In den letzten Jahren hat sich die Entwicklung deutscher Schwimmer im internationalen Vergleich bei Welt- und Europameisterschaften zusehends verschlechtert. Diese Tatsache lässt durchaus Rückschlüsse auf Defizite in der Entwicklung des jungen Schwimmtalents zum professionellen Schwimmer zu.
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung inwieweit Defizite im Rahmen der Erkennung und Förderung jugendlicher Talente für diese Entwicklung ausschlaggebend sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsdefinition
3 Theoretische Grundlage / Forschungsstand
4 Zusammenfassung / Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Defizite im Bereich der Talenterkennung und -förderung im deutschen Schwimmsport und analysiert, inwieweit diese Faktoren für die schwächeren Leistungen deutscher Schwimmer im internationalen Vergleich verantwortlich sind.
- Analyse des aktuellen Forschungsstandes zur Talentsuche und -förderung
- Untersuchung der langfristigen Leistungsentwicklung im Schwimmsport
- Betrachtung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Entwicklung
- Diskussion der „Drop out-Etappe“ beim Übergang zum Hochleistungstraining
- Bewertung der Rolle des Delfinschwimmens im Grundlagentraining
Auszug aus dem Buch
Theoretische Grundlage / Forschungsstand
Im Laufe der vergangen Jahre waren aufgrund der signifikanten Verschlechterung der Leistungen insbesondere im internationalen Vergleich, tief greifende Reformen beim Deutschen Schwimmverband (DSV) zu beobachten. Überdies zeigten sich zahlreiche Bemühungen um eine verbesserte Aus- und Fortbildung sowohl des Trainers als auch des Sportlers (vgl. Rudolph, 1999).
Der Versuch, diesen rapiden Leistungsabfall erfolgreich abzuwenden, kann nur von Erfolg gekrönt sein, wenn „bei allem wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn über das Profil des sportlichen Talents (...) zwei Kriterien nicht außer acht gelassen werden“ (Rudolph, 1999, S. 17).
Zum einen das „Auge des (erfahrenen) Trainers“ (Rudolph, 1999, S. 17) und zum anderen die Tatsache, dass die Entwicklung eines Talents bis hin zum Spitzenathleten einen Prozess verschiedener optimal ineinander greifender Faktoren voraussetzt. Dieser Reifeprozess muss unter ständiger Berücksichtigung des Athleten erfolgen. Dessen juvenile Leistungen gilt es bis zum Hochleistungsalter zu erhalten, beziehungsweise bis zu Leistungen die an die Weltspitze heranreichen zu verbessern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die abnehmende internationale Konkurrenzfähigkeit deutscher Schwimmer und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Ursachen in der Nachwuchsförderung.
2 Begriffsdefinition: Dieses Kapitel klärt die wesentlichen Fachbegriffe der Talentsuche und -förderung sowie die Bedeutung der methodischen Umsetzung durch Vereine und Verbände.
3 Theoretische Grundlage / Forschungsstand: Hier werden der aktuelle Stand der Sportwissenschaft, das Training von Nachwuchsschwimmern und kritische Faktoren wie die Geschlechterdifferenz und die Drop-out-Problematik analysiert.
4 Zusammenfassung / Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer nachhaltigen, prozessorientierten Talentförderung zusammen und betont die Bedeutung von Reformen auf lokaler Ebene.
Schlüsselwörter
Talenterkennung, Talentförderung, Schwimmsport, Nachwuchsleistungssport, Deutscher Schwimmverband, Trainingsprozess, Delfinschwimmen, Leistungsabfall, Drop-out, Pubertät, Individualisierung, Leistungsdiagnostik, Trainerausbildung, langfristiger Leistungsaufbau, Athletenentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die aktuelle Situation des deutschen Schwimmsports im Hinblick auf die internationale Konkurrenzfähigkeit und die Qualität der Nachwuchsförderung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Talententwicklung, der Einfluss von Vereinen und Verbänden sowie spezifische Trainingsaspekte wie die Vermittlung technischer Fertigkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu ergründen, inwiefern Defizite bei der Identifizierung und Unterstützung junger Talente für die Stagnation bei internationalen Meisterschaften verantwortlich sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des Forschungsstandes sowie auf der kritischen Auswertung sportwissenschaftlicher Konzepte zur Leistungsbeurteilung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden der Reifeprozess junger Athleten, geschlechtsspezifische Entwicklungsunterschiede, die Bedeutung der Trainerarbeit und die kritische Phase der "Drop out-Etappe" untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Talenterkennung, Talentförderung, Schwimmsport, langfristiger Leistungsaufbau und Nachwuchsleistungstraining.
Warum ist das Delfinschwimmen laut der Arbeit so wichtig?
Das Delfinschwimmen gehört zu den essenziellen Grundfertigkeiten eines Schwimmers, wird aber oft im Grundlagentraining vernachlässigt, was langfristige Defizite in der Vielseitigkeit nach sich ziehen kann.
Was besagt die "Drop out-Etappe"?
Die "Drop out-Etappe" beschreibt die kritische Übergangsphase vom Nachwuchs- zum Hochleistungstraining, in der viele junge Sportler den Anforderungen nicht mehr standhalten oder das Interesse verlieren.
Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Leistungsentwicklung?
Ja, Mädchen erreichen ihre körperliche Reife früher als Jungen, was dazu führt, dass sie in jungen Jahren oft schneller Erfolge erzielen, während Jungen ihr Leistungsoptimum erst zu einem späteren Zeitpunkt erreichen.
Ist laut der Arbeit eine Stagnation im deutschen Schwimmsport erkennbar?
Der Autor stellt fest, dass eine generelle Stagnation nicht eindeutig nachweisbar ist, jedoch eine gezieltere und langfristigere Förderung der Talente dringend erforderlich bleibt.
- Arbeit zitieren
- Benjamin Rüegg (Autor:in), 2007, Maßnahmen zur Talenterkennung und -förderung im Schwimmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146412