Global Cities - Ein Vergleich der Städte Frankfurt am Main und Berlin

Gemeinsamkeiten und Unterschiede von New York, Paris, London und Tokio


Masterarbeit, 2009

82 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Global City – Begriffserläuterung und -abgrenzung
2.1 Wissenschaftshistorische Entwicklung
2.2 Globalisierung als Voraussetzung für die Entwicklung von Global Cities
2.3 Begriffsdefinitionen

3. Charakteristika der Global Cities
3.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
3.2 Probleme von Global Cities

4. Entwicklung der Städte Frankfurt/Main und Berlin seit 1945
4.1 Geschichte der Stadt Frankfurt/ Main nach dem 2. Weltkrieg
4.2 Die Entwicklung der Stadt Berlin nach 1945

5. Vergleich der Städte Frankfurt/Main und Berlin
5.1 Kriterium Finanzen
5.2 Kriterium Wirtschaft
5.3 Kriterium Politik
5.4 Kriterium Verkehr
5.5 Kriterium Kultur
5.6 Kriterium Medien

6. Fazit

7. Erklärung

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang

1. Einleitung (FW)

Der 10. Oktober 2008 ging als zweiter Schwarzer Freitag nach 1929 in die Ge-schichte der Weltwirtschaft ein. Die Börsenkurse brachen weltweit um 18,2 % ein, so drastisch wie seit der Weltwirtschaftskrise von 1929-33 nicht mehr.[1] Aus der Immobilien- und Hypothekenkrise, die in den Vereinigten Staaten ihren Ursprung nahm, entwickelt sich verstärkt seit 2006 die heutige Finanzkrise. Von Juni 2006 bis Dezember 2008 betrug der Preisrückgang der Immobilienpreise in den USA 28%, was einen Wertverlust von 7,1 Billionen US-Dollar bedeutete. Viele Hausbesitzer konnten ihre Hypotheken nicht mehr zurückzahlen und gerieten in die Überschuldung. Die Konsequenzen spürten vor allem die amerikanischen Finanzinstitute. Da die Banken in den Vereinigten Staaten die Hauptfinanziers des Weltkapitalmarktes sind, waren die Konsequenzen für den weltweiten Finanzmarkt dramatisch. Die Folgeeffekte, die sich von der Real- und Finanzwirtschaft über das globale System ausgebreitet haben, führten weltweit zu massiven Vermögensverlusten.[2] Die Finanzkrise von 2008 hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark das globale Finanz- und Wirtschaftssystem zusammenhängt und die Weltwirtschaft voneinander abhängig ist. Besonders die stark vernetzten multinationalen Unternehmen und exportierenden Länder sind von der Finanzkrise betroffen. Laut einer Studie von Experten der Commerzbank belaufen sich die Kosten auf circa 1.500 US-Dollar pro Erdbewohner, was einer Gesamtsumme von über zehn Billionen US-Dollar entspricht. Diese Summe setzt sich aus folgenden drei Einflussfaktoren zusammen: Circa 1.600 Milliarden US-Dollar Verlust entfallen auf Abschreibungen und Pleiten der Banken. Durch die Immobilienkrise entstehen rund 4.600 Milliarden US-Dollar Schulden und der daraus resultierende Einbruch der Weltwirtschaft kostet etwa 4.200 Milliarden US-Dollar.[3]

Dieser Prozess wird von Unternehmen in einigen wenigen Städten, die eine besondere Bedeutung für die globale Ökonomie haben, kontrolliert. Saskia Sassen bezeichnet solche Städte, welche die Weltwirtschaft kontrollieren und steuern als Global Cities. Sie charakterisiert sie als Kommandozentralen der Weltwirtschaft.[4] Global Cities sind aus der heutigen Weltwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Doch wodurch zeichnen sich diese Städte im Einzelnen aus und welche Städte gehören dazu? Um zu diesem speziellen Kreis zu gehören, müssen die Städte bestimmte Kriterien erfüllen. Unter anderem zählen wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Aktivitäten und Angebote zu den entscheidenden Kriterien.

Es gibt jedoch eine Vielzahl differenzierter Definitionen in Bezug auf den Begriff Global City. Die Forschung ist sich dahingehend einig, dass Global Cities Hauptsitz von transnationalen Unternehmen, bedeutende Finanzzentren, Standort eines ausgeprägten Dienstleistungssektors, Sitz internationaler Unternehmen und Knotenpunkt von internationalen Transport- und Verkehrslinien sein müssen.[5] Obwohl die Weltstadtforschung 1915 durch die Arbeiten von Geddes eingeleitet wurde und diese immer weiter differenziert wurden, setzte die Global-City-Forschung intensiv seit den 1980er-Jahren ein. Dieser Zeitpunkt korreliert mit dem verstärkt auftretenden Globalisierungsprozess. Diese Entwicklung macht die heutige Bedeutung der Global Cities überhaupt möglich. Der Globalisierungsprozess ist demnach als internationaler Verflechtungsprozess des Kapitals, der Arbeitsmärkte, des Handels, des Verkehrs und der Kommunikation zu verstehen. Güter werden dort produziert, wo es am günstigsten ist und dort verkauft, wo der größte Profit zu erzielen ist. Der Globalisierungsprozess nimmt an Intensität ständig zu und erscheint unumkehrbar.[6] Die Arbeiten von Friedmann/Wolff (1982 und 1986) und Sassen (1991) sind für die heutige Begriffsdefinition der Global Cities wegweisend. Sie stellten Kriterien und Bedingungen auf, wann man Städte als Global Cities bezeichnet. Diese Kriterien basieren auf der historischen Weltstadtforschung von Geddes, Olbricht und Hall. Ferner versuchen sie diese Städte zu hierarchisieren, um dadurch die Führungspositionen einiger Städte zu belegen und darzustellen. In der Forschungsliteratur herrscht lediglich Einigkeit darüber, dass die Städte New York, London und Tokio eindeutig den Global Cities zugeordnet werden können. Hierzu bemerkt Clark:

