Die Automobilbranche und ihre neuen Technologietrends


Hausarbeit, 2009

17 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen der Automobilbranche
2.1. Grundstruktur der Automobilbranche
2.2. Wirtschaftliche und technische Ziele in der Automobilindustrie
2.3. Produktionspalette im Überblick
2.4. Grundlegende Problemfelder

3. Darstellung zentraler Technologietrends
3.1. Produktionstechnische Aufstellung
3.2. Wirtschaftliche Grundsituation
3.3. Kooperation mit Zulieferern

4. Bewertung der Technologietrends: Relevanz für Automobilunternehmen
4.1. Veränderte gesetzliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen
4.2. Entwicklung von Hybridtechniken als Beispiel
4.3. Realisierungschancen neuer Technologietrends

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

1-1 Erhaltene Incentives bei Fahrzeugkäufen

1-2 Wie der Ausstoß des Treibhausgases CO2 limitiert werden soll (in g CO2/km)

1-3 Neue Antriebstechniken im Vergleich

1. Einführung

„Weil die Lebensdauer des Menschen begrenzt ist, weil er sterblich ist, muss er die Entfernung im Raum und das Säumen der Zeit besiegen. Für einen Gott, dessen Dasein unsterblich ist, hätte das Automobil keinen Sinn.“ (José Ortega y Gasset)

Im ersten Kapitel thematisieren wir die Grundlagen der Automobilindustrie. Dort ver­tiefen wir die Punkte der Grundstruktur der Automobilindustrie und greifen über zu den wirtschaftlichen und technischen Zielen, die die Automobilindustrie zurzeit ver­folgt bzw. besitzt. Weiterhin behandeln wir die Produktionspalette sowie die grund­legenden Problemfelder der Automobilindustrie.

Als nächstes kommen wir zur Darstellung der zentralen Technologietrends, wo wir uns als erstes auf die produktionstechnische Aufstellung beziehen. Somit themati­sieren wir die wichtigen Produktionsabläufe der konventionellen Fahrzeuge und Hybridfahrzeuge. Mit der wirtschaftlichen Grundsituation der Technologien fahren wir fort und beziehen uns auf die jetzige und zukünftliche Lage, die durch Fortschritt der Technologietrends erwartet werden können. Auf die Kooperation der Zulieferer stoßen wir im nächsten Unterpunkt. Dort beschreiben wir die zurzeit herrschenden Situationen und gehen detailliert auf die Zusammenarbeit der Entwicklungs- und Logistikdienstleister ein.

Anhand dessen schreiten wir zum nächsten Kapitel herüber und erreichen die Bewertung der Technologietrends, wo wir auf die Relevanz der Automobil­unternehmen zugreifen und uns mit dem Schwerpunkt Hybridfahrzeuge befassen werden. Als erstes halten wir die gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fest. Dort unterhalten wir uns über die CO2-Emission und der Zielsetzung zur Reduzierung der Abgase anhand einer Grafik. Aus den Rahmenbedingungen gehen wir zum Schwerpunkt dieses Themas - der Entwicklung von Hybridfahrzeugen. Gegenwärtig erhalten wir Informationen über Aufbau, Struktur und Funktionalität der Hybridfahrzeuge. Anhand einer Grafik erkennen wir den Aufbau der unterschiedlichen Arten des Hybrids. Zum Schluss sprechen wir die Realisierungschancen für Hybridfahrzeuge an. Besitzen sie eine zukünftliche Position in der Automobilindustrie?

2. Grundlagen der Automobilbranche

2.1. Grundstruktur der Automobilbranche

Mit dem Begriff Automobilindustrie verbindet man den Verband für Automobil­industrie (VDA) und meint damit die Hersteller von Kraftwagen und Motoren, Anhängern und Aufbauten sowie Hersteller von Kfz-Teilen und Zubehör. So richtet sich der eigentliche Fokus auf die Produktion und der um Unternehmen, die nachgelagert sind, ergänzt wird.

Der Forschungsstelle Automobilwirtschaft (FAW) zufolge, beinhaltet die Auto­mobilwirtschaft die Gesamtheit aller Produktionen, der Distribution, der Aufrecht­erhaltung der Nutzungsfähigkeiten sowie der Verwendung von Automobilen beteiligten Wirtschaftssubjekte.

