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Profitgier in Unternehmen

Finanzkrisen, Unternehmensführung und Bonuszahlungen

Titel: Profitgier in Unternehmen

Hausarbeit , 2020 , 57 Seiten , Note: 1

Autor:in: Simon Egger (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie steht Profitgier im Zusammenhang mit Wirtschaftskrisen, Unternehmensführung und Bonuszahlungen?
Anhand dieser Forschungsfrage soll das Thema „Profitgier“ aus der Perspektive der Unternehmen betrachtet werden, um jedoch negative Assoziationen zu verstehen, ist es unabdingbar sich vorhergegangenen Resultaten der Profitgier, insbesondere den bisherigen Wirtschaftskrisen, zu widmen. Ferner sind in Bezug auf Profitgier verschiedene Businessstrategien und die einzelnen TeilhaberInnen am Unternehmen anzuführen. Zusätzlich ist es von Nöten sich mit der Komplexität der Unternehmen auseinanderzusetzen, welche sich unteranderem simple in Share- und Stakeholder unterteilen lassen. Abgesehen davon, dass man die einzelnen Parteien definieren muss, um diese im weiteren Sinne zu verstehen, ist es auch nötig die Motivationsgründe dieser zu konkretisieren. Für Unternehmen bieten sich in Bezug auf Profitgier demnach unterschiedliche Wege entsprechende TeilhaberInnen am Unternehmen zu motivieren, welche im Kapitel Bonuszahlungen dargestellt werden. Diese Darstellungen sollen der Thematik Profitgier ein Verständnis auf Seiten der Gesellschaft einräumen, sowie auch den Zusammenhang der einzelnen Bereiche mit dem Thema präzisieren, als auch die komplexe Konstruktion der Unternehmen und der Wirtschaftswelt, in gewissen Maßen auch dem Börsenwesen, zu erläutern.

In der heutigen Gesellschaft wird Profitgier oft kontrovers diskutiert und überwiegend mit negativen Assoziationen in Verbindung gebracht, wobei diese gedanklichen Verbindungen oftmals Berichterstattungen aus Zeitungen, Nachrichten oder anderen populären Medien zu verdanken sind. Darüber hinaus verhelfen Themen wie der Klimawandel und Umweltschutz solchen Schlagzeilen zu einem weitaus gewichtigeren Charakter und finden bei der Bevölkerung Anklang. Resultierend daraus wird den BürgerInnen die Profitgier von Unternehmen als Weltproblem dargestellt, wodurch die Menschen das Profitstreben als desaströs erachten und diesem entgegenwirken wollen. Aufgrund dessen werden Unternehmen in gewissen Maße dazu gedrängt sich der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz, wie auch philanthropischen Werten zu widmen, obgleich das wahre Hauptziel eines jeden Unternehmens immer das Streben nach Profit sein wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Profitgier und Finanzkrisen