„By virtue of their concentration of globally important institutions and organisations these three cities are the principal command and control points of international business and commerce.“[7]

Es gibt viele Städte, die sich gerne als Global Cities bezeichnen oder dazugehören möchten. Frankfurt/Main wird zurzeit meist als einzige Stadt Deutschlands in der Forschung als Global City aufgeführt. Aber selbst diese Zugehörigkeit ist in der Forschungsliteratur umstritten, da es eine hohe Diskrepanz in den Definitionen des Begriffes Global Cities gibt. Frankfurt/Main wird nicht selten als Mainhatten in Analogie zum wirtschaftsstarken New Yorker Stadtteil Manhattan bezeichnet. Keiner der seit den 1980er-Jahren führenden Experten auf dem Gebiet der Global-City-Forschung ordnet die deutsche Hauptstadt Berlin dieser Gruppe zu.[8] Aufgrund des Konfliktes zwischen den Ost- und Westmächten kam Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg eine besondere Stellung zu. Die Teilung Berlins im Zusammenhang mit dem Ost-West-Konflikt führte dazu, dass Berlin zwar ein politischer und strategisch bedeutender Standort war, sich jedoch für die Weltwirtschaft als uninteressant darstellte. Nach dem Ende des Kalten Krieges musste sich Berlin einem langanhaltenden Restaurierungs- und Findungsprozess unterziehen. Dieser fast 20-jährige Prozess scheint nun abgeschlossen zu sein und die Stadt versucht sich durch verschiedene Projekte und Investitionen als Standort für die Weltwirtschaft attraktiver zu machen.

Diese Masterarbeit befasst sich mit einem Vergleich der Städte Frankfurt/Main und Berlin bezüglich der Erfüllung der Global-Cities-Kriterien. Untergliedert ist diese Arbeit in vier Kapitel. Anfangs wird der Begriff Global Cities definiert. Es werden die Merkmale der Global Cities, die von den bedeutenden Experten aufgestellt wurden, vorgestellt und miteinander verglichen. Zum einen wird Bezug auf die wissenschaftshistorische Entwicklung der Weltstadtforschung genommen und zum anderen werden die Einflüsse und Konsequenzen des Globalisierungsprozesses auf die Entwicklung beziehungsweise Herausbildung der Global Cities dargestellt. Im zweiten Kapitel werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der bekannten Global Cities aufgeführt. Dies wird anhand der Städte New York, London, Tokio und Paris erfolgen. Außerdem wird Frankfurt/Main hinsichtlich des späteren Vergleiches mit Berlin bei der Erläuterung berücksichtigt. Diese Städte haben sowohl Parallelen und Abweichungen in Bezug auf die Weltwirtschaft und Politik, als auch vergleichbare soziale Probleme. Die beiden anschließenden Kapitel widmen sich einem Vergleich der Städte Frankfurt/Main und Berlin. Die Gegenüberstellung wird vor dem Hintergrund feststehender Kriterien bezüglich der Zugehörigkeit zur Gruppe der Global Cities dargestellt. In einem ersten Schritt werden die unterschiedlichen Entwicklungen der beiden deutschen Städte nach dem Zweiten Weltkrieg verdeutlicht, um zu zeigen, weshalb Frankfurt/Main sich zu einer global bedeutenden Stadt entwickelte und Berlin dies in Hinsicht auf die Weltwirtschaft nicht schaffte. Es wird die Frage geklärt, warum die historisch bedeutendere Stadt Berlin in der globalen Wirtschaftswelt keine bis wenig Beachtung findet. Im vierten Kapitel werden die Städte Frankfurt/Main und Berlin im Hinblick auf die im ersten Kapitel beschriebenen Kriterien ausführlich miteinander verglichen. Hierzu werden die sechs folgenden Bereiche herangezogen: Finanzen, Wirtschaft, Politik, Verkehr, Kultur und Medien. Diese Merkmale sollen helfen, die Städte Frankfurt/Main und Berlin nach ihrer globalen Bedeutung weltweit einzuordnen. Berlin ist auf dem Weg Frankfurt/Main mit dem Status der einzigen deutschen Global City abzulösen. Frankfurt/Main wird weiterhin das Finanzzentrum und zentraler Verkehrsknotenpunkt Deutschlands bleiben, jedoch hat Berlin Frankfurt/Main in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Medien ein- beziehungsweise überholt. Diese Annahmen stellen die Intention dieser Arbeit dar und werden anhand eines direkten Vergleiches überprüft.

