Hidden Champions im Handels- und Dienstleistungssektor


Seminararbeit, 2009
21 Seiten, Note: 2.3

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1. Mittelstand
2.2. Marktführerschaft
2.3. Hidden Champions

3. Dienstleister und Handel
3.1. Unterscheid zur Industrie
3.2. Übertragung auf die Hidden Champions

4. Eine Nische im Markt
4.1. Der Nischenanbieter
4.2. Alles für das Tier – Fressnapf Tiernahrungs GmbH

5. Immer mal etwas Neues
5.1. Die Innovation
5.2. Schnaps als Ideentreiber - JF Hillebrand Deutschland GmbH

6. Auf dem Weg in die Welt
6.1. Die Globalisierung
6.2. Es grünt so grün – Pflanzenhandel Lorenz von Ehren GmbH & Co. KG

7. Es soll Großes werden
7.1. Die Marktführerschaft
7.2. Optimal auf den Schienen – Qnamic AG

8. Immer nah dran bleiben
8.1. Die Kundennähe
8.2. Hier spielt die Musik – Musikhaus Thomann e.K.

9. Gemeinsam sind wir stark
9.1. Der Mitarbeiter
9.2. Ingenieure mit Philosophie – Rücker AG

10. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis
a.) Monographie
b.) Internet- und sonstige Quellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Schlüsselzahlen der KMU's

Abbildung 2 - Was macht einen qualitativen Marktführer aus?

Abbildung 3 - Fressnapf Tiernahrungs GmbH

Abbildung 4 - JF Hillebrand Deutschland GmbH

Abbildung 5 - Hidden Champions und die Globalisierung

Abbildung 6 - Pflanzenhandel Lorenz von Ehren GmbH & Co. KG

Abbildung 7 - RailOpt ist das Software-Paket der Qnamic AG

Abbildung 8 - Musikhaus Thomann e. K.

Abbildung 9 - Interne Stärken der Hidden Champions

Abbildung 10 - Die Rücker AG aktiver Partner der Initiative „SACHEN MACHEN“

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Deutschland trotzt der Wirtschaftskrise und ist 2008 immer noch Exportweltmeister, heißt es vom Außenhandelsverband.[1] Nach Hermann Simon haben die Hidden Champions dies und den Begriff „Globalisierung“ entscheidend mitgeprägt.[2]

Aber was machen die Händler und Dienstleister? Zwar haben Händler einen Exportbezug, da sie ihre Waren auch ins Ausland versenden. Jedoch fällt es aber bei Dienstleistern im ersten Moment schwer zu glauben, dass sie Anteil am weltmeisterlichen Erfolg haben.

Auch in Simons Büchern sind fast alle Beispiele aus dem produzierenden Gewerbe gewählt und Dienstleister wie Händler finden kaum Erwähnung.

Diese beiden Punkte führen zu der Fragestellung: Lässt sich das Konzept der Hidden Champions nicht auf den Handels- und Dienstleistungssektor übertragen und gibt es somit keine Hidden Champions unter ihnen?

2. Definitionen

Eckert Schmitt sieht die Hidden Champions als Synonym für mittelständische Welt- und Europamarktführer.[3] Davon ausgehend folgen die Definition des Mittelstandes bzw. kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie die Definition der Marktführerschaft. Am Ende des Kapitels werden mit diesen Punkten die Charakteristika der Hidden Champions gebildet.

2.1. Mittelstand

Die Definition der KMU wird auf zwei Ebenen betrachtet, der europäischen und der deutschen. Die europäische Definition von KMU wurde von der EU-Kommission im Jahre 2005 fest gelegt und hat folgende Richtwerte:[4]

- Beschäftigte: maximal 250 Mitarbeiter
- Umsatz: maximal 50 Millionen Euro pro Jahr
- Bilanzsumme: maximal 43 Millionen Euro

Die „deutsche“ Definition wurde 2002 von dem Institut für Mittelstands-forschung Bonn (IfM Bonn) festgelegt und besitzt folgende Richtwerte:[5]

- Beschäftigte: maximal 500 Mitarbeiter
- Umsatz: maximal 50 Millionen Euro pro Jahr
- Bilanzsumme: keine Begrenzung

Der Unterschied bei den Beschäftigtenzahlen ist darauf zurückzuführen, dass es im europäischen Ausland wenig mittelständische Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern gibt und bei einer Festlegung von 500 Mitarbeitern die deutschen Ansprüche auf Beihilfen enorm steigen würden.

Wird die Definition der IfM Bonn zu Grunde gelegt, sind 99,7% aller Unternehmen in Deutschland KMU. In der untenstehenden Abbildung sind weitere Schlüsselzahlen der kleinen und mittleren Unternehmen aufgeführt. (vgl. Abbildung 1)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Schlüsselzahlen der KMU's

2.2. Marktführerschaft

Nachdem die Definition des Mittelstandes bzw. der KMU geklärt ist, folgt die Definition von Marktführerschaft.

