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Welchen Mehrwert bietet der Roman "Nathan und seine Kinder" von Mirjam Pressler im Unterricht?

Ein Vergleich mit Gotthold Ephraim Lessings Drama "Nathan der Weise" anhand der Identitätssuche Rechas

Titel: Welchen Mehrwert bietet der Roman "Nathan und seine Kinder" von Mirjam Pressler im Unterricht?

Seminararbeit , 2022 , 13 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird das Drama „Nathan der Weise“ mit dem Roman „Nathan und seine Kinder“ unter dem Aspekt der Identitätsfindung Rechas verglichen.
Bis heute ist Nathan der Weise von Gottfried Ephraim Lessing ein aktuelles Werk. Auch im Zentralabitur für das Jahr 2022 ist das Drama sowohl für den Grundkurs als auch für den Leistungskurs im Inhaltsfeld Texte in den Vorgaben des Lehrplans vorgesehen.
Durch verschiedene Thematiken wie der Konflikt zwischen den drei großen Religionen sowie Toleranz, Erziehung und Aufklärung, lässt sich auch jetzt ein Gegenwartsbezug herstellen. Vor allem die Suche nach der eigenen Identität steht im Zentrum des Werks, wodurch sich viele Untersuchungs- und Interpretationsmöglichkeiten innerhalb des Schulunterrichts auffinden lassen. Inzwischen haben sich Neuauflagen von „Nathan der Weise“ etabliert, welche eine mögliche Alternative für die Bearbeitung im Deutsch Unterricht darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Identität

3. Explikation

3.1 Einordnung der Figur Recha in den Kontext

3.2 Die Darstellungsweise der Figur „Recha“ von Gotthold Ephraim Lessing in „Nathan der Weise“

3.3 Unterschiede in der Darstellungsweise der Figur „Recha“ von Mirjam Pressler in „Nathan und seine Kinder“

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen und literarischen Mehrwert des Romans „Nathan und seine Kinder“ von Mirjam Pressler im Vergleich zu Gotthold Ephraim Lessings Drama „Nathan der Weise“. Im Zentrum der Analyse steht dabei die Identitätssuche der Figur Recha, um zu bewerten, wie die Neuadaption des Stoffs neue Zugänge für den Deutschunterricht schafft.

  • Vergleich der Identitätskonstruktion der Figur Recha
  • Analyse der narrativen Unterschiede zwischen Drama und Roman
  • Evaluierung der didaktischen Eignung für den Deutschunterricht
  • Untersuchung der Multiperspektivität als erzählerisches Mittel
  • Relevanz von Themen wie Toleranz, Religion und Identitätsfindung für heutige Schüler

Auszug aus dem Buch

Die Darstellungsweise der Figur „Recha“ von Gotthold Ephraim Lessing in „Nathan der Weise“

In Lessings Drama tritt Recha im Vergleich zu den anderen Figuren des Stücks eher selten auf die Bühne. Recha wird primär von den Dialogen der anderen Figuren getragen, ohne dass sie selbst dabei anwesend ist. So werden Recha im Verlauf des Dramas diverse Identitäten zugeschrieben, welche dabei von unterschiedlichen Informationen über Erziehung, Religion und ihrer Umgebung geprägt sind. Auch die durch Lessing dargestellte Positionierung und Identitätsfindung Rechas sowie ihr Verhältnis zu anderen Figuren führt zu Widersprüchen.

Besonders häufig werden der jungen Frau religiöse Identitäten zugeschrieben, da sie im Verlaufe des Dramas von ihrer Erzieherin Daja, dem Tempelherrn oder Saladin mehrfach als Christin bezeichnet wird. Ihre christliche Erzieherin Daja erläutert die Identität mit den Worten „Sie ist ein Christenkind, von Christeneltern [...]“. Doch bereits diese Fremdzuweisungen stellen eine Problematik für die Identitätsfindung Rechas dar. Zunächst weiß sie bis zum späteren Verlauf des Dramas nicht, dass sie Christin ist, wodurch sich eine eigene Positionierung als Christin für Recha fremd anfühlt. Zusätzlich ist Rechas christliche Taufe eine Bestimmung ihrer leiblichen Eltern, welche die christlichen Traditionen in ihr Leben verankern wollten. Dadurch, dass sie jedoch bei Nathan, einem Juden, aufwuchs und ihre Eltern bei der Erziehung keine prägende Rolle einnahmen, fühlen sich diese Traditionen für Recha nicht richtig an. Dies spiegelt sich auch in Nathans und Rechas enger Beziehung wider, welche in Rechas erstem Auftritt deutlich wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Aktualität von Lessings „Nathan der Weise“ für den Schulunterricht und führt das Ziel der Arbeit ein, das Drama mit Mirjam Presslers Roman „Nathan und seine Kinder“ unter dem Fokus der Identitätsuche Rechas zu vergleichen.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Definition des Identitätsbegriffs, wobei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen dem Individuum, dem sozialen Umfeld und fremden sowie eigenen Zuschreibungen beleuchtet werden.