Für die Definitionen der Begrifflichkeiten dienen als Literatur primär die Veröffentlichung The World City Hypothesis von John Friedmann, die verschiedenen Arbeiten von Saskia Sassen und das Buch Metropolen – Megastädte – Global Cities von Dirk Bronger. Um die Geschichte der Städte Frankfurt/Main und Berlin darzustellen, dienen die offiziellen Internetauftritte der beiden Städte als primäre Quellen. Die Internetpräsenzen helfen auch bei dem Vergleich der Global-City-Kriterien. Darüber hinaus spielen bei der Gegenüberstellung diverse Artikel, die in der Geographischen Rundschau erschienen sind, eine Rolle. Hierbei sind die Autoren Ruth Bördlein für Frankfurt/Main und Stefan Krätke für die deutsche Hauptstadt Berlin hervorzuheben.

Aufgrund prüfungsspezifischer Vorgaben muss bei den einzelnen Kapiteln deutlich gemacht werden, wer diese verfasst hat. Diese Kennzeichnung wird hinter den jeweiligen Kapitelüberschriften zu erkennen sein. Das Kürzel JL weist darauf hin, dass Jens Lienemann den folgenden Abschnitt geschrieben hat. Die Abkürzung FW deklariert Friedrich Woywod als Verfasser. Diese Kürzel sind jeweils für die kompletten Kapitel beziehungsweise Unterkapitel gültig.

2. Global City – Begriffserläuterung und –abgrenzung (JL)

In diesem Kapitel wird der Begriff Global City dargestellt. In der Forschungsliteratur wird zwischen Weltstädten und Global Cities deutlich unterschieden. Daher ist es im Vorfeld notwendig, die Begriffe eindeutig zu definieren. Weltstädte gab es bereits in der Antike, die bekanntesten waren Rom, Athen und Babylon. Babylon war ca. 600 v. Chr. die erste und damit älteste Weltstadt. Der gewerbliche und kulturelle Einfluss reichte vom Indus bis nach Ägypten. Die nächste einflussreiche Stadt der Weltgeschichte war Rom. Das Herrschaftsgebiet Roms erstreckte sich über drei Kontinente – Europa, Asien und Afrika.

Auffallend ist, dass sich in den jeweiligen Einflussregionen der Weltstädte auch die Weltgeschichte abspielte. Sie eroberten andere Länder, Städte oder Gebiete und überzogen diese mit ihrem eigenen Handelssystem. An dieser Vorgehensweise hat sich prinzipiell bis heute nicht viel verändert, lediglich die Art und Weise ist eine andere.[9] Im gesamten Mittelalter konnte sich keine Weltstadt herausbilden, da sich das Leben in dieser Epoche vorwiegend ländlich und lokal beschränkt abspielte.[10]

Saskia Sassen prägte in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts den Begriff Global Cities. Der ab diesem Zeitpunkt verstärkt auftretende Globalisierung sollte somit Rechnung getragen werden. Ihre Intention war, „eine Differenz zu benennen, nämlich die Besonderheit des Globalen wie es in der Gegenwart seine Strukturen gewinnt“[11]. Global bedeutet wörtlich weltumspannend. Die wörtliche Übersetzung lässt schon auf die Bedeutung der Global Cities schließen. Im Folgenden wird zunächst die wissenschaftshistorische Entwicklung der Global-City-Forschung beschrieben, anschließend werden die verbreiteten Begriffe Global Cities, World Cities, Megastädte und Metropolen erläutert. Hierbei findet unter anderem eine Abgrenzung der oben angeführten Begriffe statt. Auf die Definition des Begriffes Global City wird in den Kapiteln 2 und 3 Bezug genommen. Anhand dieser Definitionen und deren Ausprägungen wird der Vergleich der Städte Frankfurt/Main und Berlin vorgenommen.

2.1 Wissenschaftshistorische Entwicklung (JL)

Patrick Geddes schrieb 1915 erstmals von weltweit bedeutenden Städten, in denen die wichtigsten Weltgeschäfte abgewickelt wurden. Hierzu bemerkt Peter Hall:

„There are certain great cities, in which a quite disproportionate part of the world’s most important business is conducted. In 1915 the pioneer thinker and writer on city and regional planning, Patrick Geddes, christened them the world cities.”[12]

