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Realisierung der bilingualen Erziehung eines Kindes mit den Erstsprachen Spanisch und Deutsch

Titel: Realisierung der bilingualen Erziehung eines Kindes mit den Erstsprachen Spanisch und Deutsch

Hausarbeit , 2018 , 24 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Miguel Steinig (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bereits seit einigen Jahren wird auf nationaler sowie auf europäischer Ebene der Mehrsprachigkeit eine besondere Relevanz zugesprochen. So zum Beispiel verpflichtet die Verfassung von Indien aus dem Jahre 1961 die Bürger dazu mindestens drei Sprachen zu beherrschen, einmal die autochthone, die Indische Landessprache und eine für die Internationale Kommunikation. Aus diesem Grund könnte Indien als internationales Beispiel für die europäische Ebene gelten.

Gerade durch die Regelungen der Europäischen Union und des Europarats durch das „Weißbuches zur allgemeinen und beruflichen Bildung“ (1995), dem „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen“ (2001) und den neuen Rahmenstrategien für Mehrsprachigkeit (2005) gibt es immer mehr Bestrebungen, die Mehrsprachigkeit zu fördern. In einer globalisierten Welt ist das Ziel des multilingualen Kontinents, diese Sprachenvielfalt zu bewahren und auch weiter auszubauen, sodass ein gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Zusammenleben und die Internationalisierung der Berufswelt ermöglicht wird.

Aus diesem Grund möchte die EU seit 1995 erreichen, dass jeder EU-Bürger neben seiner Muttersprache zwei weitere Fremdsprachen beherrscht. Doch trotz des polyglotten Sprachangebotes des multilingualen Staatenverbundes verfügen die Bürger nur über eine geringe mehrsprachige Kompetenz, denn fast die Hälfte (44%) der EU-Bürger sprechen neben ihrer Muttersprache keine weitere Fremdsprache. Um diese Sprachenvielfalt zu bewahren, geht es darum, die Mehrsprachigkeit schon bereits im Kindesalter vor allem in der Schule zu fördern, sodass ich diese Thematik im Kapitel 3.4 mithilfe der Methoden der Mehrsprachigkeitsdidaktik genauer thematisieren werde. Also wird das inhaltliche Ziel dieses Teils der Arbeit auf die Umsetzung und Förderung von Mehrsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht gelegt. Doch bevor dies geschieht, ist es erst einmal wichtig, die theoretischen Grundlagen für das Verständnis in Kapitel 2 darzulegen und näher auf die Definition von Erstsprache, Zweitsprache, Mehrsprachigkeit und Bilingualismus einzugehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführen zur Thematik

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Definition Erstsprache und Muttersprache

2.2 Definition Zweitsprache

3 Bilinguale Spracherziehung

3.1 Altersfrage

3.2 Familiäre Aspekte und Status der Eltern

3.3 Modelle und Methoden im Alltag

4 Wie realisiert man die bilinguale Erziehung eines Kindes?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Bedingungen für einen erfolgreichen bilingualen Erstspracherwerb von Kindern, insbesondere in der Sprachkonstellation Deutsch und Spanisch. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie Eltern und Bildungseinrichtungen durch gezielte methodische Ansätze und soziale Rahmenbedingungen den zweisprachigen Erwerb bestmöglich unterstützen können.

  • Methoden und Modelle der bilingualen Spracherziehung in der Familie
  • Einfluss des sozioökonomischen Status und familiärer Rahmenbedingungen
  • Bedeutung von Sprachinput und Interaktion für den Wortschatzerwerb
  • Förderung der Mehrsprachigkeit durch die Mehrsprachigkeitsdidaktik im schulischen Kontext
  • Analyse der Vor- und Nachteile sowie möglicher Risiken beim bilingualen Erwerb

Auszug aus dem Buch

3.1 Altersfrage

Wenn man sein Kind durch zwei simultane, gleichgestellte Sprachen erziehen möchte ist es zunächst wichtig, die Altersfrage zu klären ab welchem Lebensjahr und bis wann der intensive Sprachkontakt erfolgen muss. Vorab ist es wichtig zu erwähnen, dass der Spracherwerbsprozess nicht gravierend anders verläuft als der von monolingual erzogenen Kinder. Genau bei monolingualen Kindern entwickelt sich die Sprache aus dem Lallen im frühen Kindesalter über den ersten holophrastischen Sprachbau hinzu den ersten Mehrwortäußerungen. (vgl. SCHNEIDER 2015: 196f)

Sofern das Kind regelmäßig bis zu seinem dritten Lebensjahr mit den beiden Sprachen Kontakt hatte, kann man dies als bilingualen Spracherwerb betrachten. Andere Forscher setzen diese Grenze auf ein Jahr herunter. Romaine spricht nur von einem gelungenen bilingualen Erstspracherwerb, wenn das Kind ab Geburt bilingual aufwächst. Trotzdem ist auch dies umstritten, denn bis zum sechsten Monat einer Schwangerschaft ist das Gehör des Fötus soweit ausgebildet, dass externe Laute über den Körper der Mutter aufgenommen werden und das Baby bereits auf Tonhöhe, Rhythmus und Pause in der Sprache der Mutter sowie anderen Personen reagiert. Hierbei spricht man von einem pränatalen Spracherwerb, der sich bereits vor der Geburt manifestiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführen zur Thematik: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz der Mehrsprachigkeit auf europäischer Ebene und führt die Problemstellung der Arbeit ein.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Erstsprache, Muttersprache, Zweitsprache sowie den Begriff der Mehrsprachigkeit selbst.

3 Bilinguale Spracherziehung: Hier werden die Altersfrage, familiäre Einflussfaktoren, der Status der Eltern sowie konkrete Modelle und Methoden für den Alltag in bilingualen Familien erörtert.

4 Wie realisiert man die bilinguale Erziehung eines Kindes?: Das Fazit fasst die Strategien zusammen und gibt Empfehlungen zur erfolgreichen Umsetzung der bilingualen Erziehung im familiären und schulischen Umfeld.

Schlüsselwörter

Bilingualer Erstspracherwerb, Mehrsprachigkeit, Spracherziehung, Mutter- und Vatersprache, Sprachinput, Wortschatzerwerb, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Interkomprehension, Kindliche Entwicklung, Sprachmischung, Semilingualismus, Sozioökonomischer Status, Sprachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen und praktischen Aspekten des bilingualen Erstspracherwerbs bei Kindern, die mit den Sprachen Deutsch und Spanisch aufwachsen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Erst- und Zweitsprache, die familiären Bedingungen sowie methodische Ansätze im Alltag und im schulischen Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie ein bilinguale Erziehung mit maximalem Erfolg realisiert werden kann, unter Berücksichtigung individueller und gesellschaftlicher Faktoren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Der Autor nutzt eine fundierte Literaturanalyse unter Einbeziehung entwicklungspsychologischer und linguistischer Perspektiven, um den bilingualen Erwerbsprozess zu beleuchten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil diskutiert?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen spezifische Sprachkonstellationen, die Bedeutung des sprachlichen Inputs und moderne didaktische Konzepte zur Förderung von Mehrsprachigkeit erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem bilinguale Erziehung, Sprachinput, interkulturelle Identität, Mehrsprachigkeitsdidaktik und die Rolle des sozialen Umfelds.

Warum spielt die Wahl der Sprache durch die Eltern eine solch große Rolle?

Die Wahl der Sprache, etwa nach dem Prinzip "eine Person – eine Sprache", ist entscheidend, um dem Kind eine strukturierte Umgebung zu bieten, die den Spracherwerb und die spätere Identitätsbildung unterstützt.

Welche Rolle spielt die Sprachmischung bei bilingualen Kindern?

Die Sprachmischung wird als normaler Entwicklungsprozess angesehen, der bilingualen Kindern hilft, sich in verschiedenen Kontexten auszudrücken, und sollte daher nicht unterbunden werden.

Wie kann der schulische Unterricht die Mehrsprachigkeit fördern?

Durch Konzepte wie die Interkomprehension und den Abbau isolierter Einzelunterrichtsfächer können Synergieeffekte genutzt werden, die das Sprachlernbewusstsein der Schülerinnen und Schüler stärken.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Realisierung der bilingualen Erziehung eines Kindes mit den Erstsprachen Spanisch und Deutsch
Hochschule
Universität zu Köln  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Der Erwerb des Spanischen
Note
2,3
Autor
Miguel Steinig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V1457231
ISBN (PDF)
9783389003787
ISBN (Buch)
9783389003794
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilingualer Spracherwerb Bilinguale Erziehung Spanisch Deutsch Spanische Erziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Miguel Steinig (Autor:in), 2018, Realisierung der bilingualen Erziehung eines Kindes mit den Erstsprachen Spanisch und Deutsch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1457231
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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