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Die Bekämpfung der Simonie im 11. Jahrhundert durch den Reformpapst Leo IX.

Titel: Die Bekämpfung der Simonie im 11. Jahrhundert durch den Reformpapst Leo IX.

Hausarbeit , 2017 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dean Sánchez Pedregoso (Autor:in)

Geschichte - Europa
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da unter den größten Missständen des 10. und 11. Jahrhundert sich die Simonie als größtes Übel nennen lässt, bekämpfen einige Päpste dieser Jahrhunderte diese verstärkt. Somit werde ich mich mit der Frage auseinandersetzen welche Rolle Simonie im 11. Jahrhundert gespielt hat und zum anderen die historischen Missstände des vorherigen Jahrhundert thematisieren. Nachdem ich das Aufkommen der synodalen Praxis erläutert habe, beschreibe ich die ersten Versuche der Reformer den Ämterkauf zu unterbinden.

In der Analyse in meinem Hauptteil geht es darum, die wichtigsten Synoden des Reformpapsttums im 11. Jahrhundert unter Leo IX. aufzuführen, wodurch der zeitliche Rahmen auf das Pontifikat des Leos IX. von 1049-1054 festgelegt wird. Der geografische Rahmen wird sich auf Reichsitalien, Deutschland und Frankreich beziehen, da gerade Leo IX. einen gewissen Reiseaktionismus tätigte und seine Synoden in verschiedensten geografischen Territorien, als neue Charakteristika des Reformpapsttums, abhielt. Auch wenn die Synodaldekrete nur einen begrenzten Eindruck von dem realen Ablauf, den Anlass und das Endergebnis einer Synode geben, können sie als wichtigste Instanz des Reformpapsttums beschrieben werden, sodass sich die synodalen Quellen als unabdingbar erweisen. In diesem Teil werde ich mich genauer mit der Person Leo IX. beschäftigen und herausstellen, wie er aktiv gegen Simonisten vorgegangen ist und somit die treibende Kraft innerhalb des Reformpapsttums bildete. In diesem Teil findet die Konziliengeschichte von Georg Gresser mit den Synoden und Konzilien in der Zeit des Reformpapsttums in Deutschland und Italien von Leo IX. bis Calixt II. 1049-1123 besondere Berücksichtigung, um die einzelnen unter Leo IX. getätigten Synoden näher zu beleuchten. Zudem soll der Hauptteil abschließend die Frage beantworten, ob und in wie weit das Verbot gegen die Simonie erfolgreich war. Mein abschließendes Fazit der Arbeit wird noch einmal den Simoniediskurs aufgreifen und eine Antwort auf die Fragestellung geben, ob sich Leo IX mit seinem Kampf gegen den Ämterkauf langfristig durchsetzen konnte und welche Auswirkungen das Reformpapsttum für die folgenden Jahrzehnte hatte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zur Thematik

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Investitur und Laieninvestitur

2.2 Simonie

3 Aufkommen der Simonie im 10. Jahrhundert

3.1 Vorherige Versuche die Simonie zu unterbinden

4 Der Kampf gegen Simonie unter dem Pontifikat Leos IX.

4.1 Biographie Papst Leos IX.

4.2 Der Kampf gegen Simonie unter dem Pontifikat Leos IX.

4.3 Synode von Rom vom 9. bis 15. April 1049

4.4 Synode von Reims vom 3. bis 5. Oktober 1049

4.5 Synode von Mainz am 19. Oktober 1049

4.6 Synode von Rom Ostern 1051

4.7 War das Verbot der Simonie erfolgreich?

5 Kann sich Leo IX. mit seinem Verbot gegen die Simonie langfristig durchsetzen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Aktivitäten von Papst Leo IX. im 11. Jahrhundert hinsichtlich seiner Maßnahmen gegen die Simonie. Dabei liegt der Fokus auf der Rolle der Synoden als Instrumente für die Durchsetzung päpstlicher Reformen und des Primatsanspruchs des Papsttums in einer Zeit tiefgreifender kirchlicher Transformation.

  • Konzepte der Simonie und der Laieninvestitur im 11. Jahrhundert
  • Die Entwicklung und Institutionalisierung päpstlicher Synoden unter Leo IX.
  • Die Analyse spezifischer Synoden in Rom, Reims und Mainz
  • Die Durchsetzung päpstlicher Autorität gegenüber kirchlichen und weltlichen Akteuren

Auszug aus dem Buch

4.2 Der Kampf gegen Simonie unter dem Pontifikat Leos IX.

Leo IX. hatte Interesse daran sich im Kampf gegen die Simonie mit einigen Reformern zu umgeben und besetzte die Bistümer in der Nähe von Rom mit seinen vertrauten Bischöfen. Ein wichtiges Merkmal des Reformpapsttums unter Leo IX. war eine neue Kommunikationsart, die keine Urkunden und Dekreten mehr aus Rom versendete, sondern zunehmend auf eine direkte Kommunikation der Gesprächspartner abzielte. Dies erreichte er mit einer erhöhten Frequenz an Synoden in Deutschland, Frankreich und Italien, um direkt vor Ort die kirchliche Disziplin durch Rechtsprechung aufrechtzuerhalten sowie die Umsetzung seiner Reformgedanken.

