Das perfekte Dinner - von Austern, Bordeaux und der richtigen Garderobe

Allgemeinwissen zu Speisen, Getränken und Kleidung


Seminararbeit, 2009
66 Seiten, Note: 1.3

Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Vorspeise

2 Erster Gang Garderobe
2.1 Guter Stil bei einem Mann
2.1.1 Die 10 häufigsten StilFauxpas bei einem Mann
2.2 Guter Stil bei einer Frau
2.1.1 Tipps & Checkliste um StilFauxpas zu vermeiden
2.3 Aufbau der Geschäftsgarderobe
2.3.1 Aufbau der Geschäftsgarderobe einer Frau
2.3.2 Aufbau der Geschäftsgarderobe eines Mannes
2.4 Länderspezifisches Dresscode für Frau & Mann

3 Zweiter Gang Esskultur
3.1 Wahl der Waffen Das Besteck
3.2 Safety first Die Serviette
3.3 Haltung bewahren Die Manieren
3.4 Delikatessen
3.4.1 Jäger des Rogens Der Kaviar
3.4.2 High potential Die Auster
3.4.3 Spiel mir das Lied vom Tod Der Fugu
3.4.4 Die Vogelhochzeit Die Taube und die Wachtel
3.4.5 Bitte blutig Das Steak
3.4.6 Ein besonderer Pilz Der Trüffel
3.4.7 Von Fälschern begehrt Das Essig und das Öl
3.4.8 Die Früchte der Götter Die Dattel und die Feige
3.5 Vorsicht Falle Die Besonderheiten mancher Gerichte

4 Dritter Gang Die Getränke
4.1 Wein
4.1.1 Historisches
4.1.2 Fakten
4.1.3 Die richtige Temperatur
4.1.4 Öffnen der Flasche
4.1.5 Einschenken
4.1.6 Weinverarbeitung
4.1.7 Die Sorten
4.1.8 Speisen und Wein richtig kombinieren
4.1.9 Grundregeln für die Kombination von Speisen und Wein
4.1.10 Schwierige Weinpartner
4.2 Schaumwein Champagner und Sekt
4.2.1 Champagner
4.2.2 Sekt
4.3 Bier
4.4 Wasser
4.5 Fruchtsaft
4.6 Kaffee
4.6.1 Röstung
4.6.2 Kaffeearten
4.7 Whisky
4.8 Die unterschiedlichsten Gläser
4.9 Der gedeckte Tisch

5 Dessert

Kleines Weinlexikon

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Damenjacken

Abbildung 2: Ärmellänge

Abbildung 3: Blusenkragen

Abbildung 4: Veston

Abbildung 5: Flatfront-Hose und Buntfalt-Hose

Abbildung 6: Hemdkragen

Abbildung 7: Tisch-Manieren

Abbildung 8: Die goldene Kaviardose

Abbildung 9: Black Angus / Wagyu

Abbildung 10: Der weiße Trüffel

Abbildung 11: Der schwarze Trüffel

Abbildung 12: Geschmackszonen der Zunge

Abbildung 13: Zusammensetzung der Coffea arabica Bohne

Abbildung 14: Gläser

Abbildung 15: Gläser in einer Reihe aufgestellt

Abbildung 16: Gläser in Blockform aufgestellt

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Vorspeise

Wer erfolgreich sein will, benötigt Stil und dazu auch gute Manieren. Schon Adolf Freiherr von Knigge (1752 -1796) sagte: “Lass mich sehen, wie Du Dich benimmst und ich sage Dir, wer Du bist und wie weit Du es bringst!“ Der Manager von Heute braucht nicht nur Stil und gute Manieren, er muss sich auch am Tisch zu benehmen wissen. Außerdem sollte er sich ein gewisses Allgemeinwissen an Speisen und Getränken verinnerlich haben. Mittlerweile gibt es Unternehmen, die bereits das Geschäftsessen mit in ihre Bewerbungstests einbeziehen und testen, wie sich die verschiedenen Bewerber verhalten. Am Tisch fällt sehr schnell auf, wer ein mangelhaftes Benehmen hat und wer sich zu benehmen weiß. Wer sich z.B. auf die Stelle des Vertriebsleiters bewirbt und zum Abendessen in ein Nobelrestaurant eingeladen wird, hat vermutlich keinen Hunger. Man isst, weil man zeigen will, dass man gesellig ist und das Unternehmen sehr gut repräsentieren kann und zwar auf hohem Niveau. Dabei ist die gekonnte Nahrungsaufnahme nur ein Teil der Prüfung, die man zu bestehen hat. Genauso wichtig ist es, gekonnt mit den Tischnachbarn zu kommunizieren. Tischmanieren sind nicht der perfekte Gebrauch von Gabel, Gläser, Löffel und Messerbänkchen. Unter Tischmanieren versteht man das generelle Verhalten bei Tisch. Zu einem edlen Essen gehört ein auf jeden Gang abgestimmtes Getränk. Der Trend, der Wein, der exakt zum jeweiligen Gericht passt1. Das Essen ist nicht nur die reine Nahrungsaufnahme, sondern fördert die Kommunikation und die sozialen Aspekte miteinander. Außerdem ist die die richtige Kleiderwahl essentiell um ein kompetentes Auftreten gewährleisten zu können, des Weiteren ist wichtig was einen guten Stil bei einer Frau bzw. einem Mann ausmacht. Um in wichtigen Situationen, beispielsweise dem Geschäftsessen mit einem Kunden, mit der Beherrschung der Tischmanieren, dem Wissen über Speisen und Wein, sowie der aktuellen und anlassgerechten Kleiderordnung trumpfen zu können, können sich die folgenden Informationen als nützlich erweisen.

