Ein Versuch, sich dem vielgestaltigen Phänomen „Markt" zu nähern, kann in einer Klassifizierung bestehen. Die nächstliegende Einteilung ist die nach der Art der gehandelten Wirtschaftsobjekte, der Marktobjekte. Dabei kann man bei Gütern zunächst grob nach Verwendungszwecken gliedern und Konsum- von Investitionsgüter- und Inlands- von Exportmärkten unterscheiden.
Die Grobgliederung in Sachgüter, Dienstleistungen, Nutzungen und Forderungen erfasst im Prinzip alle Marktobjekte, wenn man von Märkten für Menschen, meist in ihrer Eigenschaft als Arbeitskräfte (im Unterschied zu Märkten für Arbeitsleistungen) als Randerscheinung absieht.
Auf dem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander, ein Wochenmarkt ist ein schönes Beispiel dafür. Man unterscheidet verschiedene Marktformen nach der Zahl bzw. relativen Größe der Anbieter und Nachfrager (Tab. 1) [...]
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Marktstruktur
1.1 Unterschiede zwischen den Monopol, monopolistischer Wettbewerb und Oligopol
2. Das Monopol
2.1 Monopol und vollkommene Konkurrenz
3. Oligopol
3.1 Nichtpreiswettbewerb im Oligopol.
3.2 Die Spieltheorie
3.3 Die Wettbewerbsdimensionen zwischen Oligopolisten
4 Die Bedeutung des unvollkommenen Wettbewerbs
Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Mechanismen der Preisbildung und Gewinnmaximierung unter Bedingungen unvollkommener Konkurrenz, wobei der Fokus gezielt auf monopolistischen und oligopolistischen Marktstrukturen liegt.
- Analyse der Marktstrukturen und Abgrenzung von Monopol und Wettbewerb.
- Untersuchung der Gewinnmaximierungsstrategien bei Monopolen.
- Erforschung von Verhaltensweisen und Strategien in oligopolistischen Märkten unter Anwendung spieltheoretischer Ansätze.
- Betrachtung von Wettbewerbsdimensionen wie Nichtpreiswettbewerb und Cournot- bzw. Bertrand-Wettbewerb.
- Kritische Würdigung der Bedeutung unvollkommenen Wettbewerbs in der modernen Wirtschaft.
Auszug aus dem Buch
3.2 Die Spieltheorie
Nicht selten wird erwähnt, dass ein Oligopol in Wirklichkeit einem Spiel der Charaktere ähnelt, bei dem jeder Spieler, wie auch bei Schach oder Poker, die weitere Vorgehensweise seines Gegners möglichst genau erahnen soll.
Aus diesem Grund zeigten viele Ökonomen, die sich mit der Theorie des Oligopols auseinander setzten, große Begeisterung vom 1944 erschienenen Buch mit dem Titel „The Theory of Games and Economic Behavior“.
Wäre es möglich, dass die Autoren John von Neumann und Oskar Morgenstern, die Begründer der Spieltheorie, endlich das große Geheimnis des Oligopols aufgedeckt haben?
Natürlich gelang den beiden ein großer Schritt nach vorn. Anstatt während ihrer Forschungen davon auszugehen, dass ein Unternehmen auf die Veränderungen eines anderen Unternehmens in irgendeiner Art und Weise reagiert, haben Neumann und Morgenstern entschieden zu analysieren, welche Annahme bezüglich des Verhaltens seiner Konkurrenten für die Firma optimal ist.
Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich genauer auf das Gefangenendilemma eingehen.
