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Geschlechtergerechtigkeit im Fokus. Eine Analyse von Frauenrechten in Führungspositionen, Eherecht, Sozialisationsprozessen und der Feminisierung von Wasserarmut in Afrika

Title: Geschlechtergerechtigkeit im Fokus. Eine Analyse von Frauenrechten in Führungspositionen, Eherecht, Sozialisationsprozessen und der Feminisierung von Wasserarmut in Afrika

Anthology , 2024 , 67 Pages

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Author), Altay Siakiroglou (Author), Rukiye Hamza (Author), Lena Kaiser (Author)

Gender Studies
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Summary Excerpt Details

Dieser Sammelband enthält fünf Hausarbeiten.

Die erste Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Frauenquote in Führungspositionen zur Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Arbeitsmarkt. Nach einer eingehenden Begriffsdefinition und einem Blick auf die aktuelle Situation in Deutschland wird ein europäischer Vergleich gezogen, um die Benachteiligung von Frauen zu verdeutlichen. Rechtliche Grundlagen auf nationaler und europäischer Ebene werden analysiert, um die Verfassungskonformität der strukturellen Diskriminierung zu bewerten.

Die Parité-Bewegung, entstanden in den 1990er Jahren, strebte die Gleichstellung der Geschlechter in der politischen Arena an. Trotz der Betonung der Geschlechterunterschiede und des angestrebten Paritätsgedankens, stieß die Bewegung auf Kritik und Scheitern. Die zweite Arbeit untersucht die Ursachen des Misserfolgs und hinterfragt, ob eine erhöhte weibliche Vertretung zwangsläufig zur Gleichstellung führt.

Die dritte Arbeit untersucht die rechtliche Stellung der Frau im Ehe- und Familienrecht des Sachsenspiegels, dem bedeutendsten Rechtsbuch des Mittelalters. Dabei wird analysiert, inwieweit die Frau über ihr eigenes Schicksal bestimmen konnte und welche finanziellen Rechte und Pflichten sie besaß.

Die vierte Arbeit untersucht die Konstruktion von Geschlecht im Prozess der Sozialisation, indem sie relevante Begrifflichkeiten eingrenzt und erläutert. Dabei wird zwischen biologischem Geschlecht und sozialem Geschlecht unterschieden. Es werden Ansätze verschiedener Werke zur (Un)Gleichheit der Geschlechter in Haushalt, Erziehung und Kinderspielwaren betrachtet.

Die fünfte Arbeit untersucht die Feminisierung der Wasserarmut in ärmeren Gebieten Afrikas im Kontext des Klimawandels. Sie fragt, ob Frauen ihr Menschenrecht auf Wasser gleichberechtigt wahrnehmen können. Durch die Analyse von Wasserverfügbarkeit, Afrikas Beitrag zum Klimawandel, Feminismus und Gender Mainstreaming wird die Vulnerabilität der Frauen beleuchtet. Das Ziel ist eine geschlechtsspezifische Analyse der Wasserarmut und ihrer Folgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis des Sammelbands

Dient die Frauenquote in den Führungspositionen der Schaffung von Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern?

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Frauenquote

2.2. Führungsposition

2.3. Gleichberechtigung

3. Situation in Deutschland

4. Ein europäischer Vergleich

5. Gesetzliche Grundlage der Frauenquote

6. Gesetzliche Frauenquote – Pro und Contra

6.1. Pro gesetzliche Frauenquote

6.2. Contra gesetzliche Frauenquote

7. Fazit

Frauenrechte in Frankreich. Die Parité-Bewegung

Die Parité - Bewegung in Frankreich

Die Stellung der Frau im Ehe- und Familienrecht des Sachsenspiegels

1. Einleitung

2. Der Sachsenspiegel

3. Die Vormundschaft

3.1 Die Geschlechtsvormundschaft

3.2 Die eheliche Vormundschaft

4. Die Ehe

4.1 Besitzverhältnisse in der Ehe

4.2 Das eheliche Erbrecht

5. Fazit

Geschlecht im Prozess der Sozialisation

1. Einleitung

1.1 Zum Begriff von Sozialisation und Geschlecht

2. Ansätze zur Fragebeantwortung aus verschiedenen Werken mit dem Schwerpunkt auf Haushalt, Erziehung und Kinderspielwaren

3. Pädagogischer Lösungsansatz des „Gender mainstreaming“

4. Schluss und Fazit

Feminisierung der Wasserarmut. Können Frauen in ärmeren Gebieten Afrikas ihr Menschenrecht auf Wasser trotz der Folgen des Klimawandels gleichberechtigt wahrnehmen?

