Die Arbeit beschreibt anhand eines Fallbeispiels, die Aufgabe als Sport- und Bewegungstherapeut ein ICF-orientiertes Konzept zur Sporttherapie bei dem Krankheitsbild Myokardinfarkt bei koronarer Dreigefäßerkrankung zu erstellen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 DIAGNOSTIK – ANALYSE DES AUFNAHMEBEFUNDS
- 1.1 Definition
- 1.2 Epidemiologie
- 1.3 Ursachen, Risikofaktoren und Folge
- 1.4 Behandlungsstrategie
- 1.5 Belastbarkeit und Trainierbarkeit des Patienten
- 1.6 Evidenzlage
- 2 ICF – ORIENTIERTE KONZEPTION UND REALISATION
- 2.1 Zielformulierung
- 2.2 Ableitung sport- und bewegungstherapeutischer Maßnahmen
- 2.3 Erstellung eines Rehabilitationsplans
- 3 EVALUATION
- 4 LITERATURVERZEICHNIS
- 5 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
- 5.1 Abbildungsverzeichnis
- 5.2 Tabellenverzeichnis
- 6 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit beschreibt die Erstellung eines ICF-orientierten Konzepts zur Sport- und Bewegungstherapie für einen Patienten mit Myokardinfarkt und koronarer Dreigefäßerkrankung, basierend auf einem Fallbeispiel. Das primäre Ziel ist es, einen strukturierten Rehabilitationsplan zu entwickeln, der die individuelle funktionale Gesundheit des Patienten berücksichtigt und sowohl kurz- als auch mittelfristige Ziele adressiert.
- Diagnose und Analyse des Aufnahmebefunds bei Myokardinfarkt und KHK.
- ICF-basierte Zielformulierung und Ableitung therapeutischer Maßnahmen.
- Erstellung und detaillierte Darstellung eines 4-wöchigen Rehabilitationsplans.
- Bewertung der Belastbarkeit und Trainierbarkeit des Patienten.
- Evidenzlage sport- und bewegungstherapeutischer Interventionen nach Myokardinfarkt.
- Methoden zur Evaluation des Rehabilitationsfortschritts.
Auszug aus dem Buch
1.3 Ursachen, Risikofaktoren und Folge
Die Ursachen für einen Herzinfarkt resultieren meistens aus Ablagerungen von schlechtem Cholesterin und Plaque in den Arterien. Dies wird als Arteriosklerose bezeichnet. Diese Ablagerungen schränken den Blutfluss ein. Bildet sich Plaque in den Herzkranzgefäßen folgen Durchblutungsstörungen des Herzens. Wenn diese Ablagerungen aufbrechen, entstehen an den Läsionen Blutgerinnsel, die den Blutfluss durch ein akutes Verschließen des Gefäßes stilllegen. Daraus folgt, dass der Teil des Herzens, der von diesem Gefäß versorgt wird, keinen Sauerstoff mehr erhält und daraufhin abstirbt (Mathes. P, Schwaab, B., 2017, S.11).
In mehreren großen Studien, mit über 130.000 Teilnehmern wurden Risikofaktoren wissenschaftlich belegt. Somit gehören zu den allgemein anerkannten Risikofaktoren:
Bluthochdruck
Erhöhte Blutfette
Erhöhter Blutzucker
Bauchbetontes Übergewicht
Ungesunde Ernährung
Bewegungsmangel
Rauchen
Psychosoziale Belastung, wie bspw. Andauernder Stress
Mehr als 90% aller Myokardinfarkte sind auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen. Das Risiko der Bildung von Plaque kann um 80% reduziert werden, wenn man seinen Lebensstil anpasst, sprich eine gesündere Ernährung verfolgt und mehr Bewegung in den Alltag einbaut (Mathes. P, Schwaab, B., 2017, S.16). Die Folgen eines Myokardinfarkts können langfristige Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen sein. Durch die Bildung von Narbengewebe kann die Herzfunktion in diesem Bereich massiv eingeschränkt sein oder sogar ganz zum Erliegen kommen. Patienten, die einen Myokardinfarkt erleiden, müssen damit rechnen ihren Lebensstil langfristig zu ändern. Neben einer gesünderen Ernährung und dem Angewöhnen von mehr Bewegung, muss vor allem eine Medikation, zum einen um die Cholesterinwerte im Blut und den Blutdruck zu senken und zum anderen, um die Bildung eines Thrombus zu verhindern, erfolgen (Schweizerische Herzstiftung, 2021, S.12). Außerdem sind die in der obigen Aufzählung genannten Punkte so gut es geht zu vermeiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Diagnostik – Analyse des Aufnahmebefunds: Dieses Kapitel führt in das Krankheitsbild des Myokardinfarkts bei koronarer Dreigefäßerkrankung ein, beleuchtet Definition, Epidemiologie, Ursachen, Behandlungsstrategien und die individuelle Belastbarkeit des Patienten, untermauert durch Evidenzlage.
