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Behavioral Operational Resarch (BOR). BOR im Spannungsfeld von quantitativer Modellierung und Verhaltensforschung

Title: Behavioral Operational Resarch (BOR). BOR im Spannungsfeld von quantitativer Modellierung und Verhaltensforschung

Bachelor Thesis , 2018 , 42 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Ziel des Behavioral Operational Resarch (BOR) ist die Verbesserung von Entscheidungen und Verhalten während des OR-Prozesses. Das BOR wird in dieser Arbeit als Anwendungsfall der deskriptiven Entscheidungstheorie interpretiert. Hierbei wird sowohl betrachtet, wie menschliches Verhalten operationalisiert und letztlich modelliert werden kann, als auch erörtert, wie die Modellbildung und die Modelle selber Einfluss auf den Entscheidungsprozess nehmen. Durch ein besseres Verständnis dieser Prozesse können Abläufe optimiert und organisatorische Ziele effektiver erreicht werden. Dabei werden sowohl die Entscheidungsprozesse als auch das Verhalten während des OR-Prozesses selbst erforscht, sowie deren gegenseitige Beeinflussung.

Entscheidungen bilden den Ausgangspunkt für Handlungen und Verhalten. Obwohl Menschen bestrebt sind, rationale Entscheidungen zu treffen, sind sie oft aufgrund komplexer Entscheidungsprobleme gezwungen, auf Heuristiken zurückzugreifen. Diese Entscheidungsheuristiken basieren auf Erfahrungen und können automatisches, intuitives Denken beeinflussen. Kognitive Verzerrungen, hervorgerufen durch Urteilsheuristiken und motivationale Effekte, können dazu führen, dass reale Entscheidungsprozesse vom idealen Verhalten abweichen.

BOR kann als Anwendung der deskriptiven Entscheidungstheorie betrachtet werden. Die Modellbildung ist ein zentrales Element des OR-Prozesses, wobei verschiedene Techniken wie Soft-OR, psychologische Heuristiken und Hard-OR je nach Kriterien angewendet werden. Agentenbasierte Modelle eignen sich gut zur Abbildung von Entscheidungen und Verhalten, während mesoskopische und ereignisdiskrete Modelle aufgrund ihres prozessualen Aufbaus für betriebswirtschaftliche Prozesse besser geeignet sind.

Die Arbeit konzentriert sich besonders auf Entscheidungsprozesse, da Verhalten aus bewussten und unbewussten Entscheidungen resultiert. Der Einfluss menschlicher Entscheidungsfindung und Verhaltens auf den OR-Prozess wird unter Berücksichtigung der beteiligten Entscheidungsvorbereiter und -träger diskutiert. Trotz der Bemühungen um rationale Entscheidungen sind Grenzen durch verschiedene Einflüsse und kognitive Verzerrungen gegeben, die die Rationalität der Entscheidungen im OR-Prozess beeinflussen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Planung und Entscheidung

2.1 Der OR-Prozess

2.1.1 Konstruktion von Modellen

2.1.2 Mathematische Modellbehandlung

2.1.3 Übertragung der Modellierungsresultate

2.2 Normative Entscheidungstheorie

2.2.1 Prozedurale Rationalität und Konsistenz

2.2.2 Gut- und schlechtstrukturierte Entscheidungen

2.3 Deskriptive Entscheidungstheorie

2.3.1 Begrenzte Rationalität

2.3.2 Kognitvie Heuristiken und Verzerrungen

2.3.3 Präferenzen und Motivationen

3 Behavioral Operational Research - Anwendungsfall der deskriptiven Entscheidungstheorie

3.1 Modellbildung im Behavioral Operational Research

3.1.1 Umgang mit Entscheidungshilfen

3.1.2 Operationalisierung menschlichen Verhaltens

3.1.3 Einfluß kontextuellen Verhaltens

3.2 Verbesserungsstrategien

3.2.1 Beinflussung von Entscheidungen und Verhalten

3.2.2 Verbesserung von Simulationsmodellen

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Feld des Behavioral Operational Research (BOR) und dessen Bedeutung für die betriebliche Planung. Ziel ist es, den Einfluss menschlichen Entscheidungsverhaltens auf den OR-Prozess darzustellen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine verhaltenswissenschaftlich fundierte Modellbildung sowohl die OR-Modelle selbst als auch deren praktische Implementierung verbessert werden können.

  • Grundlagen des traditionellen OR-Prozesses und Entscheidungstheorien.
  • Die Rolle der kognitiven Heuristiken und Verzerrungen bei der Entscheidungsfindung.
  • Methodische Ansätze zur Modellbildung im Behavioral Operational Research.
  • Strategien zur Einflussnahme auf Entscheidungen und Verbesserung von Simulationsmodellen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der OR-Prozess

Der OR-Prozess kann aus zwei Sichtweisen betrachtet werden: Zum einen aus der Sicht des Entwicklers bzw. Entscheidungsvorbereiters, hier steht der prozessuale Ablauf im Vordergrund, und zum anderen aus Sicht des Managers bzw. Entscheiders, hier bilden die Steuerungsmechanismen im soziotechnischen Umfeld die Schwerpunkte [Hildebrandt, 1981]. Da es sich bei der Darstellung aus Managersicht um Wahrnehmungen, Beeinflussungen und Entscheidungen handelt, die auf den Ablauf des OR-Prozesses einwirken und grundsätzlich in allen Teilschritten zur Anwendung kommen, sind diese Komponenten hier nur benannt: Problemwahrnehmung und -bewusstsein, Verständnis und Einstellung, Verhaltensabsicht, Versuch, Annahme und Leistungsbewertung [Hildebrandt, 1981].

