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Pluralisierungstendenzen in der Literatur der „Frühen Neuzeit“

Titel: Pluralisierungstendenzen in der Literatur der „Frühen Neuzeit“

Seminararbeit , 2007 , 7 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Udo Lihs (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vielfältige Meinungen von Personen, Gruppen, Vereine und Parteien bestimmen heute nicht nur unsere Politik, sondern vor allem auch die Literatur. Ausschlaggebend für diese Pluralisierung der literarischen Bekenntnisse in der Gesellschaft sind die vielfältigen, sich widersprechenden Schriften gewesen, die in der frühen Neuzeit entstanden sind und von vielen Menschen gelesen wurden, so dass eine Hoheitsmeinung, das Dogma, die „Wahrheit“ der mittelalterlichen Einheitskirche sich fortan nicht mehr in der Gesellschaft durchsetzen konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Pluralisierung in der frühen Neuzeit

2. Pluralisierung in den Einzelepochen der „Frühen Neuzeit“

2.1. Der Begriff „Epoche“

2.2. Pluralisierungstendenzen in der Zeit der Reformation und im 17.Jhd.

2.3. Pluralisierungstendenzen in der Zeit der Aufklärung

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung von Pluralisierungstendenzen in der Literatur der Frühen Neuzeit. Dabei steht die zentrale Frage im Fokus, inwiefern die Vielfalt widersprüchlicher Schriften und die Abkehr von einer einheitlichen kirchlichen Hoheitsmeinung die literarische Landschaft sowie das Menschenbild dieser Epoche maßgeblich geprägt und damit die Grundlage für moderne pluralistische Debatten gelegt haben.

  • Historische Analyse der Pluralisierung ab der Frühen Neuzeit
  • Die Rolle von Reformation und Humanismus als Motoren literarischer Vielfalt
  • Der Einfluss des Buchdrucks auf die Verbreitung konkurrierender Weltanschauungen
  • Diskurs über Ethik, Moral und das Menschenbild zwischen religiöser Exegese und Säkularisierung
  • Vergleichende Betrachtung von Konzepten wie Mitleid, Vernunft und Mündigkeit

Auszug aus dem Buch

1. Pluralisierung in der frühen Neuzeit

Im Büchermarkt findet man heute Bücher wie „Gott, eine kleine Geschichte des Großen“ von Manfred Lütz (2007), aber auch „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins (2007), beide stehen im gleichen Regal. Der Pluralismus der Literatur in der Gesellschaft wird nirgendwo so deutlich, wie auf dem heutigen Büchermarkt. Ist es das, was Gutenberg wollte, als er in der Mitte des 15. Jhd. den Buchdruck durch bewegliche Letter vereinfachte? Die Massenproduktion und -rezeption von Schriften, um Meinungen effektiver an die Adressaten zu bringen? Ist es das, was Kant wollte, als er von Aufklärung und Mündigkeit sprach? Eine kunterbunte Welt der Literatur für alle voller Disputationen, Widersprüche, voller Gedanken, voller „Wahrheiten“ und gar voller „Bullshit“? „Die Gedanken sind frei“, ein Gedicht gegen die einseitige Artikulation der kulturellen Hoheitsmeinung, für die Artikulation von jedem Gedanken in einer Gesellschaft wurde bereits 1780 am Ende der frühen Neuzeit auf Flugblättern gedruckt und 1842 als Volkslied durch Hoffmann von Fallersleben vertont.

Der Pluralismus der Bekenntnisse, die Toleranz des Menschen über mannigfaltige Standpunkte über das Leben des Menschen. Vielfältige Meinungen von Personen, Gruppen, Vereine und Parteien bestimmen heute nicht nur unsere Politik, sondern vor allem auch die Literatur. Ausschlaggebend für diese Pluralisierung der literarischen Bekenntnisse in der Gesellschaft sind die vielfältigen, sich widersprechenden Schriften gewesen, die in der frühen Neuzeit entstanden sind und von vielen Menschen, nicht nur von Klerikern, wie im Mittelalter, gelesen wurden, so dass eine Hoheitsmeinung, das Dogma der mittelalterlichen Einheitskirche sich fortan nicht mehr in der Gesellschaft durchsetzen konnte, wie Jaumann betont.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Pluralisierung in der frühen Neuzeit: Das Kapitel führt in das Thema ein und zeigt auf, wie der Buchdruck und die Abkehr von kirchlichen Dogmen den Grundstein für einen pluralistischen Diskurs in der Literatur legten.

