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Die Coronapolitik der Bundesregierung. Nach welchen allgemeinen moralischen Grundsätzen handelt sie?

Titel: Die Coronapolitik der Bundesregierung. Nach welchen allgemeinen moralischen Grundsätzen handelt sie?

Hausarbeit , 2021 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Philipp Fuchs Mosquera (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden soll in sehr kurzer Form untersucht werden, inwiefern die Beschlüsse der Bundesregierung auf moralphilosophischen Theorien beruhen, wobei der Beschluss der Videokonferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin vom 10. Februar 2021 als grundlegende Quelle dienen soll, um sie auf utilitaristische und deontologische Merkmale zu untersuchen, sodass es zum Schluss möglich sein wird, ein kurzes, aber auf Sekundärliteratur aufbauendes Ergebnis vorzustellen, welches es hoffentlich dem Leser ermöglicht, das Verhalten der deutschen Regierung besser verstehen zu können.

Es ist etwas mehr als ein Jahr her, dass ein neuartiges Virus das Leben aller Menschen auf diesem Planeten auf eine Weise verändert hat, wie es so in der modernen Geschichte noch nicht geschehen ist. Im Zuge dessen sahen sich die Regierungen dieser Welt, zumindest die meisten, in der Verantwortung, das Leben an sich zu schützen und den Menschen dafür diverse Einschränkungen und Verbote aufzubürden, die nicht immer verhältnismäßig waren, oft genug aber von vielen Personen einfach auch nicht verstanden wurden. Die Art und Weise der Kommunikation, die beispielsweise die deutsche Bundesregierung an den Tag gelegt hat, war nicht immer hinsichtlich der Grundüberlegungen, auf denen die Einschränkungen der Grundrechte aufbauten, nachvollziehbar. Wenn aber nun die Beschlüsse der Ministerpräsidenten als Spitzen der Länder sowie die der Bundeskanzlerin als Regierungschefin des Bundes näher betrachtet werden, ist vor allem deutlich zu erkennen, dass es wie den meisten anderen Regierungen dieser Welt auch der Bundesregierung vor allem darum geht, höhere Infektions- und unweigerlich damit verbunden höhere Todeszahlen zu vermeiden, um ein "Worst-Case-Szenario" mit dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Deutschland zu verhindern. Die Freiheit jedes Einzelnen musste und muss dafür drastisch eingeschränkt werden, was wiederum bei vielen Menschen, teils aus verständlichen, teils aus unbegründeten verschwörungstheoretischen Gründen Wut entfesselt hat, die sich sogar in der Erstürmung der Treppen des deutschen Bundestages manifestierte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung

B) Untersuchung eines Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz auf utilitaristische und deontologische Elemente

I. Vorstellung des Beschlusses vom 10. Februar 2021

II. Untersuchung der Quelle auf utilitaristische Elemente

III. Untersuchung der Quelle auf deontologische Elemente

C) Ergebnis der Untersuchung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die moralphilosophischen Grundlagen der staatlichen Maßnahmen während der COVID-19-Pandemie in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwiefern die Entscheidungen der Bundesregierung den beiden ethischen Strömungen des Utilitarismus und des Deontologismus zugeordnet werden können.

  • Analyse staatlicher Beschlüsse aus der Zeit der COVID-19-Pandemie
  • Ethische Einordnung politischer Maßnahmen: Utilitarismus vs. Deontologismus
  • Untersuchung von Folgenabwägungen und Gemeinwohlvorstellungen
  • Anwendung des Kategorischen Imperativs auf Kontaktbeschränkungen
  • Verständnis der moralischen Entscheidungsprozesse der Regierung

Auszug aus dem Buch

II. Untersuchung der Quelle auf utilitaristische Elemente

Der Utilitarismus ist eine Konzeption aus dem angel-sächsischen Kulturraum, welche sich mit den Folgen und Nebenwirkungen moralischen Handelns befasst. Zu ihren wichtigsten Vertreter gehören unter anderem die Philosophen Jeremy Bentham und John Stuart Mill, wobei Mill im folgenden Teil der Untersuchung sein wird. Folgen und Nebenwirkungen spielen nun vor allem in den Überlegungen der Bundesregierung eine Rolle, in welchen der Anstieg der Infektionszahlen Thema ist und durch bestimmte Maßnahmen verhindert werden soll. Es wird dargelegt, dass zu schnelle Lockerungen verbunden mit dem steigenden Risiko höherer Infektionszahlen das öffentliche Leben sofort wieder beenden und sämtliche erreichten Fortschritte zu Nichte machen würden.

Deshalb müssen die Lockerungen vorsichtig vonstattengehen, wobei es vor allem darum geht, praktische Lösungen zu finden, um der Situation Herr zu werden. Im Zuge dessen stehen hier die möglichen Konsequenzen moralischen Handelns im Mittelpunkt, wobei das moralische Handeln sich in dem Bestreben der Politiker ausdrückt, den Menschen ihre Freiheiten wiederzugeben, was aber angesichts der pandemischen Lage noch nicht möglich ist. Das utilitaristische Element zu Beginn der Darstellung liegt nun im Betrachten der Konsequenzen, da der Utilitarismus konsequentialistisch ausgerichtet ist.

Ein weiteres Merkmal des Utilitarismus ist die Tatsache, dass es ihm um die Herstellung eines möglichst großen Wertes des Gemeinwohls geht – „das größte Glück der größten Zahl“. Des Weiteren lässt sich im Utilitarismus dieser Wert aus der Summe der Einzelwohle zusammensetzen, wobei dies in dem Beschluss der Regierung auf den Seiten 3 und 4 zum Ausdruck kommt. Hier wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die „[…] Öffnungen im Betreuungs- und Bildungsbereich daher Priorität“ haben […] angesichts der hohen gesellschaftlichen Bedeutung von Bildung und Betreuung für Kinder, Jugendliche und ihrer Eltern […]“.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik staatlicher Eingriffe während der Pandemie ein und formuliert das Ziel, die Regierungsentscheidungen moralphilosophisch zu reflektieren.

B) Untersuchung eines Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz auf utilitaristische und deontologische Elemente: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Beschluss vom 10. Februar 2021 unter Anwendung utilitaristischer und deontologischer Prinzipien.

C) Ergebnis der Untersuchung: Hier wird festgehalten, dass die Regierungspolitik eine Mischung aus deontologischen Grundzügen und utilitaristischen Überlegungen darstellt, um sowohl Gerechtigkeit zu wahren als auch das Gemeinwohl zu schützen.

Schlüsselwörter

Coronapolitik, Bundesregierung, Utilitarismus, Deontologismus, Moral, Ethik, Gemeinschaft, Freiheit, Infektionsschutz, Gemeinwohl, Pandemie, Kategorischer Imperativ, Gesetz, Grundrechte, Politik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der moralischen Grundlage der staatlichen Maßnahmen in Deutschland während der COVID-19-Pandemie unter besonderer Berücksichtigung philosophischer Theorien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die philosophische Einordnung der Corona-Beschlusslage in den Utilitarismus und den Deontologismus sowie die Abwägung zwischen Freiheitsrechten und Infektionsschutz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Handeln der Bundesregierung und die damit verbundenen Einschränkungen für die Bürger auf Basis moralphilosophischer Konzeptionen verständlicher zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Analyse einer Primärquelle (dem Beschluss vom 10. Februar 2021) und deren theoretischen Überprüfung anhand klassischer moralphilosophischer Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Beschluss auf utilitaristische Aspekte (Folgenabwägungen, Gemeinwohl) und deontologische Aspekte (Maximen, Kategorischer Imperativ) untersucht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Prägende Begriffe sind unter anderem Coronapolitik, Utilitarismus, Deontologismus, Gemeinwohl, Gerechtigkeit, Freiheit und ethische Verantwortung der Politik.

Wie bewertet der Autor die Rolle des „größten Glücks der größten Zahl“ in der Pandemiepolitik?

Der Autor ordnet die Priorisierung von Bildungs- und Betreuungsbereichen als utilitaristisch ein, da hier bewusst Einzelwohle für das übergeordnete Ziel des Infektionsschutzes abgewogen werden.

Inwiefern findet Immanuel Kants Kategorischer Imperativ Anwendung?

Die Arbeit identifiziert die Aufforderung zu solidarischem Handeln (z.B. Kontaktminimierung) als eine Maxime, die dem Kategorischen Imperativ entsprechen kann, da sie eine allgemeingültige Verpflichtung zur achtsamen Rücksichtnahme darstellt.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Coronapolitik der Bundesregierung. Nach welchen allgemeinen moralischen Grundsätzen handelt sie?
Hochschule
Universität Passau  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Allgemeine Ethik im Überblick
Note
1,0
Autor
Philipp Fuchs Mosquera (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
10
Katalognummer
V1462217
ISBN (PDF)
9783389007259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Coronapolitik Allgemeine Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Fuchs Mosquera (Autor:in), 2021, Die Coronapolitik der Bundesregierung. Nach welchen allgemeinen moralischen Grundsätzen handelt sie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1462217
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Leseprobe aus  10  Seiten
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