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Veränderung von Sprache und Sprachgebrauch im Deutschen. Eine kritische Evaluierung

Titel: Veränderung von Sprache und Sprachgebrauch im Deutschen. Eine kritische Evaluierung

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dass wir nicht mehr so sprechen wie im 19. Jahrhundert, ist bekannt. Viele empfinden dies als Verlust der deutschen Kultur und sind empört darüber. Doch die Ursachen und Faktoren, die diesen stetigen Sprachwandel bedingen, belegen, dass ebendieser nicht willkürlich vonstattengeht.

In dieser Arbeit möchte ich die verschiedenen Gesichtspunkte des Sprachwandels genauer beleuchten und kritisch betrachten. Zuerst werden dafür die theoretischen Begrifflichkeiten erläutert. Beginnend mit einer Definition von Sprache und ihrer Entwicklung im deutschen Raum wird eine Grundlage für den Sprachbegriff geschaffen. Daraufhin werden die sprachlichen Varietäten kurz thematisiert. Es folgt eine Auseinandersetzung mit dem Begriff des Sprachwandels, welche die Zusammenhänge bezüglich Dimensionen, Faktoren und Ursachen verdeutlicht. Die Folgen und Auswirkungen werden ebenfalls erläutert. Den Kern meiner Arbeit bildet eine genauere Betrachtung dieser Zusammenhänge und einer kritischen Auseinandersetzung mit ihnen. Hierfür wird den Dimensionen und Ursachen genauer auf den Grund gegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Sprache

2.1Entwicklung deutscher Sprache

2.2Varietäten von Sprache

3.Sprachwandel

3.1Ursachen des Sprachwandels

3.1.1Soziales System

3.1.2Kognition

3.1.3Biologie

3.1.4Kreativität

3.2Folgen

4.Kritische Betrachtung

4.1Kritische Betrachtung der Dimensionen

4.2Kritische Betrachtung der Ursachen

5.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die komplexen Mechanismen und Einflussfaktoren des Sprachwandels im Deutschen kritisch zu evaluieren und die Frage zu beantworten, ob dieser Prozess als kultureller Verlust oder als notwendige Anpassung an gesellschaftliche Realitäten zu verstehen ist.

  • Definition und theoretische Grundlagen von Sprache und Sprachwandel
  • Analyse der vier Dimensionen des Sprachwandels
  • Untersuchung der zentralen Ursachen: Soziales System, Kognition, Biologie und Kreativität
  • Kritische Reflexion der "Verstanden werden"-Maxime
  • Bewertung der Rolle von Varietäten wie Jugendsprache im gegenwärtigen Wandel

Auszug aus dem Buch

3.1URSACHEN DES SPRACHWANDELS

Generell lässt sich sagen, dass eine Veränderung der Sprache nur dann stattfindet, wenn eine alternative Sprachverwendung für einen Großteil von Individuen einen Vorteil bringt (vgl. Bechmann, 2016: 105). Geht man im Weiteren davon, dass „Verstanden werden“ die menschliche Hypermaxime bildet, so gibt es vier Determinanten, die die Handlungsmöglichkeiten bezüglich der Sprachverwendung beeinflussen. Das soziale System, die Kognition, die Biologie sowie die Kreativität (vgl. Bechmann 2016: 107). Im Folgenden werden diese Determinanten genauer erläutert.

3.1.1SOZIALES SYSTEM

Sprache ist ein ausschließlich soziales System, das wiederum soziokulturellen Einflussfaktoren unterliegt. Diese sind „[…] Fortschritt, Adaption (Anpassung an Umwelteinflüsse), Diffusion und Akkulturation (Übernahme und Anpassung aus/an fremde/n Kulturen) sowie Invention (Erfindung oder Einführung neuer Prinzipien, Werkzeuge oder Bräuche) […]“ (Bechmann 2016: 66). Diese Faktoren beeinflussen unsere Kultur und somit unsere Sprache, da die sich immer an die Sprecher anpasst, der sich wiederum der Kultur anpasst. Die Interaktion mit anderen Sprechern schafft Raum dafür, die sprachlichen Gewohnheiten des Gegenübers kennenzulernen und gegebenenfalls zu adaptieren. Gerade in diesem zwischenmenschlichen Kontakt wird das enge Verhältnis von Kultur- und Sprachwandel besonders deutlich. Diese gesellschaftlichen oder kulturellen Bedingungen sind wiederum in Soziale Kommunikationsbedürfnisse, Sprachkontakt, technische, politische, gesellschaftliche oder religiöse Veränderungen unterteilen. Als weitere Beispiele hierfür wären das Erscheinen oder Verschwinden von Tätigkeiten oder eine erfolgte Urbanisierung zu nennen (vgl. Bechmann 2016: 109ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die Thematik des stetigen Sprachwandels unter Einbezug der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise.

