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Das variable Selbst. Können wir Kreativität und Selbstwirksamkeit bewusst aktivieren?

Kreativitätspriming und kreative Leistung

Titel: Das variable Selbst. Können wir Kreativität und Selbstwirksamkeit bewusst aktivieren?

Masterarbeit , 2023 , 156 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mona Osenberg (Autor:in)

Psychologie - Wirtschaftspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Thesis widmet sich dem Ziel, Erkenntnisse über ein variables Selbst zu erlangen, indem sie sich auf die Aktivierung kreativer innerer Anteile sowie der damit einhergehenden kreativen Selbstwirksamkeit (CSE) stützt. Das variable Selbst – ein Konstrukt, das in der heutigen schnelllebigen, sich ständig ändernden Umwelt wichtiger erscheint als je zuvor. Die Selbstwirksamkeit ist zur aktiven Gestaltung des Lebens und Überwindung von Herausforderungen maßgeblich. Das häufig als feste Persönlichkeitseigenschaft wahrgenommene und komplexe Konstrukt der Kreativität spielt eine wichtige Rolle bei der Anpassungsfähigkeit und ist eine wertvolle Ressource für die Bewältigung individueller Herausforderungen. Um die Lücken in der Kreativitätsforschung zu schließen und zum Verständnis des variablen Selbst beizutragen, ist es von großer Bedeutung, ein umfassendes Verständnis über die Variablen und Mechanismen zu erlangen, die mit dem kreativen Selbst in Verbindung stehen.

In einer quasi-experimentellen Studie mit Studierenden der Psychologie und Wirtschaftspsychologie im Alter von 18 bis 34 Jahren wurde der Einfluss eines Kreativitätsprimings auf die kreative Leistung und die mediierende Rolle der CSE einer Person untersucht. Darüber hinaus wurde die kreative Identität (CPI) explorativ herangezogen, um ihre moderierende Rolle auf den indirekten Zusammenhang des Kreativitätsprimings und der CSE zu untersuchen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Aktivierung der Kreativität mit höheren kreativen Leistungen einhergeht. Jedoch konnten keine Hinweise für einen mediierenden Effekt der CSE und moderierenden Effekt der CPI gefunden werden. Dennoch weisen Zusammenhänge der CSE mit der CPI, Selbsteinschätzungsmaßen sowie der Stimmung darauf hin, dass die CSE eine bedeutende Selbstkonzeptvariable bei der Aktivierung der Kreativität darstellt. Weitere Forschung ist erforderlich, um ein umfassenderes Verständnis dieser Zusammenhänge zu gewinnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Das Selbst

2.1.1 Definition des Selbst

2.1.2 Funktionen des Selbst

2.1.3 Wege der Selbsterkenntnis

2.1.4 Zugänglichkeit von Selbstaspekten

2.1.5 Evidenz der Selbstforschung zum variablen Selbst

2.2 Selbstwirksamkeit

2.2.1 Definition

2.2.2 Die Bedeutung der Selbstwirksamkeit

2.2.3 Die sozial kognitive Theorie nach Bandura

2.2.4 Die kreative Selbstwirksamkeit

2.3 Kreativität

2.3.1 Eine Zusammenstellung ausgewählter Definitionen der Kreativität

2.3.2 Kreativität als Forschungsgegenstand der Psychologie

2.3.3 Klassifizierung von Kreativität

2.3.4 Methoden und Verfahren zur Messung der Kreativität

2.3.5 Priming und Kreativitätspriming

2.4 Herleitung der Forschungshypothesen

3 Methodik

3.1 Stichprobe

3.2 Operationalisierung

3.3 Untersuchungsdesign

3.4 Experimentelle Manipulation

4 Ergebnisse

4.1 Deskriptive Ergebnisse

4.2 Inferenzstatistische Ergebnisse

4.2.1 Der Einfluss des Kreativitätsprimings auf die kreative Leistung

4.2.2 Mediationsanalyse: Der Einfluss des Kreativitätsprimings auf die kreative Leistung unter Berücksichtigung der kreativen Selbstwirksamkeit (CSE)

4.2.3 Moderierte Mediationsanalyse: Der Einfluss der kreativen Identität (CPI) auf den Zusammenhang von Kreativitätspriming und kreativer Selbstwirksamkeit (CSE)

4.2.4 Zusatzanalyse

5 Diskussion

5.1 Interpretation und Einordnung der Ergebnisse

5.2 Kritische Reflexion

5.3 Theoretische und praktische Implikationen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob innere Anteile, konkret das kreative Selbst, bewusst durch Kreativitätspriming aktiviert werden können, um die kreative Leistung zu steigern. Die Arbeit befasst sich zudem mit der mediierenden Rolle der kreativen Selbstwirksamkeit sowie der moderierenden Rolle der kreativen Identität in diesem Zusammenhang.