Das Besondere an dem Vorgehen Papst Leos IX. war, dass er nicht nur die Kleriker, die durch Simonie in ihr Amt gekommen waren, richtete, sondern auch diejenigen, die durch einen simonistischen Kleriker geweiht wurden. Dies erklärt auch den vehementen Widerstand seitens der geistlichen Amtsträger auf der Synode von Rom, die ich im Folgenden thematisieren werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung zur Thematik: Einführung in die Bedeutung des 11. Jahrhunderts als Reformzeit der katholischen Kirche und die Rolle der Synoden bei der Festigung päpstlicher Macht.

2 Begriffsdefinitionen: Klärung der zentralen Begriffe Investitur, Laieninvestitur und Simonie als Voraussetzung für das Verständnis der mittelalterlichen kirchlichen Missstände.

3 Aufkommen der Simonie im 10. Jahrhundert: Darstellung des sinkenden ethischen Niveaus innerhalb der Kirche im 10. Jahrhundert und der ersten, weitgehend erfolglosen Versuche zu deren Korrektur.

4 Der Kampf gegen Simonie unter dem Pontifikat Leos IX.: Untersuchung der spezifischen Auswirkungen der Reformpolitik Leos IX. durch Analyse seiner Biografie und bedeutender Synoden, auf denen die Simonie geahndet wurde.

5 Kann sich Leo IX. mit seinem Verbot gegen die Simonie langfristig durchsetzen?: Reflexion über die Wirksamkeit der von Leo IX. initiierten Maßnahmen und die langfristige Etablierung des päpstlichen Primats trotz begrenzter unmittelbarer Erfolge bei der flächendeckenden Unterbindung der Simonie.

Schlüsselwörter

Simonie, Papst Leo IX., Reformpapsttum, Synoden, Investitur, Laieninvestitur, Kirchenreform, Rechtsprechung, Mittelalter, Papstprimat, Klerus, Reformbewegung, Amtskauf, Konziliengeschichte, Kirchenrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kampagne gegen die Simonie, also den Ämterkauf und den Handel mit geistlichen Gütern, unter der Führung von Papst Leo IX. im 11. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der Definition der Simonie und der Laieninvestitur stehen das Wirken Leos IX., die Bedeutung der Synoden als Instrument der Machtausübung und der Konflikt zwischen päpstlichem Anspruch und kirchlicher Praxis im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Papst Leo IX. durch die organisierte Abhaltung von Synoden versuchte, die Simonie zu unterbinden und den päpstlichen Jurisdiktionsprimat zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Publikation verwendet?

Es handelt sich um eine kirchen- und rechtshistorische Analyse, die primär auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen (Synodalprotokolle) und einer intensiven Auseinandersetzung mit der Fachliteratur zur Konziliengeschichte basiert.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Synoden von Rom, Reims und Mainz und dokumentiert die direkten Maßnahmen und Rechtsprechungen, die unter Leo IX. gegen simonistische Kleriker ergriffen wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Simonie, Reformpapsttum, Synoden, Laieninvestitur, Papstprimat und kirchliche Disziplin.

Welche Rolle spielt Kaiser Heinrich III. im Kontext der Arbeit?

Kaiser Heinrich III. kooperierte eng mit Papst Leo IX., insbesondere bei der Synode von Mainz, was verdeutlicht, wie eng weltliche und geistliche Akteure in der Reformbewegung streckenweise verflochten waren.

Warum war der Widerstand gegen die Reformen von Leo IX. bei vielen Bischöfen so groß?

Viele Bischöfe und kirchliche Amtsträger wehrten sich, da die moralischen Forderungen des Papstes ihren erworbenen Lebensstil, ihren Einfluss und ihre materielle Grundlage gefährdeten, die oft durch eine simonistische Amtsvergabe entstanden waren.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bekämpfung der Simonie im 11. Jahrhundert durch den Reformpapst Leo IX.
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Gabentausch, Bestechung, Korruption? Geschenke im Mittelalter
Note
2,0
Autor
Dean Sánchez Pedregoso (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V1463828
ISBN (PDF)
9783389009468
ISBN (Buch)
9783389009475
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Simonie Reformpapsttum Reformpapst Leo IX. 11.Jahrhundert Kirche im Mittelalter Kirche im 11. Jahrhundert Bekämpfung der Simonie Ämterkauf im Mittelalter Ämterkauf in der Kirche Nepotismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dean Sánchez Pedregoso (Autor:in), 2017, Die Bekämpfung der Simonie im 11. Jahrhundert durch den Reformpapst Leo IX., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1463828
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Leseprobe aus  23  Seiten
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