1 Einleitung

2. Wasserverfügbarkeit

2.1 Afrikas Beitrag zum Klimawandel

2.2 Feminismus und gender mainstreaming

2.3 Gender mainstreaming in der Wasserversorgung

2.4 Vulnerabilität der Frauen

3 Fazit

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Die vorliegenden Analysen verfolgen das Ziel, verschiedene Aspekte der Geschlechtergerechtigkeit in historischer, rechtlicher und gesellschaftspolitischer Hinsicht zu untersuchen, um Barrieren der Teilhabe von Frauen aufzuzeigen und Lösungsansätze zu bewerten.

  • Effektivität von Frauenquoten in Führungspositionen zur Erreichung von Gleichberechtigung.
  • Evolution von Frauenrechten im historischen Ehe- und Familienrecht, exemplarisch am Sachsenspiegel.
  • Konstruktion von Geschlechterrollen durch Sozialisationsprozesse in Erziehung und Kindheit.
  • Die Feminisierung der Wasserarmut in Afrika im Kontext des Klimawandels als Menschenrechtsproblematik.
  • Herausforderungen einer institutionalisierten Gleichstellungspolitik wie dem Gender Mainstreaming.

Auszug aus dem Buch

Die Geschlechtsvormundschaft

Im Recht des Sachsenspiegels stehen Kinder, Mädchen und Jungen, bis zum Erreichen der Mündigkeit unter der Vormundschaft des Vaters, oder bei dessen Tod, unter der eines männlichen Verwandten. Dies wird als „Altersvormundschaft“ bezeichnet. Wenn ein Mann aber mündig ist, benötigt er keinen Vormund mehr. Er ist nun selber für seine Belange verantwortlich und kann auch als Vormund fungieren. („Wenn ein junger Mann zu seinen Jahren gekommen ist, so muß er Vormund seiner Frau sein […])

Wann genau diese Mündigkeit erreicht ist, ist strittig. Wenn das Alter einer Person nicht bekannt war, wurden Zeichen der körperlichen Reife als Indikator für die Mündigkeit genommen. Ein Junge konnte also durchaus mit 12 oder 13 Jahren als mündig gelten. Allerdings stand es ihm frei bis zum 21. Lebensjahr einen Vormund zu wählen, der ihn unterstützte.

Mädchen konnten mit dem Erreichen der Geschlechtsreife eine Ehe eingehen und somit von der Altersvormundschaft in die eheliche Vormundschaft übergehen. Der Vormund wäre somit nicht mehr der Vater, sondern der Ehemann. Es gab aber auch die Möglichkeit einer Absonderung der Tochter. Dadurch konnte sie prinzipiell einen eigenen Hausstand gründen und den Vormund wechseln. Dies war aber praktisch kaum möglich. Ein wahrscheinlicherer Fall war, dass die Tochter in einen anderen Haushalt wechselte, wenn sie beispielsweise von Verwandten erzogen wurde. Dann war es sinnvoll den Vormund zu wechseln. Dazu war aber immer die Zustimmung des Vaters notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert, ob eine Frauenquote in Führungspositionen zur tatsächlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern beitragen kann.

2. Begriffsdefinitionen: Hier werden die zentralen Termini „Frauenquote“, „Führungsposition“ und „Gleichberechtigung“ operationalisiert, um die Grundlage für die weitere Untersuchung zu legen.

3. Situation in Deutschland: Es wird der Status quo der Erwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland und die strukturelle Unterrepräsentation in Führungsetagen dargelegt.

4. Ein europäischer Vergleich: Diese Untersuchung stellt die Situation in deutschen Unternehmen in einen europäischen Kontext, wobei skandinavische Modelle als Referenz dienen.

5. Gesetzliche Grundlage der Frauenquote: Kapitel 5 befasst sich mit den nationalen und europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen und der Verfassungskonformität von Frauenquoten.

