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgreifenden Quellenanalyse, darunter Akten aus dem Archiv der Kirchengemeinde St. Bonifatius, Bistumsakten sowie zahlreiche Zeitzeugenberichte, die das Wirken von Pfarrer Krieter dokumentieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Epochen: Von Krieters Amtsantritt 1934 über die Jahre der NS-Bedrängnis und des Zweiten Weltkriegs bis hin zum Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren und dem Ruhestand.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Karl-Andreas Krieter, Wilhelmsburg, Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, katholische Seelsorge und Wiederaufbau.
Wie ging Pfarrer Krieter mit der NS-Regierung um?
Krieter versuchte, die Belange seiner Gemeinde und der Kirche innerhalb des engen Spielraums der NS-Diktatur zu wahren. Dabei agierte er pragmatisch und vorsichtig, ohne jedoch seine grundlegende seelsorgerliche Verantwortung aufzugeben.
Welche Bedeutung hatte das Krankenhaus Groß-Sand?
Das von Krieter initiierte Krankenhaus war ein zentrales Projekt des Wiederaufbaus in Wilhelmsburg. Es schuf eine dringend benötigte medizinische Infrastruktur nach der vollständigen Zerstörung des vorherigen Krankenhauses im Krieg.
Wie reagierte die Gemeinde auf die Luftangriffe?
Die Gemeinde erlebte die Luftangriffe mit großer Angst, passte jedoch ihr religiöses Leben (z.B. Gottesdienstzeiten) an, suchte in Not Schutz und versuchte, trotz der Zerstörungen und Verluste durch gemeinsamen Zusammenhalt und Gebet weiterzumachen.
Was passierte mit der Bekenntnisschule unter den Nationalsozialisten?
Die Bekenntnisschule wurde systematisch von den Nationalsozialisten bekämpft und schließlich 1939 in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt, was Pfarrer Krieter scharf kritisierte und wogegen er vergeblich protestierte.
- Arbeit zitieren
- Ulrich Krieter (Autor:in), 2010, Karl-Andreas Krieter. Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius in Hamburg-Wilhelmsburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145697