In diesem Portfolio werden wichtige Begriffe der frühen Kindheit dargestellt und zueinander in Beziehung gesetzt: Konkretes Denken, sinnliche Erfahrung, innere Muster, Ordnung der Welt, Handeln und emotionale Bewertung.
Das Portfolio klärt außerdem, welche Bedeutung Spiel im Bezug auf konkretes Denken hat. Dabei geht es um brisante Aspekte wie die Ich-Welt-Auseinandersetzung, den sogenannten Intermediären Bereich, die Phantasie und die Selbstbildungspotentiale des kleinen Kindes.
Lesenswert für alle, die sich mit pädagogischen Themen befassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition und Einordnung
2. Merkmale
Sinnliche Erfahrung
Muster oder eine innere Welt
Ordnung der Welt
Abgrenzung
Handeln
Emotionale Bewertung
Differenzierung
Grundlage
3. Bereiche
Wahrnehmen, sinnliche Aufmerksamkeit
Handeln
Bewegen
Wiederholen und Sich-Vertiefen
Imitieren, Ko-Konstruieren und Ausprobieren
Explorieren und Experimentieren
Spielen
4. Bedeutung von Spiel im Bezug auf konkretes Denken
Abgrenzungen
Aspekte der Ich-Welt-Auseinandersetzung
Der intermediäre Bereich
Phantasie
Selbstbildungspotential
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "konkreten Denkens" als fundamentale Basis frühkindlicher Bildungsprozesse und analysiert dessen enge Verzahnung mit Wahrnehmung, Handeln und spielerischem Explorieren.
- Grundlagen und Definition des konkreten Denkens als Basis für weitere Bildungsformen.
- Die Rolle der sinnlichen Erfahrung und der Wahrnehmung für die Ordnung der Welt.
- Die Bedeutung von Handeln und Bewegung als elementare Denkprozesse.
- Der Zusammenhang zwischen Spiel, Phantasie und Ich-Welt-Auseinandersetzung.
- Das Selbstbildungspotential in frühen Lernphasen.
Auszug aus dem Buch
Merkmale
Sinnliche Erfahrung
Im Gehirn eines Neugeborenen sind nur einige wenige Denkmuster angelegt. Daher nimmt es zunächst hauptsächlich wahr! Seine erste grundlegende mentale Leistung besteht in der Aufnahme und Verarbeitung sinnlicher Erfahrungen. Die Wahrnehmung ist also konstituierendes Merkmal des konkreten Denkens. Diese kann im eher motorisch passiven Zustand erfolgen (Wärme, Weichheit, gehalten werden, gekitzelt werden, etc.). Das Spektrum an Erfahrungsmöglichkeiten lässt sich allerdings enorm erweitern, wenn man den Aspekt des Handelns hinzuzieht! (Es gibt unendlich viele Bewegungsformen, tasten, fühlen, sich an andere Ort begeben, etc.).
Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung liegen nicht weit auseinander, wenn man sie überhaupt als zwei getrennte Prozesse identifizieren kann. Konkretes Denken ist beides. Das Wahrnehmen von sinnlichen Reizen ist das Denken des Babys. Zwangsläufig und nahezu gleichzeitig werden die Reize verarbeitet, und es entstehen Wahrnehmungsmuster.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition und Einordnung: Dieses Kapitel führt in das Konzept des konkreten Denkens als grundlegende und frühe Form menschlichen Denkens ein.
2. Merkmale: Hier werden die wesentlichen Merkmale des konkreten Denkens analysiert, darunter die Rolle sinnlicher Erfahrungen, der Aufbau von Mustern und die Ordnung der Welt durch Handeln.
3. Bereiche: Dieses Kapitel beleuchtet spezifische Tätigkeitsbereiche wie Bewegen, Wiederholen, Imitieren und Experimentieren, durch die sich das Denken manifestiert.
4. Bedeutung von Spiel im Bezug auf konkretes Denken: Hier wird der Zusammenhang zwischen Spiel, intermediärem Bereich, Phantasie und dem Potenzial zur Selbstbildung untersucht.
Schlüsselwörter
konkretes Denken, frühkindliche Bildung, Wahrnehmung, sinnliche Erfahrung, Handeln, Selbstbildungspotential, Spiel, Phantasie, Denkmuster, Weltordnung, intermediärer Bereich, Ich-Welt-Auseinandersetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des "konkreten Denkens" als Basis für frühkindliche Bildungsprozesse und dessen Bedeutung für die kognitive Entwicklung des Kindes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die sinnliche Wahrnehmung, die Entstehung von Denkmustern, die Rolle von Bewegung und Handeln sowie die Bedeutung des Spiels in der frühen Kindheit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie konkretes Denken als Grundlage für spätere, komplexere Denkformen fungiert und wie Kinder durch Handeln und Spiel ihre Umwelt ordnen und begreifen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Literatur und Theorien zur kindlichen Entwicklung, insbesondere unter Einbeziehung von Modellen wie dem "intermediären Bereich".
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Merkmale des konkreten Denkens, die Untersuchung relevanter Tätigkeitsbereiche wie Imitation und Experimentieren sowie die spezifische Analyse der Rolle des Spiels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen konkretes Denken, sinnliche Erfahrung, Selbstbildungspotential, Phantasie und der intermediäre Bereich.
Was genau versteht die Autorin unter dem "intermediären Bereich"?
In Anlehnung an Winnicott beschreibt sie den intermediären Bereich als einen Zwischenbereich zwischen innerer und äußerer Welt, in dem kindliche Aktivitäten und Spiel stattfinden.
Warum ist die Abgrenzung für das konkrete Denken so wichtig?
Die Abgrenzung ist ein zentrales Mittel, um Wahrnehmungen und Ereignisse als Einzelelemente zu ordnen, wodurch das Gehirn erst in die Lage versetzt wird, Erfahrungen zu bewerten und zu speichern.
In welchem Verhältnis stehen Spiel und Phantasie zueinander?
Die Autorin sieht das Spiel als eine Form, in der Phantasie Brücken zwischen der inneren und äußeren Welt schlägt und somit zur subjektiven Realisierung beiträgt.
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- Diplom-Pädagogin Anna Bachem (Author), 2007, Konkretes Denken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146284