2.Sprache: Theoretische Klärung des Sprachbegriffs, der Sprachformen sowie eine kurze historische Einordnung der deutschen Sprache.

2.1Entwicklung deutscher Sprache: Darstellung der historischen Entstehung und Vereinheitlichung des Standarddeutschen vom Indoeuropäischen ausgehend.

2.2Varietäten von Sprache: Erläuterung der Abweichungen im Sprachsystem durch soziale und situative Faktoren sowie die Unterteilung in vier Dimensionen.

3.Sprachwandel: Prozessbeschreibung des Wandels in vier Phasen sowie Erläuterung der theoretischen Perspektiven (diachron und synchron).

3.1Ursachen des Sprachwandels: Einführung in die vier Determinanten, die Handlungsspielräume in der Sprachverwendung beeinflussen.

3.1.1Soziales System: Analyse des Einflusses soziokultureller Faktoren und zwischenmenschlicher Interaktionen auf die Sprachentwicklung.

3.1.2Kognition: Untersuchung kognitiver Muster und der Bedeutung von Regelübertragungen oder Fehlern für den Sprachwandel.

3.1.3Biologie: Betrachtung des menschlichen Sprechapparates als limitierender und anpassungsfähiger Faktor.

3.1.4Kreativität: Diskussion der Rolle bewusster Sprachbeeinflussung durch Poesie, Werbung und Sprachnormierungen.

3.2Folgen: Zusammenfassung der Auswirkungen des Sprachwandels, insbesondere hinsichtlich grammatischer Komplexität und Repertoireerweiterung.

4.Kritische Betrachtung: Einführung in die kritische Auseinandersetzung mit den theoretischen Termini und Dimensionen des Sprachwandels.

4.1Kritische Betrachtung der Dimensionen: Kritische Analyse, wie gesellschaftlicher Wandel direkt auf Sprachgeschichte, Lexik und Pragmatik einwirkt.

4.2Kritische Betrachtung der Ursachen: Reflexion über "Dazugehören wollen", Anglizismen und die Rolle des sozialen Systems als treibende Kraft.

5.Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung des Sprachwandels als notwendige Prozesshaftigkeit, die keine negativen Aspekte birgt.

Schlüsselwörter

Sprachwandel, Sprachgebrauch, Sprachsystem, Soziales System, Sprachgeschichte, Varietäten, Standarddeutsch, Sprachnormierung, Kognition, Kommunikation, Sprachökonomie, Handlungsmaxime, Sprachkontakt, Bedeutungswandel, Sprachentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem stetigen Phänomen des Sprachwandels im Deutschen und untersucht die Hintergründe, die dazu führen, dass sich Sprache über Zeit verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Definition von Sprache, die historische Entwicklung, die Identifikation von Ursachen sowie die kritische Reflexion über die Bewertung von Sprachwandel.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Mechanismen des Sprachwandels aufzudecken und zu zeigen, dass dieser Prozess kein willkürliches Ereignis, sondern eine funktionale Anpassung an die Bedürfnisse der Sprechenden ist.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Konzepte der Sprachwissenschaft und des Sprachwandels (unter anderem nach Bechmann, Klein und Polenz) kritisch gegenüberstellt und auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Sprachsystem und dessen Varietäten, gefolgt von einer detaillierten Ursachenanalyse der vier Determinanten Soziales System, Kognition, Biologie und Kreativität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Sprachwandel, Sprachökonomie, Varietäten, soziale Konventionen, Sprachgeschichte, Kognition und Kommunikation.

Wie bewertet die Autorin die Verwendung von Internetsprache in formellen Kontexten?

Die Autorin stellt dies in den Kontext der situativen Angemessenheit und betont, dass Sprachvarietäten wie Internetsprache ihre Berechtigung haben, ihren Nutzen aber in formellen Kontexten verlieren können.

Warum stellt sich die Autorin gegen eine rein "konservative" Sichtweise auf Sprachwandel?

Aufgrund der Prozesshaftigkeit menschlicher Realität verwehrt sich die Autorin einem statischen Blick auf Sprachsysteme; eine strikte Verweigerung gegenüber Wandel erschwere lediglich die Kommunikation untereinander.

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Details

Titel
Veränderung von Sprache und Sprachgebrauch im Deutschen. Eine kritische Evaluierung
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V1458197
ISBN (PDF)
9783389022269
ISBN (Buch)
9783389022276
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachwandel Sprachvarietät Veränderung von Sprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Veränderung von Sprache und Sprachgebrauch im Deutschen. Eine kritische Evaluierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458197
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Leseprobe aus  15  Seiten
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