"Patientenbefragungen sind eine alte und häufig angewandte Methode." (Hildebrandt, H., Martini, O., zit. nach Schupeta, E., Hildebrandt, H. 1999, S. 13)
Klinische Studien werden in der Regel so konzipiert, dass krankheitsbezogene Effekte gemessen werden. Diese Effekte können für Patienten Bedeutung haben oder auch nicht. Darüber hinaus kann das Ausmaß des Nutzens oder des Risikos von Patienten individuell unterschiedlich eingeschätzt werden. Beispielsweise können Menschen, die eine Erkrankung oder Verletzung (erlebt) haben, und diejenigen, die dies nicht persönlich erlebt haben, Nutzen und Risiken unterschiedlich empfinden und bewerten. Viele Studien messen Surrogate als vermutete Indikatoren für ein patientenrelevantes Ergebnis.
Im Fokus dieser Arbeit stehen die Patienten mit ihren Kontaktpunkten in unserem Gesundheitssystem. Zu Beginn dieser Arbeit erfolgt eine kurze Klärung dessen, was Evaluation ist. Anschließend wird der Nutzen von Patientenbefragungen ausführlich diskutiert, bevor im nächsten Teil der Arbeit die Patientenzufriedenheit dargestellt wird. Zum Ausklang dieser Arbeit wird ein praktisches Beispiel aus der patientenzentrierten Evaluation vorgestellt. Resümierend werden meine Ausführungen in einem Schlusswort reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Evaluation
- Evaluation und Qualitätsberichterstattung
- Vier mögliche Vorgehensweisen
- Gesundheitsökonomische Evaluation
- Patientenbefragungen
- Warum sollen Patienten befragt werden?
- Kunde, Klient oder Patient?
- Begründung für Patientenorientierung
- Nutzen von Patientenbefragungen
- Grenzen und Probleme von Patientenbefragungen
- Bedeutsamkeit der Sichtweise von Patienten
- Patientenbefragung und patientenorientiertes Qualitätsmanagement
- Patientenbefragung und Patientenkompetenz
- Patientenkompetenz
- Begriffsbestimmung Patientenkompetenz
- Grenzen der Patientenkompetenz
- Patientenkompetenz und nicht-medizinische Behandlungsaspekte
- Patientenkompetenz und Patientenpartizipation
- Patientenkompetenz und medizinische Behandlungsaspekte
- Validität und Verwertungsrelevanz von Patientenurteilen
- Patientenzufriedenheit
- Patientenzufriedenheit - Wie messen?
- Methoden zur Messung der Patientenzufriedenheit
- Kriterien zur Wahl eines Befragungsinstrumentes zur Messung der Patientenzufriedenheit
- Entwicklungsmethodik des Befragungsinstrumentes
- Patientenzufriedenheit und Strukturqualität
- Patientenzufriedenheit und Prozessqualität
- Patientenzufriedenheit und Ergebnisqualität
- Modelle der Patientenzufriedenheit
- Das Evaluationsmodell
- Das Diskrepanzmodell
- Praktisches Beispiel der patientenzentrierten Evaluation
- Kurzfassung
- Evaluation und Qualitätsberichterstattung
- Fragestellung
- Ablauf
- Methoden
- Realisierte Stichprobe und Repräsentativität
- Ergebnisse
- Zusammenfassung und Interpretation
- Schlusswort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Patientenbefragungen im Kontext der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Sie analysiert die verschiedenen Perspektiven auf das Thema, die von ethischen und medizinischen Aspekten bis hin zu Management- und Wettbewerbsperspektiven reichen.
- Die Bedeutung der Patientenperspektive in der Qualitätsbewertung des Gesundheitswesens
- Die verschiedenen Methoden und Instrumente zur Messung der Patientenzufriedenheit
- Die Herausforderungen und Grenzen von Patientenbefragungen
- Die Rolle von Patientenkompetenz in der Entscheidungsfindung und Partizipation
- Die Verbindung von Patientenzufriedenheit mit verschiedenen Qualitätsdimensionen (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität)
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Patientenbefragungen ein und beleuchtet die verschiedenen Perspektiven, aus denen man sich diesem Thema nähern kann.
- Evaluation: In diesem Kapitel werden verschiedene Ansätze zur Evaluation und Qualitätsberichterstattung im Gesundheitswesen vorgestellt, darunter die gesundheitsökonomische Evaluation.
- Patientenbefragungen: Dieses Kapitel behandelt die Gründe für Patientenbefragungen, verschiedene Ansätze und Methoden, die Grenzen und Probleme von Patientenbefragungen und die Bedeutung der Patientenperspektive im Qualitätsmanagement.
- Patientenzufriedenheit: In diesem Kapitel werden Methoden zur Messung der Patientenzufriedenheit sowie die Beziehung zwischen Patientenzufriedenheit und verschiedenen Qualitätsdimensionen (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) behandelt.
- Fragestellung: Dieses Kapitel beschreibt die Forschungsfrage der Arbeit und stellt die relevanten Forschungsmethoden vor.
- Ablauf: Dieses Kapitel beschreibt den Ablauf der durchgeführten Studie.
- Methoden: Dieses Kapitel erläutert die Methoden, die in der Studie angewandt wurden.
- Realisierte Stichprobe und Repräsentativität: Dieses Kapitel beschreibt die Stichprobe und die Repräsentativität der Studie.
- Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Studie.
- Zusammenfassung und Interpretation: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und interpretiert ihre Bedeutung.
Schlüsselwörter
Patientenbefragung, Qualitätsmanagement, Patientenzufriedenheit, Patientenperspektive, Patientenkompetenz, Gesundheitswesen, Evaluation, Gesundheitsökonomische Evaluation, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Patientenbefragungen im Gesundheitswesen wichtig?
Sie dienen der Qualitätssicherung und ermöglichen es, die Versorgung aus der Perspektive derer zu bewerten, die sie direkt erleben. Nur so können patientenrelevante Endpunkte korrekt erfasst werden.
Was versteht man unter Patientenkompetenz?
Patientenkompetenz bezeichnet die Fähigkeit von Patienten, sich aktiv an Behandlungsentscheidungen zu beteiligen (Partizipation) und medizinische sowie nicht-medizinische Aspekte ihrer Therapie zu bewerten.
Wie wird Patientenzufriedenheit gemessen?
Es gibt verschiedene Methoden und Modelle, wie das Evaluationsmodell oder das Diskrepanzmodell, die mittels Fragebögen subjektive Urteile der Patienten erfassen.
Was ist der Unterschied zwischen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität?
Strukturqualität betrifft die Rahmenbedingungen (z.B. Ausstattung), Prozessqualität die Durchführung der Behandlung und Ergebnisqualität den tatsächlichen Heilerfolg oder die Zufriedenheit am Ende.
Was sind Surrogate in klinischen Studien?
Surrogate sind messbare Indikatoren (z.B. Blutwerte), von denen man annimmt, dass sie ein patientenrelevantes Ergebnis (z.B. Heilung) widerspiegeln, was jedoch nicht immer der Fall sein muss.
- Arbeit zitieren
- B. Sc. Mandy Rudolphi (Autor:in), 2008, Patientenrelevante Endpunkte: Kommt es bei der Evaluation auf den Patienten an?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145764