3. Explikation: Der Hauptteil analysiert die Rolle Rechas in beiden Werken, vergleicht ihre Darstellung bei Lessing mit der multiperspektivischen Erzählweise bei Pressler und arbeitet die Unterschiede in der Profilbildung der Figur heraus.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Presslers Roman durch seine moderne, epische Form und die Fokussierung auf die Innenansicht der Figuren eine wertvolle didaktische Ergänzung für den Deutschunterricht darstellt, ohne den Grundgedanken der Vorlage zu verlieren.

5. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche primäre und sekundäre Quellen auf, die für die theoretische Fundierung und literaturwissenschaftliche Analyse verwendet wurden.

Schlüsselwörter

Nathan der Weise, Nathan und seine Kinder, Mirjam Pressler, Gotthold Ephraim Lessing, Identität, Identitätssuche, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, Recha, Transkulturalität, Multiperspektivität, Toleranz, Religion, Adoleszenz, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen didaktischen Mehrwert Mirjam Presslers Roman „Nathan und seine Kinder“ im schulischen Deutschunterricht bietet, insbesondere im Vergleich zum klassischen Drama „Nathan der Weise“ von Lessing.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Identitätsfindung eines jungen Menschen, die Auseinandersetzung mit Religionen, Toleranz, die Rolle von Erziehung sowie die methodischen Unterschiede zwischen dramatischer und epischer Erzählweise.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Zu bewerten, inwiefern die moderne Adaption des Stoffes durch Pressler die Identifikation für Schüler erleichtert und somit einen besseren Zugang zu den komplexen Themen des Originalwerks ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Vergleichsanalyse, die auf einer theoretischen Fundierung des Identitätsbegriffs basiert und diesen auf die literarischen Figuren in beiden Texten anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Figur Recha, eine detaillierte Analyse ihrer Identitätskonstruktion bei Lessing und eine Gegenüberstellung dieser Darstellung mit der bei Pressler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den Werktiteln und den Autoren sind Identität, Literaturdidaktik, Transkulturalität und Multiperspektivität die entscheidenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich Presslers Recha von Lessings Recha?

Während Recha bei Lessing eine eher passive Nebenrolle einnimmt, die primär durch Dialoge anderer definiert wird, verleiht Pressler ihr durch eine multiperspektivische Erzählweise, eine eigene Innenperspektive und mehr erzählerischen Raum ein individuelleres Profil.

Warum ist die Identitätssuche für die Arbeit so wichtig?

Die Identitätssuche gilt als zentrales Motiv für Jugendliche im Schulalter, weshalb die Analyse aus dieser Perspektive besonders gut aufzeigt, warum die Romanadaption für diesen Leserkreis zugänglicher ist.

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Details

Titel
Welchen Mehrwert bietet der Roman "Nathan und seine Kinder" von Mirjam Pressler im Unterricht?
Untertitel
Ein Vergleich mit Gotthold Ephraim Lessings Drama "Nathan der Weise" anhand der Identitätssuche Rechas
Hochschule
Universität zu Köln
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
13
Katalognummer
V1460091
ISBN (PDF)
9783389003886
ISBN (Buch)
9783389003893
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welchen mehrwert roman nathan kinder mirjam pressler unterricht vergleich gotthold ephraim lessings drama weise identitätssuche rechas
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Welchen Mehrwert bietet der Roman "Nathan und seine Kinder" von Mirjam Pressler im Unterricht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1460091
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Leseprobe aus  13  Seiten
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