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Die Apfelschussszene. Ein Vergleich von Schillers "Wilhelm Tell" und Frischs "Wilhelm Tell für die Schule"

Titel: Die Apfelschussszene. Ein Vergleich von Schillers "Wilhelm Tell" und Frischs "Wilhelm Tell für die Schule"

Hausarbeit , 2023 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich mit den Autoren Friedrich Schiller und Max Frisch auseinander und vergleicht die Apfelschussszene in den beiden Werken "Wilhelm Tell" und "Wilhelm Tell für die Schule". Wilhelm Tell ist ein Schweizer Nationalheld, der in verschieden Sagen und Werken vorkommt.

Friedrich Schillers letztes Drama behandelte Tells Kampf zur Freiheit, welcher von der Apfelschussszene besonders geprägt ist. Diese fesselnde Szene, die von Mut und dem Streben nach Freiheit erzählt, hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Interpretationen und Variationen erfahren und auch andere Schriftsteller wie Max Frisch inspiriert. Auch Max Frisch beschäftigte sich mit dem Mythos Wilhelm Tell, hat ihn aber ganz anders interpretiert. Wie es zu diesen unterschiedlichen Interpretationen gekommen ist, wird in dieser Hauarbeit thematisiert.

Hierfür werden die Biografien der beiden Autoren dargestellt und erläutert, wie sie auf Wilhelm Tell aufmerksam geworden sind, sowie mit welcher Intention sie ein Werk über seine Geschichte geschrieben haben. Um aber überhaupt verstehen zu können, in welcher Hinsicht beide Werke sich unterscheiden, werden erst beide Werke zusammengefasst und anschließend die Kernszene, die Apfelschussszene verglichen.

Das Apfelschussmotiv, das den Schuss eines Apfels vom Kopf des Sohnes eines Schützen beschreibt, findet sich in
zahlreichen Sagen. In diesem Text werden drei potenzielle Quellen vorgestellt, aus denen dieses Motiv stammen könnte und welche Variationen es im Laufe der Jahrhunderte erfahren hat. Woher haben Schiller und Frisch das Apfelschussmotiv entnommen und wie haben sie es in ihren eigenen Werken dargestellt? Warum findet der Apfelschuss in Frischs Werk nicht statt? Im Folgenden werden die Quellen untersucht, aus denen Schiller und Frisch das Motiv entnommen haben und wie es in ihren jeweiligen Werken zum Ausdruck kommt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biografien

2.1 Friedrich Schiller

2.2 Max Frisch

3 Inhaltsangaben

3.1 „Wilhelm Tell“ von Friedrich Schiller

3.2 „Wilhelm Tell für die Schule“ von Max Frisch

4 Die Apfelschussszene

4.1 Vergleich der Apfelschussszenen

4.2 Das Apfelschussmotiv

4.3 Schillers Quellen

4.4 Frischs Quellen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die unterschiedlichen künstlerischen Interpretationen des Wilhelm Tell-Mythos bei Friedrich Schiller und Max Frisch, mit besonderem Fokus auf die zentrale Apfelschussszene und die zugrundeliegenden literarischen sowie historischen Quellen.

  • Biografische Hintergründe von Friedrich Schiller und Max Frisch
  • Inhaltsbezogene Gegenüberstellung beider Werke
  • Vergleichende Analyse der Apfelschussszene
  • Untersuchung der historischen und sagenhaften Quellen des Motivs
  • Reflektion über die unterschiedliche Darstellung der Tell-Figur

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Apfelschussmotiv

Das Apfelschussmotiv taucht in zahlreichen Quellen auf. In den nordischen Ländern war die Sage von einem exzellenten Schützen und dem Apfel in vielen Variationen verbreitet und ist letztendlich in der Schweiz gelandet. Noch heute gilt Wilhelm Tell als ein Schweizer Nationalheld (Knobloch, 2011, S. 516).

Erstmals taucht der Apfelschuss in der „Geschichte der Dänen“ („Gesta Danorum“), verfasst von Saxo Grammaticus um 1200, auf. Hier geht es um den Armbrustschützen Toko, der im Auftrag des Königs, Herald Blauzahn II, den Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen soll. Nach dem Schuss fragt der König, warum Toko einen zweiten Pfeil habe. Er gesteht, dass er den König töten wollte, falls der Schuss ihm nicht gelingen sollte. Als Strafe soll er eine lebenslängliche Skifahrt unternehmen (Leutenegger, 2004).

