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Verfahrenspsychologie. Einflüsse auf die Aussagenqualität

Título: Verfahrenspsychologie. Einflüsse auf die Aussagenqualität

Resumen , 2024 , 9 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Michael Lardy (Autor)

Derecho - Otros
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Die Hausarbeit ist ein Zusammenfassung der Vorlesung "Verfahrenspsychologie Besonderer Teil". Neben Grundlagen und Geschichte der Aussagenpsychologie steht die Aussage im Mittelpunkt: Aussagetüchtigkeit, Einflüsse auf die Aussage, Aussage und Persönlichkeit: der vernehmenden Person und der aussagenden Person, Vernehmungspsychologie, Glaubhaftigkeitsbeurteilung von Aussagen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Aussagenpsychologie: Einleitung und Geschichte

II. Forensische Aussagenpsychologie

III. AussagetüchƟgkeit

IV. Einflüsse auf die Aussagenqualität

V. Aussage und Persönlichkeit: Vernehmende Person

VI. Aussage und Persönlichkeit: Aussagende Person

VII. Vernehmungspsychologie

VIII. Gerichtsverhandlung

IX. GlaubhaŌigkeitsbeurteilung von Aussagen

X. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Aussagenpsychologie im forensischen Kontext, insbesondere die Herausforderungen bei der Gewinnung zuverlässiger Zeugenaussagen, die Beeinflussbarkeit durch suggestive Fragetechniken sowie die methodischen Ansätze zur Glaubhaftigkeitsbeurteilung in Strafverfahren.

  • Historische Entwicklung der Aussagenpsychologie und ihre Bedeutung in der Rechtsprechung.
  • Einflussfaktoren auf die Qualität von Zeugenaussagen (Wahrnehmung, Gedächtnis, Suggestion).
  • Die Bedeutung der Persönlichkeit von vernehmender und aussagender Person für den Prozess.
  • Praktische Anwendung der Vernehmungspsychologie und Erkenntnisse aus Gerichtsverhandlungen.
  • Methoden der Glaubhaftigkeitsanalyse sowie die Anwendung der Nullhypothese.

Auszug aus dem Buch

Aussagenpsychologie: Einleitung & Geschichte

Im MiƩelpunkt gerichtlicher Verfahren, das können Verfahren im Rahmen des StGB wie des ABGB sein, stehen, neben Sachbeweisen, die Aussagen von Zeugen und Beschuldigten.

Was auf den ersten Blick eindeuƟg erscheint, ist es oŌ überhaupt nicht: War der Zeuge/die Zeugin AussagetüchƟg, hat er/sie die Wahrheit gesagt, wurde die Aussage vom Vernehmenden richƟg verstanden und unmissverständlich protokolliert, wurden die Fragen bei der Vernehmung neutral oder suggesƟv gestellt, fühlte der Zeuge/die Zeugin sich unter Druck gesetzt, wie lange ist das Ereignis her nach dem gefragt wurde, wie genau hat der Zeuge/die Zeugin das Ereignis überhaupt beobachtet, gab es inzwischen evtl. eine Psychotherapie die die Erinnerungen verändert haben, fürchtet der Zeuge/die Zeugin einen Verwandten zu beschuldigen und weiß nichts von seinem Recht die Aussage zu verweigern? Spektakuläre Fehlurteile belegen, dass den Eingangs angeführten Fragen nicht immer die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ein absoluter Tiefpunkt in der bundesdeutschen Rechtsgeschichte und ein Lehrbeispiel für die besondere Bedeutung die Aussagenpsychlogie sind gewiss die „Wormser Missbrauchsprozesse“: Nach drei Jahren Verhandlungen (1994 – 1997, 325 Verhandlungstagen, Worms I‐III) stellte der Vorsitzende Richter fest: „Den Wormser Massenmissbrauch hat es nie gegeben.“ Alle Beschuldigten wurden freigesprochen, deren Ruf war unwiderruflich zerstört, die angeblich missbrauchten Kinder durch die Ereignisse so verstört, dass oŌ kein normales Eltern/Kind Verhältnis mehr möglich war. HäƩe diese jurisƟsche und menschliche Katastrophe verhindert werden können?

Zusammenfassung der Kapitel

I. Aussagenpsychologie: Einleitung und Geschichte: Dieses Kapitel erläutert die Grundbedeutung von Zeugenaussagen im Rechtssystem und beleuchtet historische Meilensteine durch Hans Gross und William Stern.

II. Forensische Aussagenpsychologie: Hier wird die Definition der Aussage als Beweismittel im Gerichtsverfahren erörtert und die Schwierigkeit der Übereinstimmung mit der objektiven Realität unterstrichen.

