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Maternale Transmission bei einer Borderline Persönlichkeitsstörung

Title: Maternale Transmission bei einer Borderline Persönlichkeitsstörung

Term Paper , 2023 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laura Bader (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Mechanismen der maternalen Transmission bei einer Borderline-Persönlichkeitsstörung hohe Risikofaktoren darstellen. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche speziellen Interventionen entwickelt werden können, um diese Übertragung unterbrechen zu können.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwerwiegende Störung in der Entwicklung der Bindungs-, Selbst- und Emotionsregulation, die meist im frühen Erwachsenenalter diagnostiziert wird. Diese Störung geht mit stürmischen Beziehungen, einem instabilen Identitätsgefühl und selbstzerstörerisches Verhalten einher. Menschen mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung (BPS) bilden ca. 20% der stationär behandelten Patienten in psychiatrischen Einrichtungen. Die Prävalenzrate bei BPS liegt bei Erwachsenen bei 0,7% bis 2,7% und bei Jugendlichen zwischen 2 und 3 %. Damit ist die Anzahl von Menschen mit BPS hoch. In dem klinischen Kontext bei stationären und ambulanten Einrichtungen liegt die Prävalenzrate sogar deutlich höher, bei Erwachsenen zwischen 12 und 22 % und bei Jugendlichen zwischen 11 und 35 %. In psychiatrischen Kliniken besteht ein Geschlechterverhältnis von Frauen zu Männern von 70% zu 30%, was unterschiedliche Gründe haben, kann u.a. Männer zeigen eher externalisierendes Verhalten, welches häufig eher zu anderen Störungen gezählt wird und das geschlechterunterschiedliche Verhalten sich Hilfe zu suchen. Kinder psychisch kranker Eltern bilden damit eine Risikogruppe, die eine hohe Wahrscheinlichkeit aufzeigen, selbst psychische Störungen zu entwickeln. Nachkommen von Müttern mit BPS zeigen psychosoziale und psychische Gesundheitsprobleme in allen Entwicklungsbereichen. Kinder von Müttern mit einer BPS sind häufig verhaltensauffällig. Studien zeigen, dass es einen linearen Zusammenhang gibt, je mehr Symptome die Mütter aufwiesen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit der Kinder Symptome einer Borderline-Persönlichkeitsstörung zu entwickeln. Das Verhalten der Mütter mit einer Borderline- Persönlichkeitsstörung hat Auswirkungen auf die eigenen Kinder und die Enkelkinder. Da es wenig Studien zu Vätern mit BPS gibt, beziehe sich diese Arbeit hauptsächlich auf Mütter mit BPS.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Instabil emotionale Persönlichkeitsstörung

3. Mütter mit Borderline-Persönlichkeitsstörung

4. Maternale intergenerationale Transmissionsmechanismen

5. Interventionen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Mechanismen der maternalen Transmission bei einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und analysiert, wie sich das elterliche Erziehungsverhalten auf die psychische Entwicklung der Kinder auswirkt, um potenzielle Ansätze für präventive Interventionen abzuleiten.

  • Psychologische Grundlagen der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung
  • Einfluss der BPS auf die elterliche Erziehungskompetenz
  • Transgenerationale Übertragungswege für Borderline-Symptome
  • Risikofaktoren und maladaptive Mutter-Kind-Interaktionsmuster
  • Möglichkeiten der frühzeitigen therapeutischen Intervention

Auszug aus dem Buch

3. Mütter mit Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Mutterschaft ist für alle Mütter eine Herausforderung. Eltern mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung sehen sich selbst als eine Herausforderung in ihrer Rolle als Elternteil, was aus den Auswirkungen der emotionalen Intensität, der sozialen Isolation und das Fehlen positiver Erziehungsmodelle herrührt (Dunn et al., 2020). Mütter mit einer psychischen Störung und speziell mit BPS berichten, dass sie hohem Stress durch die Erziehung ausgesetzt sind, dazu empfinden sie ein geringes Maß an Kompetenz (Petfield et al., 2015) sowie eine geringe Selbstwirksamkeit (Dunn et al., 2020; Stepp et al., 2012). Außerdem haben sie selbst oft in der eigenen Kindheit negative Erfahrungen mit ihren Eltern gesammelt (Seehausen et al., 2021). Mütter mit einer BPS haben oft Glaubenssätze, dass sie im Vergleich zu anderen keine guten Leistungen erbringen können (Dunn et al., 2020).