2.1 Die Gründerkrise von 1873

2.1.1 Unmittelbare Auswirkungen und längerfristige Folgen

2.2 Die Weltwirtschaftskrise von 1929

2.3 Die Weltwirtschaftskrise von 2008

2.4 Positives Beispiel von Profitgier für den Staat

2.5 Zusammenfassung

3 Unternehmensführung

3.1 Shareholder

3.2 Stakeholder

3.3 Shareholder-Value-Prinzip vs. Stakeholder-Value-Prinzip

3.4 Stakeholder-Value-Prinzip und die Quality Rent AG

3.5 Paradoxon in Deutschland

3.6 Corporate Social Responsibility

3.7 Hedgefonds

3.8 Politik und deren Einfluss auf die Profitgier

3.9 Bilanzmanipulation am Beispiel von Wirecard

3.10 Zusammenhang zwischen Unternehmensführung und Profitgier

4 Bonuszahlungen

4.1 Bonuszahlungen und die Finanzkrise

4.2 Gründe für Bonussysteme

4.3 Die Problematik von Bonussystemen

4.4 Unethisches Verhalten und Bonuszahlungen

4.5 Leistung und Bonussysteme

4.6 Bonuszahlungen und Profitgier

4.7 Soziale Innovationsprozesse

4.8 Umstrukturierung der Arbeitsorganisation

4.9 Mitarbeiterbeteiligungen

4.10 Alternative Anreize für Mitarbeiter als Bonuszahlungen

4.11 Der Erfolg von Mitarbeiterbeteiligung

4.11.1 Gain – Sharing – System

4.12 BONUS-Entlohnung

4.13 Fazit:

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit untersucht den Zusammenhang zwischen „Profitgier“ und ökonomischen Krisen, modernen Unternehmensführungsstilen sowie Bonuszahlungen, um negative Assoziationen zum Profitstreben innerhalb der heutigen Wirtschaft zu hinterfragen und zu kontextualisieren.

  • Analyse historischer Wirtschaftskrisen (1873, 1929, 2008) als Resultat von Profitgier.
  • Gegenüberstellung von Shareholder- und Stakeholder-Ansätzen im Kontext der Unternehmensführung.
  • Untersuchung von Corporate Social Responsibility (CSR) als Modell zur Vereinbarkeit von Ethik und Profit.
  • Kritische Beleuchtung von leistungsorientierten Bonussystemen und deren Anreizwirkung.
  • Diskussion über alternative Mitarbeiterbeteiligungsmodelle und Innovationsprozesse.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Gründerkrise von 1873

In den 1850er Jahren gab es in Europa und Amerika wirtschaftlichen Wachstum, sowohl aufgrund von Innovationen in Landwirtschaft und Industrie als auch wegen dem damit verbundenen Bevölkerungsanstieg, der Erleichterung des Binnenhandels und den enormen Goldfunden in den USA. Durch diese erhöhte wirtschaftliche Leistung wurden in Nordamerika und weiten Teilen Mitteleuropas der Ausbau des Eisenbahnnetzes vorangetrieben, was vor allem amerikanischen und europäischen Unternehmen zu Gute kam.6

Ein Mann, der von diesem Boom sehr profitierte war Edward Ludlow. Er war ein einfacher Angestellter der Bank „Ohio Life Insurance and Trust Company“. Ludlow nutzte den Aufwärtstrend der Eisenbahnaktien und investierte immer hemmungsloser. Er investierte mehr als er besaß und lieh sich bei anderen Banken Geld aus für immer waghalsigere Spekulationen. In Zahlen sahen die Summen wie folgt aus: Die Bank besaß damals ein Kapital von nur zwei Millionen Dollar, investierte aber in etwa fünf Millionen Dollar in ungenügend versicherte Eisenbahnkredite.7

Die hohe Erwartungshaltung veranlasste dadurch viele InvestorInnen in umfangreiche Baumaßnahmen zu investieren. Durch das Börsengesetz von 1854 konnten die Investitionen ganz einfach mit Krediten getätigt werden, da diese die Hinterlegung einer nur geringen Summe als Anzahlung bedurfte. Mit den zu erwartenden Gewinnen versprachen sich die SpekulantInnen die aufgenommenen Kredite wieder wettmachen zu können. Dieses Prinzip der Investitionen auf Anleihe, sprich mit Geld zu handeln, das man gar nicht besitzt, ist ein Prinzip, das auf Profitgier der FinanzdienstleisterInnen basiert.8

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die kontroverse Wahrnehmung von Profitgier in der modernen Gesellschaft ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen Profitgier, Wirtschaftskrisen, Unternehmensführung und Bonuszahlungen.

2 Profitgier und Finanzkrisen: Dieses Kapitel analysiert historische Krisen von 1873 bis 2008 und zeigt auf, wie ungezügelte Profitstreben durch Spekulationen an Börsen maßgeblich zu globalen wirtschaftlichen Instabilitäten beigetragen haben.

3 Unternehmensführung: Hier werden unterschiedliche Führungsstrategien wie der Shareholder- und Stakeholder-Ansatz sowie CSR beleuchtet und diskutiert, wie Unternehmen den Balanceakt zwischen Gewinnmaximierung und gesellschaftlicher Verantwortung meistern können.