2. Pluralisierung in den Einzelepochen der „Frühen Neuzeit“: Dieser Teil differenziert die Entwicklung über verschiedene Phasen hinweg, von der Reformation über das 17. Jahrhundert bis hin zur Aufklärung, und beleuchtet die jeweiligen philosophischen und literarischen Verschiebungen.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Frühe Neuzeit durch die Pluralität der Standpunkte zum Menschen und zu ethischen Fragen die entscheidenden Weichen für die moderne Literatur gestellt hat.

Schlüsselwörter

Frühe Neuzeit, Pluralisierung, Buchdruck, Literaturgeschichte, Reformation, Humanismus, Aufklärung, Mitleid, Vernunft, Dogmenkritik, Menschenbild, Konfessionalismus, Wissensvermittlung, Ethik, Subjektivierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich in der Literatur der Frühen Neuzeit ein Pluralismus der Meinungen und Standpunkte entwickelte, der das mittelalterliche Dogma ablöste.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der Einfluss des Buchdrucks, die Auswirkungen der Reformation, die Rolle des Humanismus sowie der Übergang von religiöser Bibelexegese zu einer säkular geprägten Ethik in der Aufklärung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den geistesgeschichtlichen Prozess aufzuzeigen, durch den die Literatur der Frühen Neuzeit die kulturelle Hoheitsmeinung aufbrach und die Basis für pluralistisches Denken schuf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf einen geistes-, ideen- und mentalitätsgeschichtlichen Ansatz, um die Geisteshaltung und das Menschenbild der Epoche zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Pluralisierungstendenzen in der Reformation, im 17. Jahrhundert sowie in der Aufklärung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Pluralisierung, Frühe Neuzeit, Menschenbild, Reformation, Aufklärung, Buchdruck und Vernunft beschreiben den Kern der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von „Mitleid“ zwischen Jesuiten und Aufklärern laut Autor?

Während bei den Jesuiten das Mitleid als „imitatio christi“ (Nachahmung der Leiden Christi) verstanden wurde, fungiert es in der Aufklärung, etwa bei Lessing, als ein menschliches Gefühl, das soziale Bindung fördert und die Zuschauer im Trauerspiel berühren soll.

Welche Rolle spielte der Buchdruck für Martin Luther laut der Untersuchung?

Der Buchdruck war entscheidend, da er es Luther ermöglichte, durch die massenhafte Verbreitung seiner Schriften und Übersetzungen eine Vielzahl von Menschen zu erreichen und den kritischen Dialog über die Zustände in der Kirche zu etablieren.

Warum kritisiert der Autor den Begriff „Epoche“?

Der Autor betrachtet den Epochenbegriff als „Hilfskonstruktion“, da er zwar hilft, die Vielfalt der Literatur historisch zu strukturieren, aber gleichzeitig die fließenden Übergänge und Widersprüche innerhalb der Zeitspanne vereinfacht.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pluralisierungstendenzen in der Literatur der „Frühen Neuzeit“
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Einführung in die Literatur der frühen Neuzeit
Note
1,3
Autor
Udo Lihs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
7
Katalognummer
V146384
ISBN (eBook)
9783640550210
ISBN (Buch)
9783640552337
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühe Neuzeit Neuzeit Literatur Pluralisierung Luther Aufklärung Reformation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Udo Lihs (Autor:in), 2007, Pluralisierungstendenzen in der Literatur der „Frühen Neuzeit“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146384
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  7  Seiten
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