III. AussagetüchƟgkeit: Das Kapitel befasst sich mit der Voraussetzung der kognitiven und verbalen Fähigkeiten eines Zeugen als Basis für forensisch brauchbare Informationen.

IV. Einflüsse auf die Aussagenqualität: Die Analyse konzentriert sich auf die Phasen der Wahrnehmung, Speicherung und Wiedergabe sowie die Auswirkungen von Suggestion und Zeitablauf auf das Gedächtnis.

V. Aussage und Persönlichkeit: Vernehmende Person: Ein Überblick über die Anforderungen an die vernehmende Person und die Bedeutung eines persönlichkeitsgerechten Vernehmungsstils.

VI. Aussage und Persönlichkeit: Aussagende Person: Die Rolle persönlichkeitstypischer Faktoren und mentaler Dispositionen, wie Fantasie oder Suggestibilität, auf die Zuverlässigkeit der Aussage.

VII. Vernehmungspsychologie: Dieses Kapitel behandelt die Optimierung des Vernehmungsprozesses durch psychologische Prinzipien zur Schaffung einer vertrauensvollen Atmosphäre.

VIII. Gerichtsverhandlung: Eine Reflexion persönlicher Beobachtungen während einer Gerichtsverhandlung und ein Fallbeispiel zur Arbeit des Therapeuten mit Tätern.

IX. GlaubhaŌigkeitsbeurteilung von Aussagen: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Nullhypothese als wissenschaftliches Instrument der Sachverständigen.

X. Fazit: Die abschließende Betrachtung unterstreicht die Notwendigkeit der Aussagenpsychologie zur Vermeidung von Fehlurteilen in der Justiz.

Schlüsselwörter

Aussagenpsychologie, Forensik, Glaubhaftigkeit, Suggestion, Zeugenaussage, Nullhypothese, Vernehmungspsychologie, Beweismittel, Gedächtnis, Wahrnehmung, Sachverständiger, Rechtsprechung, Falschaussage, Fehlurteil, Erinnerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Aussagenpsychologie als kritischer Bestandteil innerhalb von Gerichtsverfahren und anderen forensischen Kontexten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Qualität von Zeugenaussagen, die psychologischen Abläufe der Vernehmung, die Auswirkungen von Suggestionen und die Methoden zur Glaubhaftigkeitsbeurteilung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie psychologische Erkenntnisse genutzt werden können, um die Zuverlässigkeit von Aussagen zu prüfen und fatale Fehlurteile in der Justiz zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu den Grundlagen der Aussagenpsychologie sowie der Anwendung der methodischen Nullhypothese zur Überprüfung der Glaubhaftigkeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte des Vernehmungs- und Aussagewesens, angefangen bei historischen Ursprüngen bis hin zur praktischen Anwendung bei Gericht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Aussagenpsychologie, Glaubhaftigkeit, Suggestion und Nullhypothese stehen im Zentrum der wissenschaftlichen Argumentation.

Was genau versteht man unter der Nullhypothese in diesem Kontext?

Die Nullhypothese nimmt zunächst an, dass die Aussage unwahr ist, um sie anschließend durch eine systematische Prüfung von Fakten methodisch zu widerlegen.

Warum spielen die "Wormser Missbrauchsprozesse" eine so wichtige Rolle?

Sie dienen im Text als dramatisches Lehrbeispiel für die verheerenden Folgen suggestiver Befragungstechniken und die daraus resultierende Gefahr von Fehlurteilen.

Welche Rolle spielt die Persönlichkeit der vernehmenden Person?

Der Autor betont, dass ein individuell passender Vernehmungsstil, gepaart mit Professionalität und echter Empathie, die Wahrscheinlichkeit für verwertbare und wahre Aussagen signifikant erhöht.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Glaubwürdigkeit des Zeugen" und "Glaubhaftigkeit der Aussage" wichtig?

Seit 1953 wird der Fokus auf die Validität der inhaltlichen Aussage gelegt, da auch glaubwürdige Zeugen aufgrund von Gedächtnisfehlern oder Suggestionen unabsichtlich inkorrekte Aussagen tätigen können.

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Detalles

Título
Verfahrenspsychologie. Einflüsse auf die Aussagenqualität
Universidad
University of Salzburg  (Rechtswissenschaften)
Curso
Vorlesung
Calificación
2
Autor
Michael Lardy (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
9
No. de catálogo
V1459346
ISBN (PDF)
9783389002568
Idioma
Alemán
Etiqueta
Grundlagen und Geschichte der Aussagenpsychologie, Vernehmungspsychologie, Glaubhaftigkeitsbeurteilung von Aussagen.
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Lardy (Autor), 2024, Verfahrenspsychologie. Einflüsse auf die Aussagenqualität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1459346
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