Das Thema Diversity begleitet unser tägliches Leben nun schon eine Weile. Durch Influencer:innen und Soziale Medien hat es vor allem aber in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Wir sehen in unseren Stories schwule, lesbische oder auch nicht binäre Paare und begleiten sie auf ihrer Reise des Kinderwunsches oder können die Entwicklung und Veränderungen von transsexuellen
Menschen verfolgen. Dies sind nur zwei Beispiele aus vielen verschiedenen. Durch die Aufklärung und Sichtbarkeit der Community ist der Umgang mit diesen Themen für Nutzer:innen der Sozialen Medien schon normal. Aber normal ist das Leben für Menschen, welche der LGBTQIA+ Communtiy zugehörig sind noch lange nicht.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Hauptteil
1. Vorstellung der Fallstudie
2. Definitionen
2.2. Diversity
2.3. Definition Diversity-Management
2.4. Gleichbehandlung und Gleichstellung
3. Vorteile der Gleichbehandlung
4. Umsetzungsbeispiele im Unternehmen
5. Diversity Leitlinie
5.2. Defintion Leitlinie
5.3. Umsetzung
5.4. Leitlinie des fiktiven Unternehmens
5.5. Umsetzungsbeispiel der Diversity Richtlinie
6. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Fallstudie ist es, einen praktischen Rahmen für die Verankerung von Diversity und Inklusion in einem fiktiven Pharmaunternehmen mit ca. 2.000 Mitarbeitenden zu entwickeln und dabei die theoretischen Grundlagen der Gleichbehandlung kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen von Diversity und Diversity-Management
- Differenzierung zwischen Gleichbehandlung und Gleichstellung
- Potenziale und Risiken einer diversen Belegschaft im Unternehmen
- Konkrete Umsetzungsmaßnahmen für ein inklusives Arbeitsumfeld
- Entwicklung einer unternehmensspezifischen Diversity-Leitlinie
Auszug aus dem Buch
2.2. Diversity
Um Diversity in einem Unternehmen verankern zu können ist es in erster Linie notwenidg den Begriff zu definieren und in seine Bedeutungen zu zerlegen. Diversity im englischen wird in Deutschen mit Diversität übersetzt. Diversität steht in der Biologie für die Artenvielfalt (vgl. Benedikt, o. J.) im gesellschaftspolitischen Kontext wird der Begriff allerdings über das lateinische Word „diversitas“ hergeleitet. „Diversitas“ bedeutet Vielfalt oder auch Vielfältigkeit in Bezug auf die verschiedenen strukturellen, persönlichen und sozialen Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten von Menschen (vgl. Schmidpeter et al., 2021, S. 63). In gesellschaftspolitischen und organisatorischen Kontexten wird Diversität aber auch vor allem mit dem wertschätzenden und respektvollen Umgang von Vielfalt gleichgesetzt (vgl. Benedikt, o. J.).
Um die Diversität eines Menschen greifbarer zu machen, haben Gardenswartz und Rowe das Modell der „Four Layers of Diversity“ geschaffen. Das Modell unterteilt die Diversität in die Ebenen der Persönlichkeit, der inneren Dimension, äußeren Dimension und organisationalen Dimension und bietet somit eine Grundlage für ein ganzheitliches Diversity-Management in Unternehmen (vgl. Schmidpeter et al., 2021, S. 64). Die Ebenen unterscheidenden sich hier in der Möglichkeit diese zu beeinflussen. So wird die Hautfarbe oder die Nationalität zur inneren Ebene gezählt, welche sich nicht beeinflussen lässt und beispielsweise der Arbeitsort zur organisationalen Dimension da sich dieser leicht verändern lässt (vgl. Abdul-Hussain & Hofmann, 2013).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende gesellschaftliche Bedeutung von Diversity sowie bestehende Diskriminierungsproblematiken und verdeutlicht den unternehmerischen Nutzen durch gesteigerten Erfolg.
Hauptteil: Der Hauptteil bietet einen Überblick über Aufbau und Zielsetzung der Fallstudie im Kontext eines fiktiven Unternehmens.
1. Vorstellung der Fallstudie: Hier wird der Untersuchungsrahmen skizziert, bei dem eine Führungskraft die Aufgabe erhält, Diversity innerhalb einer Organisation mit 2.000 Angestellten zu verankern.
2. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Fachbegriffe Diversity, Diversity-Management sowie die wesentliche Unterscheidung zwischen Gleichbehandlung und Gleichstellung.
3. Vorteile der Gleichbehandlung: Das Kapitel analysiert die betriebswirtschaftlichen Vorteile durch Motivationssteigerung und Wettbewerbsvorteile, beleuchtet jedoch auch potenzielle Konfliktrisiken.
4. Umsetzungsbeispiele im Unternehmen: Es werden konkrete Ansatzpunkte wie "Positiv Maßnahmen", Diversity-Checks und inklusive Rekrutierungspraktiken vorgestellt.
5. Diversity Leitlinie: Fokus liegt hier auf der Erarbeitung einer verbindlichen Leitlinie, die als Orientierungsrahmen für das Unternehmensklima dient.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein gesellschaftliches und unternehmerisches Umdenken für echte Chancengleichheit unabdingbar ist.
Schlüsselwörter
Diversity, Diversity-Management, Gleichbehandlung, Gleichstellung, Inklusion, Diskriminierungsverbot, Unternehmenskultur, Chancengleichheit, LGBTQIA+, Personalmanagement, Arbeitsrecht, Diversität, Diversity-Leitlinie, Organisationsentwicklung, Unternehmenserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Definition und der praktischen Implementierung von Diversity-Management in einem international agierenden Pharmaunternehmen.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die zentralen Felder sind die rechtlicheEinordnung von Gleichbehandlung, der Business Case für Diversität sowie die praktische Erstellung einer unternehmensweiten Leitlinie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Führungskreis eines Unternehmens durch eine fundierte Fallstudie zur Einführung einer Diversity-Leitlinie zu befähigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie ein Experteninterview, um praxisnahe Empfehlungen für das Diversity-Management abzuleiten.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung, eine Analyse der Vorteile und Risiken der Gleichbehandlung sowie die konkrete Ausarbeitung von Implementierungsstrategien.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Diversity, Gleichbehandlung, Inklusion, Unternehmensklima und Chancengleichheit charakterisieren.
Welche Rolle spielt die sogenannte „Whistleblower Hotline“ in der Leitlinie?
Sie dient als anonymes Meldesystem, um Verstöße gegen die Null-Toleranz-Politik des Unternehmens zu identifizieren und die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten.
Warum wird zwischen Gleichbehandlung und Gleichstellung differenziert?
Die Gleichbehandlung ist ein rechtlicher Grundsatz, während Gleichstellung aktives Handeln erfordert, um bestehende strukturelle Unterschiede zwischen Personengruppen auszugleichen.
- Arbeit zitieren
- Robin Kulp (Autor:in), 2023, Diversity im Unternehmen. Eine Fallstudie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1464213