2 Erster Gang - Garderobe

2.1 Guter Stil bei einem Mann

Sehr verehrte Herren, der eidgenössische Konsens des Mittelmaßes hat ausgedient, denn es ist wieder an der Zeit das Heft selbst in die Hand zu nehmen und das Beste versuchen aus sich zu machen. Die Eleganz wird einen zwar nicht in die Wiege gelegt, jedoch kann jedermann lernen, sich gut anzuziehen2.

„ Kleider machen Leute “3

Es ist durchaus möglich, dass einen der Look von 007 Pierce Brosnan erstrebenswert erscheint, das Gesicht und der Körperbau verlangt jedoch beispielsweise das eher derbe, sportliche Bruce-Willis-Image. Man sollte zu seinen Typen sowie zu der Statur stehen und nicht versuchen etwas oder jemanden dazustellen, was der natürlichen Veranlagung widerspricht. Man erwägt nur dann einen glaubwürdigen Eindruck, wenn die Kleidung mit dem Lebensstil und mit der körperlichen Gesamtstruktur über- einstimmt. Daher die Devise: Ein guter Stil ist ein harmonisches Zusammenspiel aller Garderobendetails, abgestimmt sowohl auf die Persönlichkeit, als auch auf den Lebensstil des Trägers.

Der Stil eines Menschen vermittelt, was ein Mensch ist, oder gerne sein möchte und zu welcher gesellschaftlichen Schicht er gehört oder welche Schicht er anstrebt. Sich wohl fühlen und mit Stil auftreten ist nicht zu gleich ein Widerspruch in sich, sondern ein Detail kann das andere unterstützen. Dazu sollen die folgenden Stil-Definitionen Sicherheit geben, sowohl typ- als auch anlassgerecht gekleidet zu sein:4

- Der natürliche Männertyp

⇒ Natürlichkeit, Sportlichkeit, Bewegungsfreiheit, Lässigkeit entspricht dem Naturell. Die Kleidung ist bequem und leger.

-ƒ Freizeitkleidung

Sakkos mit natürlicher Schulterlinie, gerader Schnitt, Einreiher, ohne Weste, aus robusten Stoffen wie Leinen, Cord und Tweed. Hosen in Baumwolle, Jeans oder Cord. Freizeithemden in gröber gewebte Baumwolle, Mischgewebe, Flanell und Fleece.

ƒ- Geschäftsgarderobe

Business-Sakko, Schnitt ähnlich der Freizeitkleidung, aus Schurwolle oder Flanell. Hose normal geschnitten oder mit Bundfalte. Business-Hemd aus matter Baumwolle.

ƒ- Farben und Muster

- Bei der Freizeitkleidung Sakkos mit Überkaros, in grobem Fischgrät, mit Lederfläche an Ellbogen sowie aufgesetzte Taschen und Steppnähte. Hemd mit breiten Streifen oder Karos.

- Bei der Geschäftsgarderobe Sakkos im Fischgrätmuster, Hahnentritt und Glencheck sowie auch Unis. Business-Hemden unifarben oder mit Fineliner-Karo und Button-down-Kragen

ƒ- Krawatten

Mattglänzende Seide, Uni-Farbtöne, mittelgroße Muster, breite Streifen

ƒ- Accessoires

Uhr mit Lederarmband5

- Der klassische Männertyp

⇒ Man will nach außen hin einen kompetenten Eindruck hinterlassen, indem man streng mit sich selbst ist.