Damit begann die wissenschaftliche Erforschung der Weltstädte. Geddes stellte dadurch zum ersten Mal die Bedeutung gewisser Städte für die Weltwirtschaft in den Mittelpunkt. Tiefergehende Überlegungen machte sich 1933 Konrad Olbricht. Er definiert Weltstädte als Metropolen, die in der Politik und Wirtschaft eine herausragende Rolle spielen. Die Börsen solcher Städte müssten maßgebend für die Währungen der Länder sein, deren Währungsschwankungen die gesamte Weltwirtschaft erheblich beeinflussen könnten. Für Olbricht entsprechen die Städte New York, London, Paris, Chicago, Tokyo, Shanghai und Berlin diesen Kriterien. Ferner seien die genannten Städte auch Mittelpunkte des künstlerischen und wissenschaftlichen Lebens.[13] Auf der Analyse von Olbricht wurden später die Gütekriterien der heutigen Global-City-Definitionen erarbeitet. Schon die ersten Forscher auf dem Gebiet der Weltstädte erkannten, dass es auf der einen Seite viele Gemeinsamkeiten unter den Global Cities gab, aber auf der anderen Seite diese Städte auch Differenzen aufwiesen. Die Forschungsansätze Olbrichts griff 1966 Peter Hall auf. Dieser gehört zu den bedeutendsten Gründervätern der Weltstadtforschung. Für Hall sind die Weltstädte in erster Linie „the major centres of political power“[14]. Er erwähnt aber auch die Wichtigkeit von den „headquartes of major industrial concerns“[15]. Für ihn sind die Regierungen und der weltweite Handel die wichtigsten Indikatoren, um als Weltstadt bezeichnet zu werden. Laut Hall gibt es aber noch zahlreiche weitere Faktoren, die Weltstädte auszeichnen. Bereits 1966 hebt er die besondere Stellung der Infrastruktur hervor. Die Städte müssten sowohl über ein gutes Schienennetz als auch über gut ausgebaute Straßen und eine Fluganbindung verfügen. Ferner seien die Angebote von Bildung, Museen und Konzerthäuser weitere Kriterien.[16] In den 1980er Jahren war John Friedmann maßgebend für die Weltstadtforschung. Die angesprochenen Städte stehen in der Einteilung des Sozialwissenschaftler Immanuel Wallerstein in einer raum-strukturierenden Hierarchie. Die Städte sind in „core, semi-peripherie, and peripherie“[17] eingeteilt. Hierbei haben Städte der jeweiligen Gruppe gemeinsame Merkmale. Lediglich in den ersten beiden Hierarchieebenen befinden sich World-Cities, die sich hinsichtlich der Funktion der Weltmarktintegration bestimmen. Diese hat besondere Auswirkungen auf die ökonomischen, politischen, sozialen sowie räumlichen Formen des Urbanisierungsprozesses.[18] Friedmann stellte 1986 gemeinsam mit Wolff die sieben Weltstadthypothesen auf:

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Abb. 1: Die sieben Weltstadthypothesen – Quelle: Friedmann 1986.

Bei den Thesen Friedmanns wird deutlich, dass dem Kapital und den weltweiten Finanzmärkten eine besondere Bedeutung zukommt. Global Cities seien die wichtigsten Orte der Konzentration und Akkumulation des internationalen Kapitals. Des Weiteren würden der Arbeitsmarkt und die Arbeitnehmer eine Rolle in den Weltstadthypothesen Friedmanns spielen. Weltstädte seien das Ziel nationaler und internationaler Migranten. Im ersten Punkt verweist Friedmann auf die Kontrollfunktion der Weltstädte in Bezug auf die neue internationale Arbeitsteilung. In der dritten Weltstadthypothese merkt Friedmann an, dass sich die Beschäftigungsstruktur verschiebt. Die „high level business“- Dienstleistungen sowie von diesen nachgefragten Dienstleistungen und der Bereich des internationalen Tourismus‘ seien drei wachsende Wirtschaftszweige. Parallel korreliere mit diesen ein abnehmender Bereich an industriellen Arbeitsplätzen. Durch den Bedarf an höherer sowie niederer Dienstleistungen entstehe eine soziale Polarisierung.[19] Beim fünften Punkt merkt Friedmann an, dass Weltstädte Zielorte von in- beziehungsweise ausländischer Migration seien. Mit der siebten Hypothese bedenkt Friedmann bereits die sozialen Folgen, wenn eine Stadt ein großes wirtschaftliches Wachstum hätte. Diese könnten sogar die Finanzkapazität des Staates gefährden. Es sei nicht der Produktionsort sondern die Kontrolle über die Produktion und der Märkte entscheidend.[20]

Da in den Weltstadthypothesen die Schwerpunkte auf dem Wirtschaftssektor und dem Finanzmarktsektor gelegt werden, fehlen in Friedmanns Thesen jegliche politische und kulturelle Indikatoren. Laut Friedmann streben alle Städte nach einer höheren Ranglistenposition. Dies sei vor allem auf Prestigegründe zurückzuführen, jedoch sei der Bedarf an Weltstädten begrenzt.[21] Joe Feagin und Michael Peter Smith unternahmen 1990 den Versuch, die Global Cities nach der Verteilung der Hauptsitze der 500 größten Unternehmen zu hierarchisieren. Diese Hierarchisierung solle nach dem Kriterium der Reichweite von den Kommandozentralen der Weltwirtschaft erfolgen. Feagin und Smith stellen die ökonomischen deutlich über die politischen Indikatoren.[22] Die beiden Forscher haben gezeigt, „auf wie vielfältige Weise die Weltwirtschaft ein integriertes weltweites, politisch-ökonomisches System ist, das durch multinationale Unternehmen zusammengehalten wird (…).“[23]

Wegweisend für die aktuelle Global-City-Forschung sind seit Ende der 1980er-Jahre und Anfang der 1990er-Jahre die Arbeiten von Saskia Sassen. Sassen lehrt zurzeit Soziologie an der University of Chicago und an der London School of Economics. Sassen prägte den Begriff Global Cities. Sie verortet

„das Aufkommen von Global Cities in diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund der ganzen Variationsbreite von Konkretisierungen strategischer Handlungsebenen und räumlicher Einheiten. Im Fall der Global Cities sind die Dynamiken und Prozesse, die territorialisiert werden, globaler Natur.“[24]