2 ICF – Orientierte Konzeption und Realisation: Hier wird detailliert das ICF-Modell angewendet, um konkrete kurz- und mittelfristige Ziele für die Rehabilitation zu formulieren und daraus spezifische sport- und bewegungstherapeutische Maßnahmen sowie einen umfassenden Rehabilitationsplan abzuleiten.
3 Evaluation: Dieses Kapitel beschreibt die eingesetzten Messinstrumente wie den 6-Minuten-Gehtest, die mMRC Dyspnoe-Skala und den ADL-Fragebogen, um den Fortschritt des Patienten während der Rehabilitation zu bewerten und den Therapieplan anzupassen.
Schlüsselwörter
Myokardinfarkt, Koronare Herzkrankheit, Sporttherapie, Bewegungstherapie, ICF-Modell, Rehabilitation, Risikofaktoren, Arteriosklerose, Herzinsuffizienz, Belastbarkeit, Trainierbarkeit, Zielformulierung, Rehabilitationsplan, Evaluation, Dyspnoe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit behandelt die Entwicklung eines ICF-orientierten Konzepts für die Sport- und Bewegungstherapie eines Patienten mit Myokardinfarkt und koronarer Dreigefäßerkrankung, illustriert anhand eines Fallbeispiels.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Diagnose und Analyse des Aufnahmebefunds, die ICF-basierte Zielformulierung und Maßnahmenableitung, die Erstellung eines detaillierten Rehabilitationsplans sowie die Evaluation des Therapieerfolgs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, als Sport- und Bewegungstherapeut ein spezifisches, ICF-orientiertes Konzept für die Sporttherapie bei Myokardinfarkt bei koronarer Dreigefäßerkrankung zu erstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) zur Strukturierung der Zielformulierung und der therapeutischen Maßnahmen. Informationen werden tabellarisch dargestellt und durch wissenschaftliche Studien belegt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil der Arbeit, insbesondere Kapitel 2, behandelt die ICF-orientierte Konzeption und Realisation des Rehabilitationsplans, einschließlich der detaillierten Zielformulierung, der Ableitung sport- und bewegungstherapeutischer Maßnahmen und der Erstellung eines Modulplans für vier Rehabilitationswochen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter wie Myokardinfarkt, koronare Herzkrankheit, Sporttherapie, Bewegungstherapie, ICF-Modell und Rehabilitation charakterisieren die Arbeit.
Wie wird die Belastbarkeit und Trainierbarkeit des Patienten bewertet?
Die Bewertung erfolgt anhand der Befunde des Aufnahmetages, des stabilen kardiopulmonalen Allgemeinzustands, der mittelgradig eingeschränkten Leistungsfähigkeit, des Vorliegens einer Belastungsdyspnoe und der aktuellen Medikation, ergänzt durch Trainingsempfehlungen nach Schwan und Nebel (Stadium III).
Welche Messinstrumente werden zur Evaluation des Rehabilitationsfortschritts eingesetzt?
Zur Evaluation werden der 6-Minuten-Gehtest, die mMRC Dyspnoe-Skala zur Beurteilung der Kurzatmigkeit, ein Fragebogen zur Aktivität des täglichen Lebens (ADL) und ein Belastungs-EKG auf dem Fahrradergometer verwendet.
Welche Rolle spielt die ICF-Klassifikation in dieser Arbeit?
Die ICF-Klassifikation dient als zentrale Grundlage zur Ermittlung der funktionalen Gesundheit des Patienten und zur strukturierten Formulierung von kurz- und mittelfristigen Rehabilitationszielen sowie zur Ableitung konkreter Therapieinhalte in Bezug auf Körperstrukturen, Körperfunktionen, Aktivitäten und Partizipation.
Was sind die Hauptrisikofaktoren für einen Myokardinfarkt laut dieser Arbeit?
Zu den Hauptrisikofaktoren zählen Bluthochdruck, erhöhte Blutfette und Blutzucker, bauchbetontes Übergewicht, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und psychosoziale Belastung wie andauernder Stress.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Sport- und Bewegungstherapie für das Erkrankungsbild Myokardinfarkt bei koronarer Dreigefäßerkrankung. PTCA und Stenting der Koronararterien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1463939