-ƒ Freizeitkleidung

Sportsakkos, Einreiher, dezente Farben, in Tweed, Baumwolle oder Mischgewebe. Hosen aus Wolle oder (Fein-) Cord. Die Freizeithemden in klassischen Stil in glatt gewebten, matten Mischgeweben6.

ƒ- Geschäftsgarderobe

Anzüge mit leichter Schulterpolsterung, Zwei- oder Dreiteiler, Ein- oder Zweireiher, entweder mit Rücken- oder Seitenschlitzen ausgestattet, aus Kammgarn, Flanell oder Schurwolle. Hosen mit Aufschlag und Bundfalten. Die Hemden bestehend aus matter bis merzerisierter Baumwolle.

-ƒ Farben und Muster

- Bei der Freizeitkleidung Sakkos mit Überkaros in Fischgrät oder Block- streifen. Das Hemd generell in Uni-Farbtönen, Fineliner-Karos und der dazugehörige Buttondown-Kragen.

- Bei der Geschäftsgarderobe Sakkos in Nadelstreifen (3-6 mm), Fisch- grät bzw. Unis. Das Business-Hemd überwiegend in unifarben, mit Streifen oder Fadenkaros. Mit einem Standard-, Kent- und Haikragen.

-ƒ Krawatten

Glänzende oder matte Seide, mittlere bis dunklere Unifarben, schmale bis unregelmäßige Streifen.

ƒ- Accessoires

Uhr bestehend aus einem Metall- oder Lederarmband, Herrenring, Krawatten- nadel7.

- Der auffallende Männertyp

⇒ Dieser Typ will wahrgenommen werden, allerdings nicht nur bzgl. der natürlichen Attraktivität, sondern er betont seine Pluspunkte. Die Garderoben- auswahl besteht aus starken Kontrasten, figurbetonten Schnitten und vor allem Modebewusstsein.

ƒ Freizeitkleidung

Sportsakkos mit breitschultrigem Schnitt, Ein- oder Zweireiher, keine taillierte Jacken. Die bevorzugten Stoffe sind Mischgewebe, Wolle, schwerer Tweed und Seide. Hosen aus Wolle, Polyester- und Mischgewebe, matt bis changierend8.

-ƒ Geschäftsgarderobe

Anzüge mit kantiger Schulterpartie. Jacken leicht tailliert sowie mit Rücken- schlitz, bevorzugt wird der Zweireiher, aus Stoffen wie Wollkammgarn und Seidenmischgewebe. Hosen vorzugsweise aus Schurwolle oder Kamm-garn mit Bundfalten, mit oder ohne Aufschlag, gerade Beinform. Business-Hemden aus glatter Baumwolle.

-ƒ Farben und Muster

Bei der Geschäftsgarderobe und bei der Freizeitkleidung dominieren bei der Oberbekleidung Uni-Farbtöne, klares Hahnentrittmuster, farbkräftiges Fischgrätmuster sowie deutlich erkennbare Nadelstreifen.

Die Business-Hemden sind vorzugsweise in unifarben oder mit FinelinerStreifen, Standard- oder Kent-Kragen und Manschetten mit separaten Knöpfen. Das Freizeithemd dagegen mit kräftigen Karos oder Streifen.

ƒ- Krawatten

Dunkle Uni-Farbtöne, großflächige Muster, kontrastierende Streifen

ƒ- Accessoires

Deutlich erkennbare Armbanduhr, Hosenträger, Manschettenknöpfe, Kragennadel und Ring9

2.1.1 Die 10 häufigsten Stil-Fauxpas bei einem Mann

1. Kann man ein Buttondown-Hemd mit Krawatte tragen?

Es ist durchaus möglich ein Buttondown-Hemd mit einer Krawatte zutragen, doch ein Zeichen vom guten Geschmack ist es nicht. Das Buttondown-Hemd sieht besser aus, wenn man es leger mit geöffneten Kragen trägt10.

2. Wie soll man den Veston zuknöpfen?

Die wichtigste Regel besagt, dass kein Jackett, außer das einer Uniform, wird jemals ganz geschlossen wird. Bei drei Knöpfen werden entweder die obersten beiden Knöpfe geschlossen, oder nur der mittlere Knopf wird geschlossen. Das

hinterlässt wiederum einen lässigeren Eindruck hinterlässt. Der unterste Knopf wird und darf nie geschlossen werden. Bei zwei Knöpfen wird ebenfalls nur der oberste geschlossen und bei Zweireihern werden komplett die Knöpfe bis auf

den untersten Schließknopf an der äußeren Kante geschlossen. Wichtig: Beim Hinsetzen immer den Veston öffnen.

