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Herausforderungen im Berufseinstieg von Lehrer*innen und der Umgang damit auf Facebook

Titel: Herausforderungen im Berufseinstieg von Lehrer*innen und der Umgang damit auf Facebook

Masterarbeit , 2023 , 83 Seiten , Note: 2

Autor:in: Karina Wiedenhofer-Glatz (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem Darstellen des State of the Art des Berufsbildes einer*eines Lehrenden wird in der Theorie das eigene Professionsbewusstsein und das Tätigkeitsprofil von Pädagog*innen skizziert. Vorgestellte Modelle werden miteinander verglichen und ein Transfer zum Berufseinstieg dargestellt. Weiters beschreibt die Theorie dieser Arbeit die in Österreich eingeführte Induktionsphase für Lehrer*innen und gibt eine Übersicht über soziale Medien. Darauffolgend wird das Hauptthema der Untersuchung, eine Facebookgruppe, vorgestellt und eine forschungsleitende Fragestellung erarbeitet. Untersucht wird in dieser Arbeit eine Facebookgruppe, in der Lehrer*innen aus Österreich zu aktuellen Themen diskutieren. Aus diesem Themenpool werden die Fragestellungen von Berufsanfänger*innen gefiltert und speziell jene Fragestellungen, die die Induktionsphase betreffen, extrahiert. Durch das Forschungsdesign der Netnographie wird die Datenerhebung in einer qualitativen und quantitativen Analyse präsentiert und daraus werden Rückschlüsse über die Schwierigkeiten von (Jung-)Lehrer*innen gezogen.

Phänomenbereich dieser Arbeit ist die Facebookgruppe „Lehrer:innen Österreich“ mit der forschungsleitenden Fragestellung: Welche Themen werden im Lehrer*innen-Onlineforum im Social-Media-Netzwerk Facebook von Lehrer*innen in Österreich im Zusammenhang mit dem Berufseinstieg in den Blick genommen? Um aktuelle Diskussionen zum Berufseinstieg in Onlineforen zu erörtern, werden für die Fragestellung relevante Beiträge aus diesen Gruppenforen ausgewählt, anonymisiert und im Sinne der Forschungsfrage die jeweilige Herausforderung analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theoretischer Rahmen

1 Berufsbild Lehrer*in

1.1 Unterricht

1.1.1 Unterrichtsmerkmale

1.2 Organisation

1.3 Weiterbildung

1.4 Vergleich der vorgestellten Modelle

2 Transfer zum Berufseinstieg

3 Der Berufseinstieg von Lehrer*innen

4 Die Induktionsphase

5 Soziale Medien

5.1 Soziale Medien und Berufseinstieg

5.2 Facebook

5.3 Facebookgruppen allgemein und „Lehrer:innen Österreich“

5.3.1 Beitritt zur Gruppe

5.3.2 Gruppenadministrator „Admin P“

5.3.3 Schwesterngruppen „Lehrer:innen Österreich“

5.3.4 Gruppenregeln

5.3.5 Beiträge in der Gruppe

6 Zwischenresümee und Forschungsdesiderat

6.1 Forschungsleitende Fragestellung

II. Methodisches Vorgehen

1 Netnographie

1.1 Datenerhebung

1.2 Darstellung eines Datensatzes

1.3 Analyse

1.4 Interpretation

2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

2.1 Kodierleitfaden

III. Ergebnisse

1 Quantitative Analyse

1.1 Weiterbildung/Ausbildungsphase

1.2 Schulalltag in Bezug auf Schüler*innen

1.3 Organisatorisches

1.4 Nicht zuordenbar

2 Qualitative Analyse

2.1 Weiterbildung/Ausbildungsverhältnis

2.2 Schulalltag in Bezug auf Schüler*innen

2.3 Organisatorisches

2.4 Nicht Zuordenbar

3 Gesamtresümee quantitative und qualitative Analyse

4 Empfehlungen

4.1 Unterricht

4.2 Organisation

4.3 Weiterbildung

4.4 Induktionsphase

4.5 Social Media

4.6 Methodenkritik

5 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfrage

6 Limitationen und Ausblick

IV. Literatur

V. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Berufseinstieg von Lehrer*innen in Österreich und analysiert das Informationsdefizit sowie die Rolle sozialer Medien als Austauschplattform. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Themen von Berufsanfängern in der Facebookgruppe "Lehrer:innen Österreich" im Zusammenhang mit der Induktionsphase diskutiert werden, um daraus Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Informationsweitergabe und Professionalisierung abzuleiten.

