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Das reziproke Verhalten von Menschen und Kultur

Title: Das reziproke Verhalten von Menschen und Kultur

Essay , 2008 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michał Krus (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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In dem hier vorliegenden Essay werde ich versuchen zwei Kulturbegriffe, die durch Clifford Geertz und Ronald Inglehart geprägt worden sind, zu vergleichen. Den Schwerpunkt meiner Arbeit möchte ich auf das gegenseitige Verhältnis zwischen Menschen und Kultur legen. Zunächst werde ich die Theoriedarstellungen von beiden Autoren vorstellen. Dabei werde ich sowohl auf die Definition des Kulturbegriffs, als auch auf ihre Methoden eingehen. Im Anschluss werde ich die Frage beantworten, wie das Verhältnis zwischen Menschen und Kultur in beiden Theorien dargestellt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kulturbegriff nach Clifford Geertz

2.1 Methodik der Dichten Beschreibung

3. Der Kulturbegriff nach Ronald Inglehart

3.1 Empirische Analyse und Sozialisation

4. Vergleich der Perspektiven: Reziprokes Verhalten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen Kulturbegriffe von Clifford Geertz und Ronald Inglehart, um das wechselseitige Verhältnis zwischen dem Menschen und seiner kulturellen Umwelt zu ergründen.

  • Gegenüberstellung von qualitativer Ethnologie und quantitativer empirischer Sozialforschung
  • Analyse des Kulturbegriffs als Bedeutungsstruktur (Geertz) gegenüber einem System von Haltungen und Werten (Inglehart)
  • Untersuchung der Rolle von Sozialisationsprozessen bei der Herausbildung kultureller Orientierungen
  • Diskussion der Wechselwirkung zwischen menschlichem Handeln, gesellschaftlichen Strukturen und kulturellem Wandel

Auszug aus dem Buch

Der Kulturbegriff nach Clifford Geertz

Was ist Kultur? Diese Frage stellt sich auch der Ethnologe Clifford Geertz. Den Versuch, sie zu beatworten, fasst er in seinem Werk „Dichte Beschreibung“ zusammen. Er stützt sich in seiner anthropologischen Forschung nicht nur auf Erfahrungen und Deutungen, die er in langjähriger Lokalarbeit in Indonesien und Marokko gesammelt hat, sondern auch auf die Probleme, die sich mit der menschlichen Entwicklung befassen. Er bezieht sich dabei auf Max Weber, indem er schreibt: „dass der Mensch ein Wesen ist, das in selbstgesponnene Bedeutungsgewebe verstrickt ist, wobei ich Kultur als dieses Gewebe ansehe“ (Geertz (1987): S.9). So erscheint die Kultur als eine Bedeutungsstruktur, die der Mensch selbst schafft, um die physische und gesellschaftliche Welt herum zu verstehen. Sie dient auch als ein Erkenntnisweg zu sich selbst und zu den anderen, mit denen er lebt.

Ein weiterer Aspekt ist damit verbunden. Wie es Umberto Eco schon beschrieben hat, lebt der Mensch in einer Gesellschaft, „die nicht entstanden wäre und nicht hätte überdauern können, wenn sie nicht ihre eigenen Kodes, ihre eigenen Interpretationssysteme für die natürlichen Daten (die dadurch zu kulturellen Daten wurden) entwickelt hätte“ (Eco (1998) S.257). Um den Zusammenhang von Verhalten und Sinn zu verstehen, befasst sich die Menschlichkeit nach Geertz mit „ineinandergreifenden Systemen auslegbarer Zeichen“ (Geertz (1987): S.21). Deshalb fasst Geertz seinen Kulturbegriff als einen semiotischen auf. Der symbolische Gehalt von Codes muss im „Kontext“ entschlüsselt werden, damit die gemeinten Intentionen, die von Menschen ausgehen, richtig erkannt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Vorhaben, die Kulturbegriffe von Geertz und Inglehart zu vergleichen und deren Verständnis des Verhältnisses von Mensch und Kultur darzustellen.

