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Die Phase der relativen Stabilisierung

Aspekte der innenpolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Situation der Weimarer Republik in den Jahren zwischen 1924 und 1929

Titre: Die Phase der relativen Stabilisierung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 21 Pages , Note: 1

Autor:in: Hubert Feichter (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Nach den anfänglichen Krisenjahren der Weimarer Republik bis 1923 schien der junge Staat, bei einer flüchtigen Betrachtung der Jahre zwischen 1924 und 1929, eine konsequente Stabilisierungsphase zu durchlaufen. Die von breiten gesellschaftlichen Kreisen nur dürftig gewürdigten außenpolitischen Erfolge Gustav Stresemanns, dadurch nachlassender internationaler Druck, eine kulturelle Blüte und eine vorangekommene Konsolidierung der innerstaatlichen Verhältnisse lassen diesen Eindruck entstehen. In einer vertieften Auseinandersetzung wird jedoch deutlich, dass diese Erfolge in ihrer Strahlkraft wirtschaftliche, gesellschaftliche und innenpolitische Problematiken überschatteten. Demnach scheint eine Stabilisierungstendenz zwar zuzutreffen, doch geschah sie auf diffuser und angreifbarer Basis und war nur von rudimentär-oberflächlichem Charakter. Demzufolge muss viel mehr von einer „relativen Stabilisierung“ gesprochen werden. Neben Stimmen, die die besagte Zeitspanne als „relative Normalität“ eingerahmt von permanenten Krisen sehen, sprechen deutsche Historiker wie Rudolf Morsey in diesem Zusammenhang auch von einer „Instabilitätsrepublik“, Michael Stürmer nennt die Jahre eine „Geschichte des Versagens“.
Im Zuge dieser Arbeit möchte der Autor die besagte „Stabilisierungsfassade“ der Weimarer Republik in ihren mittleren Jahren dekonstruieren, indem er versucht erhebliche republikanische Konsolidierungsdefizite in Wirtschaft, Gesellschaft, Innenpolitik und Kultur aufzuzeigen. Er ist sich dabei der Tatsache bewusst, dass im Rahmen einer Arbeit von dieser Kürze das Thema keinesfalls erschöpfend behandelt werden kann, hofft aber einen guten Einblick in das behandelte Feld zu geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation

3. Fragile Koalitionsregierungen und Reichstagswahlen als Gradmesser

4. Von Ebert zu Hindenburg

5. Kultur und Medien der „Goldenen Zwanziger“

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sogenannte „Phase der relativen Stabilisierung“ der Weimarer Republik zwischen 1924 und 1929 und dekonstruiert dabei die vorherrschende „Stabilisierungsfassade“, um tieferliegende Konsolidierungsdefizite aufzudecken.

  • Wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Folgen der Reparationspolitik
  • Die Instabilität parlamentarischer Koalitionsregierungen
  • Die politische Rolle und Wirkung von Reichspräsident Hindenburg
  • Spannungsfelder zwischen avantgardistischer Kultur und wertkonservativen Tendenzen
  • Die Bedeutung der Massenmedien im gesellschaftlichen Kontext

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Nach den anfänglichen Krisenjahren der Weimarer Republik bis 1923 schien der junge Staat, bei einer flüchtigen Betrachtung der Jahre zwischen 1924 und 1929, eine konsequente Stabilisierungsphase zu durchlaufen. Die von breiten gesellschaftlichen Kreisen nur dürftig gewürdigten außenpolitischen Erfolge Gustav Stresemanns, dadurch nachlassender internationaler Druck, eine kulturelle Blüte und eine vorangekommene Konsolidierung der innerstaatlichen Verhältnisse lassen diesen Eindruck entstehen. In einer vertieften Auseinandersetzung wird jedoch deutlich, dass diese Erfolge in ihrer Strahlkraft wirtschaftliche, gesellschaftliche und innenpolitische Problematiken überschatteten. Demnach scheint eine Stabilisierungstendenz zwar zuzutreffen, doch geschah sie auf diffuser und angreifbarer Basis und war nur von rudimentär-oberflächlichem Charakter. Demzufolge muss viel mehr von einer „relativen Stabilisierung“ gesprochen werden. Neben Stimmen, die die besagte Zeitspanne als „relative Normalität“ eingerahmt von permanenten Krisen sehen, sprechen deutsche Historiker wie Rudolf Morsey in diesem Zusammenhang auch von einer „Instabilitätsrepublik“, Michael Stürmer nennt die Jahre eine „Geschichte des Versagens“.

Im Zuge dieser Arbeit möchte der Autor die besagte „Stabilisierungsfassade“ der Weimarer Republik in ihren mittleren Jahren dekonstruieren, indem er versucht erhebliche republikanische Konsolidierungsdefizite in Wirtschaft, Gesellschaft, Innenpolitik und Kultur aufzuzeigen. Er ist sich dabei der Tatsache bewusst, dass im Rahmen einer Arbeit von dieser Kürze das Thema keinesfalls erschöpfend behandelt werden kann, hofft aber einen guten Einblick in das behandelte Feld zu geben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der „relativen Stabilisierung“ der Weimarer Republik zwischen 1924 und 1929 ein und definiert das Ziel der Arbeit, die bestehenden Konsolidierungsdefizite aufzuzeigen.

2. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation: Es wird analysiert, wie trotz eines ökonomischen Aufschwungs die Abhängigkeit von ausländischen Krediten und strukturelle Probleme die wirtschaftliche Basis schwächten.

3. Fragile Koalitionsregierungen und Reichstagswahlen als Gradmesser: Der Abschnitt beleuchtet die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung sowie die Auswirkungen der Wahlergebnisse auf die politische Stabilität des Parlaments.

4. Von Ebert zu Hindenburg: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang der Reichspräsidentschaft und die damit einhergehende zunehmende Tendenz zu einer autoritären Politik sowie den schleichenden Verfassungswandel.

5. Kultur und Medien der „Goldenen Zwanziger“: Es wird erörtert, wie kulturelle Innovationen und neue Massenmedien einerseits die Gesellschaft prägten, andererseits aber nur gering zur demokratischen Stabilisierung beitrugen.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die Weimarer Republik ihre demokratischen Strukturen nicht ausreichend festigen konnte, um den späteren Herausforderungen der Weltwirtschaftskrise standzuhalten.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, relative Stabilisierung, Gustav Stresemann, Reparationspolitik, Koalitionsregierungen, Reichstag, Friedrich Ebert, Paul von Hindenburg, Goldene Zwanziger, Neue Sachlichkeit, Bauhaus, Massenmedien, Parlamentarismus, Wirtschaftskrise, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Zeitspanne von 1924 bis 1929 in der Weimarer Republik, die oft als Phase der „relativen Stabilisierung“ bezeichnet wird, und kritisiert diese Einschätzung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Konjunktur, den instabilen Regierungsverhältnissen, dem Wandel in der Führung des Staates und den kulturellen Entwicklungen der „Goldenen Zwanziger“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Dekonstruktion der „Stabilisierungsfassade“, um aufzuzeigen, dass die Republik in dieser Zeit erhebliche Defizite in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik aufwies.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur, um die politischen und wirtschaftlichen Konsolidierungsdefizite der Weimarer Republik zu belegen.

Was steht im Hauptteil der Publikation im Fokus?

Im Hauptteil werden nacheinander die wirtschaftlichen Abhängigkeiten, die parlamentarischen Krisen, der Einfluss der Reichspräsidenten sowie die Rolle von Kultur und Medien analysiert.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse?

Typische Schlüsselbegriffe sind Instabilitätsrepublik, relative Stabilisierung, parlamentarische Krise, ökonomische Scheinblüte und kulturelle Polarisierung.

Inwiefern hat der Dawes-Plan die deutsche Wirtschaft beeinflusst?

Der Dawes-Plan führte zwar zu einer vorübergehenden wirtschaftlichen Entspannung durch ausländische Kredite, verwickelte Deutschland aber in eine gefährliche finanzielle Abhängigkeit vom Ausland.

Welche Rolle spielte der Rundfunk für die demokratische Bildung?

Obwohl der Rundfunk eine rasante Verbreitung fand, wurde er laut der Arbeit primär zur Unterhaltung genutzt und von den Regierungen explizit angewiesen, keine politischen Inhalte zu propagieren.

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Résumé des informations

Titre
Die Phase der relativen Stabilisierung
Sous-titre
Aspekte der innenpolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Situation der Weimarer Republik in den Jahren zwischen 1924 und 1929
Université
University of Innsbruck  (Institut für Geschichte und Ethnologie)
Cours
Die Weimarer Republik und der Aufstieg des Nationalsozialismus
Note
1
Auteur
Hubert Feichter (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
21
N° de catalogue
V146082
ISBN (ebook)
9783640565603
ISBN (Livre)
9783640565122
Langue
allemand
mots-clé
Stabilisierung relative Stabilsierung Weimar Weimarer Republik 1924 1929 Innenpolitik Wirtschaft Kultur Ebert Goldene Zwanziger Hindenburg Hitler Reichtag Reichtagswahlen Dekonstruktion Medien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Hubert Feichter (Auteur), 2008, Die Phase der relativen Stabilisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146082
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Extrait de  21  pages
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