Laut Sassen sind Global Cities zentrale Standorte für hochentwickelte Dienstleistungen und Telekommunikationseinrichtungen. Der enorme Bedeutungsanstieg des Dienstleistungssektors ist typisch für Global Cities. Ferner haben die Global Cities eine Kontrollfunktion für die Weltwirtschaft. In den Global Cities konzentrieren sich vorwiegend die Konzernzentralen derjenigen Unternehmen, die weltweit operieren. Daher werden die Global Cities nach Sassen auch die Kommandozentralen der Weltwirtschaft genannt. Sie definiert die Global Cities nicht nur als Knotenpunkte für die weltweiten Steuerungsprozesse, sondern auch als wesentliche Produktionsstandorte. Hierzu zählen neben den industriellen Fertigungsprozessen auch spezielle Dienstleistungen für komplexe Unternehmen, Finanzinnovationen und deren Märkte sowie Produktinnovationen.[25] Sassen führt als einen neuen Indikator auf, dass ein jahrzehntelang entwickeltes Prestige bestimmter Standorte nicht zu unterschätzen sei.[26] Dies hat zur Folge, dass Unternehmen genau in solch hoch angesehenen Städten vertreten sein wollen, wenn nicht sogar müssen. Diese Ballung entsteht durch die Anwesenheit des wissenschaftlichen sowie wirtschaftlichen Knowhows und der hochqualifizierten Arbeitskräfte.

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Abb. 2: Weltstädte – World Cities – Global Cities in der Literatur – Quelle: Bronger 2004, S. 190.

In der Abbildung sind die oben erwähnten Städteforscher Olbricht, Hall, Friedmann und Sassen mit den jeweiligen Städten zu sehen, die von ihnen als Weltstädte beziehungsweise Global Cities eingeordnet werden. Auffällig ist, dass die Städte New York, London, Tokio und Paris bei den vier genannten Experten vertreten sind. Die anderen angeführten Städte sind von Forscher und ihren gewählten Charakteristika bezüglich der Weltstädte respektive Global Cities unterschiedlich. Im Hinblick auf diese Arbeit ist noch anzuführen, dass Berlin bis zur Errichtung der Mauer zu den sogenannten Weltstädten gezählt wurde. Im Anschluss daran fand Berlin in der Forschungsliteratur keine beziehungsweise geringe Beachtung. Frankfurt/Main wird hingegen seit den 1980er-Jahren bei Friedmann und Sassen als Global City eingestuft.[27]

Das Aufstellen von Global-City-Hierarchien war lange Zeit das Hauptarbeitsfeld der Experten. Bis heute existiert keine einheitliche Definition. Es gibt aber viele Indikatoren, die Global Cities auszeichnen, jedoch werden diese unterschiedlich gewichtet. Eine Definition sowie die Global-City-Hierarchien folgen in Kapitel 2.2 beziehungsweise Kapitel 3.

2.2 Globalisierung als Voraussetzung für die Entwicklung von Global Cities (JL)

Bevor der Begriff Global Cities definiert werden kann, müssen die Voraussetzungen für deren Existenz bestimmt werden. Der seit Anfang der 1980er-Jahre verstärkt einsetzende Prozess der Globalisierung macht die heutige Bedeutung der Global Cities erst möglich. Der Globalisierungsprozess ist demnach als internationaler Verflechtungsprozess des Kapitals, der Arbeitsmärkte, des Handels, des Verkehrs und der Kommunikation zu verstehen. Dieser Prozess nimmt an Intensität ständig zu und erscheint unumkehrbar.[28] Zu den wichtigsten Faktoren, die die Globalisierungsprozesse bedingen, zählen zum einen „der politisch motivierte Abbau von Mobilitätshemmnissen (bezüglich der Sachkapital-, Geldkapital- und Humankapitalmobilität)“[29] und zum anderen „eine Kette von Innovationen in den Kommunikations-, Informations- und Transporttechnologien“[30]. Die Globalisierung dient einem globalen grenzüberschreitenden Transformationsprozess auf der Grundlage der oben genannten Informations- und Kommunikationstechnologien. Diese Prozesse werden von multinationalen Konzernen voran getrieben. Sie haben das Ziel, alle ökonomischen und sozialen Bereiche sowie sämtliche Regionen in einen globalen Markt mit einzubeziehen. Diesen Prozessen liegt ein exzessiver Wettbewerb zu Grunde.

Ferner muss angemerkt werden, dass sich der tertiäre Sektor immer weiter ausdehnte. Der tertiäre Sektor inkludiert einerseits, wie oben bereits erwähnt, den Handel und Verkehr und andererseits die Nachrichtenübermittlung, Kreditinstitute, Versicherungsgewerbe und Dienstleistungen. Daher wird dieser auch als Dienstleistungssektor bezeichnet. Die Gründe für die enorme Aufwertung des tertiären Sektors sind vielfältig. Im Gegensatz zum primären und sekundären Sektor sind die Produktivitätssteigerungen durch Rationalisierungsmaßnahmen oder Maschineneinsätze nur begrenzt möglich. Dies hat einen hohen Bedarf an Arbeitskräften zur Folge. Ein weiterer Grund liegt darin, dass sich der Umfang vieler Dienstleistungen durch eine erhöhte Produktion und deren Verkauf ebenfalls erweitert. Außerdem besteht beim Dienstleistungssektor ein zusätzlicher Unterschied zu dem primären und sekundären Sektor. Die durch Unternehmen angebotenen Dienstleistungen müssen am selben Ort bearbeitet und verbraucht werden. Dies führt dazu, dass die angesprochenen Unternehmen sich an zentralen Orten der Weltwirtschaft, die über ein optimales Informations- und Kommunikationsnetz verfügen, ansiedeln. In der Regel sind dies Städte in Ballungsräumen oder Global Cities.[31] Neben dieser Etablierung an den strategisch bedeutenden Orten dieser Welt bauen die Dienstleistungsunternehmen ein weltweites Netzwerk untereinander auf. Somit findet nicht nur ein Austausch der ortsspezifischen Wissensressourcen statt, sondern es wird ein weltweiter Prozess des Informationsaustausches betrieben.[32]

