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Die Pädagogik der Jesuiten

Quellen und Praxis

Titel: Die Pädagogik der Jesuiten

Bachelorarbeit , 2018 , 45 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Lars Hofer (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Chronologisch wird dargestellt werden, ob und wenn ja, welche pädagogischen Vorgaben es im Jesuitenorden gab, in welchen Schriften diese auftauchen, wie diese umgesetzt und im Kontext der jeweiligen Zeit verstanden wurden. Schließlich wird unter Anbetracht der Äußerung des Papstes, dass es Zwistigkeiten an den Schulen und Universitäten gegeben haben soll, festgestellt werden, ob und welchen Einfluss die Pädagogik der Jesuiten schließlich auf ihre Aufhebung hatte.

Mit der Aufhebung des Jesuitenordens ordnet Papst Clemens XIV. die Aufhebung der Gesellschaft Jesu an, womit eine seit der Approbation der Gesellschaft 1540 bestehende Verbindung endet. Es sei, so der Papst, seine Pflicht für die Ruhe der Christlichen Republik zu sorgen, auch wenn er dabei das Liebste und Angenehmste angreifen und zerstören müsse. Durch die Unterstützung des Papstes gereichte der Orden zur Zierde des Katholizismus und nahm den ersten Platz unter den Orden ein, insofern er das Ziel der Frömmigkeit und den Unterricht der Religion sowie die Verbesserung der Sitten der Völker und die Einigkeit des Glaubens suchte. Bei zu befürchtenden Schäden oder Störung der inneren Ruhe, sehe er sich verpflichtet, durch neue Gesetze, mehr Disziplin oder gar der Aufhebung der Entwicklung Einhalt zu gebieten. Dass die Aufhebung und Unterdrückung von Orden möglich ist und auch bereits geschehen ist, führt Clemens XIV. mit Verweis auf die Bestimmung des vierten Laterankonzil unter Papst Paul III. aus. Des Weiteren beschreibt der Papst, dass bereits seit Ende des 16. Jh. Beschwerden über die Gesellschaft über Zwistigkeiten mit Akademien, Klerikern, Universitäten, Orden, Schulen und Fürsten an die vorherigen Päpste herangetragen worden seien. Auch würden die Lehrsätze der Jesuiten im Konflikt zum Glauben stehen, die Jesuiten nach irdischen Besitztümern streben und mit heidnischen Gebräuchen und Aussprüchen gegen gute Sitten Unruhen, Beschuldigungen und Klagen bestärken.

In der hier vorliegenden Bachelorarbeit wird der Versuch vorgenommen die pädagogischen Institutionen Schule und Universität daraufhin zu untersuchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Von Ignatius von Loyola und den Anfängen der Gesellschaft Jesu

2.1 Ignatius von Loyola

2.2 Die Gesellschaft Jesu

3. Pädagogische Quellen

3.1 Geistliche Übungen

3.2 Die Constitutiones

3.3 Ratio Studiorum

4. Zwischenfazit: Pädagogische Quellen

5. Pädagogik der Jesuiten in der Schule

5.1 Kultur und Wissenschaft in Schule und Theater

5.2 Schulpädagogik in der Praxis

5.2.1 Schulalltag

5.2.2 Inspirationen

5.2.3 Theaterpädagogik in der Praxis

6. Vergleich der pädagogischen Quellen mit der Praxis

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Bachelorarbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen pädagogischen Quellen des Jesuitenordens – namentlich die Geistlichen Übungen, die Constitutiones und die Ratio Studiorum – und analysiert deren praktische Umsetzung im Schul- und Universitätswesen, um zu klären, inwiefern die jesuitische Pädagogik zur Ordensaufhebung im Jahr 1773 beigetragen haben könnte.

  • Analyse der ignatianischen Gründungsquellen unter pädagogischen Aspekten.
  • Untersuchung der Struktur und Lehrpraxis jesuitischer Kollegien.
  • Die Rolle des Jesuitentheaters als Instrument der Seelsorge und Bildung.
  • Kritische Reflexion über das Spannungsfeld zwischen Ordensidealen und institutioneller Praxis.
  • Historische Einordnung der Ordensaufhebung im Kontext machtpolitischer Interessen und pädagogischer Reformen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Geistliche Übungen

Die Geistlichen Übungen gelten als das „einflussreichste Werk des westlichen Kulturkreises“ und dienen als Richtschnur der geistlichen Erneuerung. In Manresa in der Genesungsphase Ignatius‘ von Loyola und seiner Hinwendung zu Christus entsteht die Urform der Geistlichen Übungen, bei denen es sich um ein spirituelles Buch mit praktischen Anweisungen handelt das Ziel des Sinns des menschlichen Lebens zu erreichen: Während die Dinge auf den Menschen bezogen seien und somit das Wirken Gottes nur durch das Wirken der Geschöpfe zu erfahren ist, müsste sich der Mensch von innen her zu Gott hinwenden, der Quelle des Seins, des Lebens, des Verstehens und der Wahrnehmung ist.