Wilhelm Tell taucht zum ersten Mal im „Weissen Buch von Sarnen“ (als „Tall “), verfasst von Hans Schriber um 1470, auf. So wie in Schillers und Frischs Werken auch, fährt der Landvogt nach Uri und der Hut muss geehrt werden. Tell geht mehrere Male am Hut vorbei, ohne diesen zu begrüßen. Als er von den Kriegern gefasst wird, fragt der Vogt warum er den Hut nicht geehrt habe. Tell betont, dass es ein Versehen war und sagt, dass er nicht Tell heißen würde, wenn er mehr Verstand hätte (Meyer, 1984,S.43).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Tell-Mythos ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die Unterschiede zwischen Schillers Drama und Frischs Prosawerk anhand der Apfelschussszene und der Quellenlage zu untersuchen.

2 Biografien: Hier werden die Lebenswege von Friedrich Schiller und Max Frisch dargestellt, inklusive der Einflüsse, die sie zur Beschäftigung mit dem Wilhelm Tell-Stoff führten.

3 Inhaltsangaben: Dieses Kapitel bietet eine Zusammenfassung der Handlung von Schillers „Wilhelm Tell“ und Max Frischs Bearbeitung „Wilhelm Tell für die Schule“.

4 Die Apfelschussszene: In diesem thematischen Hauptteil werden die Szenen des Apfelschusses direkt verglichen, die verwendeten Quellen analysiert und der Motivursprung in der literarischen Tradition beleuchtet.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie beide Autoren trotz gemeinsamer Quellenbasis durch unterschiedliche Perspektiven und Intentionen zu grundlegend verschiedenen Interpretationen des Mythos gelangen.

Schlüsselwörter

Wilhelm Tell, Friedrich Schiller, Max Frisch, Apfelschuss, Mythos, Literaturvergleich, Literaturgeschichte, Gessler, Quellenkritik, Freiheit, Heldenepos, Schweiz, Geschichtsdarstellung, Adaption, Erzählperspektive

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die differierenden Interpretationen des Wilhelm Tell-Mythos in Friedrich Schillers Drama und Max Frischs Prosawerk „Wilhelm Tell für die Schule“.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Im Zentrum stehen die biographischen Voraussetzungen der Autoren, die inhaltliche Struktur beider Werke sowie die Untersuchung der literarischen Quellen des Apfelschussmotivs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie und warum Schiller und Frisch den bekannten Sagenstoff so unterschiedlich darstellen, insbesondere in Bezug auf die zentrale Apfelschussszene.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf Textvergleichen und der Auswertung historischer Quellen sowie Sekundärliteratur basiert.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den Vergleich der Apfelschussszenen und die historische Herleitung des Motivs aus Quellen wie Saxo Grammaticus und dem Weissen Buch von Sarnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wilhelm Tell, Apfelschuss, Literaturvergleich, Quellenanalyse und die Autoren Schiller und Frisch.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Gessler in beiden Werken?

Während Schillers Gessler als unbarmherziger Tyrann gezeichnet wird, agiert Frischs Figur (Konrad von Tillendorf) eher als zögerlicher Ritter, der den Apfelschuss scherzhaft und ohne ernste Absicht provoziert.

Warum findet der Apfelschuss bei Frisch nicht statt?

Frisch lässt den Apfelschuss nicht stattfinden, da sein Protagonist den Schuss in letzter Sekunde verhindert; dies unterstreicht Frischs Absicht, die verfestigte Sicht auf den Mythos kritisch zu hinterfragen.

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Details

Titel
Die Apfelschussszene. Ein Vergleich von Schillers "Wilhelm Tell" und Frischs "Wilhelm Tell für die Schule"
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
13
Katalognummer
V1461653
ISBN (PDF)
9783389008119
ISBN (Buch)
9783389008126
Sprache
Deutsch
Schlagworte
apfelschussszene vergleich schillers wilhelm tell frischs schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Die Apfelschussszene. Ein Vergleich von Schillers "Wilhelm Tell" und Frischs "Wilhelm Tell für die Schule", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1461653
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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