Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Modellierung von Geschäftsprozessen als einem wichtigen Teilbereich des Geschäftsprozessmanagements. Im Mittelpunkt steht dabei die ausführliche Erläuterung der beiden Modellierungssprachen EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette) bzw. eEPK (erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette) und BPMN (Business Process Model and Notation). Dies schließt neben der Darstellung der jeweiligen Notationselemente und Modellierungsregeln auch eine Betrachtung der spezifischen Unterschiede zwischen den beiden Methoden ein. Im Sinne einer praktischen Anwendung erfolgt aufbauend auf der theoretischen Abhandlung eine beispielhafte Modellierung des Order-to-Cash Prozesses mit Hilfe der BPMN.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Geschäftsprozessmanagement
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Grundlagen der Modellierung von Geschäftsprozessen
3 Die eEPK-Methode zur Prozessmodellierung
3.1 Entstehung und Geschichte
3.2 Notationselemente
3.2.1 Grundelemente der EPK
3.2.2 Zusatzelemente der eEPK
3.3 Modellierungsregeln
4 Die BPMN-Methode zur Prozessmodellierung
4.1 Entstehung und Geschichte
4.2 Notationselemente
4.3 Modellierungsregeln
5 Abgrenzung von eEPK und BPMN
6 Modellierung des Order-to-Cash Prozesses
6.1 Prozessablauf
6.2 Prozessmodellierung
6.2.1 Modellierungsmethode
6.2.2 Prozessmodell
7 Diskussion
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Modellierungsmethoden eEPK und BPMN detailliert zu erläutern, gegeneinander abzugrenzen und deren praktische Anwendung anhand des Order-to-Cash Prozesses zu demonstrieren.
- Grundlagen des Geschäftsprozessmanagements
- Methodische Analyse und Notationselemente der eEPK
- Methodische Analyse und Notationselemente der BPMN
- Vergleichende Abgrenzung der beiden Modellierungssprachen
- Praktische Prozessmodellierung des Order-to-Cash Ablaufs
Auszug aus dem Buch
3.1 Entstehung und Geschichte
Die eEPK zugrundeliegende EPK wurde 1992 von einer Arbeitsgruppe des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit der SAP AG entwickelt und war vor allem in den deutschsprachigen Ländern lange Zeit die meist genutzte Methode für die Modellierung von Geschäftsprozessen. Die starke Verbreitung kann zum einen damit begründet werden, dass sie von der an der Entwicklung beteiligten SAP AG zur Dokumentation ihres Enterprise Resource Planning (ERP) Systems R/3 genutzt wurde und zum anderen, dass sie in die für die betriebliche Modellierung weitverbreitete Architektur Integrierter Informationssysteme (ARIS), einer Architektur für die Entwicklung und Beschreibung von Informationssystemen, aufgenommen wurde (Freund & Rücker, 2019, S. 105; Gadatsch, 2020, S. 102; Laue, 2021, S. 31). Das primäre Ziel der Entwicklung der Modellierungssprache bestand dabei zunächst darin, den zeitlich-logischen Ablauf eines Prozesses zu modellieren sowie eine „schon implementierte Software durch Modelle zu dokumentieren.“ (Laue, 2021, S. 31). Um weitere Informationen modellieren zu können, erweitert die eEPK den in einer EPK abgebildeten Geschäftsprozess um Informationen über dessen Ausführungskontext, d.h. die Organisations- und Datensicht (Fleischmann et al., 2018, S. 78).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Geschäftsprozessmanagement und den Geschäftsprozessbegriff, um die Relevanz der Prozessdokumentation zu unterstreichen.
2 Grundlagen der Modellierung von Geschäftsprozessen: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit und den Zweck der Modellierung zur Komplexitätsreduktion und Prozessanalyse.
3 Die eEPK-Methode zur Prozessmodellierung: Es werden die historische Entwicklung, die Notationselemente und die spezifischen Regeln der eEPK zur Prozessdarstellung behandelt.
4 Die BPMN-Methode zur Prozessmodellierung: Dieses Kapitel widmet sich der BPMN als international standardisierte Methode, ihren Elementen und den geltenden Modellierungsregeln.
5 Abgrenzung von eEPK und BPMN: Hier werden die methodischen Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile beider Ansätze im Hinblick auf Formalisierung und Verbreitung gegenübergestellt.
6 Modellierung des Order-to-Cash Prozesses: Dieser Teil überführt die theoretischen Kenntnisse in ein konkretes Prozessmodell für den order-to-cash Ablauf.
7 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und die Rolle der IT-Unterstützung bei der Prozessmodellierung bewertet.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozessmanagement, GPM, Prozessmodellierung, eEPK, BPMN, Order-to-Cash, Modellierungsmethode, Notation, Prozessablauf, ERP-Systeme, Wertschöpfung, IT-Unterstützung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Geschäftsprozessmanagement und der vergleichenden Analyse zweier prominenter Modellierungsmethoden: der eEPK und der BPMN.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben den theoretischen Grundlagen der Prozessmodellierung stehen die Notationselemente, Syntaxregeln und die praktische Anwendung der Methoden im Fokus.
Was ist das Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die fundierte Erläuterung und praxisnahe Abgrenzung von eEPK und BPMN anhand eines industriellen Beispiels.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretische Literaturanalyse ergänzt durch eine modellbasierte Anwendung (Fallbeispiel Order-to-Cash) durchgeführt.
Was ist Gegenstand des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung von eEPK und BPMN, deren Gegenüberstellung sowie die Modellierung des Order-to-Cash Prozesses.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Modellierungsstandards, BPMN, eEPK, Geschäftsprozessmanagement und deren IT-technische Integration geprägt.
Warum wird der Order-to-Cash Prozess als Fallbeispiel gewählt?
Der Order-to-Cash Prozess dient als klassisches Beispiel, da er in nahezu jedem Unternehmen vorkommt und die typische Abfolge von Auftragseingang bis Zahlungseingang abdeckt.
Wo liegen die Hauptunterschiede zwischen eEPK und BPMN laut Autor?
Die BPMN ist internationaler Industriestandard und besser für die IT-gestützte Prozessautomatisierung geeignet, während die eEPK in deutschsprachigen Räumen eine historische Verbreitung bei der Prozessdokumentation aufweist.
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- Anonym (Author), 2022, Geschäftsprozessmodellierung. Die eEPK- und BPMN-Methode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1461487