4 Bonuszahlungen: Das Kapitel untersucht die Problematik leistungsorientierter Vergütungssysteme, zeigt deren Potenzial für unethisches Verhalten auf und stellt alternative Beteiligungsmodelle wie Gain-Sharing vor.

5 Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Profit das legitime Fundament wirtschaftlichen Handelns bleibt, jedoch durch neue Ansätze und eine verantwortungsbewusste Führung stärker an gesellschaftliche Werte gekoppelt werden muss.

Schlüsselwörter

Profitgier, Gewinnmaximierung, Finanzkrise, Unternehmensführung, Shareholder-Value, Stakeholder-Value, Corporate Social Responsibility, Bonussysteme, Mitarbeiterbeteiligung, Spekulation, Bilanzmanipulation, Wirtschaftsethik, Leistungsvergütung, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Profitgier in der modernen Wirtschaft und ihren Einfluss auf Finanzkrisen, moderne Unternehmensführung sowie die Gestaltung von Bonussystemen für Mitarbeiter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Ursachen wirtschaftlicher Krisen, den Vergleich zwischen Shareholder- und Stakeholder-Modellen, die Bedeutung von CSR sowie die Kritik an variablen Vergütungssystemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Profitgier und den drei Bereichen Finanzkrisen, Unternehmensführung sowie Bonuszahlungen zu untersuchen und zu erörtern, ob eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung heute möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische Aufarbeitung existierender Wirtschaftsdaten, historischer Krisenanalysen und eine Literaturrecherche zu verschiedenen betriebswirtschaftlichen Theorien und Ansätzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große inhaltliche Blöcke: Die Analyse historischer Wirtschaftskrisen, die Erörterung moderner Unternehmensstrategien und eine detaillierte Untersuchung der Problematik von Bonuszahlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Hauptbegriff Profitgier sind die Arbeit durch Begriffe wie Gewinnmaximierung, Corporate Social Responsibility, Stakeholder-Fokus und die kritische Analyse von Bonussystemen charakterisiert.

Inwiefern hat die Finanzkrise 2008 die Ansicht auf Boni verändert?

Die Finanzkrise 2008 hat deutlich aufgezeigt, dass kurzfristig ausgerichtete, erfolgsbasierte Bonussysteme negative Anreize setzen können, was zu einer verstärkten kritischen Debatte über die Ethik und Nachhaltigkeit solcher Vergütungen geführt hat.

Welchen Einfluss hatte der Hedgefonds-Manager Daniel Loeb auf Unternehmen wie Nestlé?

Daniel Loeb übte durch den Erwerb von Unternehmensanteilen massiven Druck auf den Nestlé-Konzern aus, um durch Aktienrückkäufe und interne Umstrukturierungen kurzfristig die Gewinnmarge zu erhöhen.

Warum wird im Dokument die Bilanzmanipulation bei Wirecard erwähnt?

Wirecard dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie der Druck zur Gewinnmaximierung und die Notwendigkeit, Investoren zufriedenzustellen, Unternehmen dazu verleiten kann, Bilanzen zu manipulieren (zu "frisieren").

Was ist das zentrale Argument für den Gain-Sharing-Ansatz?

Das zentrale Argument für Gain-Sharing ist die Förderung der kollektiven Motivation, da Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligt werden, was statt eines individuellen Konkurrenzkampfes eine gemeinsame Verantwortung für die Produktivität schafft.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Profitgier in Unternehmen
Untertitel
Finanzkrisen, Unternehmensführung und Bonuszahlungen
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Simon Egger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
57
Katalognummer
V1462151
ISBN (PDF)
9783389026908
ISBN (Buch)
9783389026915
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Profitgier Unternehmen Wirtschaftskunde Bonuszahlungen Unternehmensführung Finanzkrisen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Egger (Autor:in), 2020, Profitgier in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1462151
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Leseprobe aus  57  Seiten
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