2. Der Kulturbegriff nach Clifford Geertz: Dieses Kapitel erläutert Geertz' semiotisches Verständnis von Kultur als ein selbstgesponnenes Bedeutungsgewebe, das durch interpretative Forschung entschlüsselt werden muss.

2.1 Methodik der Dichten Beschreibung: Hier wird der ethnologische Ansatz der teilnehmenden Beobachtung und der Interpretation kleiner Phänomene als Kontrast zur Suche nach allgemeinen Gesetzen beschrieben.

3. Der Kulturbegriff nach Ronald Inglehart: Dieser Abschnitt definiert Kultur als ein System von Werten und Haltungen, das durch empirische Daten und statistische Erhebungen messbar wird.

3.1 Empirische Analyse und Sozialisation: Es wird dargelegt, wie grundlegende kulturelle Orientierungen in jungen Jahren erworben werden und gegenüber Veränderung resistent bleiben.

4. Vergleich der Perspektiven: Reziprokes Verhalten: Die Kapitelinhalte führen zusammen, dass trotz unterschiedlicher methodischer Ansätze beide Autoren die wechselseitige Abhängigkeit von Individuum, Gesellschaft und Kultur betonen.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass sich die interpretative und die empirische Perspektive sachlich ergänzen, um die Kausalität menschlichen Verhaltens besser zu verstehen.

Schlüsselwörter

Kulturwissenschaften, Clifford Geertz, Ronald Inglehart, Kulturbegriff, Dichte Beschreibung, Sozialisation, Empirische Sozialforschung, Semiotik, Bedeutungsgewebe, Werte, Gesellschaftsstruktur, Ethnologie, Menschliches Handeln, Kulturwandel, Qualitatives Verfahren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht zwei unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze zum Verständnis von Kultur und untersucht, wie der Mensch mit dieser Kultur interagiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Kultur, die Rolle der menschlichen Sozialisation sowie den methodischen Kontrast zwischen interpretativer Ethnologie und quantitativer empirischer Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das reziproke Verhältnis zwischen Mensch und Kultur in den Theorien von Geertz und Inglehart konzeptualisiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Literaturanalyse, wobei sie die qualitative Methode von Geertz der quantitativen statistischen Analyse von Inglehart gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte der beiden Autoren einzeln erläutert, bevor sie auf ihre Gemeinsamkeiten und methodischen Unterschiede hin untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Dichte Beschreibung", "Sozialisation", "Bedeutungsstruktur" und "Reziprozität" charakterisiert.

Wie unterscheidet Geertz sein Vorgehen von der klassischen experimentellen Forschung?

Geertz betont, dass seine Forschung nicht nach universellen Gesetzen sucht, sondern interpretativ arbeitet, um gesellschaftliche Ausdrucksformen innerhalb ihres Kontextes zu deuten.

Inwiefern sieht Inglehart Kultur als veränderbar an?

Inglehart beschreibt Kultur als resistent gegenüber schnellen Veränderungen, da Werte früh sozialisiert werden; ein Wandel erfolgt daher nur langsam und über Generationen hinweg.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen Natur und Kultur bei Inglehart?

Inglehart sieht den Menschen als Teil der Natur, während die Kultur als dasjenige verstanden wird, das den Menschen in soziale Gruppen und Nationen einbindet.

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Details

Title
Das reziproke Verhalten von Menschen und Kultur
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Vergleichende Kultursoziologie)
Course
Einführung in die Kulturwissenschaften
Grade
1,7
Author
Michał Krus (Author)
Publication Year
2008
Pages
7
Catalog Number
V145957
ISBN (eBook)
9783640570720
Language
German
Tags
Kulturbegriff Ethnologie Clifford Geertz Ronald Inglehart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michał Krus (Author), 2008, Das reziproke Verhalten von Menschen und Kultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145957
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