Dieser Dialog und die Beschäftigung des Menschen mit sich selbst gelten als die Wende zum Subjekt und Wende in der christlichen Spiritualitätsgeschichte. Das Werk ist somit mehr als nur eine theologische Abhandlung. Vielmehr gibt es ganz explizite Anweisung für den geistlichen Weg. Die Geistlichen Übungen sollen schon jetzt eine Verbesserung des Lebens bewirken, weshalb es als Buch in knappen, spröden Anweisungen für die Praxis dazu dient, dass der einzelne Exerzitant Hindernisse und für sich Kriterien für Entscheidungen benennt. Durch die Tiefe der Meditation, der Auseinandersetzung mit dem Leben Jesu, dem Leiden und der Auferstehung sind die Geistlichen Übungen auch mehr als nur eine Reflektion, da sie theologische Implikationen enthalten, dass eine lebendige Theologie sich von Erfahrungen aus dem Umgang mit dem Wort Gottes anregen lassen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die historische Aufhebung des Jesuitenordens durch Papst Clemens XIV. ein und stellt die leitende Forschungsfrage nach dem Einfluss der jesuitischen Pädagogik auf dieses Ereignis.

2. Von Ignatius von Loyola und den Anfängen der Gesellschaft Jesu: Dieses Kapitel skizziert die Biografie des Gründers Ignatius von Loyola und bettet die Entstehungsgeschichte des Ordens in den historischen Kontext ein.

3. Pädagogische Quellen: Eine detaillierte Untersuchung der drei zentralen Texte – Geistliche Übungen, Constitutiones und Ratio Studiorum – hinsichtlich ihres pädagogischen Gehalts und ihrer philosophischen Grundlagen.

4. Zwischenfazit: Pädagogische Quellen: Das Kapitel reflektiert, wie die drei Hauptquellen ineinandergreifen und zeigt auf, dass der Jesuitenorden auf einer ständigen Anpassung seiner Lehrmethoden beruhte.

5. Pädagogik der Jesuiten in der Schule: Es erfolgt die Analyse der pädagogischen Praxis, unterteilt in kulturwissenschaftliche Verdienste, Schulpädagogik und die Funktion des Jesuitentheaters.

6. Vergleich der pädagogischen Quellen mit der Praxis: Ein kritischer Abgleich zwischen den theoretischen Idealen und der tatsächlichen Umsetzung, wobei die Stärken und die zunehmende bürokratische Erstarrung beleuchtet werden.

7. Fazit: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Ordensaufhebung primär machtpolitisch bedingt war und nicht auf ein Scheitern der pädagogischen Prinzipien selbst zurückgeführt werden kann.

Schlüsselwörter

Jesuitenorden, Ignatius von Loyola, Pädagogik, Geistliche Übungen, Constitutiones, Ratio Studiorum, Schulwesen, Jesuitentheater, Gegenreformation, Bildungsgeschichte, Humanismus, Seelsorge, Ordensaufhebung, Ordensgeschichte, Schulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Bachelorarbeit untersucht die pädagogischen Grundlagen des Jesuitenordens und deren praktische Ausgestaltung im historischen Bildungswesen, sowie die Frage, ob diese pädagogische Praxis maßgeblich zur Aufhebung des Ordens im 18. Jahrhundert beitrug.

Welche zentralen Quellen stehen im Fokus der Untersuchung?

Die Arbeit analysiert die drei Hauptquellen des jesuitischen Lebens: Die „Geistlichen Übungen“, die „Constitutiones“ und den Lehrplan „Ratio Studiorum“.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, zu klären, ob ein direkter Zusammenhang zwischen den pädagogischen Vorgaben, der Umsetzung des Bildungssystems in der Praxis und der politischen Entscheidung zur Aufhebung des Ordens besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie die schriftlichen Quellen (Quellenexegese) mit der historischen Bildungs- und Ordenspraxis vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der pädagogischen Schriften und eine empirisch-historische Untersuchung der schulischen Praxis, inklusive der Rolle des Jesuitentheaters.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem ignatianische Spiritualität, Humanismus, Gegenreformation, Modus Pariensis und die historische Rolle der jesuitischen Kollegien.

Wie bewertet der Autor das Jesuitentheater?

Das Theater wird als Instrument der Seelsorge und Bildung bewertet, das weit über die reine Unterhaltung hinausging und maßgeblich zur rhetorischen und moralischen Formung der Schüler beitrug.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Arbeit bezüglich der Ordensaufhebung?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die pädagogische Arbeit der Jesuiten an sich nicht der Grund für die Aufhebung war; diese sei vielmehr machtpolitischen Auseinandersetzungen zwischen den Staaten und dem Papst geschuldet gewesen.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Pädagogik der Jesuiten
Untertitel
Quellen und Praxis
Hochschule
Universität Münster  (Katholische Fakultät)
Note
2,1
Autor
Lars Hofer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
45
Katalognummer
V1459248
ISBN (PDF)
9783389002940
ISBN (Buch)
9783389002957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik, Ignatius von Loyola, Gesellschaft Jesu, Societas Jesu, Jesuiten, Pädagogik, Geistliche Übungen, Constitutiones,
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lars Hofer (Autor:in), 2018, Die Pädagogik der Jesuiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1459248
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Leseprobe aus  45  Seiten
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