In der Grundstruktur beziehen sich die Akteure vorrangig auf die Automobilhersteller und Zulieferer. Die Automobilhersteller bezeichnet man auch als „Original Equipment Manufacture (OEM)“, die selbst gefertigte oder fremdbezogene Komponenten, Module, etc. zu kompletten Fahrzeugen kombinieren und den Endverbrauchern auf dem Markt anbieten. Die Zulieferer schließen alle wirtschaftlichen Einheiten ein, welche im Rahmen zwischenbetrieblicher Arbeitsteilung für ein in der Wert­schöpfungskette nachgelagertes Unternehmen industrielle Vorprodukte liefern, die nach der Zusammenarbeitsform mit dem OEM strukturiert werden.

Weiterhin unterscheidet man zwischen den Entwicklungs- und Produktions­lieferanten. Unter den Entwicklungslieferanten sind reine Entwicklungsdienstleister zu verstehen, wobei es sich bei Produktionslieferanten um reine Produktionsunternehmen handelt, die sich mit der Guss- und Auftragsproduktion laut Herstellervorgaben beschäftigen.[1]

2.2. Wirtschaftliche und technische Ziele in der Automobilindustrie

An erster Stelle der wirtschaftlichen Ziele steht die Reduzierung des Kraftstoff­verbrauchs bzw. der CO2-Emission. Die Reduzierung der CO2-Emissionen wird durch neue Technologien im Fahrzeug- und Motorenbau kommen, die sich kontinuierlich auf dem Markt durchsetzen werden.

Weiterhin kommen ökologische Ziele auf die Automobilindustrie zu, die sich auf die Antriebsaggregate beziehen, wie z. B. hoher Wirkungsgrad, sparsamer Betrieb, geringer Verbrauch, hohe spezifische Leistung und Drehmoment, sauberer Antrieb, keine Lärmbelästigung (Reduzierung), geringes Gewicht und einfache Bedienbarkeit.

Der Motor muss betriebssicher und wirtschaftlich sein (Wartungsfreiheit), sowie eine lange Lebensdauer nachweisen, große Reichweite besitzen und zu aller letzt eine fast vollständige Recyclingfähigkeit, so dass Rohstoffvorräte sparsam eingesetzt werden können.[2]

2.3. Produktionspalette im Überblick

Ein weiterer Trend, der aus Kundensicht zu beobachten ist, bezieht sich auf das angebotene Modellprogramm der Hersteller. Alle großen OEM haben in den vergan­genen Jahrzehnten ihr Modelprogramm deutlich erweitert. Neben den klassischen Kleinwagen, untere Mittelklasse, Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse sowie Sport- und Geländewagen, besetzen die Hersteller zunehmend auch Nischen­segmente.[3] Häufig wollen sich die OEM Ziele setzen, um sich zu Full-Line-Anbietern zu entwickeln, damit am Ende eine breitere Zielgruppe angesprochen werden kann.[4]

Weiterhin gibt es zu den einzelnen Klassen auch die verschiedenen Varianten der Modelle, wie z. B. Coupé, Cabrio, Variant, Minivan und Fließheck.

2.4. Grundlegende Problemfelder

Die allgemeinen Rabatte belasten das Herstellerimage empfindlich. Die gravierenden Folgen sind der wirtschaftliche Schaden und die Minderung des Fahr­zeugrestwertes.

Aus diesem Grund werden die Automobilhersteller und Händler dazu gezwungen, jährlich Milliarden in verkaufsfördernde Maßnahmen, so genannte Incentives, zu investieren. In vielen Fällen handelt es sich bei diesen Maßnahmen um Barnachlässe, gefolgt von vorteilhaften Inzahlungnahmen der Gebrauchtwagen sowie vergünstigten Sonderausstattungen und Sondermodellen.[5]

Das folgende Diagramm zeigt die genannten Incentives der Automobilhersteller und Händler, die dem Kunden ermöglichen, ein Fahrzeug so günstig wie möglich zu erwerben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1-1: Erhaltene Incentives bei Fahrzeugkäufen