Ein besonderes Merkmal des Globalisierungsprozesses ist die internationale Arbeitsteilung, die schon Karl Marx vor fast 150 Jahren prognostizierte. Dies bedeutet, dass die Unternehmen transnational agieren. Sie lassen ihre Waren in Ländern fertigen, in denen am günstigsten produziert werden kann. Diese Produktion findet überwiegend in den Entwicklungsländern statt, da dort Rohstoffe und die Entlohnung der Arbeitskräfte im Vergleich zu den Industrieländern deutlich niedriger sind. Diese Gegebenheit sowie den gesamten Globalisierungsprozess machten erst neue Kommunikationsmittel und Transporttechnologien möglich. Hierzu sind vor allem das Internet, welches die weltweite Vernetzung in kürzester Zeit bedeutet, und die Möglichkeit große Warenmengen günstig zu transportieren, unabdingbar. Dieses Phänomen beschreibt Steinbach als eine Verringerung der Interaktionszeiten und der Interaktionskosten.[33] Die zunehmende Internationalisierung der industriellen Produktionsprozesse bildet einen zentralen Bestandteil ökonomischer Globalisierung. Besonders die arbeitsintensiven Prozesse werden aus den industriellen Kernländern ausgelagert.[34] Die diversen Herstellungsprozesse der Produkte sowie deren Transport und Vertrieb müssen in der Regel von einem zentralen Ort aus organisiert werden.

2.3 Begriffsdefinitionen (FW)

In diesem Kapitel werden die Begriffe Global Cities, Weltstädte, Megastädte und Metropolen beschrieben und voneinander abgegrenzt. Auf diese Definitionen wird im weiteren Verlauf der Arbeit Bezug genommen. Wie in Kapitel 2.1 bereits erwähnt, sind Global Cities laut Sassen, „hoch konzentrierte Kommandozentralen in der Organisation der Weltwirtschaft“[35]. In solchen Städten haben die bedeutenden transnationalen Unternehmen ihre Hauptsitze. Sie sind Orte der Produktion von Gütern, schließen jedoch auch Innovationen in führenden Industriezweigen und Dienstleistungen mit ein. Ferner dienen sie als Märkte für produzierte Güter und Innovationen.

Sassen stellt fest, dass es keine feste Anzahl an Global Cities gebe. Lediglich New York, London und Tokio sind ihrer Meinung nach Städte, die diese Bezeichnung dauerhaft führen könnten. Seit den 1990er-Jahren sei der folgende Prozess beobachtbar. Eine steigende Zahl von Ländern versuche ihre Städte in das weltweite Netzwerk zu integrieren. So würden neue Global Cities oder Städte mit Global-City-Funktionen entstehen.[36]

Weiter bezeichnet der Begriff Global Cities Städte, die zentrale Standorte für hochentwickelte Dienstleistungen und Telekommunikationseinrichtungen sind. Diese sind für die Durchführung und das Management globaler Wirtschaftsaktivitäten unabdingbar. Dadurch, dass internationale Investitions- und Handlungstätigkeit hohe Finanzierungs- und Dienstleistungsangebote bedürfen, gibt es eine Verdichtung dieser Angebote in einigen wenigen großen Städten.[37] Dies bezieht sich vor allem auf qualitativ anspruchsvolle Dienstleistungen im Banken-, Telekommunikations-, Wissenschafts- und Versicherungsbereich. Das beträchtliche Angebot hoch spezialisierter Dienstleistungen zieht weitere Dienstleistungen an. Besonders im Bereich sozialer Dienstleistungen, Gebäudereinigung, Lagerhaltung und Sicherheitsfirmen erfährt der anspruchslose und schlecht bezahlte Dienstleistungssektor einen ungemeinen Aufschwung. Diese Entwicklungen haben weitreichende Folgen für die betroffenen Städte. Die weiteren Arbeitskräfte benötigen zusätzlichen Wohnraum, beanspruchen breitere Kultur, Sozial- und Freizeitaktivitäten und brauchen eine Aufwertung des Konsum- und Ausbildungsbereichs. Aufgrund dieser Spaltungstendenzen von hochspezialisierten Dienstleistern und gering bezahlten Angestellten spricht man oftmals von einer gespaltenen Stadt. Diese Erscheinung ist in den Global Cities sehr stark ausgeprägt.[38]

Feagin und Smith unternahmen 1990 einen Versuch, Städte im Hinblick auf ihre weltweite Bedeutung zu hierarchisieren. Sie ordneten die Städte nach der Verteilung der Hauptsitze der 500 größten multinationalen Unternehmen.[39] Die dadurch vorgenommene Hierarchisierung der Städte führte zu einer Ordnung nach ökonomischen Faktoren. Jedoch reicht dies unserer Meinung nach nicht aus, um eine Stadt als Global City zu kategorisieren, da die direkten und indirekten Folgen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Sowohl politische als auch kulturelle Indikatoren bleiben unberücksichtigt.

