Die vorliegende Arbeit setzt sich vorwiegend mit den Grundlagen der
Arbeitsmotivation auseinander.
Im theoretischen Teil wird versucht, die Ansätze darzustellen, die eine Bedeutung
in der Praxis erlangt haben.
Im Praxisteil werden diese Erkenntnisse an einem Beispiel abgebildet und die
unterschiedliche Wertung verschiedener Ansätze nachgewiesen.
2 Definition Motivation, Arbeitsmotivation und Bedürfnis
2.1 Definition Motivation
“ Die Motivation umfasst alle Gegebenheiten im Menschen, die ihn zu einem
bestimmten Verhalten bewegen.“ .(OLFERT/RAHN 1997, 660) Sie kann demnach
“allgemein als die Bereitschaft oder der Wille zu einem bestimmten Verhalten
bzw. zur Erreichung eines Ziels definiert werden.“ (STRUNZ 1999, 41)
Aus den beiden Definitionen wird deutlich, dass die Motivation den Menschen in
allen Lebensbereichen beeinflusst, da ohne Motivation nur bedingt Handlungen
und Veränderungen entstehen können. Aus diesem Grund lässt sich der Begriff
der Motivation in bezug auf diese Arbeit auf die Arbeitsmotivation übertragen.
2.2 Definition Arbeitsmotivation
Für das Unternehmen ist nur die Motivation eines Mitarbeiters bedeutsam, welche
die Produktivität des Mitarbeiters steigert. Demnach ist die Arbeitsmotivation “die
Bereitschaft, eine besondere Anstrengung zur Erfüllung der Organisationsziele
auszuüben, wobei die Anstrengung die Befriedigung individueller Bedürfnisse
ermöglicht.“ (STRUNZ 1999, 41) Ausschlaggebend ist nicht nur der Grad der
Anstrengung, der aufgebracht wird um die Organisationsziele zu erreichen,
sondern vor allem die Qualität des Ergebnisses (vgl. STRUNZ 1999, 41) “Nicht
jede Anstrengung muß unbedingt zu einer erhöhten Produktivität führen.“
(STRUNZ 1999, 41) [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition Motivation, Arbeitsmotivation und Bedürfnis
2.1 Definition Motivation
2.2 Definition Arbeitsmotivation
2.3 Definition Bedürfnis
3 Zusammenhang zwischen Motivation und Führung
3.1 Definition Führung
4 Arten der Arbeitsmotivation
4.1 Extrinsische Motivation
4.2 Intrinsische Motivation
5 Klassische Theorien der Arbeitsmotivation und deren kritischen Wertung
5.1 Bedürfnis - Hierarchie Theorie nach Maslow
5.2 Zweifaktoren – Theorie nach Herzberg
5.3 X – Y Theorie nach Mc Gregor
6 Möglichkeiten der Steigerung von Arbeitsmotivation und Arbeitsproduktivität
6.1 Management by Objectives (MbO)
6.2 Arbeitsentgelt
6.3 Arbeitsorganisation
6.3.1 Job Enlargement
6.3.2 Job Enrichement
7 Zusammenfassung theoretischer Teil
8 Praxisbeispiel
8.1 Ausgangssituation
8.2 Darstellung der Situation mit hoher Arbeitsmotivation
8.2.1 Welche Bedingungen sind für die hohe Arbeitsmotivation ausschlaggebend
8.3 Darstellung der Situation mit geringer Arbeitsmotivation
8.3.1 Welche Bedingungen sind für die schlechte Arbeitsmotivation ausschlaggebend
9 Abschlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der Arbeitsmotivation und verdeutlicht deren praktische Relevanz durch die Untersuchung von Motivationsfaktoren. Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Führung, Arbeitsorganisation und individueller Arbeitsmotivation aufzuzeigen sowie die Auswirkungen von Motivationskonzepten an einem konkreten Praxisbeispiel zu evaluieren.
- Grundlagendefinitionen von Motivation, Arbeitsmotivation und Bedürfnissen
- Klassische Motivationstheorien (Maslow, Herzberg, Mc Gregor)
- Instrumente zur Steigerung der Arbeitsmotivation und -produktivität
- Analyse der extrinsischen versus intrinsischen Motivation
- Praktische Fallstudie zur Auswirkung von Arbeitsumfeld und Führung
Auszug aus dem Buch
8.2.1 Welche Bedingungen sind für die hohe Arbeitsmotivation ausschlaggebend
Die Bedingungen für die oben dargestellte hohe Arbeitsmotivation lässt sich auf Grund der persönlichen Einstellung des Mitarbeiters, dem Führungsstil des Vorgesetzten und der Arbeitsituation erklären. Im Folgenden wird auf einige theoretische Gründe für hohe Arbeitsmotivation eingegangen.
1. Die Ausgangssituation des Mitarbeiters J. ist positiv zu bewerten. Von Beginn an ist der Mitarbeiter J. intrinsisch motiviert. Er wechselte in das neue Tätigkeitsfeld, mit der Erwartung eine verantwortungsvollere und interessantere Aufgabe erledigen zu können. Ihm war bewusst, dass er ungelernt ist und aus diesem Grund viel lernen muss, um diese neue Aufgabe bewältigen zu können. Trotz der schlechteren Bezahlung ist er bereit diese Aufgabe zu übernehmen. Die Steuerung der intrinsischen Motivation erfolgt aus der Person selbst und deren Ziele heraus. Die Motivation dieses Mitarbeiters ist langanhaltend und nützlich für die Abteilung.
