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Soziale Gruppenarbeit

Title: Soziale Gruppenarbeit

Seminar Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sylvia Mertes (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Soziale Gruppenarbeit gehört neben der Einzelfallhilfe und der Gemeinwesenarbeit (GWA) zu den klassischen Methoden der Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Es handelt sich dabei um einen Arbeitsansatz, der zwischen Selbsthilfe und professionellem Handeln (Professionalisierung) liegt.
Soziale Gruppenarbeit zielt auf eine Gruppe von Menschen, die mit individuellen und sozial bedingten Beschädigungen leben müssen. Festgestellte Defizite oder subjektive Unzulänglichkeiten, die der Alltagsbewältigung hinderlich sind, sollen durch das Angebot einer Gruppenarbeit kompensiert werden. Ziel der sozialen Gruppenarbeit ist es, den einzelnen Menschen in der Gruppe Hilfestellungen zu geben, die sie befähigen, alltägliche Lebenssituationen und Beziehungen in Familie, Kindergarten, Schule und Beruf so zu meistern, dass sie keine außengerichteten Hilfen mehr benötigen, dass also die gesellschaftliche Funktionalität des einzelnen Individuums wiederhergestellt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffserklärung

2. Historische Entwicklung

2.1 Phase 1: Vorprofessionelle Gruppenarbeit

2.2 Phase 2: Etablierung der Arbeit mit Gruppen

2.3 Phase 3: kritische Infragestellung

2.4 Phase 4: Therapeutisierung

3. Theoretische Grundlagen

3.1 Primärgruppe

3.2 Sekundärgruppe

3.3 formelle Gruppen

3.4 informelle Gruppen

3.5 Ingroup (Eigengruppen)

3.6 Outgroup (Fremdgruppe)

4. Zielsetzung

5. Rechtliche Grundlagen

6. Methodische Besonderheiten

6.1. Gruppenphasen

6.2 Gruppenrollen

7. Anwendungsbereiche/Zielgruppen

8. Kritische Positionen

9. Eigene Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Methode der Sozialen Gruppenarbeit als zentralen Bestandteil der Sozialen Arbeit zu erläutern, ihre historische Entwicklung nachzuzeichnen und die theoretischen sowie methodischen Grundlagen für die Praxis der Jugendhilfe darzustellen.

  • Historische Entwicklung der professionellen Gruppenarbeit
  • Theoretische Abgrenzung verschiedener Gruppenarten
  • Methodische Aspekte wie Gruppenphasen und Rollenverteilung
  • Rechtliche Einordnung im Rahmen des SGB VIII
  • Kritische Reflexion und gesellschaftliche Einbettung

Auszug aus dem Buch

2.4 Phase 4: Therapeutisierung

Auch zu Beginn der siebziger Jahre war die Entwicklung in den USA Vorbild, indem die Tiefenpsychologie Eingang fand. Sogenannte „Sensitivity-Trainings“ wurden von Studenten eingefordert. Diese beschränkten sich auf die Auseinandersetzung mit der einzelnen studentischen Persönlichkeit. Es wurde modern in der Gruppe Schwierigkeiten und Probleme mit sich selbst vorzustellen.

Individualistische Gruppentheorien wie die Gestalttherapie, Verhaltenstherapie und Themenzentrierte Interaktion und weitere gewannen an Stellenwert. Die Studierenden erhielten ihr sozialpädagogisches Selbstbewusstsein nicht aus dem Studium sondern aus ihrem Bestreben als Sozialpädagoginnen zu „Minipsychologinnen- oder therapeutinnen“ zu avancieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffserklärung: Definiert die soziale Gruppenarbeit als klassische Methode der Sozialpädagogik, die auf Freiwilligkeit basiert und zur Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten dient.

2. Historische Entwicklung: Beschreibt die Evolution der Gruppenarbeit von ihren US-amerikanischen Ursprüngen bis zur Verwissenschaftlichung in Deutschland in fünf Phasen.

3. Theoretische Grundlagen: Unterscheidet verschiedene Gruppenformen wie Primär- und Sekundärgruppen sowie Ingroup und Outgroup als Basis für das Verständnis gruppendynamischer Prozesse.

4. Zielsetzung: Erläutert den Anspruch, durch soziale Gruppenerlebnisse die Handlungsfähigkeit und Selbstvertrauen der Teilnehmenden zu fördern.

5. Rechtliche Grundlagen: Verortet die soziale Gruppenarbeit als Hilfe zur Erziehung gemäß §29 SGB VIII im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe.

6. Methodische Besonderheiten: Analysiert den Gruppenprozess in fünf Phasen und beleuchtet typische Gruppenrollen wie die des Gruppenführers oder Sündenbocks.

7. Anwendungsbereiche/Zielgruppen: Benennt Kinder und Jugendliche als Hauptzielgruppe und verweist auf Einsatzmöglichkeiten in der Jugendhilfe und Freizeitpädagogik.

8. Kritische Positionen: Setzt sich mit der fachlichen und gesellschaftlichen Kritik auseinander, die Ende der 60er Jahre an der Gruppenarbeit geübt wurde.

9. Eigene Bewertung: Reflektiert den Erkenntnisgewinn der Verfasserin durch die intensive Auseinandersetzung mit der Methode.

Schlüsselwörter

Soziale Gruppenarbeit, Sozialpädagogik, Gruppendynamik, Jugendhilfe, SGB VIII, Gruppenphasen, Gruppenrollen, Selbsthilfe, soziale Kompetenz, Sozialisationsdefizite, Professionalisierung, Erziehungshilfe, Gruppenpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen einführenden Überblick über die theoretischen, historischen und methodischen Grundlagen der Sozialen Gruppenarbeit in der Sozialpädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung, die Definition von Gruppenarten, den methodischen Ablauf von Gruppenprozessen und die rechtliche Einbettung im Jugendhilferecht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Komplexität und den professionellen Stellenwert der Gruppenarbeit darzustellen, um deren Bedeutung als Methode der Hilfe zur Erziehung zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturarbeit, die existierende Konzepte (u.a. von Schmidt-Grunert und Bernstein/Lowy) zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Phasen, die Differenzierung von Gruppen (Ingroup/Outgroup) sowie methodische Analysen von Phasenmodellen und Rollenbildern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Soziale Gruppenarbeit, Gruppendynamik, SGB VIII, Sozialpädagogik und Gruppenrollen.

Wie unterscheidet der Text zwischen Primär- und Sekundärgruppen?

Primärgruppen sind organisch gewachsen und zeichnen sich durch emotionale Bindung aus (z.B. Familie), während Sekundärgruppen bewusst geplant und rational organisiert sind.

Welche Bedeutung haben die sogenannten „Gruppenphasen“?

Phasenmodelle helfen dabei, das Sozialverhalten in Gruppen zu verstehen, von der Orientierungsphase bis hin zur Auflösung, um pädagogisches Handeln gezielt anzupassen.

Was ist mit der „Therapeutisierung“ in der vierten Phase der historischen Entwicklung gemeint?

Dieser Begriff beschreibt den Trend der 70er Jahre, in dem sich Studierende verstärkt an therapeutischen Verfahren wie der Gestalttherapie orientierten, anstatt rein sozialpädagogische Gruppenarbeit zu leisten.

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Details

Title
Soziale Gruppenarbeit
College
Cologne University of Applied Sciences
Grade
1,0
Author
Sylvia Mertes (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V145988
ISBN (eBook)
9783640571154
ISBN (Book)
9783640570928
Language
German
Tags
Soziale Gruppenarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvia Mertes (Author), 2009, Soziale Gruppenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/145988
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