3. Welches ist die richtige Länge des Vestonärmels?

Die richtige Länge des Vestonärmels ist, wenn unter dem Ärmel ein Daumenbreit der Hemdmanschette hervorschaut. Der Hemdärmel sollte daher auf der Daumenwurzel enden und der Vestonärmel demnach auf dem Handknöchel.

4. Darf man das T-Shirt unter dem Hemd sehen?

Es ist strikt untersagt, dass man das T-Shirt unter dem Hemd sehen darf. Es gilt nur so weit sein Hemd aufzuknöpfen, wie es der Halsausschnitt seines T-Shirts zulässt. Daher sollten keine halsnahen Rundhals-Shirts getragen werden sondern besser geeignet ist ein tief gezogenes T-Shirt mit V-Halsausschnitt oder ein tief gezogenes Tanktop.

5. Ist es in Ordnung, wenn man den Krawattenknoten abends nur so weit öffne, das

man die Schlinge über den Kopf ziehen und die fertig gebundene Krawatte in den Schrank hängen kann?

Dies spart an Zeit, doch zeugt nicht vom guten Geschmack und Stil. Die Krawatte sollte nach jedem Tragen entknotet werden und zu einer Schnecke gerollt werden, damit sich der Stoff erholen kann. Außerdem werden ständig gebundene Krawattenknoten immer enger und nutzen sich an der Stelle, die den Kragen berühren, ab.

6. Kann man zu lange Krawatten in den Hosenbund stopfen?

Es ist keine feine Lösung eine zu lange Krawatte in den Hosenbund zu stopfen.

Man bindet die Krawatte so, dass das hintere, schmale Ende zu lang ist und man dieses notgedrungen zwischen der Knopfleiste verschwinden lässt11.

7. Wie viel Schmuck kann man zu einem klassischen Businessanzug tragen? Zu einem klassischen Businessanzug sollten als Schmuck, ein dezenter Fingerring, eine Armbanduhr, individuelle Manschettenknöpfe und allenfalls eine Krawattennadel genügend bzw. ausreichend sein.

8. Kann ich im Sommer Kurzarmhemden zum Anzug tragen?

Ein absolutes Nein, was das Kurzarmhemd unter dem Anzug betrifft. Es zeugt vom schlechten Stillbewusstsein und lässt einen wie einen Anfänger aussehen, da man beim Tragen eines Anzugs die Hemdmanschette sehen sollte, um einen professionellen Eindruck zu hinter lassen.

9. Soll man Schuhe und Gürtel aufeinander abstimmen?

Auf jeden Fall, denn es ist ein Zeichen vom guten Geschmack, wenn die Schuhe und der Gürtel in Material und Farbe aufeinander abgestimmt sind. Bei Kauf von Schuhen sollte immer gleich der dazu passende Gürtel gekauft werden.

10. Kann man knöchelkurze Socken auch zu einem Anzug tragen?

Es ist ein absolutes No-Go, wenn man bei einem Mann die behaarten Beine zu sehen bekommt. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, daher gilt es knielange Socken zu tragen12.

2.2 Guter Stil bei einer Frau

Der Begriff „Stil haben“ sagt aus, dass alle Details eines Outfits stimmig sind und auch zur Trägerin passen. Eine harmonische Verbindung der Garderobendetails, abge- stimmt auf die Persönlichkeit und den Lebensstil der Trägerin, drücken den persön- lichen Stil der Frau aus. Insbesondere bei Frauen ist der richtige Stil ein maßgeblicher Faktor für Erfolg im beruflichen Leben. Ob eine Frau ein Kostüm, einen Hosenanzug oder eine Kleidkombination trägt, ist abhängig davon, worin sich die Frau wohler fühlt. Aufgrund der vielen modischen Optionen, den vielen Trends heutzutage ist es möglich zu experimentieren aber auch sich schnell zu vergreifen. Dazu sollen die folgenden Stil-Definitionen Sicherheit geben, sowohl typ- als auch anlassgerecht gekleidet bzw. gestylt zu sein13.

- Der sportlich-natürliche Frauentyp

⇒ Sie bevorzugten je nach Statur und Gewicht figurbetonte Schnitte aber auch lässige Formen. Die Garderobe drückt Tragekomfort aus, die kaum alters gebunden ist.