  • Analyse des Berufseinstiegs und der Herausforderungen für Junglehrer*innen.
  • Untersuchung der Induktionsphase für Lehrer*innen in Österreich.
  • Rolle von sozialen Medien (Facebook) als virtuelle Mentoring-Plattform.
  • Qualitative und quantitative Netnographie-Analyse von Nutzerbeiträgen.
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Bildungsdirektionen und Schulen.

Auszug aus dem Buch

3 Der Berufseinstieg von Lehrer*innen

Der Einstieg in den Lehrer*innenberuf ist ein komplexer, kritischer und individueller Entwicklungsprozess, der aus dem Zusammenspiel persönlicher und situativer Faktoren resultiert (Terhart, 2000). Die Bedeutung des Berufseinstiegs für die Professionalisierung von Lehrer*innen ist ein zentrales Thema. Es ist eine Phase „sprunghaft ansteigende[r] Komplexität der Berufsanforderungen bei Übernahme der vollen beruflichen Verantwortung“ (Keller-Schneider, 2011, S. 124). Der Begriff „Berufseinstieg“ umfasst die Anfangsphase des professionellen, selbstständigen Unterrichts durch ausgebildete Lehrkräfte an Schulen (Keller-Schneider, 2020).

In diesem Zusammenhang werden die Anforderungen und Herausforderungen des Berufseinstiegs beleuchtet, wodurch eine theoretische Grundlage für die empirische Untersuchung dieser Arbeit, insbesondere die Induktionsphase, geschaffen wird. Da die Phase des Berufseinstiegs für die betroffene Person und den Lehrberuf von immenser Bedeutsamkeit ist, ist diese Zeit ein aktuelles Thema in diversen wissenschaftlichen Studien, denn nicht nur berufsbiografische Prozesse, sondern auch private biografische Entwicklungen sind während des Berufseinstiegs zu beleuchten (z. B. weiteres Studium, Auszug aus dem Elternhaus, Partnerschaft etc.) (Martinuzzi, 2007, S. 68).

Grundsätzlich beginnt diese Phase mit dem Einstieg in das Berufsleben eines*einer Lehrers*in und setzt eine abgeschlossene Lehrer*innenausbildung voraus. Das Ende des Berufseinstiegs wird dann durch das subjektiv wahrgenommene „Ankommen im Beruf“ (Keller-Schneider, 2020a, S. 65) erlebt. Die Berufseinstiegsphase ist eine biografisch prägende Phase in der Entwicklung einer beruflichen Rolle. Einerseits findet eine „[…] Umsozialisation vom Kontext der Hochschule in den Kontext des Lehrer[*innen]berufs bzw. der Schule […]“ (Terhart, 2011, S. 434) statt. Daher spielt die berufliche Sozialisation am Anfang einer Karriere eine zentrale Rolle. Zu Beginn der Lehrkarriere kommt es auch zu einem Positionswechsel, denn Berufseinsteiger*innen sind nicht mehr als Schüler*in/Student*in, sondern als vollwertige Lehrkräfte in der Bildungseinrichtung tätig und vertreten auch deren Ordnungen und Leitfäden (Paseka, 2008, S. 245).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Berufsbild Lehrer*in: Dieses Kapitel definiert die vielfältigen Aufgaben und Anforderungen des Lehrberufs, wie Unterricht, Erziehung und Verwaltung, und stellt verschiedene theoretische Tätigkeitsprofile vor.

2 Transfer zum Berufseinstieg: Der Übergang von der Ausbildung in die berufliche Praxis wird unter dem Aspekt der notwendigen Professionalisierung und der damit verbundenen Unsicherheiten diskutiert.

3 Der Berufseinstieg von Lehrer*innen: Hier werden die komplexen Herausforderungen der Berufseinstiegsphase, einschließlich der beruflichen Sozialisation und der Bildung einer eigenen Identität, wissenschaftlich beleuchtet.