6. Gesetzliche Frauenquote – Pro und Contra: Hier werden die sozio-ökonomischen sowie ethischen Argumente für und gegen eine verpflichtende Frauenquote einander gegenübergestellt.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die Frauenquote zwar ein wirksamer Teilerfolg, jedoch kein universelles Allheilmittel gegen strukturelle Diskriminierung ist.

Schlüsselwörter

Geschlechtergerechtigkeit, Frauenquote, Führungsposition, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Diskriminierung, Sachsenspiegel, Vormundschaft, Sozialisation, Gender Mainstreaming, Wasserarmut, Klimawandel, Afrika, Menschenrechte, Emanzipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in den Arbeiten dieses Sammelbands grundsätzlich?

Die Beiträge behandeln verschiedene Aspekte der Geschlechterungleichheit, von historischen Rechtsentwicklungen bis hin zu aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen für Frauen.

Welche Themenschwerpunkte werden abgedeckt?

Zu den Feldern gehören die Wirksamkeit von Frauenquoten in der Wirtschaft, die rechtliche Stellung der Frau im mittelalterlichen Sachsenspiegel, geschlechtsspezifische Sozialisation von Kindern sowie die Feminisierung der Wasserarmut in Afrika.

Was ist das zentrale Forschungsziel?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie strukturelle Diskriminierung in unterschiedlichen Kontexten wirkt und zu untersuchen, welche Lösungsansätze, wie beispielsweise Quoten oder Gender-Mainstreaming-Konzepte, zu mehr Chancengleichheit führen können.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es wird eine kriteriengeleitete Auswertung von Primär- und Sekundärliteratur, statistischen Daten und rechtlichen Rahmenbedingungen angewandt, um die jeweilige Fragestellung tiefgehend zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der verschiedenen Abschnitte behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen werden Ist-Zustände analysiert, historische Quellen expliziert oder empirische Befunde herangezogen, um ein umfassendes Bild der Benachteiligung und möglicher Veränderungskanäle zu zeichnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind Geschlechtergerechtigkeit, strukturelle Diskriminierung, Führungsposition, Sozialisation, Gender Mainstreaming und Feminisierung der Wasserarmut.

Welche Rolle spielt der Sachsenspiegel für die rechtliche Analyse?

Der Sachsenspiegel dient als Paradebeispiel für die historische Unfreiheit der Frau im Mittelalter, bei der die rechtliche Stellung stets unter männlicher Vormundschaft stand.

Wie korrelieren Klimawandel und Wasserarmut in Afrika?

Die Forschung zeigt, dass der Klimawandel Wasserknappheit verschärft, wovon Frauen in ärmeren Regionen Afrikas überproportional betroffen sind, da ihnen die Hauptlast der Wasserbeschaffung und Ernährungssicherung zukommt.

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Details

Title
Geschlechtergerechtigkeit im Fokus. Eine Analyse von Frauenrechten in Führungspositionen, Eherecht, Sozialisationsprozessen und der Feminisierung von Wasserarmut in Afrika
Authors
GRIN Verlag (Hrsg.) (Author), Altay Siakiroglou (Author), Rukiye Hamza (Author), Lena Kaiser (Author)
Publication Year
2024
Pages
67
Catalog Number
V1459378
ISBN (eBook)
9783389001097
ISBN (Book)
9783389001103
Language
German
Tags
Frauenquote Gleichberechtigung gesetzliche Frauenquote Parité-Bewegung Sachsenspiegel Geschlechtsvormundschaft eheliche Vormundschaft Ehe eheliche Erbrecht Besitzverhältnisse in der Ehe Sozialisation Geschlecht Haushalt Erziehung Kinder Gender mainstreaming Wasserversorgung Klimawandel Feminismus Vulnerabilität Frauen Afrika Wasserarmut Feminisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
GRIN Verlag (Hrsg.) (Author), Altay Siakiroglou (Author), Rukiye Hamza (Author), Lena Kaiser (Author), 2024, Geschlechtergerechtigkeit im Fokus. Eine Analyse von Frauenrechten in Führungspositionen, Eherecht, Sozialisationsprozessen und der Feminisierung von Wasserarmut in Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1459378
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