- Freizeitkleidung

Vermieden werden sollte die Garderobe, die einengt oder kneift. Die typische Garderobe für den sportlich-natürlichen Typ sind grob gewebte, strukturierte oder gestrickte Stoffe wie Jeans, Leinen oder Cord.

- Geschäftsgarderobe

Die sportliche Frau trägt im Geschäftsleben gerne Kombinationen oder Hosenanzüge in glatten, jedoch festen Stoffen wie Schurwolle und Wollflanell.

- Farben und Muster

Für die Businessgarderobe im Geschäftsleben bieten sich Farbtöne wie das helle bis dunkle Grau, dunkles bis mittleres Blau, Bordeaux, Pflaume und Sand an. Sie wirkt in Mustern wie Karo, breite Streifen, Glencheck oder Burlington.

- Accessoires

Sportliche Uhren mit Leder- oder Metallarmband, Perlmutt, Lederknöpfe oder Kautschukbänder mit Steinen.

- Make-up

Die Natürlichkeit steht im Mittelpunkt, daher wird nur ein transparente Tagescreme, naturfarbenen Lidschatten, braune oder schwarze Wimperntusche, sowie Lipgloss benutzt.

- Frisur

Pflegeleichte Schnitte, wie einen frechen Kurzhaarschnitt oder lange Naturwellen14.

- Der klassisch-edle Frauentyp

⇒ Die Dame bevorzugt betont, dezente, körpernahe Schnitt- und Linienführung in Materialien, die optisch edel wirken. Die Garderobe entspricht durch nobles Understatement und exakte Passform.

- Freizeitkleidung

Im Vordergrund steht ein ausgewogener Kleidungsstil, bei dem die Materialien weich und komfortabel sind, wie bei Alcantara, Jersey, Kaschmir oder Angora.

- Geschäftsgarderobe

Der Hosenanzug und das Kostüm in exakter Verarbeitung und Passform werden bevorzugt getragen, bestehend aus fein gewebten Stoffen wie Kammgarn und Wollseide.

- Farben und Muster

Bei Damen, die im Beruf eine gewisse Autorität ausstrahlen wollen, jedoch auf Natürlichkeit großen Wert legen, bieten sich dezente Naturtöne wie Beige, Camel oder Sand an. Belebende Akzente in den Kombi-Teilen werden durch Farben wie Apricot, Rosenholz, Rosenrot und Royalblau herbeigeführt. Außer- dem bestimmen die klassischen Farben Blau, Weiß, Grau und Schwarz die unifarbene Businessgarderobe. Für die notwendige Abwechslung sorgen Muster wie Nadelstreifen, Glencheck, Vichy oder feiner Hahnentritt.

- Accessoires

Der Schmuck sollte dezent, modern, elegant und immer echt sein.

- Make-up

Es sollte unaufdringlich, aber doch akzentuiertes Make-up sein. Grundierung, Puder, Lippenstift und Wimperntusche sind zwingend für den klassischen Stil.

- Frisur

Exzellente, klassische Haarschnitte wie Bob oder Pagenschnitt, keine wilde Lockenpracht15.

- Der originell auffallende Frauentyp

⇒ Dieser Typ mag das Außergewöhnliche in der Mode. Die wohlgeformte Figur perfektioniert diese gewagte, figurbetonte und außergewöhnlichen Linien- führung.

- Freizeit- und Geschäftskleidung

Die originell auffallende Frau macht selten ein Unterschied zwischen freizeitlicher und geschäftlicher Kleidung. Für sie ist jeder Auftritt was Besonderes und erfordert daher eine Garderobe, die ihren Anspruch gerecht wird. Die Grundelemente bestehen aus topmodischen, figurbetonten Einzel- teilen oder Complets. Die Stoffe für den Geschäftsbereich sollen Naturfasern

wie Kammgarn, Satin und Seide sein, während die Stoffe für den Freizeitbereich aus Samt, Stretch, Leder und Wildleder sein können.

- Farben und Muster

Die Grundelemente dieses Stils sind ein fester Farbblock und in starke Kontraste unterteilt. Dies wird durch die Primärfarben und Schwarz als eindeutigem Favorit erreicht. Die idealen Farben bzw. Kontraste zu Schwarz sind kräftige Farben wie Rot, Royalblau und Apfelgrün. Diese Farbkombination wechselt sich mit geometrischen, klaren Mustern ab.