Dirk Bronger schlägt acht Indikatoren zur Etikettierung einer Global City vor. Diese basieren auf der Grundlage von Friedmann, Sassen und Feagin/ Smith. Ein Kriterium für Bronger ist, dass die angeführten Merkmale auf international vergleichbaren Daten basieren und quantitativ überprüfbar sind. Er nennt als ersten Indikator, die Firmensitze der Zentralen von den 500 größten transnationalen Unternehmen, sortiert nach Anzahl und Umsatz. Dieser Umsatz stellt den zweiten Indikator dar. Das dritte Merkmal sind die Hauptverwaltungen der 500 größten Banken, die nach ihrem Umsatz unterschieden werden. Das nächste Kriterium sind die Sitze der größten und weltweit bedeutenden Börsen nach Umsatz. Der fünfte und sechste Indikator bezieht sich auf die bedeutenden internationalen Flughäfen der zu untersuchenden Städte. Zum einen werden die Passagierzahlen miteinander verglichen und zum anderen fließt das Frachtaufkommen in die Bewertung erheblich mit ein. Das siebte Kriterium bezieht sich ebenfalls auf einen Transportweg. Dieses sortiert die Städte im Hinblick auf die führenden Seehäfen nach ihrem Umschlag. Der achte und letzte Indikator stellt den Sitz wichtiger internationaler und weltwirtschaftlicher Institutionen dar.[40]

Bronger führt selbst an, dass diese Auflistung noch einige Schwächen hat. Es werden vor allem die ökonomischen und infrastrukturellen Dimensionen in den Vordergrund gestellt. Die kulturelle Dimension bleibt gänzlich unberücksichtigt. Er fügt als Begründung hinzu, dass es zur Zahl der ausländischen Touristen oder auch Einwohner einer Stadt keine weltweit vergleichbaren Daten gebe.[41] Unserer Meinung nach könnte aber zum Beispiel die Anzahl an Hotels, Museen beziehungsweise Theater, Universitäten oder Grünanlagen einen Indikator darstellen. Trotz der weltweit fehlenden vergleichbaren Daten und der schlecht messbaren globalen Bedeutung der einzelnen Kulturgüter können die angeführten Objekte die Städte hierarchisieren. Des Weiteren fehlt bei Bronger das Kriterium des Mediensektors. Hierzu könnten die Anzahl von Sitzen der Fernsehsender, Radiosender, Filmproduktionen, Zeitungen und Zeitschriften wichtige Indikatoren sein.

Die Forschung ist sich einig, dass einzelne Großstädte heutzutage eine herausgehobene Stellung gegenüber anderen haben, da diese eine Kombination von geographischer Streuung der Wirtschaftstätigkeit und Systemintegration aufweisen. Laut Sassen ändern daran auch die modernsten Informationstechnologien nichts. Global Cities konzentrieren sich auf die wichtigen Steuerungsfunktionen.[42] Die herausragende Stellung einiger weniger Städte zeigt sich auch darin, dass diese Städte in hohem Maße sowohl zusammenarbeiten als auch miteinander konkurrieren. Sie beziehen sich stärker aufeinander als auf ihre unmittelbare lokale Umgebung. Dies bedeutet, dass die Grundstückspreise beziehungsweise Büromieten sich wesentlich vom regionalen Umfeld abheben. Die Bodenpreise in den Global Cities lassen sich besser untereinander, als mit dem Umfeld vergleichen. Sassen untersuchte die Beziehungen der Städte New York, London und Tokio. Sie erkannte, dass das Wachstum der Hauptzentren bezüglich des globalen Finanzwesens eng mit dem Wachstum des Netzwerkes der Finanzzentren zusammenhängt.[43]

[...]


[1] Vgl.: Sinn, Hans-Werner: Kasino-Kapitalismus. Wie es zur Finanzkrise kam, und was jetzt zu tun ist. Berlin 2009, S. 15ff.

[2] Vgl.: Ebd., S. 48ff.

[3] Vgl.: Spiegel Online: Commerzbank – Studie: Finanzkrise kostet Weltwirtschaft über 10 Billionen Dollar, URL: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,645746,00.html, Zugriff am 29.08.2009, 08:51 Uhr.

[4] Vgl.: Sassen, Saskia: Metropolen des Weltmarkts. Die neue Rolle der Global Cities. Frankfurt/Main 2006, S. 39f.

[5] Vgl.: Bronger, Dirk: Metropolen – Megastädte – Global Cities. Die Metropolisierung der Erde. Darmstadt 2004, S. 146f.

[6] Vgl.: Bronger, Dirk: Megastädte – Global Cities. Fünf Thesen, in: Mega-Cities. Die Metropolen des Südens zwischen Globalisierung und Fragmentierung, hrsg. von Peter Feldbauer et. al., Frankfurt 1997, S. 51.

[7] Clark, David: Urban World/ Global City. London/ New York 1996, S. 141.

[8] Vgl.: Ebd., S. 190f.

[9] Vgl.: Fößel, Stefan: Städte, die die Welt bedeuten – Global Cities: Die Kommandozentralen der Weltwirtschaft, vernetzte Städte/ Transurbanism. München/ Regensburg 2006, S. 4.

[10] Vgl.: Olbricht, Konrad: Weltstädte heute und einst. Geographische Wochenschrift. Breslau 1933, S. 10f.

