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Angst vor Menschen mit psychischen Erkrankungen. Stigmatisierung der Betroffenen, die Rolle der Medien und des persönlichen Kontakts

Title: Angst vor Menschen mit psychischen Erkrankungen. Stigmatisierung der Betroffenen, die Rolle der Medien und des persönlichen Kontakts

Research Paper (postgraduate) , 2022 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Psychology - Miscellaneous
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Wenn man Berichte von Betroffenen liest, die an einer psychischen Erkrankung leiden, zeigen sich zwei Hauptprobleme mit denen sie konfrontiert sind.
Zum einen stehen sie vor der Herausforderung sich mit den Symptomen ihrer psychischen Erkrankung auseinandersetzen zu müssen, wie zum Beispiel Traurigkeit, Energieverlust, Angst oder sogar Suizidalität. Zum anderen sind sie auch Vorurteilen bis hin zu Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt. Unterstützung um die Krankheit zu bewältigen gibt es einige, jedoch wurde dem Stigma im Allgemeinen bisher noch nicht der Kampf angesagt.

Schon im frühen 20. Jahrhundert beschrieb Cramer (1908) und Bumke (1928) „Geistesgestörte“ als gewalttätig. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die allgemeingültige Meinung, dass „Geisteskranke“ von einem großen Leiden geplagt und für die Allgemeinheit unberechenbar sind. Stimmen diese Beschreibungen mit dieser Bevölkerungsgruppe überein?

Handelt es sich dabei um den aktuellen Forschungsstand oder entspricht es eher einer unzulässigen Stigmatisierung?
Zunächst wurde als Grundlage für diese Hausarbeit eine Originalstudie von Jo C. Phelan und Bruce G. Link herangezogen, in der die Angst vor Menschen mit psychischen Erkrankungen, die Rolle des persönlichen Kontakts und der Gefährdung durch Bedrohung oder Schaden untersucht wurde.

Zuerst werden in diesem Forschungsbericht die theoretischen Grundlagen erläutert, im Zuge dessen soll auch der Unterschied zwischen psychischer Krankheit und Gesundheit erläutert werden. Was Stigma, Aggression und Gewalt in diesem Kontext bedeutet und welche Rolle die Medien in Bezug auf die Angst vor psychisch Erkrankten in der Allgemeinheit spielen.
Mit diesen theoretischen Definitionen und Erläuterungen sollte ein Einstieg in das Thema und die durchgeführte Fragenbogenstudie gegeben sein.

Im Hauptteil wird dann genauer auf die Originalstudie eingegangen, um herauszustellen, mit welchen Schritten die Studie erweitert wurde.
Anschließend werden Methode, Datenanalyse und Ergebnisse erläutert und welche Problematik sich bei der Durchführung und der Auswertung ergeben hat.
Am Ende des Forschungsberichts wird eine Zusammenfassung als Überblick gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Begriffsdefinitionen

2.1.1 "Psychisch"

2.1.2 Psychische Gesundheit, psychische Krankheit

2.1.3 "gefährlich"

2.2 Das Stigma der psychischen Erkrankung

2.2.1 Der Prozess der Stigmatisierung

2.2.2 Formen der Stigmatisierung und ihre möglichen Folgen

2.3 Die Rolle der Medien

2.4 Persönlichen Kontakt zu Menschen mit psychischer Erkrankung

3 Forschungsergänzung

3.1 Originalstudie

3.2 Fragestellung und Hypothese

3.3 Studiendesign

3.4 Studienbeteiligung - Stichprobencharakteristik

3.5 Datenauswertung

3.6 Ergebnisse

3.7 Diskussion

3.8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Medienkanäle und persönlicher Kontakte auf die Wahrnehmung von Angst und Bedrohung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung.

  • Stigmatisierungsprozesse und deren gesellschaftliche Auswirkungen
  • Mediale Einflussnahme auf die öffentliche Wahrnehmung psychischer Krankheiten
  • Bedeutung des persönlichen Kontakts zur Stigmareduzierung
  • Kausale Zusammenhänge zwischen Medienkonsum und Angstempfinden

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Rolle der Medien

In einer Studie von 1996 (Angermeyer und Matschinger) stützten die Ergebnisse die Annahme, dass die selektive Berichterstattung tatsächlich Auswirkungen auf die Einstellung der Öffentlichkeit hat, da sie das Stereotyp der Geisteskrankheit bestätigt, was wiederum Auswirkungen auf die öffentliche Politik hat.