In der modernen Theorie zum Oligopol analysiert man die Zusammenarbeit zwischen den Oligopolisten mit Hilfe eines Zweiges der Mathematik, der als Spieltheorie bezeichnet wird. Die Spielteilnehmer können bestimmte Spielzüge machen, die durch die Spielregeln vorgegeben sind. Die Ergebnisse des Spiels, also das, was jeder Teilnehmer am Ende erhält, werden als Auszahlungen definiert, und hängen vom Verhalten jedes einzelnen Spielteilnehmers ab. Jeder Spieler wählt eine Strategie und entscheidet sich somit für bestimmte Spielzüge. Wenn in einem Spiel jeder Teilnehmer mehr als einen Spielzug hat, können die Züge davon abhängen, was in den vergangenen Perioden geschehen ist. Dabei geht die Spieltheorie davon aus, dass jeder Mitspieler sich rational verhält und das gleiche auch von seinen Gegnern erwartet. Jeder ist bemüht, seine eigene Auszahlung zu maximieren. Mit Hilfe der Spieltheorie versucht man vorauszusagen, was jeder Spieler als nächstes tun wird. Die Antwort darauf ist von den Spielregeln und den möglichen Auszahlungen abhängig.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit ökonomischer Bildung und führt in die verschiedenen Marktformen von der vollkommenen Konkurrenz bis zum Monopol ein.
1 Marktstruktur: Dieses Kapitel klassifiziert Marktformen basierend auf der Anzahl und Größe von Anbietern und Nachfragern.
2. Das Monopol: Hier wird die Marktsituation des Monopols erläutert, insbesondere wie ein Monopolist zur Gewinnmaximierung sein Preis- und Outputniveau festlegt.
3. Oligopol: Dieses Kapitel analysiert die komplexen strategischen Interaktionen in Oligopolen, unter anderem durch Spieltheorie sowie Wettbewerbsdimensionen wie Nichtpreiswettbewerb.
4 Die Bedeutung des unvollkommenen Wettbewerbs: Das Kapitel diskutiert, warum unvollkommener Wettbewerb die Realität der meisten Märkte widerspiegelt und die Grenzen klassischer Wettbewerbsmodelle aufzeigt.
Schluss: Der Schluss fasst die Erkenntnisse über Marktstrukturen und Gewinnmaximierungsbestreben zusammen und reflektiert die Abweichungen der realen Wirtschaft von theoretischen Idealmodellen.
Schlüsselwörter
Unvollkommene Konkurrenz, Monopol, Oligopol, Gewinnmaximierung, Marktstruktur, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Nichtpreiswettbewerb, Preisbildung, Grenzkosten, Grenzerlös, Produktdifferenzierung, Cournot-Wettbewerb, Bertrand-Wettbewerb, Eintrittsbarrieren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Marktstrukturen, speziell der unvollkommenen Konkurrenz durch Monopole und Oligopole, und wie Unternehmen in diesen Marktformen agieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Preisbildung, die Gewinnmaximierung unter verschiedenen Wettbewerbsbedingungen sowie die strategische Interaktion zwischen Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Marktformen das Verhalten der Teilnehmer beeinflussen und wie Unternehmen ihre Strategien anpassen, um Gewinne zu maximieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretische Analyse der Mikroökonomie angewandt, unterstützt durch spieltheoretische Modelle wie das Gefangenendilemma und die Betrachtung von Wettbewerbsarten wie dem Cournot- und Bertrand-Wettbewerb.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Monopolen, die Dynamik von Oligopolen, strategische Eintrittsbarrieren sowie die Anwendung der Spieltheorie zur Erklärung von Unternehmensverhalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie unvollkommene Konkurrenz, Monopolmacht, Oligopoltheorie, Gewinnmaximierung und strategisches Handeln charakterisiert.
Warum wird das Monopol oft als schlecht für die Gesellschaft erachtet?
Da Monopole im Vergleich zur vollkommenen Konkurrenz häufig zu höheren Preisen und geringeren produzierten Mengen führen, was zu Lasten der Verbraucher geht.
Was besagt das Gefangenendilemma im Kontext von Oligopolen?
Es illustriert das Problem, dass es für beide Seiten rational wäre zu kooperieren (z.B. Produktionsbeschränkung), aber der Anreiz zum Eigennutz (Produktionsausweitung) beide schlechter stellt, als wenn sie kooperiert hätten.
- Quote paper
- Konstantin Pozdnyakov (Author), 2006, Unvollkommene Konkurrenz und Gewinnmaximierung bei der monopolistischen und oligopolistischen Marktform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145832