- Accessoires

Die Business-Garderobe wird mit Applikationen wie überdimensionale Gürtelschließen, außergewöhnliche Brillenformen oder durch Knöpfe ergänzt.

- Make-up

Beim Make-up ist die Dame kreativ, jedoch bevorzugt sie eine blasse, matte Grundierung, dunklen Liedschatten und tiefroten Lippenstift.

- Frisur

Asymmetrische, frech-kurze oder lange Schnitte, bevorzugt werden jedoch glatte Frisuren mit deutlicher Farbgebung16.

- Der feminin-sensible Frauentyp

⇒ Sie mögen weichfließende Modelle, verspielte, phantasievolle Einzelteile und lehnen kategorisch alle harten, eckigen Elemente mit scharfen Konturen für ihre Garderobe ab.

- Freizeitkleidung

Zur Freizeitkleidung gehören Wickelröcke und Tops, Stricksachen, sowie Kleider und Hosen in natürlichen Materialien wie Seide, Angora und Leinen.

- Geschäftsgarderobe

Die Grundelemente der Geschäftsgarderobe sind fein gewebte Stoffe, glatt bis leicht schimmernd wie Flanell und Kammgarn. Das Kostüm oder Kleid die Weiblichkeit betonen.

- Farben und Muster

Der weibliche Stil wird durch florale, runde und schwungvolle Muster wie Blumen, Paisley oder Blätter ergänzt. Hinzu kommen leidenschaftliche Farb- töne in Violett, Rot, Pflaume oder mädchenhafte Farbtöne in Altrosa oder Flieder.

- Accessoires

Die Accessoires sollen etwas romantisches bezwecken, dies lässt sich am Besten mit antikem Schmuck ausdrücken. Der Stil erlaubt verspielte Details.

- Make-up

Das Make-up soll eher romantisch als aufdringlich wirken. Ein Blickfang sind die weiblichen geschminkten Lippen.

- Frisur

Wilde Lockenmähne, mit Wellen offen tragen oder Hochsteckfrisur17.

2.1.1 Tipps & Checkliste um Stil-Fauxpas zu vermeiden

Die Styling-Regeln für Frauen sind nicht ganz so strikt wie für die männlichen Kollegen, allerdings ist daher die Gefahr eines Stil-Fauxpas aber auch umso höher. Um erfolgreich als Frau im Beruf zu sein, gehört neben dem gepflegten äußeren, ebenfalls ein guter Haarschnitt, dezente Kosmetik, Schmuck sowie gepflegte, nicht extravagante Fingernägel. Außerdem sollten man folgende Tipps beachten18:

- Als Frau hat man einen größeren Spielraum bzgl. Farbe und modische
Accessoires, jedoch achtet man auf relativ konservative Kleidung, denn die strahlt Sachkompetenz und Glaubwürdigkeit aus. Je höher die Position ist, die eine Frau bekleidet, desto konservativer ist der Kleidungsstil.
- Es sollte nicht zwei Tage hintereinander die gleiche Kleidung getragen werden, aber es ist durchaus möglich diese zu kombinieren.
- Vermieden werden sollte zu viel Haut zu zeigen und zu enge Kleidung zu tragen.
- Die Kleiderordnung sollte an die der Kolleginnen angepasst werden.
- Um Karriere machen zu wollen, trägt man einen Kleidungsstil, welcher relativ nah
am nächstmöglichen Karriereschritt ist, jedoch ohne deutlich besser zu sein, als der des direkten Vorgesetzten
- No-Go’s für den Business-Dresscode einer Frau:
- Spaghettiträger, Miniröcke, kurze Tops
- Lange ungepflegte Haarmähnen, lange rote Fingernägel
- Pailletten oder Strass
- Vermeiden Sie wilde Muster, wie z.B. Tiger- und Schlangenmuster
- Schuhe, die Zehen- oder fersenfrei sind
- Ausgefallenes Make-up
- Zu viel und zu intensives Parfüm
- Unterwäsche, welche erkennbar ist, bzw. sich abzeichnet
- Sichtbare Tätowierungen sowie Piercings
- Buntgemusterte Strümpfe
- Verbrauchte, schmutzige oder absatzintensive Schuhe
- Zerknitterte Kleidung, sprich nicht gebügelt19

2.3 Aufbau der Geschäftsgarderobe

2.3.1 Aufbau der Geschäftsgarderobe einer Frau

Jacke

⇒ Die Geometrie der Jacke sollte der Geometrie des Körpers folgen und sich nicht nach der aktuellen Mode richten. Die Länge einer Jacke wird durch die persönliche Körpergröße bestimmt (vgl. Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Damenjacken, Ruppert (2003), S. 31