Medien im Allgemeinen werden oft als die „4. Gewalt“ bezeichnet. Dies bedeutet, dass es in der Gewaltenteilung eine vierte und virtuelle Säule gibt. Sie nehmen als vierte Gewalt nicht nur einen großen Einfluss auf das politische Geschehen, sondern sind auch zu einem hohen Anteil für Einstellungen und Meinungen der breiten Bevölkerung verantwortlich.

Wenn man nur mal die Masse an Medien mit etwa 6000 Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen, mehr als 500 Fernseh- und Radiosender und daneben noch das „grenzenlose“ Angebot des Internets in Deutschland betrachtet, wird klar warum Medien so einen großen Einfluss haben.

Nach dem österreichischen Kommunikationswissenschaftler Roland Burkhart sind Massenmedien Mittel zur Kommunikation, die – meist technisch – Informationen vervielfältigen und an eine große unbestimmte Zahl von Menschen weitergeben. Nun wird es aber immer wichtiger, je mehr Menschen diese Medien erreichen, ob die Information, die sie weitergeben, tatsächlich Information ist oder vielleicht zu Desinformation beitragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Stigmatisierung von psychisch Erkrankten und die Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.

2 Theoretischer Hintergrund: Definition relevanter Begriffe wie psychische Gesundheit, Stigma und Gewalt sowie Analyse der Rolle von Medien und Kontakt als Einflussfaktoren.

3 Forschungsergänzung: Darlegung der eigenen Forschungsfragen, des Studiendesigns, der Datenauswertung sowie der Interpretation der erzielten Ergebnisse und der abschließenden Diskussion.

Schlüsselwörter

Psychische Erkrankung, Stigmatisierung, Medienwirkung, Angstempfinden, Gesundheitspsychologie, Kontakthypothese, soziale Vorurteile, Fremdwahrnehmung, Negativity Bias, Öffentlichkeitsarbeit, gesellschaftliche Diskriminierung, psychische Gesundheit, Gewaltwahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, inwieweit mediale Einflüsse und persönlicher Kontakt die Angst oder das Bedrohungsgefühl der Allgemeinbevölkerung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Prozess der Stigmatisierung, die Rolle der Massenmedien bei der Verbreitung von Stereotypen über psychisch Kranke sowie die Bedeutung von direktem Kontakt zum Abbau von Vorurteilen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob und inwiefern der Konsum verschiedener Informationsquellen (Zeitung, Fernsehen, Internet) sowie persönlicher Kontakt die Angst vor psychisch Erkrankten negativ oder positiv beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative Fragenbogenstudie mit 60 Teilnehmern durchgeführt, bei der abhängige Variablen (Angstempfinden) und unabhängige Variablen (Informationsquellen) mittels einer Werteskala korreliert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Darlegung des Studiendesigns, die statistische Datenauswertung sowie eine kritische Diskussion der Ergebnisse unter Berücksichtigung psychologischer Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Stigmatisierung, psychische Erkrankungen, Medienwirkung, Vorurteile, Kontakthypothese und Angstwahrnehmung.

Welche Rolle spielt die Zeitung laut der Studie im Vergleich zum Fernsehen?

Die Studie lässt darauf schließen, dass Zeitungsberichte die Angst der Bevölkerung vor psychisch Erkrankten stärker negativ beeinflussen als Fernsehbeiträge, was durch einen t-Test gestützt wird.

Welchen Einfluss haben Erzählungen von Dritten laut der Untersuchung?

Teilnehmer mit den höchsten Angstwerten gaben in der explorativen Analyse zu mindestens 50% Erzählungen von Anderen als primäre Informationsquelle an, was deren hohen Stellenwert bei der Meinungsbildung unterstreicht.

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Details

Title
Angst vor Menschen mit psychischen Erkrankungen. Stigmatisierung der Betroffenen, die Rolle der Medien und des persönlichen Kontakts
College
Fresenius University of Applied Sciences Köln  (Hochschule Fresenius)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
26
Catalog Number
V1458100
ISBN (PDF)
9783963568947
ISBN (Book)
9783963568954
Language
German
Tags
psychisch Erkrankte, Angst, Stigmatisierung, Medien, persönlicher Kontakt, Forschungsbericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Angst vor Menschen mit psychischen Erkrankungen. Stigmatisierung der Betroffenen, die Rolle der Medien und des persönlichen Kontakts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458100
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