Hinzukommt, dass viele Mütter nicht mit den Entwicklungsschritten ihrer Kinder umzugehen wissen und häufig schon Schwierigkeiten mit normalen Verhalten ihrer Kinder haben (Stepp et al., 2012). Das Fehlen eines positiven Erziehungsmodells und die negativen Erfahrungen mit den eigenen Eltern steht im direkten Zusammenhang mit der eigenen Unfähigkeit, selbst ein funktionales Elternteil zu werden. Durch die dysfunktionalen Familienstrukturen die häufig schon in den Familien der Mütter vorherrschten, ist die Elternschaft meist isoliert und ohne jegliche Unterstützung der Familie (Dunn et al., 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt die Prävalenz der Borderline-Persönlichkeitsstörung, stellt die Risiken für deren Nachkommen dar und formuliert die grundlegende Forschungsfrage nach den Mechanismen der maternalen Transmission.

2. Instabil emotionale Persönlichkeitsstörung: Das Kapitel definiert klinische Merkmale von Persönlichkeitsstörungen gemäß DSM-5 und ICD-10 und differenziert zwischen dem impulsiven Typus und dem Borderline-Typus.

3. Mütter mit Borderline-Persönlichkeitsstörung: Hier werden die spezifischen Belastungen von Müttern mit BPS sowie deren maladaptive Erziehungsmuster und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Bindung der Kinder analysiert.

4. Maternale intergenerationale Transmissionsmechanismen: Das Kapitel beleuchtet multifaktorielle Ursachen der Transmission, darunter epigenetische Einflüsse, genetische Prädispositionen und traumatische Kindheitserfahrungen.

5. Interventionen: Es werden gezielte therapeutische Ansätze und Elterntrainings, insbesondere auf Basis der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), zur Stärkung der Elternkompetenz vorgestellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit frühzeitiger Präventionsmaßnahmen zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe für eine störungsspezifische Behandlung.

Schlüsselwörter

Borderline-Persönlichkeitsstörung, BPS, maternale Transmission, Eltern-Kind-Interaktion, Erziehungskompetenz, transgenerationale Übertragung, Bindungsstörung, Emotionsregulation, psychische Gesundheit, Prävention, Dialektisch-Behaviorale Therapie, DBT, Mutterrolle, kindliche Entwicklung, Risikofaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die Borderline-Persönlichkeitsstörung einer Mutter die psychische Entwicklung ihres Kindes beeinflusst und durch welche Mechanismen diese Störung über Generationen hinweg übertragen werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit analysiert klinische Grundlagen, die Auswirkungen der Störung auf das mütterliche Erziehungsverhalten, die psychosozialen Risikofaktoren für Kinder und Ansätze für therapeutische Interventionen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, welche spezifischen Mechanismen der maternalen Transmission bei einer Borderline-Diagnose vorliegen und welche Interventionen geeignet sind, um diesen Übertragungsprozess zu unterbrechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit, die existierende Studien und Meta-Analysen zusammenträgt, um den aktuellen Forschungsstand zu verknüpfen und klinische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Vordergrund?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Schwierigkeiten betroffener Mütter im Erziehungsprozess und die daraus resultierenden Bindungsstörungen bei den Kindern sowie auf moderne Behandlungsansätze wie DBT-basierte Elterntrainings.

Welche Charakteristika definieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch den Fokus auf die Unterbrechung generationaler Muster und die Notwendigkeit aus, über die reine Identifikation von Risikofaktoren hinaus, konkrete präventive Hilfsangebote für Mütter mit BPS weiterzuentwickeln.

Wie wirkt sich die mütterliche Feindseligkeit auf das Kind aus?

Maternale Feindseligkeit wird als essenzielle Bedrohung für das Kind wahrgenommen, da sie die grundlegende Zuwendung und Sicherheit kompromittiert, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Kind selbst psychische Störungen entwickelt.

Kann das DBT-basierte Gruppentraining die Mutter-Kind-Beziehung langfristig verbessern?

Ja, laut der Arbeit zeigen solche störungsspezifischen Interventionen sichtbare Veränderungen in Verhalten und Einstellung der Mütter, was die emotionale Regulation verbessert und somit die gesunde Entwicklung des Kindes eher ermöglicht.

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Details

Title
Maternale Transmission bei einer Borderline Persönlichkeitsstörung
Grade
1,0
Author
Laura Bader (Author)
Publication Year
2023
Pages
17
Catalog Number
V1463898
ISBN (PDF)
9783389008492
ISBN (Book)
9783389008508
Language
German
Tags
Maternale Maternale Transmission Transmission Borderline Borderline Persönlichkeitsstörung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Bader (Author), 2023, Maternale Transmission bei einer Borderline Persönlichkeitsstörung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1463898
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