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Das Reichskonkordat von 1933. Vorgeschichte, Inhalt und Folgen für die katholische Kirche im Nationalsozialismus

Titel: Das Reichskonkordat von 1933. Vorgeschichte, Inhalt und Folgen für die katholische Kirche im Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2009 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christoph Müller (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Reichskonkordat – jahrzehntelang im Fokus der historischen Forschung und ihrer Kontroversen – ist auch heute noch Gegenstand der Forschung. Das zeigen neueste Publikationen, großes Interesse an neu freigegebenen Quellen des Vatikanischen Archivs und nicht zuletzt die Gültigkeit des Konkordats in der BRD.
Diese Arbeit soll aufzeigen, unter welchen Umständen und aufgrund welcher Motivation das Reichskonkordat zustande kam – insbesondere unter Berücksichtigung des kirchlichen Standpunkts bezüglich der nationalsozialistischen Bewegung in den Jahren vor Hitlers Machtübernahme sowie in den Monaten vor der Ratifizierung –, welche zentralen Bestimmungen es enthält und welchen Nutzen das Konkordat einerseits für das NS-Regime, andererseits für die katholische Kirche darstellte. Infolge dessen muss die Frage gestellt werden, welche Auswirkungen das Konkordat für die katholische Kirche nach 1933 hatte und wie das eben erwähnte Nebeneinander des Staates mit der Kirche derart ins Gegenteil verkehrt werden konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Reichskonkordat von 1933: Vorgeschichte, Inhalt und Folgen für die katholische Kirche im Nationalsozialismus

1. Die katholische Kirche in den Jahren vor Hitlers Machtantritt

2. Das Jahr 1933 und der Weg zum Reichskonkordat

3. Das Reichskonkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich

3.1. Die Vertragsbestimmungen

3.2. Die Bedeutung des Konkordats für das NS-Regime

3.3. Die Bedeutung des Konkordats für die katholische Kirche

4. Die Auswirkungen des Konkordats für die katholische Kirche nach 1933

III. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Zustandekommen des Reichskonkordats von 1933 vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Machtübernahme. Dabei wird analysiert, welche Motivationen die katholische Kirche zu diesem Schritt bewogen, welche rechtlichen Bestimmungen das Abkommen enthielt und inwiefern es sowohl dem NS-Regime als auch der Kirche als Instrument in der politischen Auseinandersetzung diente.

  • Historische Einordnung der katholischen Kirche vor 1933
  • Analyse der Konkordatsverhandlungen und politischer Kontext
  • Inhaltliche Schwerpunkte und rechtliche Bedeutung der Konkordatsartikel
  • Die Doppelstrategie des NS-Regimes gegenüber der Kirche
  • Langfristige Folgen für das Verhältnis zwischen Vatikan und NS-Staat

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Vertragsbestimmungen

Das Reichskonkordat umfasst 34 Artikel, die durch ein Schlussprotokoll ergänzt werden. Den Vertragsbestimmungen ist eine Präambel vorangestellt, in der der feierliche Charakter des Konkordats zum Ausdruck gebracht wird. Es gehe darum, „die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu festigen und zu fördern“ sowie „das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem Staat für den Gesamtbereich des Deutschen Reiches in einer beide Teile befriedigenden Weise dauernd zu regeln“.

Neben zahlreichen Artikeln, welche die Sicherung (bestehender) kirchlicher Rechte garantieren sollen, finden sich unter den Vertragsbestimmungen auch „politische“ Regelungen: etwa der freie Verkehr und die freie Korrespondenz des Heiligen Stuhls mit den deutschen Geistlichen (Art. 4), die weitestgehende Freiheit der Orden und religiösen Genossenschaften in Bezug auf ihre Gründung, Niederlassung, Mitglieder und Tätigkeit (Art. 15) oder der zu leistende Treueid der Bischöfe (Art. 16), in dem die Geistlichen dem Reich ihre Treue schwören, die „verfassungsmäßig gebildete Regierung“ achten und garantieren, „in der pflichtmäßigen Sorge um das Wohl und das Interesse des deutschen Staatswesens [...] jeden Schaden zu verhüten [...], der es bedrohen könnte“. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Treueschwur auf das Reich und nicht auf den „Führer“ geleistet werden musste.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das feindselige Verhältnis des NS-Regimes zur katholischen Kirche und stellt die Forschungsfrage nach den Motivationen und Folgen des Reichskonkordats.

II. Das Reichskonkordat von 1933: Vorgeschichte, Inhalt und Folgen für die katholische Kirche im Nationalsozialismus: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der Kirche vor 1933, den Weg zur Ratifizierung des Konkordats, die detaillierten Vertragsinhalte sowie die gegensätzlichen Intentionen von Vatikan und NS-Regime.

III. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass das Konkordat für den Vatikan eine auf Recht basierende Schutzposition darstellte, während es vom NS-Regime umgangen und zur systematischen Entmachtung der Kirche missbraucht wurde.

Schlüsselwörter

Reichskonkordat, Nationalsozialismus, Katholische Kirche, Vatikan, Deutsche Zentrumspartei, Ermächtigungsgesetz, Kirchenkampf, Episkopat, Pius XI., Vertragspolitik, NS-Regime, Konkordatsverhandlungen, Religionspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zustandekommen und die Bedeutung des Reichskonkordats von 1933 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem nationalsozialistischen Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die kirchenpolitische Ausgangslage vor 1933, die Verhandlungen zwischen den beteiligten Akteuren sowie die Diskrepanz zwischen vertraglicher Fixierung und realpolitischem Kirchenkampf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, unter welchen Motiven das Konkordat entstand und wie sich das angestrebte Nebeneinander von Staat und Kirche unter der NS-Diktatur in der Praxis verwandelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung von Quellen des Vatikanischen Archivs und zeitgenössischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Vertragsbestimmungen, die Rolle von Akteuren wie Franz von Papen und Eugen Pacelli sowie die kritische Auseinandersetzung während der ersten Jahre des NS-Regimes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Reichskonkordat, Konkordatseuphorie, Gleichschaltungspolitik, Entpolitisierung der Geistlichen und die rechtliche Verteidigungsposition der Kirche.

Warum war der Artikel 32 für das NS-Regime von Bedeutung?

Artikel 32 verbot Geistlichen die politische Betätigung, was aus Sicht der Nationalsozialisten zur Entpolitisierung und Schwächung des katholischen Zentrums beitrug.

Inwiefern hat Hitler das Konkordat in der Praxis umgesetzt?

In der Praxis untergrub Hitler den Vertrag kontinuierlich, verletzte Bestimmungen durch staatliche Überwachung und forcierte einen Kirchenkampf, der auf die langfristige Vernichtung des Einflusses der Kirche abzielte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Reichskonkordat von 1933. Vorgeschichte, Inhalt und Folgen für die katholische Kirche im Nationalsozialismus
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Widerstand gegen den Nationalsozialismus (Proseminar)
Note
1,0
Autor
Christoph Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V1457983
ISBN (PDF)
9783389000854
ISBN (Buch)
9783389000861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nationalsozialismus Drittes Reich Reichskonkordat Vatikan Katholizismus Katholische Kirche Widerstand Neueste Geschichte Papst Pius XI. Eugen Pacelli
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Müller (Autor:in), 2009, Das Reichskonkordat von 1933. Vorgeschichte, Inhalt und Folgen für die katholische Kirche im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1457983
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Leseprobe aus  16  Seiten
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