4 Die Induktionsphase: Das Kapitel beschreibt das in Österreich eingeführte verpflichtende Berufsorientierungsprogramm für Junglehrer*innen und analysiert dessen Ziele und Problematiken.

5 Soziale Medien: Es wird die Bedeutung von sozialen Netzwerken als Kommunikationsraum untersucht, mit besonderem Fokus auf die Facebookgruppe „Lehrer:innen Österreich“.

6 Zwischenresümee und Forschungsdesiderat: Der Autor fasst den Forschungsstand zusammen und präzisiert die forschungsleitende Fragestellung bezüglich der Themen von Junglehrer*innen im Internet.

Schlüsselwörter

Berufseinstieg, Lehrer*innen, Induktionsphase, Professionalisierung, Netnographie, Facebook, soziale Medien, Lehrer*innen Österreich, Schulalltag, Informationsdefizit, Mentoring, Bildungsmanagement, Schulentwicklung, Unterrichtsqualität, Berufseingangsphase.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterthesis grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, mit denen Lehrer*innen beim Einstieg in den Beruf konfrontiert sind, und wie soziale Medien, insbesondere die Facebookgruppe "Lehrer:innen Österreich", als unterstützendes digitales Netzwerk dienen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Tätigkeitsprofil von Lehrkräften, den Hürden der Berufseinstiegsphase, der gesetzlich verankerten Induktionsphase in Österreich sowie der Art und Weise, wie pädagogische Diskurse über Online-Plattformen geführt werden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Identifikation von Themen, die von Lehrkräften im Zusammenhang mit dem Berufseinstieg in sozialen Medien diskutiert werden, um Informationslücken aufzudecken und daraus Verbesserungen für die Induktionsphase abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Netnographie als qualitative Forschungsmethode, um das Kommunikationsverhalten in einer Online-Community zu analysieren, ergänzt durch eine quantitative Auswertung der Post-Häufigkeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Berufsbild und Berufseinstieg sowie in die empirische Analyse von Facebook-Beiträgen, die nach verschiedenen Kategorien kodiert und interpretiert wurden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Berufseinstieg, Induktionsphase, Online-Community, pädagogische Professionalisierung, Informationsmanagement und Schulorganisation stehen im Zentrum der Arbeit.

Warum gibt es so viele Anfragen zur Anstellung und zum Gehalt in der Facebookgruppe?

Die Analyse zeigt, dass diese organisatorischen Themen eine hohe Priorität haben, da angehende Lehrkräfte mit bürokratischen Hürden, intransparenten Informationen und unterschiedlichen Anstellungsmodellen in den verschiedenen Bundesländern zu kämpfen haben.

Welche Rolle spielt die Induktionsphase für die untersuchten Lehrkräfte?

Die Induktionsphase stellt eine kritische Phase dar; die Ergebnisse legen nahe, dass sie zwar Unterstützung bieten soll, aber oft durch mangelnde Informationsweitergabe und organisatorische Probleme selbst zur Belastung wird.

Welche Empfehlungen gibt die Autorin für Bildungsdirektionen?

Die Autorin empfiehlt eine transparentere und frühzeitigere Informationsweitergabe, eine intuitivere Gestaltung der Anmeldeportale sowie die Etablierung verbindlicher Unterstützungssysteme und Mentoring-Strukturen am Schulstandort.

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Details

Titel
Herausforderungen im Berufseinstieg von Lehrer*innen und der Umgang damit auf Facebook
Hochschule
Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung
Note
2
Autor
Karina Wiedenhofer-Glatz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
83
Katalognummer
V1458951
ISBN (PDF)
9783389004203
ISBN (Buch)
9783389004210
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Facebook Lehrerin Lehrer Berufseinstieg Induktionsphase Social Media Umgang mit Social Media Junglehrer Junglehrerinnen Netnografie Ethnografie Internet
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karina Wiedenhofer-Glatz (Autor:in), 2023, Herausforderungen im Berufseinstieg von Lehrer*innen und der Umgang damit auf Facebook, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458951
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Leseprobe aus  83  Seiten
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