[11] Sassen, Saskia: Global City. Einführung in ein Konzept und seine Geschichte, in: Peripherie, Band 21, Heft 81/82 (2001), S. 11.

[12] Hall, Peter: The World Cities. London/ New York 1966, S. 7.

[13] Vgl.: Olbricht, Konrad: Weltstädte heute und einst, S. 8ff.

[14] Hall, Peter: The World Cities, S. 7.

[15] Ebd., S. 7.

[16] Vgl.: Ebd., S. 7f.

[17] Friedmann, John/ Wolff, Goetz: World City Formation: An Agenda for Research and Action, in: International Journal of Urban and Regional Research. Heft 6, 3 (1982), S. 311.

[18] Vgl.: Ebd., S. 311ff.

[19] Vgl.: Lohde-Reiff, Robert: Frankfurt ist Anderswo. Die globale Stadt im Urteil ihrer Bewohner. Kassel 2003, S. 30.

[20] Vgl.: Abb. 1, S. 10.

[21] Vgl.: Kinder, Sebastian: Singapur. Global City im System weltweiter Verflechtungen, in Geographie und Schule, Band 25, Heft 141 (2003), S. 20f.

[22] Vgl.: Van Petz, Ursula/ Schmals, Klaus M: Editorial, in: Metropole, Weltstadt, Global City: Neue Formen der Urbanisierung. Dortmunder Beiträge zur Raumplanung (Band 60), hrsg. von Ursula von Petz und Klaus M Schmals, Dortmund 1992, S. 5.

[23] Vgl.: Feagin, Joe R. / Smith, Michael Peter: “Global Cities” und neue internationale Arbeitsteilung, in: Das neue Gesicht der Städte. Theoretische Ansätze und empirische Befunde aus der internationalen Debatte, hrsg. von Renate Borst/ Stefan Krätke/ Margit Mayer/ Roland Roth/ Fritz Schmoll. Basel/ Boston/ Berlin 1990, S. 86.

[24] Sassen, Saskia: Global City. Einführung in ein Konzept und seine Geschichte, S. 10.

[25] Vgl.: Lohde-Reiff, Robert: Frankfurt ist Anderswo. Die globale Stadt im Urteil ihrer Bewohner. Kassel 2003, S. 37.

[26] Vgl.: Sassen, Saskia: Metropolen des Weltmarkts, S. 39ff.

[27] Vgl.: Abb. 2, S. 13.

[28] Vgl.: Bronger, Dirk: Megastädte – Global Cities. Fünf Thesen, S. 51.

[29] Steinbach, Josef: Globalisierung: Strukturen, Prozesse und Regulationsregime. Berlin 2009, S. 21.

[30] Ebd., S. 21.

[31] Vgl.: Hennings, Werner: Stadt und städtisches Leben im fächerübergreifenden Unterricht: Hass und Gewalt aus der fachlichen Perspektive von Geographie, Geschichte, Soziologie und Psychologie. Gotha/ Stuttgart 1997, S. 37f.

[32] Vgl.: Hoyler, Michael: Transnationale Organisationsstrukturen, vernetzte Städte. Ein Ansatz zur Analyse der globalen Verflechtungen von Metropolregionen, in: Informationen zur Raumentwicklung. Heft 7 (2005), S. 432.

[33] Steinbach, Josef: Globalisierung, S. 21.

[34] Vgl.: Fuchs, Martina/ Giese, Michael: Globale Arbeitsteilung – transnationale Kompetenzaufteilung. Beispiele aus der Automobilzulieferindustrie, hrsg. v. Institut für Entwicklung und Frieden (INEF). Duisburg 2003, S. 3.

[35] Sassen, Saskia: Metropolen des Weltmarkts, S. 39.

[36] Vgl.: Sassen, Saskia: The Global City. New York, London, Tokyo 22001, S. 348.

[37] Vgl.: Sassen, Saskia: Metropolen des Weltmarkts, S. 39ff.

[38] Vgl.: Van Petz, Ursula/ Schmals, Klaus M: Editorial, S. 8.

[39] Vgl.: Feagin, Joe R. / Smith, Michael Peter: The Capitalist City. Oxford 1990, S. 6ff.

[40] Vgl.: Bronger, Dirk: Metropolen – Megastädte – Global Cities. Die Metropolisierung der Erde, S. 146.

[41] Vgl.: Ebd., S. 146f.

[42] Vgl.: Sassen, Saskia: Metropolen des Weltmarkts. Die neue Rolle der Global Cities, S. 39ff.

[43] Vgl.: Sassen, Saskia: Global City. Einführung in ein Konzept und seine Geschichte, S. 18f.

Ende der Leseprobe aus 82 Seiten

Details

Titel
Global Cities - Ein Vergleich der Städte Frankfurt am Main und Berlin
Untertitel
Gemeinsamkeiten und Unterschiede von New York, Paris, London und Tokio
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Probleme der Stadtentwicklung
Note
1,0
Autoren
Jahr
2009
Seiten
82
Katalognummer
V145704
ISBN (eBook)
9783640564538
ISBN (Buch)
9783640564873
Dateigröße
1948 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Global City, Frankfurt, Berlin, Global Cities, New York, Paris, London, Tokio
Arbeit zitieren
Friedrich Woywod (Autor)Jens Lienemann (Autor), 2009, Global Cities - Ein Vergleich der Städte Frankfurt am Main und Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145704

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