Neben beiden genannten Akteuren sind beim OR-Prozess prinzipiell auch jene zu bedenken, die nichtaktiv an der Gestaltung teilnehmen, jedoch von den Änderungsmaßnahmen betroffen sind [Hildebrandt, 1981].

Zusätzlich zu den inhaltlichen Aspekten des OR-Prozesses ist auch dessen organisatorische Gestaltung bedeutsam, da diese einen wichtigen Bestandteil zur Steuerung des soziotechnischen Systems darstellt [Müller-Merbach, 1991].

Zunächst einmal muss der OR-Prozess angestoßen werden. Dazu muss das Management über die Existenz eines Problems, das unternehmerisches Handeln verlangt, entweder durch externe Informationen, z. B. durch Konkurrenzanalyse, oder interne Informationen, z. B. Kontrollinformation (Soll-Ist-Vergleiche), informiert werden [Adam, 1993].

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert das Operations Research (OR) in einem weiteren Sinne als modellgestützte Vorbereitung von Entscheidungen und führt das Behavioral Operational Research (BOR) als Disziplin ein, die verhaltenswissenschaftliche Aspekte in die OR-Praxis integriert.

2 Planung und Entscheidung: Beleuchtet den klassischen OR-Prozess sowie die theoretischen Grundlagen der normativen und deskriptiven Entscheidungstheorie, wobei insbesondere auf prozedurale Rationalität und kognitive Verzerrungen eingegangen wird.

3 Behavioral Operational Research - Anwendungsfall der deskriptiven Entscheidungstheorie: Vertieft die Modellbildung im BOR und untersucht, wie Entscheidungshilfen, menschliches Verhalten und kontextuelle Faktoren operationalisiert und in Modellen oder Interventionsstrategien berücksichtigt werden können.

4 Zusammenfassung: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen, betont die Notwendigkeit, Entscheidungsprozesse als Wahlprozesse zu verstehen, und hebt die Bedeutung einer Kombination aus verschiedenen Modellierungstechniken hervor.

Schlüsselwörter

Behavioral Operational Research, BOR, Operations Research, Entscheidungstheorie, kognitive Verzerrungen, Heuristiken, Modellbildung, prozedurale Rationalität, begrenzte Rationalität, Simulationsmodelle, Entscheidungsverhalten, Management, soziotechnische Systeme, Gruppenentscheidungen, Problemlösungsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Schnittstelle zwischen der quantitativen Modellierung des Operations Research und der verhaltenswissenschaftlichen Forschung, um die Entscheidungsfindung in der betrieblichen Praxis besser zu verstehen und zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von normativer gegenüber deskriptiver Entscheidungstheorie, die Identifikation kognitiver Heuristiken und die methodische Integration menschlichen Verhaltens in OR-Modelle.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Wie beeinflussen menschliches Verhalten und psychologische Faktoren den OR-Prozess, und wie kann diese Beeinflussung mittels verhaltenswissenschaftlich fundierter Ansätze modelliert und positiv gestaltet werden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und systematischer Einordnung bestehender verhaltenswissenschaftlicher Theorien, um diese für die Modellbildung im Operations Research zu synthetisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise den OR-Prozess, die Rolle von prozeduraler Rationalität, die Auswirkungen kognitiver Verzerrungen (Urteils- und Entscheidungsheuristiken) sowie die verschiedenen Ansätze des BOR zur Modellbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Behavioral Operational Research", "Modellbildung", "kognitive Heuristiken" und "entscheidungsunterstützende Systeme" charakterisiert.

Welche Rolle spielen "weiche" Faktoren im harten OR-Umfeld?

Die Arbeit argumentiert, dass weiche Faktoren, wie soziale Interaktionen und individuelle Einstellungen, untrennbar mit dem Erfolg technischer OR-Modelle verbunden sind und daher explizit modelliert werden müssen.

Wie unterscheidet sich Soft-OR von Hard-OR in diesem Kontext?

Soft-OR konzentriert sich auf die Verbesserung der Kommunikation und Kooperation bei unklaren Zielen, während Hard-OR die mathematische Optimierung mit definierten Zielparametern verfolgt; BOR ergänzt beide um die Verhaltensperspektive.

Was ist das Fazit zur Einbindung von Experten in den OR-Prozess?

Der Autor betont, dass eine zu starke Fokussierung auf Experten-Know-how die Unvoreingenommenheit beeinträchtigen kann und empfiehlt daher den Einsatz externer Moderatoren, um gruppendynamische Verzerrungen besser zu steuern.

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Details

Title
Behavioral Operational Resarch (BOR). BOR im Spannungsfeld von quantitativer Modellierung und Verhaltensforschung
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
42
Catalog Number
V1458102
ISBN (PDF)
9783389002797
ISBN (Book)
9783389002803
Language
German
Tags
Behavioral Operational Research BOR Menschlicher Faktor Entscheidungstheorie Verhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Behavioral Operational Resarch (BOR). BOR im Spannungsfeld von quantitativer Modellierung und Verhaltensforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458102
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