  • Aktiver Gestaltungsprozess des variablen Selbst
  • Einfluss von Kreativitätspriming auf die kreative Leistung
  • Mediierende Rolle der kreativen Selbstwirksamkeit (CSE)
  • Moderierende Rolle der kreativen Identität (CPI)
  • Quasi-experimentelles Studiendesign im psychologischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Zielsetzung und Fragestellung

In der vorliegenden Masterthesis erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem variablen Selbst, der Kreativität sowie der (kreativen) Selbstwirksamkeit. Die Bedeutsamkeit der drei Konstrukte wurden bereits klar herausgestellt. Die übergreifende Forschungsfrage wird aus dem Titel der Thesis bereits ersichtlich: Können wir die Kreativität und Selbstwirksamkeit bewusst aktivieren? Das grundlegende Ziel der Arbeit ist es, Rückschlüsse auf das variable Selbst zu ziehen. Es soll deutlich gemacht werden, dass verschiedene innere Anteile, in diesem Fall den kreativen Selbst, bewusst aktiviert werden können.

Da die Selbstwirksamkeit nach Bandura (1986, 2006) bereichsspezifisch verstanden wird, konzentriert sich die Untersuchung speziell auf die kreative Selbstwirksamkeit, die die Überzeugung ausdrückt, über Fähigkeiten zu verfügen und kreative Leistungen zu erzielen. Wie bereits erwähnt, ist (kreative) Selbstwirksamkeit eine wichtige Komponente des Selbst. Eine Aktivierung der kreativen Selbstwirksamkeit ist daher ebenfalls im grundsätzlichen Forschungsinteresse dieser Arbeit. Die kreative Selbstwirksamkeit wird oft im Zusammenhang mit der kreativen Identität erforscht, die definiert, dass die Kreativität ein wichtiges Element der Selbstbeschreibung ist. Die kreative Identität ist eine weitere Komponente des Selbstkonzeptes und baut auf der Grundannahme dieser Studie auf, dass das Selbstkonzept variabel und kontextabhängig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des variablen Selbst und die Relevanz der Aktivierung kreativer Potenziale ein und formuliert das Ziel sowie die Forschungsfragen der Arbeit.

2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die zentralen Konstrukte Selbst, Selbstwirksamkeit und Kreativität theoretisch definiert, abgegrenzt und in den aktuellen Forschungsstand eingebettet, um die Grundlage für die Hypothesen zu schaffen.

3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das quasi-experimentelle Studiendesign, die Stichprobenziehung, die Operationalisierung der Variablen sowie die experimentelle Manipulation mittels Kreativitätspriming.

4 Ergebnisse: Hier werden die deskriptiven Analysen sowie die inferenzstatistischen Ergebnisse der Hypothesenprüfungen dargestellt, inklusive Mediations- und Modrationsanalysen.

5 Diskussion: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch reflektiert sowie theoretische und praktische Implikationen für die Forschung und Anwendung abgeleitet.

6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Variables Selbst, Selbstwirksamkeit, kreative Selbstwirksamkeit, Kreativität, Kreativitätspriming, kreative Identität, Selbstkonzept, psychologische Forschung, kreative Leistung, kognitive Prozesse, Persönlichkeitspsychologie, experimentelles Design, Motivation, Selbstwahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konstrukt des variablen Selbst und fragt, ob kreative Potenziale durch psychologische Mechanismen – konkret durch Kreativitätspriming – bewusst aktiviert und gesteigert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das variable Selbstkonzept, das Konstrukt der Selbstwirksamkeit (speziell kreative Selbstwirksamkeit), die Definition und Messung von Kreativität sowie die Anwendbarkeit von Priming-Techniken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob Kreativität und Selbstwirksamkeit bewusst aktiviert werden können. Die übergeordnete Forschungsfrage lautet: Können wir die Kreativität und Selbstwirksamkeit bewusst aktivieren?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quasi-experimentelle Online-Studie im Feld durchgeführt, bei der ein Between-Subject-Design mit experimenteller Manipulation (Kreativitätspriming) angewendet wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Beschreibung der Studie, die statistische Auswertung der Ergebnisse und eine ausführliche Diskussion der Befunde im Kontext bestehender Forschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Variables Selbst, Selbstwirksamkeit, kreative Selbstwirksamkeit, Kreativität, Kreativitätspriming und kreative Identität sind die wesentlichen Begriffe.

Warum spielt die Selbstwirksamkeit eine so große Rolle in dieser Studie?

Selbstwirksamkeit gilt als bedeutende Motivationskomponente, die das Handeln und die Leistungsfähigkeit einer Person in bestimmten Bereichen (wie der Kreativität) maßgeblich beeinflusst.

Wie wurde Kreativität in der Studie operationalisiert?

Die kreative Leistung wurde mittels zweier aufgabenbasierter Verfahren zur divergenten Ideenproduktion (Ideenflüssigkeit) operationalisiert.

Ende der Leseprobe aus 156 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das variable Selbst. Können wir Kreativität und Selbstwirksamkeit bewusst aktivieren?
Untertitel
Kreativitätspriming und kreative Leistung
Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Note
1,0
Autor
Mona Osenberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
156
Katalognummer
V1462068
ISBN (PDF)
9783389008867
ISBN (Buch)
9783389008874
Sprache
Deutsch
Schlagworte
das Selbst Selbstwirksamkeit Kreativität Selbsterkenntnis Funktionen des Selbst Sozial kognitive Theorie nach Bandura Priming Kreativitätspriming CSE CPI
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mona Osenberg (Autor:in), 2023, Das variable Selbst. Können wir Kreativität und Selbstwirksamkeit bewusst aktivieren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1462068
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Leseprobe aus  156  Seiten
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