Neben der Länge einer Jacke ist es ebenso wichtig die korrekte Ärmellänge einzuhalten, um kompetent auftreten zu können. In der folgenden Abbildung sieht man auf dem linken Bild die richtige Länge des Ärmels, die weiteren Bilder zeigen einmal den zu langen Ärmel und einmal den zu kurzen Ärmel (vgl. Abbildung 2)20.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ärmellänge, Ruppert (2003), S. 32

Rock

⇒ Es ist wichtig, dass die Länge vom Rock das Knie umspielt, denn sonst konzentriert man sich während des Tages mehr darauf, Einblicke zu vermeiden. Am besten passt man die Länge des Rockes den körperlichen Gegebenheiten an. Die Beinform ist das allerwichtigste Maß für die richtige Rocklänge.

- Rock-Kürze = max. eine Hand breit über dem Knie

- Rock-Länge = min. eine Hand breit über dem Fußgelenk21

Hose

⇒ Die Hose und der Rock sind bei der Frau heutzutage gleichwertige Kleidungsstücke. Eine elegante, gut geschnittene Hose ist praktischer, da die Frau nicht mehr auf Laufmaschen achten muss. Außerdem können zu Hosen bequeme Schuhe getragen werden. Die bekanntlich ideale Hosenlänge liegt zwischen den Fußgelenkknöchelchen und dem oberen Rand des Absatzes22.

Kleid

⇒ Das Kleid ist in den heißen Sommermonaten eine willkommene Abwechslung zu den Kostümen oder Hosenanzügen. Sollte sich eine Dame für ein ärmelloses Kleid entscheiden, muss das mit einer passenden Jacke komplettiert werden. Außerdem sollten Kleider nicht eng anliegen, sondern sie sollten die Figur umfließen23.

Bluse

⇒ Die Farbe und der Stil einer Bluse sollte sich nach den geschmacklichen Vorlieben richten, doch der Stoff und Schnitt sollte sich nach dem Anlass bzw. nach der Figur richten. Blusen sollten nicht zu eng anliegen, oder durchsichtig sein. Es ist durchaus möglich, anstatt einer Bluse auch ein T-Shirt unter einem Sakko zu tragen wie z.B. es Frau Dr. Angela Merkel tut, jedoch muss man beachten, dass das Sakko möglichst nicht ausgezogen werden sollte. Der Blusenkragen spiegelt den eigenen Stil wieder (vgl. Abbildung 3)24.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Blusenkragen, Ruppert (2003), S. 38

Wäsche

⇒ Das A und O bei der Unterwäsche ist, dass diese sich nicht unter den Stoffen der Oberbekleidung abzeichnet, somit vermeidet man, dass der professionelle Auftritt zunichte gemacht wird25.

Schuhe

⇒ Die Schuhe sind der Abschluss eines Outfits und sollten dezent sein, deshalb sollte man bevorzugt dunkle Töne tragen. Die Schuhe sollten einen gepflegten Eindruck machen, denn abgetragene, ungeputzte Schuhe fallen sofort negativ auf. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Schuhe nicht höher als sechs cm sind, man keine

Plateau-Sohlen haben sollte und vorne geschlossen sind. Die Garderobe steht und fällt mit guten Schuhen26.

Strümpfe

⇒ Für Geschäftsfrauen sind Seidenstrümpfe Pflicht. Falls man mal nicht weiß, welche Farbe passt, dann orientiert man sich an der Saumfarbe des Outfits. Entscheidend sind gute Qualität der Strümpfe, denn Billigprodukte in Einheitsgrößen, machen die Beine fleckig und grob. Man sollte sich viel mehr für die leichtesten Strümpfe entscheiden, die 14-20den Stärke mit Lycrabeimischung. Die Strümpfe sollen eine farbliche Brücke zwischen Rock und Schuhen bilden. Um auf Laufmaschen vorbereitet zu sein, sollte die Dame immer ein Ersatzpaar bei sich haben27.

