Konstruktivistische Aspekte einer Unterrichtsstunde


Hausarbeit, 2006

8 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Verlaufsplan zur Unterrichtsstunde „Einführung in das kgV“ (Mathematik)
Ziel der Stunde
Einstiegsaufgabe

Konstruktivistische Aspekte des Unterrichtsentwurfs
I. Realitätsnähe
II. Multiple Perspektiven
III. Problemorientiertes Lernen
IV. Lernen im sozialen Austausch
V. Aufmerksamkeit

Die Rolle der Lehrperson

Fazit

Verlaufsplan zur Unterrichtsstunde „Einführung in das kgV“ (Mathematik)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ziel der Stunde

Die Schülerinnen und Schüler sollen in die Thematik des „kleinsten gemeinsamen Vielfachen“ eingeführt werden. Sie sollen insbesondere...

die Übertragung von Sachverhalten auf ein mathematisches Modell umsetzen.

die speziellen Ergebnisse der Textaufgabe interpretieren können.

den Sinn einer mathematischen Rechnung im Gegensatz zum Experiment erkennen und ihn erläutern können.

das „Spezielle“ (einführende Textaufgabe) in das „Allgemeine“ (abstrakte und formale Begrifflichkeit kgV) überführen können.

die Begrifflichkeit des kgV und des gemeinsamen Vielfachen kennen lernen.

das kgV zweier Zahlen bestimmen und den neuen Begriff anwenden können.

Einstiegsaufgabe

Greta und Martin sitzen in einem Bushäuschen und beobachten den Verkehr. Plötzlich fällt ihnen etwas Interessantes auf: Zwei Busse treffen gleichzeitig ein. Der eine hält an ihrer Bushaltestelle und der andere an der gegenüberliegenden Haltestelle. Martin startet seine Stoppuhr und misst die Zeit: „Mal sehen, wie lange es dauert, bis wieder zwei Busse gleichzeitig eintreffen.“ Greta liest den Fahrplan: An ihrem Bushäuschen A trifft alle 12 Minuten ein Bus ein und an der anderen Haltestelle B trifft alle 14 Minuten ein Bus ein.

- Frage 1: Wie viele Minuten dauert es, bis wieder beide Busse gleichzeitig eintreffen?
- Frage 2: Wie lange müssen Greta und Martin warten, bis danach noch einmal zwei Busse gleichzeitig eintreffen?
- Frage 3: Wieso ist es günstig, diese Aufgabe rechnerisch zu lösen – wieso wartet man nicht einfach an dem Bushäuschen, wie es Martin vorhatte?

Konstruktivistische Aspekte des Unterrichtsentwurfs

Vorweg Generelles zum konstruktivistischen Unterricht und zur Grundidee des Konstruktivismus:

Die Konstruktivisten gehen davon aus, dass unser Wissen auf unserer Sinneswahrnehmung beruht. Da jeder Mensch individuell ist wird auch alles verschieden aufgenommen. Durch individuelle Konstruktionsprozesse kennt niemand die „Wahrheit“, sondern nur die Wahrheit seiner eigenen Wahrnehmung.

Um diese Aspekte im Unterricht zu berücksichtigen ist es von besonderer Wichtigkeit, ein reichhaltiges Angebot an Informationen und Methoden anzubieten, so dass hoffentlich jeder Schüler die Möglichkeit bekommt, sich selbst ein Bild zu schaffen und Informationen zu verankern, oder anzuknüpfen.

So muss auch eine Einordnung in den Kontext durch den Lehrer durchgeführt werden, um Adaptions- und Konstruktionsprozesse zu ermöglichen (Anwendungsaufgaben, Gegenbeispiele usw.).

Wichtig ist auch die Lernumgebung, die kreativ und reizvoll gestaltet sein sollte, um die subjektive Wahrnehmung möglichst vieler Schüler anzusprechen.

Die 5 wichtigsten Punkte der konstruktivistischen Didaktik sind:

I. Realitätsnähe
II. Multiple Perspektiven
III. Problemorientiertes Lernen
IV. Lernen im sozialen Austausch
V. Aufmerksamkeit

Auch die Lehrperson muss einen anderen Standpunkt als bisher im „konventionellen Unterricht“ einnehmen.

In meiner Arbeit möchte ich nun diese Punkte in Bezug auf den vorliegenden Unterrichtsentwurf, der sich mit der „Einführung des kleinsten gemeinsamen Vielfachen“ im Fach Mathematik beschäftigt, genauer betrachten und sehen, inwiefern der Unterrichtswurf sich mit der konstruktivistischen Didaktik vereinbaren lässt.

Um den vorliegenden Entwurf besser nachzuvollziehen zu können, habe ich auch die Erläuterungen zum Ziel der Stunde und die Einstiegsaufgabe beigefügt, da ich auf diese eingehen werde.

I. Realitätsnähe

Die Realitätsnähe ist im Konstruktivismus ein wichtiger Punkt, da sich so neu Gelerntes leichter durch „Umstrukturierung“ mit bereits Vorhandenem verbinden lässt. Da auch der soziale Kontext und die soziale Interaktion ein individueller Faktor eines jeden Schülers ist, ist das Beispiel Bus ein gut gewähltes, da sicherlich jeder von ihnen schon einmal Bus gefahren ist.

Die Realitätsnähe in dieser Unterrichtsstunde ist vorhanden, ganz im konstruktivistischen Sinne. Durch das Beispiel der Busse ist es leichter für die Schüler sich auf das neue Thema einzustellen, und vor allem einen Sinn im neu Gelernten zu sehen, da es ein Thema aus dem „wahren Leben“ ist. So sollen die Schüler einsehen, dass die mathematische Lösung anderen Lösungen gegenüber Vorteile bietet. Auch die erwartete kritische Diskussion über das Thema und den Sinn einer mathematischen Lösung in der Phase „Erarbeitung der Sachaufgabe“ bringt die Aufgabe wieder in Bezug zur Realität.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Konstruktivistische Aspekte einer Unterrichtsstunde
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
Einführung in den Konstruktivismus
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
8
Katalognummer
V145954
ISBN (eBook)
9783640570713
ISBN (Buch)
9783640570645
Dateigröße
403 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstruktivismus, Unterrichtsplanung, konstruktivistischer Unterricht, kgV Berechnung, Didaktik, Erziehungswissenschaft, Pädagogik
Arbeit zitieren
Melissa Naase (Autor), 2006, Konstruktivistische Aspekte einer Unterrichtsstunde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145954

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Konstruktivistische Aspekte einer Unterrichtsstunde



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden