Aufgrund aktueller Ereignisse wie der Corona-Krise, der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 2008 und folgende als Ergebnis der vorherigen Bankenkrise, bestand ein hoher Bedarf an staatlichen Finanzhilfen hauptsächlich ausgehend von finanziell am Boden liegenden Unternehmen wie zum Beispiel großen Branchen. Aus diesem wirtschaftlichen Notstand in vielen Bereichen der Wirtschaft ergab sich eine Vielzahl von Beihilfen, auch Subventionen genannt. Diese Facharbeit behandelt die Subventionen, deren Aufgaben und ihre Bedeutung in der deutschen Wirtschaft und beurteilt, inwiefern und in welchen Wirtschaftsbereichen sie unbedingt notwendig sind. Außerdem beinhalten Subventionen immer eine gewisse Problematik: Sie sind leicht einzuführen, aber meist schwer wieder abzuschaffen und Erfolgskontrollen fehlen häufig. Zuerst werde ich erklären, was Subventionen überhaupt sind und diese weiter erläutern. Des Weiteren habe ich auch erklärt, wie diese entstehen und wo die Finanzhilfen eingesetzt werden. Im zweiten Punkt geht es um die allgemeine Situation in Deutschland und der Europäischen Union. Dort habe ich den 27. Subventionsbericht des Bundes genutzt und die Zahlen zwischen den Jahren 2017-2020 miteinander verglichen und bin weiter darauf eingegangen. Der Hauptteil beschäftigt sich mit den Subventionen als Steuerung des wirtschaftlichen Lebens. Im Schlussteil werde ich auf die Eingangsfrage: "Staatliche Subventionen – ein Weg aus der Wirtschaftskrise?" eingehen und diese beantworten und dazu werde ich persönlich auch Stellung nehmen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Was sind Subventionen?
Allgemeine Situation in Deutschland und der EU
Staatliche Subventionen als Steuerung des wirtschaftlichen Lebens
Schlussbetrachtung
Literatur
Quellen
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Rolle staatlicher Subventionen als Instrument der Wirtschaftspolitik, insbesondere vor dem Hintergrund krisenhafter Ereignisse wie der Finanzkrise 2008 und der Corona-Pandemie, um zu bewerten, inwieweit diese staatlichen Eingriffe notwendig und effektiv sind.
- Definition und verschiedene Arten staatlicher Subventionen
- Analyse und Vergleich der Subventionsentwicklung in Deutschland und der EU (2017–2020)
- Die Funktion von Subventionen als Steuerungsinstrument des Wirtschaftslebens
- Kritische Auseinandersetzung mit Wettbewerbsverzerrung und Subventionsabhängigkeit
- Bewertung der Notwendigkeit von Finanzhilfen in Krisenzeiten und beim Strukturwandel
Auszug aus dem Buch
Staatliche Subventionen als Steuerung des wirtschaftlichen Lebens
Es ist klar, dass durch staatliche Subventionen das Wirtschaftsleben mit Effekten weit darüber hinaus geprägt oder sogar gelenkt wird. Subventionen sind in diesem Sinn auch ein sehr wichtiges politisches Instrument, um den Kurs eines Staates zu bestimmen. Umstritten ist dabei, ob und im welchen Umfang Subventionen notwendig sind. Deshalb wird häufig über Subventionen diskutiert und debattiert. Kritiker einer weitreichenden Subventionspolitik bemängeln dabei, dass durch Finanzhilfen in den Markt eingegriffen und dieser dadurch unzulässig beeinflusst wird. Ein Hauptargument dabei ist die Wettbewerbsverzerrung. Danach bedeutet jede Subvention zugunsten einer Wirtschaftsbranche oder Wirtschaftsteils eine Benachteiligung aller übrigen, nicht subventionierten Akteure. Es kommt also zu einem großen Ungleichgewicht zwischen denjenigen, die von den Subventionen profitieren und jenen, die sie erwirtschaften müssen6. Denn Subventionen fließen jeweils aus den staatlichen Haushalten ab, entweder aus dem Bundeshaushalt, Länderhaushalt oder EU-Haushalt. Diese Ausgaben müssen aber zuerst erwirtschaftet werden. Dies geschieht durch die Steuerzahler, unter denen sich wiederum viele Wirtschaftsunternehmen befinden. Zur Wettbewerbsverzerrung kommt es dann, wenn auf der einen Seite die Finanzmittel von Wirtschaftsakteuren erarbeitet werden, die auf der anderen Seite möglichen Konkurrenten als Subventionen zugutekommen. Dies gilt nicht nur für die Finanzhilfen, sondern auch für die Steuervergünstigungen, die vom jemanden aufgefangen werden müssen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert den Anlass der Arbeit, wie die Corona-Pandemie und frühere Wirtschaftskrisen, und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise.
Was sind Subventionen?: Dieses Kapitel differenziert zwischen Subventionen im engeren und weiteren Sinne und erläutert verschiedene Subventionsarten wie Erhaltungs- und Anpassungshilfen.
Allgemeine Situation in Deutschland und der EU: Der Abschnitt analysiert auf Basis des 27. Subventionsberichts die Entwicklung der Finanzhilfen und Steuervergünstigungen zwischen 2017 und 2020.
Staatliche Subventionen als Steuerung des wirtschaftlichen Lebens: Hier werden die pro- und contra-Argumente hinsichtlich staatlicher Eingriffe, insbesondere der Wettbewerbsverzerrung gegenüber dem Erhalt von Strukturen, erörtert.
Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass gezielte staatliche Subventionen in Krisenzeiten unerlässlich sind, mahnt aber gleichzeitig zu einer stetigen Überprüfung zur Vermeidung dauerhafter Abhängigkeiten.
Literatur: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur zur inhaltlichen Untermauerung.
Quellen: Zusammenstellung der digitalen Quellen und Statistiken für die weiterführende Recherche.
Schlüsselwörter
Staatliche Subventionen, Wirtschaftskrise, Finanzhilfen, Steuervergünstigungen, Wettbewerbsverzerrung, Strukturwandel, Corona-Pandemie, Konjunkturpakete, Soziale Marktwirtschaft, Wirtschaftssteuerung, Subventionspolitik, Bundesregierung, EU-Fonds.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und der Bedeutung staatlicher Subventionen als ein Mittel zur Bewältigung von wirtschaftlichen Krisensituationen in Deutschland und der EU.
Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?
Zentral sind die Definition von Subventionen, die statistische Entwicklung der Hilfszahlungen, die Auswirkungen auf den Wettbewerb sowie deren Einsatz zur Steuerung wirtschaftlicher Prozesse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob und in welchem Umfang staatliche Subventionen ein geeignetes und notwendiges Mittel darstellen, um den Folgen einer Wirtschaftskrise zu begegnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Deskription und Analyse, unter anderem unter Verwendung des 27. Subventionsberichts der Bundesregierung und wirtschaftstheoretischer Argumente.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse der Finanzhilfen, dem Vergleich von Krisenzeiten und der kontroversen Diskussion über die Vor- und Nachteile von Subventionseingriffen in den freien Markt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Wettbewerbsverzerrung, Anpassungshilfen, Strukturwandel, Finanzhilfe und staatliche Intervention bilden den Kern der terminologischen Betrachtung.
Inwiefern beeinflusst die Corona-Pandemie die Argumentation des Autors?
Die Corona-Pandemie dient als aktuelles Fallbeispiel, anhand dessen die Notwendigkeit von staatlichen Hilfen zur Existenzsicherung von Unternehmen und zur Vermeidung von Langzeitschäden verdeutlicht wird.
Wie bewertet der Autor das Risiko von Dauersubventionen?
Der Autor warnt vor der Trägheit der Empfänger und fordert eine regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen, um zu verhindern, dass temporäre Hilfen zu einem dauerhaften Subventionszustand werden.
Was unterscheidet den engeren vom erweiterten Subventionsbegriff?
Der engere Begriff fokussiert sich auf direkte wirtschaftliche Finanzhilfen an Unternehmen, während der erweiterte Begriff auch steuerliche Vergünstigungen und soziale Transferleistungen an Haushalte umfasst.
Warum wird die Wettbewerbsverzerrung als Hauptkritikpunkt angeführt?
Sie gilt deshalb als Hauptkritikpunkt, weil subventionierte Unternehmen einen künstlichen Marktvorteil gegenüber nicht geförderten Wettbewerbern genießen, was das Prinzip des fairen Wettbewerbs stört.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Staatliche Subventionen - ein Weg aus der Wirtschaftskrise?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1462268