Quelle: H. Wallentowitz, A. Freialdenhoven, I. Olschewski (2009), S. 10

3. Darstellung zentraler Technologietrends

3.1. Produktionstechnische Aufstellung

Bei Veränderung von Entwicklungsprozessen und -abläufen müssen Funktionen und Funktionsumfang der Fabriken, Dimensionen, Strukturen und Standorte aufeinander abgestimmt werden. Zukunftsweisend sind dabei zum einen Modularisierungs­konzepte mit dem Ziel unternehmensspezifische Produktionsplattformen (Factory Boxes) zu schaffen, mit denen kurze Förderwege, kleine Pufferzeiten und häufige Wiederverwendung realisiert werden können. Zum anderen muss sich die Produktionsplanung von einer Einmalaufgabe zu einem kontinuierlich Prozess wandeln, um mit schnellen Produktwechseln und veränderten Rahmenbedingungen Schritt halten zu können. Die Beherrschung des Planungsprozesses ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.[6]

Ein Gesamthybrid setzt sich aus einer Kombination des Verbrennungsmotors als Hauptenergiequelle und einer elektrischen Maschine, die als Stromspeicher in Form eines Akkumulators dient, zusammen. Aufgrund deren unterschiedlichen Drehzahlabhängigkeiten fügt das Energiemanagement diese optimal zusammen. Im unteren Drehzahlbereich ist der Elektromotor günstiger und im oberen der Verbrennungsmotor.[7]

Die komplexeren technischen Hybridfahrzeuge weisen gegenüber konventionellen Fahrzeugen zusätzliche Grundfunktionen auf. Hierbei handelt es sich um Brems­energierückspeisung, einen einfachen Start- /Stopp-Betrieb sowie ein Boost-Betrieb, der als Überholunterstützung dient. Über diese Grundfunktion wird weiterhin ein Downsizing des Verbrennungsmotors sowie ein abgasfreier und geräuscharmer Kurzzeit-Elektro-Betrieb ermöglicht.[8]

3.2. Wirtschaftliche Grundsituation

Als Ausgangsbasis einer erfolgreichen Umsetzung dieser Technologien müssen die sich ständig wandelnden Kundenanforderungen und gesetzlichen Rahmen­bedingungen berücksichtigt werden.

Das Automobil unterliegt somit einer Vielzahl von marktspezifischen und gesetzlichen Anforderungen, die entsprechenden Einfluss auf die technische Gestaltung des Fahrzeuges nehmen.[9] Der Erfolg der deutschen Automobilindustrie lässt sich u.a. auf die erfolgreiche Markteinführung innovativer Produkttechnologien zurückzuführen. Das ausgeprägte Technologie-Know-how dieser Branche beinhaltet eine ausgesprochene Exportfähigkeit der Produkte.[10]

So wird der Elektroantrieb den Verbrennungsmotor langfristig vollständig ablösen. Die schwindende Erdölreserven, hohe Benzinpreise, die Klimadebatte und die immer schärferen Abgasvorschriften zwingen die Autohersteller und Zulieferer zu einem radikalen Kurswechsel. Das wird zum größten Umbau in der Automobilgeschichte führen. Die neuen Elektroautos benötigen leistungsfähige Batterien und komplexere

Steuerungselektronik, dadurch werden Verbrennungsmotoren, mehrstufige Getriebe,

Auspuffanlagen und Katalysatoren überflüssig.[11]

[...]


[1] Vgl. Henning Wallentowitz, Arndt Freialdenhoven, Ingo Olschewski (2009), S. 1

[2] Vgl. Duṧan Gruden (2008), S. 384

[3] Henning Wallentowitz, Arndt Freialdenhoven, Ingo Olschewski (2009), S. 12

[4] Vgl. Henning Wallentowitz, Arndt Freialdenhoven, Ingo Olschewski (2009), 28

[5] Vgl. Henning Wallentowitz, Arndt Freialdenhoven, Ingo Olschewski (2009), S. 9f.

[6] Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH (Juni 2002), S. 18

[7] Vgl. Dietrich Naunin (4. Auflage 2007) S. 109

[8] Vgl. Dietrich Naunin (4. Auflage 2007) S. 80

[9] Jörg Leyers (2005) S. 26

[10] Jörg Leyers (2005) S. 9

[11] Wirtschaftswoche Ausgabe 38 (14.09.2009) S. 77

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Die Automobilbranche und ihre neuen Technologietrends
Hochschule
Leibniz Akademie Hannover - Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hannover
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V146209
ISBN (eBook)
9783640549917
ISBN (Buch)
9783640552948
Dateigröße
425 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Automobilbranche, Technologietrends
Arbeit zitieren
Dawid Kazmierowski (Autor), 2009, Die Automobilbranche und ihre neuen Technologietrends, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146209

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