Accessoires

⇒ Accessoires geben dem Erscheinungsbild den letzen Schliff. Hierbei kann es sich um eine Armbanduhr, Armreifen, Handtasche, Gürtel, Halskette, Ohrringe, Brosche, Kugelschreiber bzw. Schreibgerät, Tuch oder um eine Brille handeln. Bei so vielen Accessoire-Möglichkeiten sollte man sich an die Faustregel halten, nämlich nicht mehr als fünf Accessoires zu tragen. Es überfordert sonst den Betrachter und reduziert gleichzeitig die Wirkung der einzelnen Schmuckstücke auf Null. Eine enorme Bedeut- ung hat die Qualität der Accessoires, es strahlt nicht nur Erfolg, sondern auch wie sehr man sich selbst schätzt, aus. Besser man trägt einen Ring für 600€ als sechs Ringe für 100€28.

2.3.2 Aufbau der Geschäftsgarderobe eines Mannes

Anzug

⇒ Der Anzug ist ein Kleidungsstück, welches einen Mann einfach, schnell und vorteil- haft kleidet. Es gibt Männer, die nur auf bestimmten Events wie Hochzeiten einen Anzug tragen und es gibt die Sorte von Männern, die bereits als Jugendliche im Anzug in die Schule kommen und seither nie wieder ohne gesehen werden. Tatsächlich ist es aber so, dass die Mehrzahl der Männer eher selten einen Anzug trägt. Das führt dazu, dass man bei den seltenen Events eine nicht ganz so gute Figur macht. Der Anzug stellt im Schrank des Mannes die bedeutendste Investition dar, daher lohnt es sich

[...]


1 Vgl. Augst (1996), S. 103

2 Vgl. Clifford Lilley/Jeroen van Rooijen (2007), S. 7-15

3 Vgl. Gottfried Kettlers gleichnamige Novelle

4 Vgl. Ruppert (2003), S.84 f.

5 Vgl. Ruppert (2003), S.86 f.

6 Vgl. Ruppert (2003), S.87 f.

7 Vgl. Ruppert (2003), S.88 f.

8 Vgl. Ruppert (2003), S.89 f.

9 Vgl. Ruppert (2003), S.90 f.

10 Vgl. Clifford/van Rooijen (2007), S. 36

11 Vgl. Lilley/van Rooijen (2007), S. 36 f.

12 Vgl. Lilley/van Rooijen (2007), S. 37

13 Vgl. Ruppert (2003), S. 54f.; www.arbeitsratgeber.com, Stand 16.05.09; Quittschau/Tabernig (2007), S. 37

14 Vgl. Ruppert (2003), S. 62 ff.

15 Vgl. Ruppert (2003), S. 64 ff.

16 Vgl. Ruppert (2003), S. 67 ff.

17 Vgl. Ruppert (2003), S. 69 ff.

18 www.arbeitsratgeber.com, Stand 16.05.09

19 www.arbeitsratgeber.com, Stand 16.05.09

20 Vgl. Ruppert (2003), S. 30 ff.

21 Vgl. Quittschau/Tabernig (2007), S. 37; Ruppert (2003) S. 33

22 Vgl. Hurton (2000), S. 94; Ruppert (2003) S. 35

23 Vgl. Ruppert (2003) S. 35 f.

24 Vgl. Quittschau/Tabernig (2007), S. 38; Ruppert (2003) S. 37

25 Vgl. Ruppert (2003) S. 40

26 Vgl. Quittschau/Tabernig (2007), S. 39; Hurton (2000), S. 94

27 Vgl. Ruppert (2003) S. 106 f.; Quittschau/Tabernig (2007), S. 39

28 Vgl. Quittschau/Tabernig (2007), S. 40 f.; Ruppert (2003) S. 110 f.

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten

Details

Titel
Das perfekte Dinner - von Austern, Bordeaux und der richtigen Garderobe
Untertitel
Allgemeinwissen zu Speisen, Getränken und Kleidung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Köln
Veranstaltung
Projektmanagement
Note
1.3
Autoren
Jahr
2009
Seiten
66
Katalognummer
V145894
ISBN (eBook)
9783640555956
ISBN (Buch)
9783640555437
Dateigröße
3004 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Seminararbeit wurde von zwei Kommilitonen mitgeschrieben. Ich danke beiden für das Einverständnis diese Seminararbeit hochladen zu dürfen.
Schlagworte
Garderobe, Stil, Stil‐Fauxpas, Geschäftsgarderobe, Dresscode, Manieren, Knigge, Benimmregeln, Delikatessen, Austern, Kaviar, Trüffel, Essen, Trinken, Getränke, Wein, Sekt, Champagner, Bier, Kaffee, Whisky, Hemd, Kleid
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. S. Keup (Autor)S. Gala (Autor)O. Weber (Autor), 2009, Das perfekte Dinner - von Austern, Bordeaux und der richtigen Garderobe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145894

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