Generell heißt es: Marktführer ist das Unternehmen, welches den größten Marktanteil besitzt. Hier werden zwei Varianten unterschieden, die quantitative und die qualitative Marktführerschaft. Die quantitative Führerschaft wird dann nochmals unterteilt in wertmäßige und mengenmäßige Ausschöpfung des Marktes. Bei der wertmäßigen Ausschöpfung steht der Umsatz des Unternehmens im Fokus, bei der mengenmäßigen die abgesetzte Menge der Produkte.[6]

Die qualitative Ansicht stellt die qualitativen Kriterien gegenüber. Hierbei werden alle übrigen Kriterien wie Technologie, Qualität, und Bekanntheit (vgl. Abbildung 2) zusammengefasst.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 - Was macht einen qualitativen Marktführer aus?

2.3. Hidden Champions

Nach dem die Begriffe Mittelstand und Marktführer erläutert sind, kann man sie zu dem Begriff Hidden Champions zusammen führen.

Die Autoren Oliver Kühne und Philip Dietrich sehen in ihrem Artikel „Hidden Champions – klein aber oho“ die Hidden Champions (auf Deutsch „heimliche Gewinner“) als Rückgrat der deutschen Wirtschaft.[8]

Aber was genau kennzeichnet KMU als Hidden Champions?

Der Begriff „Hidden Champion“ wurde von dem Wirtschaftsprofessor Hermann Simon in seinem 1996 erschienenen Buch „Die heimlichen Gewinner (Hidden Champions)“ geprägt. Er untersuchte dazu Unternehmen im In- und Ausland und legte dabei folgende drei Kriterien fest, die ein Unternehmen als Hidden Champion qualifizieren:[9]

1. Das Unternehmen gehört zu den Besten der Welt oder ist die Nummer Eins in Europa.
2. Der Umsatz des Unternehmens liegt unter 500 Mio. €.[10]
3. Der Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit ist qualitativ geschätzt relativ gering.

Die meisten Hidden Champions, knapp 70%, sind Hersteller von industriellen Gütern. Danach folgen die Hersteller von Konsumgütern mit 20%. Den kleinsten Teil, der Handels- und Dienstleistungssektor, bildet gerade mal 10% der Gesamtbetrachtung von Hermann Simon.[11]

3. Dienstleister und Handel

3.1. Unterscheid zur Industrie

Um die Hidden Champions unter den Dienstleistern und Händlern zu finden muss abgegrenzt werden, was einen Händler und was einen Dienstleister charakterisiert.

Bei dem Händler ist es eindeutig mit dem An- und Verkauf von Waren definiert. Bei dem Dienstleister ist es dagegen schwer eine Abgrenzung zu der Sach-güterindustrie zu finden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass meist ein Teil einer Dienstleistung einen Bezug zu einer Ware hat. Der andere Teil und somit auch die große Gemeinsamkeit aller Dienstleister ist der Service, der somit als Hauptkriterium der Dienstleister gilt.[12] Der Umsatz wird primär aus dem geleisteten Service generiert. Kurz gesagt ist das Hauptaugenmerk eines Dienstleisters und eines Händlers auf die Serviceleistung gerichtet und nur peripher auf ein Sachgut.

3.2. Übertragung auf die Hidden Champions

Die Frage, die sich nun stellt, lautet: Kann man die Thesen der Hidden Champions überhaupt auf den Handels- und Dienstleistungssektor beziehen?

Problematisch sind in diesem Zusammenhand die Thesen, die einen starken Bezug zu Produkten haben, wie Nischenanbieter und Innovationen.

Unproblematisch dagegen sind die allgemein gültigen Thesen, wie Globalisier-ung und Marktführerschaft, da diese in allen Bereichen möglich sind.

Als großes Plus der Hidden Champions unter den Händlern und Dienstleistern sind die Thesen Kundennähe und Mitarbeiter zu sehen, da beide den Service-gedanken betreffen.

Die Thesen Nischenanbieter, Innovationen, Globalisierung und Marktführer-schaft sowie Kundennähe und Mitarbeiter werden im Folgenden herausgestellt und anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht.

[...]


[1] vgl. www.welt.de

[2] vgl. Simon, H., Die heimlichen Gewinner, S. 11

[3] vgl. Schmitt, E., S. 4

[4] vgl. Die neue KMU-Definition

[5] vgl. www.ifm-bonn.org

[6] vgl. Simon, H., Hidden Champions des 21. Jahrhunderts, S. 75

[7] vgl. Schmitt, E., S. 152

[8] vgl. Kühne, O./Dietrich, P., S. 7

[9] vgl. Simon, H., Die heimlichen Gewinner, S. 14

[10] vgl. Simon, H., Hidden Champions des 21. Jahrhunderts, S. 33

[11] vgl. Simon, H., Hidden Champions des 21. Jahrhunderts, S. 33

[12] vgl. Haller, S., S.6

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Hidden Champions im Handels- und Dienstleistungssektor
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Köln
Veranstaltung
Unternehmensführung im Mittelstand
Note
2.3
Autor
Jahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V145892
ISBN (eBook)
9783640555949
ISBN (Buch)
9783640555444
Dateigröße
778 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mittelstand, Hidden Champions, Dienstleister, Handel, Marktführer, Nischenanbieter, Innovation, Globalisierung, Kundennähe
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. Sebastian Keup (Autor), 2009, Hidden Champions im Handels- und Dienstleistungssektor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145892

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