2. Nach Herzberg kann diese hohe Arbeitsmotivation an Hand seiner Zweifaktoren-Theorie erklärt werden. Die anspruchsvollere und selbständigere Aufgabe und die daraus entstandenen Erfolge wirken als Motivator für das neue Tätigkeitsfeld. Die Anerkennung seiner Leistung durch seinen Vorgesetzten und Kollegen fördert die Arbeitszufriedenheit von J..
3. Der Abteilungsleiter hat ein positives Menschenbild gegenüber seinen Mitarbeitern. Er geht davon aus, dass der Mitarbeiter eigenverantwortlich und selbständig arbeitet, um die Unternehmensziele zu erreichen. Diese Einstellung entspricht der Y- Theorie nach Mc Gregor. Der Abteilungsleiter setzt die Y – Theorie um, indem er dem Mitarbeiter J. bereits nach kurzer Zeit neue und verantwortungsvollere Arbeitsaufgaben überträgt, und somit die intrinsische Motivation verstärkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die Grundlagen der Arbeitsmotivation theoretisch zu erläutern und ihre praktische Anwendung anhand eines Fallbeispiels zu verdeutlichen.
2 Definition Motivation, Arbeitsmotivation und Bedürfnis: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten geklärt, um das Fundament für das Verständnis von Motivationsprozessen zu legen.
3 Zusammenhang zwischen Motivation und Führung: Dieses Kapitel erörtert die enge Wechselwirkung zwischen der Führung von Personal und der Entstehung von Motivation.
4 Arten der Arbeitsmotivation: Es wird zwischen der intrinsischen und der extrinsischen Motivation unterschieden, um die verschiedenen Ursprünge menschlichen Arbeitsverhaltens zu differenzieren.
5 Klassische Theorien der Arbeitsmotivation und deren kritischen Wertung: Die Theorien von Maslow, Herzberg und Mc Gregor werden detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit und Schwächen kritisch betrachtet.
6 Möglichkeiten der Steigerung von Arbeitsmotivation und Arbeitsproduktivität: Es werden konkrete Instrumente wie MbO, Entlohnung und verschiedene Methoden der Arbeitsorganisation (Job Enlargement/Enrichment) vorgestellt.
7 Zusammenfassung theoretischer Teil: Dieses Kapitel kondensiert die wichtigsten theoretischen Erkenntnisse zu den Einflüssen von Führung und Arbeitsumfeld auf die Motivation.
8 Praxisbeispiel: Anhand einer Fallstudie wird die Anwendung der Theorien im Berufsalltag eines Mitarbeiters bei einem Wechsel des Aufgabenfeldes dargestellt.
9 Abschlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese aus Theorie und Praxis, wobei der entscheidende Einfluss intrinsischer Motivation hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
Arbeitsmotivation, Motivationstheorien, Führung, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Bedürfnispyramide, Zweifaktoren-Theorie, Management by Objectives, Arbeitsorganisation, Job Enrichment, Job Enlargement, Arbeitsproduktivität, Mitarbeiterführung, Personalmanagement, Selbstverwirklichung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Arbeitsmotivation und stellt dar, wie theoretische Konzepte in die betriebliche Praxis übertragen werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Motivationstheorien, dem Einfluss von Führungskräften auf die Mitarbeiter sowie Möglichkeiten der Arbeitsgestaltung zur Steigerung der Produktivität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen wissenschaftlichen Motivationstheorien und deren Auswirkung auf das reale Arbeitsverhalten und die Zufriedenheit von Mitarbeitern aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse der klassischen Motivationstheorien und wendet diese Erkenntnisse auf ein praxisorientiertes Fallbeispiel an.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit klassischen Theorien sowie die Darstellung konkreter Maßnahmen zur Motivationssteigerung wie Job Enrichment und MbO.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Intrinsische Motivation, Herzbergs Zweifaktoren-Theorie, Maslows Bedürfnishierarchie, Mc Gregors X-Y-Theorie sowie Ansätze der Arbeitsorganisation.
Warum ist der Wechsel des Mitarbeiters J. für die Fallstudie entscheidend?
Der Fall verdeutlicht eindrucksvoll, wie sich ein Wechsel von einer anspruchsvollen, intrinsisch motivierenden Tätigkeit hin zu einer monotonen Aufgabe negativ auf die Produktivität und Zufriedenheit auswirkt.
Welche Rolle spielt das Menschenbild des Vorgesetzten in der Studie?
Das Fallbeispiel zeigt, dass ein auf der X-Theorie basierendes Menschenbild (Kontrolle) bei einem intrinsisch motivierten Mitarbeiter zu Demotivation und einer Verschlechterung der Arbeitsqualität führt.
- Quote paper
- Heiko Bergener (Author), 2003, Skizzieren Sie die Theorie der Arbeitsmotivation und stellen Sie Bezüge zur betrieblichen Praxis dar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14622