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Wie kann man Verhaltensauffälligkeiten von Schüler*innen mit geistiger Behinderung in Schule und Unterricht begegnen?

Eine Darstellung von interventionsmöglichkeiten

Titel: Wie kann man Verhaltensauffälligkeiten von Schüler*innen mit geistiger Behinderung in Schule und Unterricht begegnen?

Hausarbeit , 2022 , 18 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Anna Schmidt (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Dynamik in Bildungseinrichtungen, insbesondere in Schulen mit dem Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung", hat sich in den letzten Jahren merklich gewandelt. Von vielen Lehrkräften und anderen Fachkräften wird ein signifikanter Anstieg von Verhaltensauffälligkeiten innerhalb der Schülerschaft wahrgenommen. Diese Entwicklung stellt nicht nur eine Herausforderung dar, sondern fordert auch ein Umdenken in der Herangehensweise an die Förderung und den Umgang mit betroffenen Schüler*innen.

Im Zuge dieser Hausarbeit soll zunächst eine klare Begriffsbestimmung erfolgen, um ein fundiertes Verständnis für die Thematik zu schaffen. Darauf aufbauend werden verschiedene Interventions- und Handlungsansätze vorgestellt, die darauf abzielen, den Herausforderungen im schulischen Umfeld gerecht zu werden und die Schüler*innen mit Verhaltensauffälligkeiten bestmöglich zu unterstützen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der "Positiven Verhaltensunterstützung", dem "TEACCH-Ansatz" sowie der "Entwicklungstherapie und -pädagogik".

Es ist wichtig anzumerken, dass bei der Beschreibung der Verhaltensauffälligkeiten bewusst auf den Begriff "Verhaltensstörung" verzichtet wurde. Dieser Schritt erfolgte, um negative Konnotationen zu vermeiden und stattdessen den Fokus auf konstruktive Ansätze zur Unterstützung und Förderung der betroffenen Schüler*innen zu legen.

Durch die Untersuchung und Diskussion dieser verschiedenen Methoden und Ansätze wird angestrebt, einen Beitrag zur Weiterentwicklung eines inklusiven und unterstützenden Bildungssystems zu leisten, das die Bedürfnisse aller Schüler*innen, unabhängig von individuellen Herausforderungen, effektiv erfüllt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verhaltensauffälligkeiten

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung

3 Umgang in Schule und Unterricht

3.1 Allgemeine Handlungsansätze und Haltungen

3.2 Interventionsansätze

3.2.1 TEACCH-Konzept

3.2.2 Positive Verhaltensunterstützung

3.2.3 Entwicklungstherapie / Entwicklungspädagogik

4 Ausblick auf weitere Interventionsmöglichkeiten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Lehrkräften und pädagogischem Personal fundierte Handlungsmöglichkeiten und Interventionsansätze für den Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Schüler*innen mit einer geistigen Behinderung an die Hand zu geben. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie durch eine wertschätzende Grundhaltung und methodische Konzepte eine lernförderliche Umgebung geschaffen werden kann.

  • Grundlagen und Definition von Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung.
  • Bedeutung der pädagogischen Haltung und förderlicher Handlungsansätze im Unterricht.
  • Vertiefung der Interventionskonzepte TEACCH, Positive Verhaltensunterstützung sowie Entwicklungstherapie / Entwicklungspädagogik.
  • Methoden zur Prävention und zum Umgang mit herausforderndem Verhalten unter Einbeziehung des sozialen Umfelds.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 TEACCH-Konzept

Das „Treatment and education of Autistic and Communication-Handicapped Children“, kurz TEACCH, ist ein aus den USA stammendes Konzept zur Förderung von Menschen mit Autismus und kommunikationseingeschränkten Menschen (Miller, 2014). Obwohl in der wörtlichen Übersetzung nur Kinder benannt werden, eignet sich der ganzheitliche Ansatz für alle Altersgruppen. Anwendung findet das Konzept im therapeutischen Bereich, in der Pädagogik und in der allgemeinen Lebensbegleitung (Theunissen, 2021). Der Fokus des Ansatzes liegt auf der Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen. Hauptzielgruppe sind neben Menschen aus dem Autismusspektrum auch Menschen mit geistiger Behinderung, mit Lernbehinderungen, mit Kommunikationsschwierigkeiten und mit einem Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich (Miller, 2014).

Grundlegende Aspekte des Ansatzes sind die Prinzipien der Visualisierung und der Strukturierung. Umstände und Anforderungen des Alltags werden auf ihren wesentlichen Gehalt reduziert, sodass sie für die Zielgruppe transparent und zu bewältigen sind. Die Visualisierung kann beispielsweise durch Fotos, Bilder, Piktogramme und Symbole erfolgen (Theunissen, 2021). Zum einen sollten die räumlichen Verhältnisse strukturiert werden, sodass Arbeitsbereiche klar voneinander abgegrenzt werden können. Zur Visualisierung dieser können Symbole, Markierungen durch Bodenlinien und Hinweisschilder genutzt werden. Weiterhin sollten Rückzugsräume etabliert werden, die von Schüler*innen genutzt werden können, die das Bedürfnis danach verspüren. Die Strukturierung des Raumes bietet für alle Schüler*innen Orientierung, wodurch Stress durch Überforderung vermieden werden kann (Theunissen, 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den wahrgenommenen Anstieg von Verhaltensauffälligkeiten an Schulen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und benennt das Ziel der Arbeit, zentrale Begriffe zu klären und pädagogische Interventionsansätze darzustellen.

2 Verhaltensauffälligkeiten: Dieses Kapitel definiert Verhaltensauffälligkeiten aus einer interaktionistischen Perspektive und beleuchtet die spezifische Situation von Menschen mit geistiger Behinderung sowie die Problematik von Verhaltensphänotypen.

3 Umgang in Schule und Unterricht: Hier werden allgemeine pädagogische Haltungen, wie eine wertschätzende Kommunikation und eine klare Strukturierung, sowie drei spezifische Interventionsansätze zur Unterstützung der Schüler*innen detailliert erläutert.

4 Ausblick auf weitere Interventionsmöglichkeiten: Dieses Kapitel führt ergänzende Ansätze wie Snoezelen und Erlebnispädagogik an und unterstreicht die Notwendigkeit einer multidimensionalen Sichtweise auf die Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten.

5 Fazit: Das Fazit betont, dass keine universelle Lösung existiert und erfolgreiche Förderung stets eine individuelle, auf das Umfeld abgestimmte Zusammenarbeit aller beteiligten Personen erfordert.

Schlüsselwörter

Verhaltensauffälligkeiten, Geistige Behinderung, Inklusion, TEACCH, Positive Verhaltensunterstützung, Entwicklungstherapie, Entwicklungspädagogik, Sonderpädagogik, Interventionsansätze, Strukturierung, Visualisierung, Lebensqualität, Pädagogische Haltung, Schüler*innen, Förderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den professionellen Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Schüler*innen mit einer geistigen Behinderung im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Begriffsbestimmung von Verhaltensauffälligkeiten, die Bedeutung der pädagogischen Haltung der Lehrkräfte sowie die Darstellung spezifischer Förderprogramme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf theoretischer Basis Handlungsansätze und Interventionsideen aufzuzeigen, die Lehrkräften helfen, Konflikte wertschätzend zu bewältigen und eine lernförderliche Struktur zu schaffen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse bestehender wissenschaftlicher Konzepte und pädagogischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über die Entstehung von auffälligem Verhalten und die detaillierte Vorstellung der Ansätze TEACCH, Positive Verhaltensunterstützung und Entwicklungstherapie/Entwicklungspädagogik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Verhaltensauffälligkeiten, geistige Behinderung, Interventionsansätze, Förderziele und die Rolle der Lehrkraft als unterstützende Instanz.

Worin liegt laut Autorin der Vorteil des TEACCH-Konzepts bei geistiger Behinderung?

Der Vorteil liegt in der starken Orientierung durch Visualisierung und Strukturierung, die Stress und Überforderung bei den Schüler*innen nachweislich reduzieren kann.

Was unterscheidet die Positive Verhaltensunterstützung von anderen Ansätzen?

Dieser Ansatz verfolgt eine funktionale Problemsicht, die nicht allein das Individuum modifizieren will, sondern die Interaktionsfaktoren zwischen Mensch und Umwelt langfristig optimiert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie kann man Verhaltensauffälligkeiten von Schüler*innen mit geistiger Behinderung in Schule und Unterricht begegnen?
Untertitel
Eine Darstellung von interventionsmöglichkeiten
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation)
Veranstaltung
Komorbidität geistige Behinderung und Verhaltensauffälligkeit
Note
1,5
Autor
Anna Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
18
Katalognummer
V1464043
ISBN (PDF)
9783389010136
ISBN (Buch)
9783389010143
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geistige Behinderung verhalten komorbidität verhaltensauffälligkeit sonderpädagogik intervention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Schmidt (Autor:in), 2022, Wie kann man Verhaltensauffälligkeiten von Schüler*innen mit geistiger Behinderung in Schule und Unterricht begegnen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1464043
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Leseprobe aus  18  Seiten
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