Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sozialwissenschaften allgemein

Subjektivierung unter der Bedingung von Rassismus. Eine Einordnung im institutionellen Rahmen der Schule

Titel: Subjektivierung unter der Bedingung von Rassismus. Eine Einordnung im institutionellen Rahmen der Schule

Hausarbeit , 2022 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gerade der Zusammenhang von Rassismus und Subjektivierung wird in dieser Hausarbeit zentral behandelt und anhand der Institution Schule illustriert. Doch in welchem Verhältnis stehen Rassismus, Subjektivierung und Schule? Inwiefern ist die These, dass die Schule als Spiegel der Gesellschaft oder sogar als gesellschaftlicher Motor für die Ungleichverhältnisse gilt, haltbar?

Um dieses Vorhaben zu realisieren, wird vorab der historische Kontext von Rassismus sowie dessen Terminologie und Mehrdeutigkeit skizziert. Anschließend wird der Prozess der Subjektivierung fokussiert. Hierbei sollen in einem ersten Schritt der Subjekt- sowie der Subjektivationsbegriff erläutert werden und eine Grundlage bilden. Weiterführend wird der Prozess und der mehrdeutige Begriff der Subjektivierung unter Bezugnahme auf Judith Butler systematisch erschlossen. Im Anschluss daran werden die jeweiligen Themenkomplexe miteinander in Verbindung gesetzt, sodass Rassismus und der Prozess der Subjektivierung im institutionellen Kontext der Schule verortet werden sollen. Abschließend folgt eine resümierende Schlussbetrachtung, in welcher die Ergebnisse zusammengefasst und im Hinblick auf die Eingangsthese betrachtet werden. Das Fazit soll darüber hinaus sowohl auf den Gewinn als auch auf die Grenzen der Arbeit eingehen und einen Ausblick geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rassismus

3 Subjektivierung

3.1 Subjekt und Subjektivation

3.2 Prozess und Begriffsbedeutung der Subjektivierung

4 Subjektivierung unter der Bedingung von Rassismus – Im institutionellen Kontext der Schule

4.1 Das Zusammenwirken von Rassismus und Schule

4.2 Fallbeispiel – Subjektivierung unter der Bedingung von Rassismus

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen Rassismus, Subjektivierung und dem institutionellen Kontext der Schule. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie rassistische Strukturen im Bildungssystem die Subjektentwicklung von Individuen beeinflussen und durch wen diese Prozesse legitimiert oder aufrechterhalten werden.

  • Historische und theoretische Grundlagen des Rassismusbegriffs
  • Konzeptualisierung von Subjekt und Subjektivierung nach Judith Butler
  • Analyse des institutionellen Rassismus im schulischen Bereich
  • Fallstudie zur Subjektivierung von Schüler*innen unter rassistischen Bedingungen

Auszug aus dem Buch

4.2 Fallbeispiel – Subjektivierung unter der Bedingung von Rassismus

Abschließend richtet sich der Blick auf ein spezifisches Fallbeispiel. Die 18-jährige Schülerin Duygu ist in der 12. Klasse eines Gymnasiums und berichtet in einem Interview über ihre Erlebnisse im Schulalltag. Sie bezeichnet sich, referierend auf eine Situation im Chemieunterricht, als ,,muslimisch‘‘ (Oberzaucher-Tölke 2013, S. 106). Mit dieser Bezeichnung verbindet sie die vom Chemie­lehrer wertende Beurteilung, dass Menschen südländischer Herkunft und Terrorismus nahe beieinander liegen, da dieser Kommentar seinerseits geäußert wurde, als es thematisch um Explosionen ging.

In einem weiteren Ausschnitt rekapituliert sie die Zuschreibung ihres Geschichtslehrers, der sie ,,als Tochter einer ‚Gastarbeiterfamilie‘‘‘ (Oberzaucher-Tölke 2013, S. 106) bezeichnet, wodurch sie als nicht zugehörig markiert wird. Zuletzt beschreibt sie sich als ,,‚Tochter einer türkischsprachigen Mutter‘‘‘ (Oberzaucher-Tölke 2013, S. 106), die ihre Mutter protektiv von den Elternabenden fernhält, um präventiv einer unangenehmen Situation aufgrund ihrer Sprachkenntnisse vorzubeugen. All diese und weitere Zuschreibungen subsumiert sie unter der natio-ethno-kulturellen Kategorie des ,,‚Türkin-Seins‘‘‘ (Oberzaucher-Tölke 2013, S. 107).

,,Hier auf der Schule bei mir ist es so, dass ich mich auch oft so als Einzelgängerin sehe, weil ich halt Türkin bin‘‘ (Oberzaucher-Tölke 2013, S. 107). Dieses Zitat verdeutlicht umso mehr, wie maßgeblich Rassismus das alltägliche Leben von Duygu beeinflusst und welche Auswirkungen daraus erwachsen. Der Deklarativsatz ihrerseits stellt argumentativ, wie nahezu selbstverständlich, eine Korrelation zwischen dem Einzelgänger-Dasein und der türkischen Herkunft her. Ihr statuiertes Selbstbild wird durch exogene Faktoren manifestiert und mit normabweichenden Konnotationen verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Rassismus und Subjektivierung ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die institutionelle Schule als Spiegel gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse zu untersuchen.

2 Rassismus: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Hintergründe des Rassismusbegriffs und verdeutlicht dessen Funktion als strukturelles System zur Aufrechterhaltung von Macht- und Differenzverhältnissen.

3 Subjektivierung: Hier wird der theoretische Rahmen nach Judith Butler entfaltet, um zu verstehen, wie Individuen durch soziale Kategorien und Machtstrukturen zu Subjekten geformt werden.

4 Subjektivierung unter der Bedingung von Rassismus – Im institutionellen Kontext der Schule: In diesem Hauptteil werden die theoretischen Konzepte mit dem schulischen Umfeld verknüpft und die Rolle der Schule bei der Reproduktion rassistischer Differenzierung durch eine Fallstudie analysiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die These, dass Schule als Motor gesellschaftlicher Ungleichheiten fungiert, indem sie rassistische Zuschreibungen institutionell legitimiert.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Rassismus, Subjektivierung, Schule, institutionelle Diskriminierung, Bildungsungleichheit, Alltagsrassismus, Othering, Machtverhältnisse, Differenzkonstruktion, Migrationshintergrund, Subjektwerdung, Judith Butler.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von Rassismus und dem Konzept der Subjektivierung innerhalb der Institution Schule.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Dekonstruktion rassistischer Differenzierung, der Theorie der Subjektivierung sowie der Auswirkung dieser Prozesse auf den schulischen Bildungskontext.

Was ist die spezifische Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Schule als Spiegel der Gesellschaft fungiert und durch institutionelle Mechanismen rassistische Ungleichheitsverhältnisse reproduziert oder sogar aktiv vorantreibt.

Welche wissenschaftstheoretischen Methoden kommen zur Anwendung?

Methodisch stützt sich die Arbeit auf eine fundierte Literatur- und Theorieanalyse sowie eine qualitative Auswertung von Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung thematisiert?

Der Hauptteil widmet sich der Überführung theoretischer Annahmen in den schulischen Kontext, indem er institutionelle Abläufe, wie etwa die Selektion durch Vorbereitungsklassen oder klassische Diskriminierungsmuster bei der Klassenbildung, kritisch beleuchtet.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am treffendsten?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie institutioneller Rassismus, Subjektivierung, Bildungsungerechtigkeit und die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Lehrkräfte als Gatekeeper geprägt.

Welche besondere Rolle spielt die Definition des Subjekts nach Judith Butler für die Untersuchung?

Butlers Konzept der Subjektivierung dient als analytisches Werkzeug, um zu verdeutlichen, dass das Subjekt nicht vorsozial "gegeben" ist, sondern erst durch Machtanordnungen und soziale Zuschreibungen konstituiert wird, was für die Ausgrenzungserfahrungen von Schüler*innen maßgeblich ist.

Wie illustriert das Fallbeispiel der Schülerin Duygu die theoretischen Thesen?

Das Fallbeispiel verdeutlicht konkret, wie rassistische Zuschreibungen von Lehrkräften das Selbstbild einer Schülerin korrodieren und sie dazu zwingen, sich ständig gegenüber einer diskriminierenden Norm zu verhalten.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Subjektivierung unter der Bedingung von Rassismus. Eine Einordnung im institutionellen Rahmen der Schule
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
19
Katalognummer
V1459003
ISBN (PDF)
9783389004623
ISBN (Buch)
9783389004630
Sprache
Deutsch
Schlagworte
subjektivierung bedingung rassismus eine einordnung rahmen schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Subjektivierung unter der Bedingung von Rassismus. Eine Einordnung im institutionellen Rahmen der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1459003
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum